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The Happy Life

 
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Namu
Die CineGLobe Perle


Anmeldedatum: 21.09.2006
Beiträge: 4973
Wohnort: Taipeh

BeitragVerfasst am: Do Jul 05, 2007 14:11    Titel: The Happy Life

Jeulguwoon Insaeng
즐거운 인생
aka The Happy Life
Südkorea 2007





Regie: LEE Joon-ik
Drehbuch: CHOI Seok-hwan
Kamera: KIM Yong-cheol
Musik: LEE Byeong-hun, BANG Jun-seok
DarstellerInnen: JEONG Jin-yeong, KIM Yoon-suk, KIM Sang-ho, KO A-seong, JANG Geun-seok, KIM Ho-jeong

Genre: Drama, Komödie


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Als sie noch zur Highschool gingen, spielten Sang-woo, Gi-yeong, Seong-wook und Hyeok-su zusammen in der Band Active Volcano. Nach Sang-woos Tod treffen sich die übrigen Bandmitglieder zu seiner Beerdigung wieder.
Der Schlagzeuger Hyeok-su arbeitet in der Zwischenzeit als Autoverkäufer, um seine in Kanda lebende Familie zu versorgen, Bassist Seong-wook schlägt sich mit zwei schlechtbezahlten Jobs durchs Leben und der arbeitslose Gitarrist Gi-yeong träumt davon die Band wieder zu vereinen.
Dazu muß er die anderen aber erst einmal überzeugen…





Musikfilme scheinen die große, neue Leidenschaft des koreanischen Regisseurs Lee Joon-ik zu sein. 2005 beehrte er uns mit dem Film Radio Star über einen alternden Sänger und seinen Manager, letztes Jahr mit dem hier vorgestellten Werk ”The Happy Life” über Menschen mittleren Alters, die eine Band gründen und auch in seinem diesjährigen Film Sunny schließt sich die Hauptdarstellerin einer Musiktruppe an, die die koreanischen Truppen in Vietnam unterhält.

Radio Star war schwerpunktmäßig ein Film über Freundschaft, Sunny erforscht einen Abschitt koreanischer Geschichte und in The Happy Life geht es um das Erfüllen von Träumen und wie der Titel schon sagt, um die glücklichen Momente im Leben.

Der Film folgt einer Gruppe erwachsener Männer, früherer Mitglieder einer Band, die nun desillusioniert sind und mehr oder weniger nur noch funktionieren als wirklich zu leben.
Als sie sich zu einer Band zusammenfinden, erweckt dies wieder ihre Lebensfreude.

Der Film portraitiert sehr schön den Zustand, in dem sich die Männer befinden und auch die Veränderung, die das Verwirklichen ihres alten Traums auf sie hat. Dabei wird dieser Aspekt nicht, wie in vielen anderen Filmen, überbetont und man könnte sich wirklich an der Geschichte des Films erfreuen, wenn es nicht einen großen Haken gäbe:
Der Film versucht auch die negativen Aspekte der Entwicklungen aufzuzeigen, indem er den Konflikten mit den Partnerinnen der Bandmitglieder sehr viel Aufmerksamkeiten widmet. Hier wird auch gezeigt, daß die Erfüllung ihres Wunsches Einschränkungen für das Leben anderer mit sich bringt.
Die Konflikte, die im Film angesprochen werden, wären in der Realität eigentlich lösbar, aber sie werden nicht wirklich gelöst – wahrscheinlich weil der Film eine Momentaufnahme sein will, aber bei den angeprochenen Problemen, ist das trotzdem ärgerlich - und stattdessen werden wir zum Ende des Films mehr oder weniger mit einer Friede-Freude-Eierkuchen-Situation abgespeist.

Auch mit den Charakteren war ich nicht so glücklich. Der Gitarrist Gi-yeong sollte wohl eigentlich jemand sein, der sich seine Kindlichkeit, bzw. die Fähigkeit zu kindlicher Freude bewahrt hat, aber der Charakter wurde zu übertrieben angelegt und wirkt nun stattdessen fast schon ein wenig psychopathisch.
Der Figur des Leadsängers fehlt es an Hintergrund/Charakter. Man hat den Eindruck, die Figur wird einfach als ”Sohn von Sangwoo” in den Film geschmissen und bleibt auch durch den gesamten Film nicht mehr als ”Sohn von Sang-woo”. Das ist ein wenig schade!

Über das Schauspiel kann man nicht klagen. Die alten Darsteller sind routiniert und Jang Geun-seok ist leider etwas unterfordert, da - wie oben angesprochen - eh mehr oder weniger nur zum Singen und für die Damen da. Naja Singen und Hübsch Aussehen kann er ja auch sehr gut…! Wink
Überhaupt ist wahrscheinlich die Musik der beste Teil des Films.
Die Darsteller müssen in asiatischen Filmen die Musikstücke selbst lernen und darbieten und das hat hier wirklich gut geklappt. Auch die Stücke, die sie spielen, sind eine angenehmen Mischung aus altem (um dem Thema gerecht zu werden) und modernem Rock (damit auch das jüngere Publikum zufrieden ist). Die eingängigen Stücken werden möglichst oft wiederholt, so daß sie das Publikum anschließend mitsingen kann.
So ist es letzthin die Musik, die eigentlich die ”Happy” Stimmung des Films erzeugt.





