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Namu Die CineGLobe Perle

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Verfasst am: Mi Feb 21, 2007 19:59 Titel: Beyond the Years |
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Cheonnyeon hak
천년학
aka Beyond the Years
aka Crane of 1000 Years
Südkorea 2007
Regie: IM Kwon-taek
Kamera: JUNG Il-sung
Musik: YANG Bang-eon, London Symphony Orchestra
Drehbuch: YI Chung-jun (Roman), IM Kwon-taek
DarstellerInnen: OH Jeong-hae, JO Jae-hyeon, IM Jin-taek, JANG Min-ho, YU Seung-ryong, OH Seung-eun
„Es ist nur ein Traum. Alles ist ein Traum. Dies und das und alles ist ein Traum.“
Vor vielen Jahren hat der Pansorisänger Yu-bong die Waisenkinder Dong-ho und Song-hwa aufgenommen und sie als Trommler und Sängerin ausbilden lassen. Dong-ho, der die Armut nicht ertragen kann, bricht aus dieser Familie aus und tritt erst dem Militär und später einer Truppe wandernder Künstler bei. Jahre später kehrt er zu einer der Stationen seiner Kindheit zurück und hält mit einem alten Bekannten Rückschau auf sein Leben und seine Liebe zu seiner Ziehschwester, die dieses geprägt hat.
„Beyond the Years“ ist das hundertste Werk des koreanischen Regisseurs IM Kwon-taek und es ist das Sequel/Quasi-Remake eines seiner eigenen Werke nämlich des Filmes „Sopyonje“, der als einer seiner größten Erfolge gilt.
Sopyonje war ein sehr ästhetischer Film, der über die Kunst des Pansoris ging. Er erzählt in erster Linie die Geschichte Song-hwas, deren Ziehvater sie um ihr Augenlicht bringt, damit sie eine erstklassige Sängerin werden kann.
„Beyond the Years“ hat einen anderen Zugang zur Geschichte. Nicht nur hat sich der Schwerpunkt auf die Perspektive des Bruders Dong-ho verlagert, sondern nach Im Kwon-taek ist „Beyond the Years“ auch sein erster Liebesfilm und kein „Künstlerdrama“.
Diese Worte des Regisseurs sind jedoch irreführend. „Beyond the Years“ ist durchaus kein Liebesfilm im üblichen Sinne. Die Liebe zu seiner Schwester Song-hwa ist zwar der Mittelpunkt in Dong-hos Leben, aber die Erzählung folgt viel mehr den zerstörerischen Leidenschaften dieser Patchworkfamilie und ihren Auswirkungen.
„Beyond the Years“ ist kein einfacher Film. Er läßt Interpretationen zu und daher wird er anderen nicht das Gleiche sagen, wie mir. Ich selbst sehe nämlich Dong-hos Liebe zu Song-hwa eher als Sinnbild des Strebens eines Künstlers nach Vollendung, die er ja doch nicht erreichen kann, aber dennoch in den nicht greifbaren Momenten erfährt, in denen er sich vollkommen in seiner Kunst verliert.
In Sopyonje bildete der Gesang zusammen mit den Landschaftsaufnahmen eine ästhetische Einheit. In „Beyond the Years” wird diese “Schönheit“ absichtlich zu großen Teilen unterbrochen. Die Landschaft wird durch die Modernisierung mit ihrem Beton und Elektroleitungen gestört, der Gesang durch die Analyse der Kritiker. Eine Technisierung der Kunst sozusagen, die im Widerspruch mit den oben genannten Momenten steht.
Gefilmt wurde „Beyond the Years“ von Im Kwon-taeks langjährigem Partner Jung Il-sung und die Cinematographie ist daher wie zu Erwarten durchaus zufriedenstellend.
Musikalisch ist der Film größtenteils mit einem sehr schönen Hauptthema und mit Pansorigesang unterlegt. Es ist vielleicht sogar etwas zu viel Pansori, stellenweise unterbricht er nämlich doch den Erzählfluß.
Leider tut das auch der Aufbau des Films. Es wird Episodenhaft erzählt, wobei die einzelnen Abschnitte durch Dong-ho und seinen Bekannten Yong-taek (gespielt von Ryu Seung-ryong aus Righteous Ties und Hwang Jin Yi) unterbrochen werden, die sich das Ganze erzählen. Die Intermezzi sind im Grunde genommen etwas zu lang und bringen den Zuschauer eher aus der Erzählung raus, als daß sie die Episoden verbinden. Das Wort „Unterbrechung“ macht hier also tatsächlich Sinn, nur leider nicht im positiven Sinne.
Der Film hat noch ein weiteres Problem und das ist etwas schwerwiegender, denn es liegt im Zusammenspiel von Oh Jeong-hae (Sopyonje, Festival, The Taebaek Mountains), der Darstellerin Song-hwas und Jo Jae-hyeon (Bad Guy, Seom – die Insel, Hanbando, Sword in the Moon), der Dong-ho spielt. Die beiden spielen einzeln wesentlich besser als zusammen. Auch für unterdrückte Gefühle sind die Szenen, in denen sie zusammen sind, viel zu kalt und distanziert, als daß man wirklich mit ihrer Liebe mitfühlt.
Das ist sehr schade, denn so funktioniert dieser Aspekt in „Sopyonje“ sehr viel besser, obwohl er doch eigentlich in „Beyond the Years“ im Zentrum stehen sollte und es ist wahrscheinlich auch der Grund dafür, daß viele Leute mit „Beyond the Years“ nicht wirklich warm werden können.
„Beyond the Years“ ist ein interessanter Film, aber ich halte ihn nicht für einen von Ims besten Werken. Außerdem würde ich dazu raten, auf alle Fälle den Film Sopyonje noch vor Beyond the Years zu sehen, da manche Zusammenhänge sonst eventuell nicht ganz klar werden könnten.
Übrigens gefällt mir persönlich der Film trotz allem ganz gut.
Anmerkung:
Eine ausführliche Erklärung zu „Pansori“ findet ihr unter den Anmerkungen zu Chunhyang.
Korea DVD
Bear Entertainment
R3 / NTSC
Keep Case
Laufzeit laut Cover: 106 min
Bild: 1,85:1 anamorphic widescreen
Ton: Koreanisch DD 5.1
Untertitel: Koreanisch, Englisch
Extras: Making Of mit Interviews, Behind the Scenes, Poster Shooting, Trailer, TV-Spot
Weitere Filme von Im Kwon-taek bei cineglobe:
Chunhyang
Gilsoddeum

