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A Moment to Remember

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Nitschewo
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BeitragVerfasst am: Mo Okt 22, 2007 13:31    Titel: A Moment to Remember

A moment to remember AKA Erasure in my head

Originaltitel: 내 머리 속의 지우개 (Nae Morisogui Chiugae)
Südkorea 2004

Genre: Liebesdrama




Regie: Lee Jae-han
Kamera: Lee Jun-gyu
Drehbuch: Kim Yeong-ha, Lee Jae-han
Musik: Kim Tae-won

DarstellerInnen: Son Ye-Jin, Jeong Woo-Seong, Baek Jong-Hak, Lee Seon-Jin, Park Sang-Gyu, Kim Boo-seon, Kwon Byeong-gil, Kim Joon-ki, Hyeon Yeong

Inhalt:

Die hübsche, zerstreute Su-jin, sitzengelassen von ihrem verheirateten Liebhaber, lernt durch einen seltsamen, witzigen Zufall, basierend auf Su-jins Gedächtnisschwäche, den Zimmermann Cheol-su kennen.
Das lebensfrohe Mädchen aus gutem Haus und der temperamentvolle, mittellose Arbeiter kommen sich näher und aus einer anfänglichen Liaison entspinnt sich etwas Ernstes. Die beiden gegensätzlichen Charaktere scheinen wie füreinander geschaffen und ziehen eine Heirat in Erwägung.

Anfänglich kann Su-jins Vater, der gleichzeitig auch Cheol-sus Vorgesetzer ist, keine Begeisterung für den impulsiven Verehrer aufbringen, aber nachdem er erkennt, dass es seinem Schwiegersohn in Spe ernst ist und dieser sogar das Architekturstudium beginnt um die Familie ernähren zu können, verwirft er seine Zweifel.

Das frisch verliebte Paar erlebt nun seine schönste Zeit zusammen, welche leider von Su-jins zunehmender Vergesslichkeit immer häufiger getrübt wird. Als sie sich vom Arzt untersuchen lässt, kommt die bittere Wahrheit ans Licht. Su-jin leidet unter einer besonderen Art Alzheimer, die man auch bei jungen Menschen findet.

Nun nimmt das Schicksal seinen Lauf, Su-jin erkennt schon bald nicht einmal mehr ihren Mann, der sich mit der Situation nicht abfinden will und verzweifelt alles daran setzt, dass ihre Erinnerungen erhalten bleiben.









Kritik:
Der Film basiert auf der japanischen TV-Serie „Pure Soul“ von 2001.
In Korea und Japan war „A Moment to Remember“ ein großer Erfolg.
In Japan stand er sogar zwei Wochen lang auf Platz 1 vor Hollywood Kassenschlagern wie Tim Burtons „Corpse Bride“ und „Charlie und die Schokoladenfabrik“. Nach „Shiri“ war das somit der zweite koreanische Film, der das im Land der aufgehenden Sonne geschafft hat.

Dieser Erfolg ist durchaus nachvollziehbar. Die erste Hälfte des Filmes besticht gerade durch seinen erfrischenden Humor, in den Momenten, in denen sich die Beiden näher kommen. Die Chemie zwischen Jeong Woo-seong (Beat, Musa, The Triangle) und Son Ye-jin (Classic, Lover's Concerto) ist einfach perfekt und es knistert gewaltig. Durch die gute Charaktereinführung und die herausragende Leistung der Darsteller, entwickelt sich eine Sympathie zu den Protagonisten, die einem die zweite Hälfte erst so richtig nahe gehen lässt. Manchmal blitzt auch hier noch etwas Witz durch, der einem das Lachen im Halse stecken lässt. Die wunderbar gewählte Musik unterstreicht die jeweiligen Szenen und reicht von lateinamerikanischen Stücken bis hin zu Klassik.

Wer immer schon einmal wissen wollte, wie es sich anfühlt, durch das Wechselbad der Gefühle geschickt zu werden. Bitte schön!

Es gibt davon übrigens die „Theatrical Version“, welche 117 Minuten lang ist und den „Director's Cut“ mit einer Laufzeit von 144 Minuten, welcher aber OOP ist. Gesehen habe ich beide Versionen. Im Directors Cut, welchen ich persönlich bevorzuge, geht Regisseur J.H.Lee auf gewisse Hintergrundgeschichten, z.B das Verhältnis zwischen Cheol-su und seiner Mutter, näher ein und arbeitet die einzelnen Charaktere noch stärker aus.

Quelle:
http://www.hancinema.net/korean_movie_A_Moment_to_Remember.php

Hier ist noch ein Musikvideo zum Film:

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Zuletzt bearbeitet von Nitschewo am So Nov 18, 2007 17:11, insgesamt einmal bearbeitet
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Namu
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BeitragVerfasst am: Mo Okt 22, 2007 14:47    Titel:

@Nitschewo: Danke für die Review! Nachdem ich jetzt schon so viele Leute sagen gehört habe, daß Ihnen der Film gefällt, endlich mal jemand, der auch sagt, warum er ihm gefällt!

