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Namu Die CineGLobe Perle

Anmeldedatum: 21.09.2006 Beiträge: 4900
Wohnort: Taipeh
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Verfasst am: Mo Aug 23, 2010 00:04 Titel: Korea Geschichte - Hwarang - Die Blumenjugend Sillas |
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Anmerkung: Ich wollte eigentlich für Yin Chi einen ordentlichen Artikel zu den Hwarang schreiben, aber da ich annehme, daß ich in Taiwan dann erst einmal viel Zeit brauchen werde, mich dort einzufinden und ich auch nicht weiß, wieviel ich dazu eigentlich hätte finden können, habe ich mich dazu entschlossen, erst einmal ein paar landläufige Infos zu sammeln. – Ohne zu Strukturieren und die Angaben genauer zu überprüfen – sozusagen als eine Art Anfangsbasis:
Es scheint mir – auch wenn das Folgende nun eben nur mit Vorsicht zu genießen ist - jetzt erst einmal besser als gar nichts zu sein und wenn wir alle zusammen schaffen, können wir ergänzen, korrigieren usw. und dann wird schon irgendwie wenigstens halbwegs etwas dabei herauskommen...
Hwarang – Die „Blumenjugend“ Sillas
Kurzbeschreibung:
Militärisch-Buddhistischer Jugendverband der Adelssöhne des koreanischen Königreiches Silla. Eine Art Kriegerkaste.
Ethymologie:
Hwa
Hangul: 화
Hanja: 花
Bedeutung: Blume
Rang
Hangul: 랑
Hanja: 郞
Bedeutung: Jugendlicher (in diesem Fall dann vielleicht auch als eine Art Statusbezeichnung zu sehen)
Ursprünge:
Die Gründung der Hwarang geht wahrscheinlich auf Sillas König Jinheung (Regierungszeit: 540-576) zurück. König Jinheung soll ein Liebhaber der Schönheit und Gesundheit junger Menschen gewesen sein und sich deshalb gerne mit Jugendlichen umgeben haben. Er gründete eine Art Akademie für die hübschen und kräftigen Söhne des Adels, um diese zu seinen Beamten und Berratern ausbilden zu lassen.
Die Jungen wurden auch in der Kriegskunst ausgebildet und der Bund der Hwarang entwickelte sich bald zu einer hauptsächlich militärischen Organisation.
Exkurs 1: Wonhwa
Fragen und Rätsel geben den Historikern die Wonhwa (원화 / 源花 = Quellenblume) auf, eine Organisation junger Frauen, die den Hwarang vorausgegangen sein soll bzw. durch diese ersetzt wurden. Die Interpretationen der Geschichten der Wonhwa reichen von Auslegungen ”sie seien Exempelgeschichten für… und die Wonhwa hätten nie wirklich existiert” bis hin zu der Fragestellung, ob Frauen in Silla eventuell anerkannter waren, als in späteren Epochen.
Dem Samguk Yusa (Kapitel 82) nach soll König Jinheung Schönheitswettbewerbe unter jungen Frauen abgehalten waren, deren Gewinnerinnen er in allerhand Tugenden ausbilden ließ. Zwei der Damen, Nammo-rang und Gyojeong-rang (rang entspricht hier, wie gesagt, einem Titel, einer Statusbezeichnung), machte er zu Anführerinnen und stellte ihnen jeweils eine eigene große Gefolgschaft junger Herren zur Verfügung. Gyojeong erschlug Nammo aus Eifersucht und Neid und wurde daraufhin selbst von Nammos Gefolgsleuten ermordet.
Von da an ließ König Jinheung dann lieber die jungen Männer ausbilden.
Exkurs 2: Sadaham
Wie genau es jetzt eigentlich dazu kam, daß die Hwarang später eine kriegerische Organisation wurden oder ob sie doch von Anfang an schon als solche gedacht war, ist mir nicht bekannt. Jedoch scheint diese Frage auf dem legendären Feld mit der Geschichte von Sadaham verknüpft zu sein.
