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Kittie CineMaster


Anmeldedatum: 20.09.2006 Beiträge: 929
Wohnort: Gegenerde
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Verfasst am: Sa Apr 28, 2007 18:57 Titel: Haze |
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Regie: Shin'ya Tsukamoto
Darsteller: Shin'ya Tsukamoto, Kaori Fujii
Story:
Ein Mann verletzt und ohne Erinnerungen erwacht in einem Labyrinth, welches sich aus engen dunklen Tunnel bildet. Er hat keine Ahnung wo er ist oder wie er dort hin kam und so macht er sich auf den Weg einen Ausgang zu finden. Unterwegs trifft er noch er auf eine Frau, welcher wohl das gleiche Schicksal widerfahren ist.
Meinung:
Ein kurzer Film, eine kurze Handlung und ein kurzes Review von mir.
Mehr gibt es zur Handlung wirklich nicht zu sagen, denn man beobachtet fast die ganzen 49 Minuten lang wie der Mann durch diese extrem engen Tunnel kriecht und dabei nicht nur auf die Frau trifft sondern auch recht widerwärtige Dinge - menschliche Überbleibsel.
Und ich kann euch sagen es gibt eine Menge Gore und so verwundert auch die FSK 18 nicht. Was auch daran liegen mag, dass die Goreeffekte recht gut gelungen sind.
Aber Gore st nicht alles und ich denke der Film wäre auch mit weniger ganz gut ausgekommen. Haze setzt da mehr auf eine spannende und beklemmende Atmosphäre. Als ich diesen Mann beobachte wurde mir innerlich auch ganz anders. Er ist düster und bedrückend. Und es gab auch eine Szene wo selbst ich die Szene zusammen beißen musste. In dieser Szene presst sich der Mann durch einen sehr engen Tunnel, aber ein Rohr blockiert seinen Weg und er ist gezwungen seinen Mund zuöffnen und mit seinen Zähnen auf dem Rohr langgleiten - Zahnschmerzen garantiert - und dabei entsteht ein ekelhaftes Geräusch was mich auch ab und zu zum zusammen zucken brachte und ich mag auch gar nicht mehr dran denken.
Der Film wirft auch viele Fragen auf. Auch solche Fragen, die sich der Mann selber stellt "Wie kommt er dort hin?", "Wer hat ihm das angetan?" und "Wird er wieder raus finden?". Das Ende vom Film dürfte auch wieder einige Fragen aufwerfen und der komplette Film bietet auch viele Interpretationsmöglichkeiten - wirklich sehr viele. Ich hab meine eigene noch nicht zusammen, denn dazu müsste ich mir den Film noch ein oder zwei Mal mehr ansehen.
Zu schauspielern gibt es nicht viel, aber das was da geboten wird weiß zu gefallen und auch Shin'ya Tsukamoto übernimmt hier die Hauptrolle.
Fazit:
Wer auf "Rätsel-Psycho-Filme" steht und schon 18 oder älter ist, dem kann ich diesen Film empfehlen. Er zeigt viele schöne, aber auch beklemmende Bilder, die wie schon gesagt viel Raum zum Interpretieren geben.
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Namu Die CineGLobe Perle

Anmeldedatum: 21.09.2006 Beiträge: 4900
Wohnort: Taipeh
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Verfasst am: Sa Apr 28, 2007 20:55 Titel: |
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Oh, hört sich aber sehr interessant an. Hatte bisher immer angenommen Haze wäre auch nur einer dieser typischen asiatischen Horrorfilme. Aber ich glaube, ich werde ihn mir jetzt doch einmal anschauen. Zumal bei 49 min ja die Gefahr, daß man dabei einschläft auch nicht so groß ist.  |
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Kittie CineMaster


Anmeldedatum: 20.09.2006 Beiträge: 929
Wohnort: Gegenerde
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Verfasst am: Sa Apr 28, 2007 21:35 Titel: |
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Ich glaube nicht das man da einschläft.
Okay es wird zwar kaum gesprochen und Musik wird auch kaum verwendet, aber dennoch spannend. Und wie gesagt der bietet viele Interpreationsmöglichkeiten.
Ansehen lohnt sich.  |
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FrEaKnoT CineMaster


Anmeldedatum: 24.03.2008 Beiträge: 1168
Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: So März 22, 2009 10:45 Titel: |
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Gerade Haze von Tsukamoto (Tetsuo) gesehen...mal wieder strange Kost, beklemmend inszeniert aber ohne identifikationspotenzial, positiv anzumerken ist die Länge von 49 Minuten die den Film erträglich hält. Ein wenig mehr Sinn hätte ich mir trotzdem gewünscht, obwohl das Ende recht interessant ist. Für Fans von Lynch oder dem frühen Cronenberg eine Sichtung wert. 2 von 5 Punkten. _________________ Mehr als 1200 Kurzkritiken und einige Specials zu Filmen aller Genres und Zeiten:
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Nomak CineMaster


Anmeldedatum: 20.09.2006 Beiträge: 1444
Wohnort: Ziersdorf
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Verfasst am: So März 22, 2009 10:58 Titel: |
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Irgendwie hört es sich wie Cube an. Lässt sich das irgendwie vergleichen?
Hat jemand von Euch beide gesehen und würde sagen das einem Haze auch gefällt wenn man Cube mag?
_________________ Homecinema:
AV-Receiver: Denon AVR-1911, DVD-Blu-Ray-Player: Playstation 3 (250GB), Projektor: Sanyo PLV-Z4000, Boxen: Elac Linie 120 5.1 Set, Sat-Receiver: Kathrein UFS 910, Leinwand: WS-Spalluto Elastic Frame |
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FrEaKnoT CineMaster