Zuletzt bearbeitet von Namu am Fr März 28, 2008 11:23, insgesamt 17-mal bearbeitet |
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Namu Die CineGLobe Perle

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Verfasst am: Mi Apr 04, 2007 08:32 Titel: |
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Hier gibts die Homepage:
http://www.beyondtheyears.com/
(auf englisch, auch mit Trailer)
Der Trailer sieht von der Art etwas wie Chihwaseon aus.
Und ein bißchen Pansori kommt ja doch vor!
Es ist irgendwie schon beeindruckend Oh Jeong-hae nach so vielen Jahren wieder in der Rolle der blinden Sängerin zu sehen!
Im wird übrigens für sein Jubiläum ein kleines Festival veranstalten. Verständlich, denn das ist wohl wirklich ein Grund zum Feiern!
Ich wünsche ihm von ganzem Herzen, daß sein Film national und international gut aufgenommen wird. |
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Namu Die CineGLobe Perle

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Verfasst am: Mo Apr 16, 2007 06:49 Titel: |
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So, der Film ist jetzt angelaufen und eine erste englischssprachige Review gab es in der Korea Times:
| Zitat: |
By Kim Tae-jong
Staff Reporter
``Beyond the Years’’ is the 100th movie by maestro director Im Kwon-taek, and the film surely lives up to the milestone.
In the film, the 69-year-old director successfully captures the characters’ delicate emotions and the changing times against beautiful backdrops of the four seasons. More importantly, his moderate interpretation on life and love seems to show the wisdom he’s gained from his own life and long career as a director.
The film is a follow-up to the director’s 1993 film ``Sopyonje,'' which tells the story of pansori singers, who sing Korean traditional music, and portrayed their grief and sorrow through their art. But Beyond the Year takes on a new direction, shedding light on the pathetic love story between two musicians.
In the film, Song-hwa (by Oh Jung-hae) and Dong-ho (Cho Jae-hyun) are orphans raised by a middle-aged man named Yong-taek, who adopts them in hopes to start a family of his own.
Yong-taek, an unsuccessful pansori singer, attempts to realize his dream of becoming a renowned singer through his two adopted children. He trains Song-hwa as a pansori singer and Dong-ho as a ``gosu,’’ or traditional drum player.
The two children grow up as sister and brother but feel a connection deeper than sibling adoration, which they hide for many years.
But the old man’s dream starts to fall apart when Dong-ho leaves the family because he cannot take living in poverty any longer.
Dong-ho joins a traveling performance troupe and starts a new relationship with a female singer. But he finds himself longing for the love of his sister.
After years pass, he happens to learn that his sister has become blind and his father had died.
He wants to meet his poor sister, though fate only allows them a short reunion and he knows they can never be together.
The two continue to have short-lived reunions and long separations. Dong-ho’s life is a continuous journey in search of his sister’s heart. Though time changes it can never change the affection he has toward his true love.
Although the main focus of the film is not on the traditional music of the pansori, the film’s score includes many well-known songs, which allows the audience to understand the delicate emotions that each character hides. The songs heard throughout the film coincide with the change of characters’ emotions.
Song-hwa sings part of the traditional song ``Chunghyangga’’ during a scene in which she meets her brother for the first time at an old rich man’s birthday party. The song’s lyrics match with the agony of a woman longing for her lover.
The indirect conveyance of complicated emotions and moderation is expressed beautifully in the film.
But the question is, how many will find the charm at a time when people are used to McDonalds’ hamburgers and casual meetings. Im fans will be expecting more from his 101st and 102nd film.
Three and half stars |
Source: http://www.koreatimes.co.kr/
Hah, man kann jetzt gar nicht wirklich erkennen, ob der Schreiber, den Film gut fand oder nicht. Im Endeffekt war er ihm wohl zu ruhig, sonst hätte er diese Sachen mit den Hamburgen nicht geschrieben?
Nun, in dem Fall würde mich das nicht abschrecken, weil Ims ruhige Filme, mal abgesehen von Sopyonje, immer die waren, die in der Heimat nicht jeden angesprochen haben, aber im Westen relativ beliebt waren. |
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Namu Die CineGLobe Perle

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Verfasst am: Fr Jul 06, 2007 15:35 Titel: |
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| Die Korea-DVD wird in 3 bis 4 Wochen erscheinen. |
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Joy CineMOD


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Verfasst am: Sa Jul 07, 2007 02:32 Titel: |
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da fällt mir ein, dass vor einiger zeit einen exklusiv-bericht über im kwon taek mit bildern aus der feier usw. in arirang.tv kam. da war einiges über seine früheren werke zu sehen, hab bloss vergessen das hier reinzuschreiben ^^° hiermit hole ich das nach ^^°
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Namu Die CineGLobe Perle

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Verfasst am: Sa Dez 29, 2007 20:04 Titel: |
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| Ich habe endlich mal das erste Vorstellungspost um die lange überfällige Review ergänzt! |
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