Sadaham (사다함 / 斯多含 – übrigens wohl mit Kim Yusin 김유신 / 金庾信 und Gwanchang 관창 / 官昌 einer der heute beliebtesten Hwarang) war ein junger Hwarang, der sehr in der Gunst von König Jinheung stand. Als er ca. 16 oder 17 Jahre alt war, rüstete sich Silla für einen Krieg gegen Goguryeo. Sadaham, der gerne stolze Taten für sein Vaterland vollführen wollte, versuchte König Jinheung zu überreden, daß er (also König Jinheung) ihn (also Sadaham) auch an die Front lasse. König Jinheung gab schließlich nach, aber Sadaham war es nicht genug mit seinen Gefolgsleuten im Krieg zu sein und er lag dem General (oder wir auch immer man einen Schlachtenobersten richtig betitelt) in den Ohren, daß dieser ihm doch erlauben solle, die erste Schlacht führen zu dürfen und in der ersten Reihe zu kämpfen. Auch der General war Sadahams Überzeugungskünsten nicht gewachsen und so sahen sich die armen Soldaten Goguryeos auf einmal einem Haufen idealistischer und zu allem entschlossener Jugendlicher gegenüber, was bei ihnen große Verwirrung auslöste. Die Schlacht wurde eindeutig zu Gunsten Sillas entschieden!
Von da an war es in Silla normal, daß die Hwarang – auch schon in sehr jungen Jahren, anscheinend zum Teil schon im Alter von 13 – in den Krieg zogen und es als Ehre ansahen, ganz vorne in der Schlacht zu stehen. Das war auch sehr effektiv, denn die Hwarang waren voll Idealismus und das muß auf den Rest der Armee wie ein Moralbooster gewirkt haben. Es gibt einige Schlachten, von denen erzählt wird, daß diese schon verloren geglaubt waren, die aber noch einmal durch die Begeisterung mit der sich die Hwarang in den Tod stürzen (ich weiß nicht, wie ich das anders formulieren soll…) wollten, gewonnen werden konnten.
Für Sadaham hatte die Geschichte jedoch ein trauriges Nachspiel: ein Jahr nach dem erzählten Ereignis verlor er seinen besten Freund Mugwan in einer Schlacht. Die beiden hatten sich in jungen Jahren geschworen, sie wollen am gleichen Tag sterben und Sadaham grämte sich sehr über den Tod seines Freundes. Er verweigerte jegliche Nahrungsaufnahme und folgte auf diese Weise Mugwan in den Tod nach.
Organisation und Ausbildung:
Ehrlich gesagt, von der Organisation der Hwarang habe ich wenig Ahnung. Ich weiß, daß sie in verschiedene Gruppen und Untergruppen organisiert waren, aber wie genau das eigentlich geregelt war, kann ich nicht wirklich sagen.
Der oberste Leiter der Hwarang war auf jeden Fall der Gukseon. Laut Samguk Yusa war der erste Gukseon ein Hwarang namens Seolwon.
Die Hwarang selbst hatten, wie bereits gesagt, ihre eigenen Gefolgschaften, bestehend aus Männern des gemeinen Volkes. Die Größe der Anhängerschaft varriierte und bestand zum Teil wohl aus über 1000 Mann.
Zur Ausbildung der Hwarang steht im Samguk Yusa:
| Zitat: |
| ”Die Auserwählten wurden in den fünf Hauptprinzipien der menschlichen Beziehungen unterrichtet, in Weisheit, Gerechtigkeit, Höflichkeit, Intelligenz und Treue. Weiterhin lernten sie die sechs Künste Etikette, Musik, Bogenschießen, Reiten, Dichtung und Mathematik und wurden in den drei gelehrten Tätigkeiten königlicher Erzieher, Lehrer im Theoretischen wie Praktischen, und in den sechs Weisen, der Regierung als heiliger Minister, guter Minister, loyaler Minister, weiser Minister, würdiger Minister, ehrlicher Minister zu dienen, unterwiesen.” |
Quelle: ”Samguk Yusa – Legenden und Wundergeschichten aus den Drei Königreichen Koreas”, übersetzt von Young-ja Beckers-Kim mit Hilfe von Prof. Dr. Rainer E. Zimmermann, Schenefeld 2005; S. 260
Ich denke, das Samguk Yusa verkürzt hier ein wenig (gerade bei der militärischen Ausbildung; evtl weil diese eben erst später zentraler wurde?), aber man bekommt doch durch das Zitat einen ganz guten Eindruck, was die Hwarang repräsentieren sollten.