The Happy Life kann ein netter Film für zwischendurch sein, vor allem, wenn man sich hauptsächlich an der Musik erfreut.
Er dürfte außerdem auch allen Leuten gefallen, die Jang Geun-seok mögen, der hier den Leadsänger spielt.


Korea 2-Disc Special Edition
CJ Entertainment
Regioncode 3 / NTSC
Keep Case in stabilem Pappschuber
Laufzeit: 111 min 54 sek
Bild: 1,85:1 anamoprphic widescreen
Audio: Koreanisch DD 5.1 Surround
Untertitel: koreanisch, englisch
Extras: Audiokommentar, Trailer, Postershooting, Making of, Behind The Scenes, Interviews, Über die Musik, Live-Konzert Debut, Premierenaufnahmen


Weitere Filme von Lee Joon-ik bei cineglobe:
Sunny
Radio Star
The King and the Clown


Zuletzt bearbeitet von Namu am Fr März 20, 2009 14:38, insgesamt 8-mal bearbeitet
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Joy
CineMOD
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Beiträge: 405


BeitragVerfasst am: Do Jul 05, 2007 16:08    Titel:

schade, dass "kong gil" nicht dabei ist Wink , aber der film scheint lustig zu sein (wenn man das foto sieht). innerhalb kurzer zeit habe ich Jeong Jin-yeong in 3 verschiedenen rollen gesehen (obwohl, hier ist ja nur das foto ^^°). lee jun ik arbeitet wohl sehr gerne mit ihm zusammen ^^°
_________________
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Namu
Die CineGLobe Perle


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BeitragVerfasst am: Fr Jul 06, 2007 09:09    Titel:

Die meisten koreanischen Regisseure arbeiten gerne mit den gleichen SchauspielerInnen zusammen.
Dazu habe ich zwei Vermutungen:

Numero Uno: In Korea ist es ähnlich wie in Japan, daß Zusammenarbeit immer auch sehr persönlich ist. Bei uns arbeitet man ja sehr viel distanzierter zu seinen Arbeitskollegen, aber in Japan und Korea gehört der private Austausch auch dazu. (Weiß nicht, wie das in China ist.)
Wahrscheinlich fühlt man sich dadurch den Schauspielern auch verbunden.
Die zweite Vermutung ist ein bißchen böse: In Korea gibt es ziemlich viele "Stars", TV-Stars, Pop-Stars, Models usw., die auch gerne in Filme gesteckt werden (manche von denn können auch schauspielern, siehe Rain, aber das muß nicht so sein). Leider gibt es nur wenige ordentliche SchauspielerInnen. Die Leute, die also nen halbwegs ordentlichen Film machen wollen, haben nur eine kleine Auswahl an "echten" Darstellern zur Verfügung.
(Mal abgesehen davon, daß man nur Produzenten findet, wenn man entweder einen der so genannten "Stars" castet, der sich nach Japan verkaufen läßt oder wenn man einen Darsteller castet, der in einem früheren Hit des Regisseurs gespielt hat.)


Jeong Jin-yeong gehört zur Kategorie "echte" Schauspieler, die schon einmal in einem Hit von Regisseur Lee Joon-ik gespielt haben. Übrigens hat Lee Joon-ik den Film "The King and The Clown" ohne Darsteller der Kategorie A und Kategorie B gemacht, was den Film für mich zu etwas Besonderem macht.

Ich muß sagen, ich finde das super spannend, was hinter den Kulissen von so einem Film alles abläuft. Man kann gar nicht machen, was man eigentlich will, alles wird dem Vermarktungswert untergeordnet.


Hm, übrigens bin ich mir nicht so sicher, in welche Kategorien ich jetzt Jang Geun-seok und Ko A-seong sortieren soll. Wink
Ko A-seong hat gerade im Mega Blockbuster "The Host" gespielt und Jang Geun-seok durfte Hwang Jin-is erste große Liebe in der gleichnamigen TV-Serie spielen. Beide gehören aber definitiv nicht zur Sorte wir-sind-so-bekannte-Stars-daß-alle-Japaner-wegen-uns-ins-Kino-rennen.
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Joy
CineMOD
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Beiträge: 405


BeitragVerfasst am: Sa Jul 07, 2007 02:23    Titel:

Namu hat Folgendes geschrieben:

Numero Uno: In Korea ist es ähnlich wie in Japan, daß Zusammenarbeit immer auch sehr persönlich ist. Bei uns arbeitet man ja sehr viel distanzierter zu seinen Arbeitskollegen, aber in Japan und Korea gehört der private Austausch auch dazu. (Weiß nicht, wie das in China ist.)
Wahrscheinlich fühlt man sich dadurch den Schauspielern auch verbunden.