Ich hab den Film immer noch nicht gesehen. Als er damals anlief war ich ein wenig hin-und her gerissen. Einerseits habe ich ja eine kleine Schwäche für Jeong Woo-seong. Und in dem Film hat er, glaube ich, mal eine ganz passende Rolle bekommen... Andererseits hatte ich damals irgendwie auch etwas die Schnauze voll von den halb-halb Filmen (also die erste Hälfte Komödie, zweite Hälfte Melodrama). Von denen gab es ja damals so viele, daß ich mich bis heute nicht wieder davon erholt habe...

Daß der Film in Japan so erfolgreich war, überrascht mich nicht. Son Ye-jin ist dort überaus beliebt.
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Nitschewo
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BeitragVerfasst am: Di Okt 23, 2007 09:46    Titel:

@Namu

Leider weiß ich nicht, was du so für Halb und Halb-Filme Smile gesehen hast, aber bei einigen Vertretern dieser Art, die ich so kenne (sind nicht so viele) hatte ich auch meine Probleme damit.
Ganz spontan fällt mir da jetzt "My sassy girl" ein, der mir persönlich als Gesamtes, nicht so gut gefallen hat.
Der Humor, zum Beispiel, ist in "A Moment to Remember" nicht so überdreht. Er ist zwar auf seine Art ungewöhnlich, aber er passt irgendwie immer rein. Es wirkt nicht so aufgesetzt, fügt sich homogener in die Handlung, dadurch stört es auch nicht, wenn er plötzlich aus den gegebenen Umständen heraus, weniger wird und komplett wegfällt.

Sicher mag der Erfolg in Japan zum Teil aus Son Ye-jins Beliebtheit resultieren, zum Teil wahrscheinlich auch daraus, dass man eine japanische Vorlage hatte, aber das allein kann es nicht gewesen sein. Ich empfand das Endergebnis einfach als stimmig und es geht einem wirklich sehr nahe. Crying or Very sad
An manchen Stellen hat man es mit der Dramatik vielleicht etwas übertrieben, aber man sieht darüber hinweg, weil der Film im Großen und Ganzen einfach wundervoll ist.

Naja und wenn dir JWS nicht ganz unsympathisch ist Wink, dann geht erst recht kein Weg daran vorbei….Die Rolle ist schon fast maßgeschneidert ... Very Happy
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Seppel
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BeitragVerfasst am: Di Okt 23, 2007 11:40    Titel:

Kurze Zwischenfrage: Was heißt denn in dem Zusammenhang OOP?


Und: Seh ich das richtig, dass das wieder einer der asiatischen Filme ist, die es weder mit englischer noch deutscher Synchronisation geben wird? Sad

Die meisten Filme klingen so unglaublich interessant, aber ich hab irgendwie echt keine Lust, die ganze Zeit lesen zu müssen. Das Leben ist ungerecht.
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Nitschewo
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BeitragVerfasst am: Di Okt 23, 2007 12:20    Titel:

@Seppel
Ups, sorry...OOP bedeutet Out of print.

Leider gibt es bis jetzt weder eine deutsch, noch eine englisch synchronisierte Fassung. Vielleicht ändert sich das noch... Aber das bleibt wahrscheinlich nur ein Wunschgedanke.
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Namu
Die CineGLobe Perle


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BeitragVerfasst am: Di Okt 23, 2007 12:48    Titel:

@Seppel:

OOP = Out of Print

Das passiert gerne mit japanischen und koreanischen Erstausgaben. Diese sind oft limietiert, oder besonders schön verpackt. Außerdem haben koreanische und japanische DVDs (zu Recht) einen sehr guten Ruf, was die Qualität betrifft. Un darum stürzt man sich gerne auf diese, bevor sie weg sind. Wink

Ich glaube, damit, daß es keine englische Synchro von "A Moment to Remember" geben wird, hast Du Recht.
Das, was in die westlichen Gefilde kommt, sind überwiegend Thriller, Horror, Martial Arts, Fantasy, einige Historienfilme und einige Arthousefilme. Das ist eben das, was die Leute mit asiatischen Filmen verbinden. "Normale Filme" aus Asie schreckt viele ab, weil man noch nie davon gehört hat und dann erst einmal denkt, daß das ja nicht Rechtes sein kann. Das ist natürlich lächerlich. Gerade Südkorea ist eigentlich für seine Dramen, Romantische Komödien und TV-Miniserien bekannt. Fantasy und Martial Arts sind da eher "neu" und keine "traditionellen" Genre.

"Splendid Entertainment" hat neulich mal einen Probelauf mit drei asiatischen Romanzen gestartet und in Deutschland die koreanische RomCom "The Beast & the Beauty", den Liebesfilm "Il Mare", der Vorlage zu dem US-Film "Das Haus am See / The Lake House" war und den japanischen Tearjerker "Be With You" herausgebracht. "The Beast & the Beauty" ist aber gleich mal 20 min kürzer als die koreanische DVD.