So wie ich es verstanden habe, wurden die Hwarang von buddhistischen Mönchen in buddhistischen Schriften unterrichtet. Ich könnte mir außerdem vorstellen, daß sie auch von älteren Hwarang unterwiesen wurden. Einige Hwarang scheinen immerhin bis ins hohe Alter Hwarang gewesen zu sein (auch wenn das mit der Bezeichung Blumenjugend dann nicht mehr so paßt ).
Zur kriegerischen Ausbildung gehörte wahrscheinlich das Bogenschießen an die erste Stelle (oder ganz, ganz weit nach oben). Schußwaffen haben von jeher eine große Rolle bei der koreanischen Kriegsführunge gespielt und bei den drei Königreichen soll – so wie ich es verstanden habe – nur in Baekje die Ausbildung im Reiten noch vor der im Bogenschießen gestanden haben. Danach sollen es u.a. eben wohl noch Reiten, Umgang mit dem Schwert, waffenloser Kampf und Tritt- und Wurftechniken gewesen sein. Die Schwertkampfkunst der Hwarang soll Vorlage der Schwertkampfkunst, wie sie in der Joseonzeit gepflegt wurde, gewesen sein.
Überbleibsel der waffenlosen Kampfkünste der Hwarang findet man in den traditionellen, koreanischen Kampfkünsten (bzw. ihren Neuformen davon) und die Kampfsportart Hwarangdo ist wohl so etwas wie der Versuch einer modernen Wiederbelebung (Fachmänner-Frauen können da sicherlich mehr zu sagen! Ich kenne mich damit nicht aus!).
(Hwarangdo ist übrigens eine recht brutal anzusehende Kampfsportart. Da kann man sehen, daß das wirklich für Kriegszwecke gelehrt wurde. )
Hier noch so nebenbei: es gibt ein Buch zu ”Star Wars”, das einen Vergleich zwischen Ausbildung und Organisation der Jedi und Ausbildung und Organisation der Hwarang zieht. Ich habe das Buch leider nicht gelesen und bin mir auch nicht sicher, welches es war. Ich denke mal, es könnte sich dabei um ”Star Wars and Philosophy” gehandelt haben.
Da ich kein großer Kenner von Star Wars bin (habe nur die alten Filme gesehen) kann ich dazu leider auch nichts Weiteres sagen. Persönlich stelle ich mir die Hwarang immer wie so eine Art Pfadfinder vor. Eventuell weil sie auch Ausflüge in die Natur unternommen haben und gerne Hyangga (Heimatlieder) gesungen zu haben scheinen.
Sesok Ogye – die fünf Gebote des Hwarang Kodex
Die Hwarang hatten eine Art Leitfaden, einen Kodex, bestehend aus 5 Geboten, der vom Mönch Weongwang (원광 / 圓光) zusammengestellt wurde. Der Name dieses Kodex war Sesok Ogye (세속오계 / 世俗五戒), was etwas wie „weltliche 5 buddhistische Prinzipien“ bedeutet. Zum Teil erinnern die Gebote allerdings eher an konfuzianistische Regeln als an buddhistische .
Die Sesol Ogye Gebote lauten wie folgt Quelle: Kim, Hiyoul: ”Koreanische Geschichte – Einführung in die koreanische Geschichte von der Vorgeschichte bis zur Moderne”, St. Augustin 2004; S. 37:
| Zitat: |
Treue und Loyalität dem König gegenüber,
Pietät den Eltern gegenüber,
Treue in der Freundschaft,
kein Zurückweichen im Kampf,
kein mutwilliges Töten. |
Maitreya-Kult und Schönheitsideal
Zur Zeit als in Silla die Hwarang gegründet wurden, begann in Korea der Maitreya (auf koreanisch Miruk)-Kult zu erblühen und die Hwarang wurden bald als eine Art Inkarnation dieses Bodhisattva gesehen.