Jeong Jin-yeong gehört zur Kategorie "echte" Schauspieler, die schon einmal in einem Hit von Regisseur Lee Joon-ik gespielt haben. Übrigens hat Lee Joon-ik den Film "The King and The Clown" ohne Darsteller der Kategorie A und Kategorie B gemacht, was den Film für mich zu etwas Besonderem macht.

Ich muß sagen, ich finde das super spannend, was hinter den Kulissen von so einem Film alles abläuft. Man kann gar nicht machen, was man eigentlich will, alles wird dem Vermarktungswert untergeordnet.

Hm, übrigens bin ich mir nicht so sicher, in welche Kategorien ich jetzt Jang Geun-seok und Ko A-seong sortieren soll. Wink
Ko A-seong hat gerade im Mega Blockbuster "The Host" gespielt und Jang Geun-seok durfte Hwang Jin-is erste große Liebe in der gleichnamigen TV-Serie spielen. Beide gehören aber definitiv nicht zur Sorte wir-sind-so-bekannte-Stars-daß-alle-Japaner-wegen-uns-ins-Kino-rennen.


ich würde sagen, in china ist es ähnlich, Zhang Yimou hat z.B. eine sehr lange Zeit (heute auch noch) mit Gong Li gearbeitet; Chen Kaige arbeitet gerne mit seiner Frau Chen Hong zusammen; Feng Xiaogang (The Banquet) arbeitet auch gerne mit seiner Frau Xu Fan zusammen. Wobei bei den letzten beiden (Regie-Schauspieler-Paare) weiß man nicht genau, ob die Zusammenarbeit zur Ehe geführt hat oder umgekehrt. Eines ist sicher, sie müssen sich gut kennen und es verbindet sie mehr als nur die Arbeit (wie du bereits sagtest, man kennt sich auch persönlich).

Wang ui Namja ist für mich auch etwas besonderes, da jeder seinen part sehr gut gespielt hat und jeder in seiner rolle vollständig eingetaucht ist, das merkt man, wenn man den film sieht. lee jun ik hat (so gesehen) echt einen blick für schauspieler.

was die beiden andern schauspieler betrifft, da kann ich dir leider auch nicht weiterhelfen ^^° weiß momentan einfach zu wenig über sie.
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Namu
Die CineGLobe Perle


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BeitragVerfasst am: Sa Jul 07, 2007 05:49    Titel:

Joy hat Folgendes geschrieben:

was die beiden andern schauspieler betrifft, da kann ich dir leider auch nicht weiterhelfen ^^° weiß momentan einfach zu wenig über sie.


Kein Problem. Das war eh mehr ne rhetorische Frage, wollte damit einfach nur sagen, daß die aus den oben aufgestellten Kategorien fallen.
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Namu
Die CineGLobe Perle


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BeitragVerfasst am: Fr Jul 27, 2007 16:51    Titel:

So, ich habe in der Zwischenzeit das vorläufige Poster durch das aktuelle ersetzt.
Bei Cine21 gibt es in der Zwischenzeit auch den Teaser-Trailer (auf den Button mit dem kleinen Monitor drücken):

http://www.cine21.com/Movies/Mov_Movie/movie_detail.php?id=22110

Mein Computer mag leider keine Trailer von koreanischen Webseiten. Ich bekomme immer nur den Ton richtig und der Rest hängt. Liegt vielleicht daran, daß die Asiaten schnelleres Internet haben?
Jedenfalls kann ich daher zum Trailer nicht so viel sagen. Sieht ein wenig aus wie der von Radio Star. Wink
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Namu
Die CineGLobe Perle


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BeitragVerfasst am: Do Aug 07, 2008 11:54    Titel:

Von diesem Film kommt Mitte/Ende des Monats die Korea-DVD heraus.

Wenn ihr Euch erinnert, war der Film kein grosser Hit in Korea (kann man fast als lop bezeichnen), aber ich habe ein paar positive Kommentare westlicher Zuschauer gelesen.
Wenn ihr Euch unsicher sei, könnt ihr ja auch ein wenig warten, bis ich den Film angesehen habe. Bei mir steht er nämlich auf jeden Fall trotzdem auf dem Programm.
Will jetzt natürlich nicht sagen, dass meine Meinung ausschlaggebend ist, aber da ich doch recht oft Kommentare schreibe, ist das, was ich schreibe, für Cineglobe-Leser evtl. leichter einzuschätzen.
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Namu
Die CineGLobe Perle


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BeitragVerfasst am: Fr Aug 29, 2008 10:10    Titel:

So, wie versprochen habe ich mal in den ersten Post eingefügt, was mir nach Ansehen des Films dazu zu sagen eingefallen ist.
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