Den Film "Il Mare" kann ich Dir aber ans Herz legen. Der kann Dir nicht nur einen Eindruck von asiatischen Liebesfilmen vermitteln, sondern ist auch noch ziemlich gut.

"Be With You" habe ich selbst noch nicht gesehen.

Das traurige an dem lobenswerten Splendid-Projekt ist leider, daß die meisten Leute, die das von vornherein kaufen würden, wahrscheinlich schon die asiatischen DVDs besitzen.

Und mit den Synchros ist auch wieder das Problem, daß für asiatische Filme oft miserable Sprecher benutzt werden. Crying or Very sad


@Nitschewo: Ups, das mit Japan und Son Ye-jin hatte ich gar nicht in dem Sinn gemeint, daß das den Erfolg des Films erklären sollte. Embarassed
Ich fand es einfach nur amüsant, daß sie in Japan so beliebt ist und daß es doch Unterschiede gibt, wer in welchem Land gefeiert wird.
Also, ich werde mir den Film dann demnächst doch einmal ansehen.
Welche Komödien-Melodrama-Mischlinge ich gesehen habe, kann ich übrigens auch nicht mehr sagen. Es waren viele... Wink
Was ich davon noch positiv in Erinnerung habe sind "Christmas in Aufgust" (eigentlich eher nur Drama), "Lover's Concerto" (auch mit Son Ye-jin) und "The Classic" (eigentlich auch weniger Komödie).
Am meisten aufgeregt haben mich "A Millionaires First Love" und "Windstruck" (Und jetzt muß ich wohl aufpassen, daß ich nicht wieder Drohbriefe von kleinen Mädchen kriege, weil ich solche blasphemischen Äußerungen getätigt habe...).


Edit: Da war Nitschewo wohl schneller als ich. Wink


Zuletzt bearbeitet von Namu am Di Okt 23, 2007 13:30, insgesamt einmal bearbeitet
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Namu
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BeitragVerfasst am: Di Okt 23, 2007 13:21    Titel:

@seppel:

Ich hab Dir mal das Musikvideo zu Il Mare rausgesucht. Das hat immerhin keinen Text... und einen gescheiten Trailer gibt es iregendwie nicht.

Der Film entstand 2000. Die Jahrtausenwende hat in Korea dazu geführt, daß man sich sehr mit dem Thema Zeit beschäftigt hat. Und Il Mare ist einer der bekanntesten dieser Filme.

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Nitschewo
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BeitragVerfasst am: Di Okt 23, 2007 16:10    Titel:

@Namu
Ich finde die Reihe von Splendid auch sehr lobenswert und hoffe das in der Hinsicht noch mehr kommt. Gerade in dem Bereich hinkt es noch gewaltig. Aber sowas ist ja immer eine Frage des Geldes...wenn die Sachen hierzulande nicht gekauft werden, wird auch nichts mehr nach kommen.....Und Liebesdramen haben es bei uns im Allgemeinen schwer.

Das ist wohl wahr, die Synchro ist oft so daneben....Ich persönlich gucke sowieso lieber die Orginalsprache mit deutschen Untertiteln...

Jetzt bin ich verunsichert. Laut Asianfilmweb soll "The Beast and the beauty" nicht kürzer sein....
Ich bin davon ausgegangen das es stimmt und hab ihn mir deswegen auch in Deutsch gekauft. Hast du beide Versionen gesehen....Ist dir was aufgefallen?
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Namu
Die CineGLobe Perle


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BeitragVerfasst am: Di Okt 23, 2007 16:27    Titel:

Oh, das war wohl mein Fehler. Ich hab die Diskussion auf asianfilmweb nur halb verfolgt , da ich fand, daß die deutsche Version durchaus Sinn machte (hab nur die deutsche gesehen) und bin wohl irgendwo stehen geblieben, wo die sich über die bleibenden 20 Minuten gewundert haben.
Also, nachdem ich jetzt selbst noch einmal verglichen habe, müßte die koreanische Version ca. 100 min haben und die deutsche auch, oder? Der Fehler ist wohl dadurch entstanden, daß auf der koreanischen Single Disc Edition unter Laufzeit 117 min angegeben ist. Wahrscheinlich ist dann damit wohl die Laufzeit inklusive Extras gemeint gewesen.

Hatte mich auch schon gewundert...
(Das kommt davon, wenn man erst schreibt und dann denkt... Embarassed )
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Joy
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BeitragVerfasst am: Mi Okt 24, 2007 20:17    Titel:

Ich glaube, der Film an sich würde mich schon interessieren. Nur erinnert er mich auch ein wenig an die koreanische Verfilmung von "Daddy Long Legs" (habe ich noch nicht gesehen, nur den manhwa (comic) gelesen, aber der film soll ja gleich sein), denn in dem Film leidet der männl. Hauptcharakter auch an die gleiche Krankheit wie hier Su-jin. Also, ich habe anhand vom Comic (von der Story her) stark das Gefühl, dass sich die beiden Filme ähneln würden, vielleicht nicht ganz, aber in vielen Punkten.
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