Eventuell stammt daher auch das etwas androgyne Schönheitsideal, das wohl in Silla zu dieser Zeit gepflegt wurde? Maitreya, besonders bekannt als Bodhisattva der Barmherzigkeit, ist eine Figur, die normalerweise androgyn dargestellt wird.
Als besonders schön galten in Silla – sowohl für Männer als auch für Frauen – weiße Haut, rote Lippen und rote Wangen.
War keine Schminke vorhanden, soll man sich durchaus in die Wangen gekniffen und auf die Lippen gebissen haben, um die entsprechenden Effekte zu erzielen (Autsch! )
Die Hwarang wollten ihre Schönheit bewahren, wenn sie in’s Jenseits (oder wie auch immer das in ”buddhistisch” heißt) hinübergingen und nicht durch den Tod entstellt werden, daher schminkten sie sich ihre Gesichter, wenn sie in eine schwere Schlacht zogen oder den Tod erwarteten.
Ehrlich gesagt, bin ich wenig vertraut mit Buddhismus und Inkarnation und solch spirituellen Sachen, aber diese Maitreya Sache muß wohl auch zu einer Vorstellung von dem, was einem nach dem Tod erwartete, beigetragen haben, die es den Hwarang erleichterte, den Todesmut (bzw. den Wille zu sterben; die Todesverachtung) aufzubringen, der sie auszeichnete.
Hwarang beim Schminken in der Serie ”The Great Queen Seondeok”:
Taten und Legenden der Hwarang:
Müssen noch nach und nach ergänzt werden.
Zuletzt bearbeitet von Namu am Di Apr 05, 2011 16:15, insgesamt 2-mal bearbeitet |
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yun CineMaster


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Verfasst am: Mo Aug 23, 2010 00:36 Titel: |
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| Zitat: |
Als besonders schön galten in Silla – sowohl für Männer als auch für Frauen – weiße Haut, rote Lippen und rote Wangen.
War keine Schminke vorhanden, soll man sich durchaus in die Wangen gekniffen und auf die Lippen gebissen haben, um die entsprechenden Effekte zu erzielen (Autsch! ) |
der verfasser des hagakure, yamamoto tsunetomo, empfahl in seinem werk den samurai immer etwas rouge griffbereit zu haben um notfalls eine, in gewissen situationen eventuell auftretende blässe, damit zu überdecken ...  |
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Namu Die CineGLobe Perle

Anmeldedatum: 21.09.2006 Beiträge: 4900
Wohnort: Taipeh
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Verfasst am: Mo Aug 23, 2010 13:51 Titel: |
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| yun hat Folgendes geschrieben: |
der verfasser des hagakure, yamamoto tsunetomo, empfahl in seinem werk den samurai immer etwas rouge griffbereit zu haben um notfalls eine, in gewissen situationen eventuell auftretende blässe, damit zu überdecken ...  |
Ehrlich, das scheint mir auch eine viel bessere Lösung zu sein!
Hm, die Lippen beißen und Wange kneifen Sache könnte auch eine Methode für die armen Leute gewesen sein, die sich kein Rouge leisten konnten, aber auch hübsch aussehen wollten? (Oder für Allergiker? )
Schminke (heißt das eigentlich Schmincke oder Schminke?) war doch damals bestimmt teuer?
Jemand sollte mal ein Buch über ostasiatische Schminkgewohnheiten schreiben!
Weiße Haut, rote Lippen, rote Wangen gab es in China, Korea und Japan und ich vermute mal, daß das auch den Weg in dieser Reihenfolge gegangen ist. Aber es scheint mir dann unterschiedlich ausgeprägt angewand worden zu sein?