Anmeldedatum: 24.03.2008 Beiträge: 1168
Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: So März 22, 2009 11:55 Titel: |
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Ich habe alle Teile von Cube und halt auch Haze gesehen. Es lässt sich recht wenig vergleichen. Haze ist arg dunkel, man sieht selten viel, dazu kommt das der Protagonist die ersten circa 25 Minuten allein ist, kaum spricht. Der Zuschauer ist quasi wortlos mit eingezwängt zwischen all dem Beton.
Dazu muss man sagen dass das Labyrinth kein klassisches griechisches Labyrinth ist. Die ersten Minuten kriecht der Protagonist auf dem Rücken vorwärts, in einem engen Betontunnel. Cube bietet eine wesentlich größere Bewegungsfreiheit und ist wesentlich kurzweilliger. Atmosphärisch ist Haze düsterer, dafür verlangt der Film dem Zuschauer ab, Tsukamoto ist schwierige Kost.
Positv ist wie schon erwähnt die kurze Laufzeit, nach 50 Minuten ist der Film zuende. _________________ Mehr als 1200 Kurzkritiken und einige Specials zu Filmen aller Genres und Zeiten:
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yun CineMaster


Anmeldedatum: 28.03.2008 Beiträge: 2262
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Verfasst am: So Jul 25, 2010 01:01 Titel: |
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meine interpretation des filmes ist folgende ...
der mann und die frau im labyrinth sind ein ehepaar deren beziehung zueinander in einer tiefen krise steckt ... beide haben an der selben stelle ihres körpers eine verletzung ... nämlich am bauch, der nach japanischer vorstellung der sitz der seele ist ... beide sind demnach in ihrer seele verletzt und haben sich diese verletzung vielleicht auch gegenseitig angetan ... ich vermute, es geht dabei um eifersucht (die frau ist in einer späteren szene zusammen mit zwei männern zu sehen) ... ob diese eifersucht wirklich berechtigt ist, lässt sich nicht mit gewissheit sagen ... zumindest berichtet die frau von einem mann, der sie beobachtet und auch verfolgt hat (vermutlich ihr eigener mann) ...
das dunkle labyrinth selbst steht für die auswegslosigkeit ihrer situation ... das geführte leben wird als zutiefst beengend und als auswegsloses gefängnis wahrgenommen ... ganz gleich, wie sehr man sich auch anstrengt (erst für sich allein und im späteren verlauf auch zu zweit) überall befinden sich mauern, die sich einem in den weg stellen und einen durch ihre schwere zu erdrücken drohen ...
als der mann (aus dessen sicht wir den größten teil des filmes wahrnehmen) und die frau zum ersten mal aufeinander treffen, ist dies in einem niedrigen raum voller leichenteile ... alles sieht auf dem ersten blick wie auf einem schlachtfeld aus ... die ehe ... und hier nicht nur diejenige des mannes und seiner frau ... als schauplatz eines krieges in dem es keine überlebende zu geben scheint ...
beide haben keine zusammenhängende erinnerung an dem, was vor ihrem aufenthalt in diesem labyrinth geschah bzw. an ihre eigene vergangenheit ... die frau erinnert sich nur an zwei kurze szenen ... der mann an ein feuerwerk, welches er einmal gesehen haben muss ...
zusammen versuchen sie aus dem labyrinth zu gelangen ... und tatsächlich scheint es dem mann zu gelingen, durch einen mit wasser gefüllten schacht in so etwas wie ein hell erleuchtetes wohnzimmer zu entkommen ...
dort stößt er auch wieder auf die frau, die er in dem mit wasser gefüllten schacht aus den augen verloren glaubte ... es stellt sich heraus, dass er und die frau schwer verletzt auf dem boden liegen ... beide sind am bauch verletzt ... neben der frau liegt ein messer ... es wird nicht geklärt, wie es zu diesen verletzungen kam (z.b.: durch notwehr, einem selbstmordversuch ... oder vielleicht sogar durch so etwas wie einem doppelselbstmord?) ... der mann verspricht der frau sie zu retten und er greift zu einem telefon ...
szenenwechsel ...
unser mann ... inzwischen deutlich älter geworden, erhebt sich von einem sofa und geht an einer photographie vorbei auf dem man unsere frau, auch sie deutlich älter geworden und glücklich lächelnd, zu sehen ist ... beide haben also das blutige ereignis gut überstanden und inzwischen müssen viele jahre vergangen sein ...
der mann geht hinaus auf eine dachterasse (von der aus man einen uneingeschränkten blick bis zum horizont hat), auf der wäsche zum trocknen aufgehängt ist ... ich glaube es war nur wäsche für einen mann ... da seine frau nicht mehr zu sehen war, nehme ich an, dass sie in der zwischenzeit verstorben ist ... der mann betrachtet die zum trocknen aufgehängte wäsche sehr genau ... sie ist leuchtend weiß (also ohne einen einzigen roten fleck wie am anfang des filmes, wo in der bauchgegend noch alles voller blut war) ... für mich steht dieses bild dafür, dass seine seele in der zeit seit diesem einem ereignis wieder geheilt ist ... das helle licht der sonne blendet die augen des alten mannes (es herrscht also keine dunkelheit und enge mehr, wie zuvor noch in dem labyrinth) ...
szenenwechsel ...
der mann und die frau ... beide etwa so jung wie zu anfang des filmes ... befinden sich im wohnzimmer und betrachten gemeinsam von ihren sitzplatz aus ein feuerwerk ... der mann nimmt dabei die hand der frau in die seine ... langsam füllen sich die augen der frau mit tränen (ahnt sie in diesem moment schon etwas von dem, was auf beide zukommen wird?), der mann bemerkt es nicht, da er nach wie vor gebannt auf das feuerwerk schaut ... diese szene muss aus einer zeit vor dem labyrinth stammen ... |
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