Und die schwarzen Zähne gab es nur in Japan, oder? Weiß man, wann diese Mode dort aufkam? |
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yun CineMaster


Anmeldedatum: 28.03.2008 Beiträge: 2262
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Verfasst am: Mo Aug 23, 2010 14:08 Titel: |
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| Namu hat Folgendes geschrieben: |
| Und die schwarzen Zähne gab es nur in Japan, oder? Weiß man, wann diese Mode dort aufkam? |
während es in japan (ganz im gegensatz zu europa zu jener zeit) es eine ausgeprägte badekultur gab und man großen wert auf sein äußeres (wenn man es sich denn leisten konnte) legte ... vernachlässigte man aus schier unerklärlichen gründen die pflege der zähne ... mit entsprechenden folgen ... man achte einmal darauf wenn eine gheisa lacht ... sie hält immer ihre hand vor die geöffneten lippen ... ich glaube einmal gelesen zu haben ... das vornehme damen, gheisas und berühmte kurtisanen - kurz - alle frauen, die in der öffentlichkeit gesehen und von ihr wahrgenommen wurden ... sich ihre zähne schwarz zu färben begangen, um eben diese vernachlässiggung ihrer zähne zu vertuschen (es soll zu jener zeit keine kultur der zahnpflege existiert haben) ... auch in heutiger zeit, kann man recht oft sehen, dass japanerinnen (und nicht nur sie), recht oft unter fehlstellungen der zähne zu leiden haben ... es scheint bis in die heutige zeit hinein den japanern an einem bewusstsein für dieses problem (zum beispiel rechtzeitig eine zahnspange zu tragen) zu fehlen ...
| Namu hat Folgendes geschrieben: |
Hm, die Lippen beißen und Wange kneifen Sache könnte auch eine Methode für die armen Leute gewesen sein, die sich kein Rouge leisten konnten, aber auch hübsch aussehen wollten? (Oder für Allergiker? )
Schminke (heißt das eigentlich Schmincke oder Schminke?) war doch damals bestimmt teuer? |
denke ich mir auch ... das die recht teuer war ... dann musste man eben sich in die wange kneifen ... und in die lippen beissen (und das tut echt weh )
| Namu hat Folgendes geschrieben: |
| Weiße Haut, rote Lippen, rote Wangen gab es in China, Korea und Japan und ich vermute mal, daß das auch den Weg in dieser Reihenfolge gegangen ist. Aber es scheint mir dann unterschiedlich ausgeprägt angewand worden zu sein? |
vieles kam auch aus indien ...  |
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Jigu CineMaster


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Wohnort: Rosenheim
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Verfasst am: So Nov 14, 2010 21:43 Titel: |
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Irgendwie habe ich den Thread übersehen, als du den erstellt hast, und bin erst jetzt darüber gestolpert. Wirklich, sehr interessant. Blumenjugend? *g*
Und ich fand die Darsteller von Yusin, Bojong und Gefolge am Anfang von Queen Seon Deok echt extrem jung, aber das erklärt dann ja einiges 
_________________ "Das Abbild meiner selbst ist in dem Bild, das du von deinem Glück malst, nicht zu finden."
[達瑯-ムック] |
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kareki CineFan


Anmeldedatum: 14.11.2010 Beiträge: 56
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Verfasst am: Mo Nov 15, 2010 17:28 Titel: |
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| yun hat Folgendes geschrieben: |
vernachlässigte man aus schier unerklärlichen gründen die pflege der zähne ... mit entsprechenden folgen ... man achte einmal darauf wenn eine gheisa lacht ... sie hält immer ihre hand vor die geöffneten lippen ... ich glaube einmal gelesen zu haben ... das vornehme damen, gheisas und berühmte kurtisanen - kurz - alle frauen, die in der öffentlichkeit gesehen und von ihr wahrgenommen wurden ... sich ihre zähne schwarz zu färben begangen, um eben diese vernachlässiggung ihrer zähne zu vertuschen (es soll zu jener zeit keine kultur der zahnpflege existiert haben) ... auch in heutiger zeit, kann man recht oft sehen, dass japanerinnen (und nicht nur sie), recht oft unter fehlstellungen der zähne zu leiden haben ... es scheint bis in die heutige zeit hinein den japanern an einem bewusstsein für dieses problem (zum beispiel rechtzeitig eine zahnspange zu tragen) zu fehlen ...  |
(Es ist die "Geisha", so ganz nebenbei)
Das Schwärzen der Zähne war keine Vertuschungsaktion mangelnder Mundhygiene, sondern eine Mode, ein Schönheitsideal, das wahrscheinlich aus Südostasien stammte. Das お歯黒 oder 鉄漿 - ohaguro - sollte neben bei zur Mundhygiene (tatsächlich) beitragen, da es angeblich ein wenig vor Karies schützte. Zunächst war es in der Heian-Zeit bei Mädchen und Frauen der Oberschicht üblich, dann bei den Männern, ab dem 12. Jahrhundert übernahmen auch die Bürger dieses Ideal. Schwarze Zähne standen nun für verheiratete Frauen. In der Meiji-Zeit wurde dies schlussendlich verboten, wohl durch den Einfluss des Westens.
Da Ohaguro nicht mehr angewandt wird, wirst du auch heute keine Geisha/Geiko mehr finden, die geschwärzte Zähne hat, das Verdecken des Lächelns hat auch mitnichten etwas mit ungepflegten Zähnen zu tun. (Da früher schwarze Zähne als besonders schön galten, ist es nur unlogisch diese verdecken zu wollen)
Und ich verstehe nicht, wie man von Zahnfehlstellungen auf mangelnde Mundhygiene schließen kann (oder dieses "Problem" damit in Verbindung bringen kann - nebenbei sind mir naturweiße und naturgewachsene Zähne allemal lieber, als dieser Bleaching-Wahn!), das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Bisher ist mir in Japan noch niemand mit Karies entgegengelaufen oder wäre mir ein unangenehmer Mundgeruch aufgefallen - Ausnahmen bestätigen die Regel. _________________ 「"自分の意志"を持った人間は必ず苦労する。でも後悔はしない。 」 京
"Menschen, die an 'ihrem eigenen Willen' festhalten, werden ohne Zweifel leiden, aber keine Reue empfinden." Kyō |
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Jigu CineMaster


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Verfasst am: Mo Nov 15, 2010 20:17 Titel: |
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| kareki hat Folgendes geschrieben: |
allemal lieber, als dieser Bleaching-Wahn! |
Ach was, auch die armen Dorfleute in historischen Sendungen haben in Korea schon auf ihre Zähne geachtet. Die benutzten halt
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kareki CineFan


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Verfasst am: Mo Nov 15, 2010 21:16 Titel: |
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Hm... das ist gar nicht so sehr das Problem, zumindest solange bis man andere Charaktere mit schlechtem Gebiss darstellt... _________________ 「"自分の意志"を持った人間は必ず苦労する。でも後悔はしない。 」 京
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Jigu CineMaster


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Verfasst am: Mo Nov 15, 2010 21:18 Titel: |
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Andere Länder, andere Sitten ^,~
Wolltest du nicht Queen Seon Deok schauen? *g* _________________ "Das Abbild meiner selbst ist in dem Bild, das du von deinem Glück malst, nicht zu finden."
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kareki CineFan


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Verfasst am: Mo Nov 15, 2010 21:25 Titel: |
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Ich meinte Chun Ji Ho aus Chuno.
War mir nicht möglich, da mir ein bestimmter Jemand ein defektes SCART-Kabel mitgegeben hat und das, was ich besitze nun den Geist aufgegeben hat, es hat einen Wackelkontakt oder so etwas.
Des Weiteren trug mir ein bestimmter Jemand auf, mich hier anzumelden und etwas zu schreiben. _________________ 「"自分の意志"を持った人間は必ず苦労する。でも後悔はしない。 」 京
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