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Brombeerchen Filmkritik

 
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Kittie
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Anmeldedatum: 20.09.2006
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Wohnort: Gegenerde

BeitragVerfasst am: Fr Dez 29, 2006 14:37    Titel: Brombeerchen Filmkritik

Regie: Oliver Rihs

Darsteller: Mina Tander, Robert Stadlober, Birol Ünel

Vorwort: Eigentlich ein Film aus der Schweiz, aber ich zähle ihn mal mit zu den deutschen Filmen.

Story:

André und Lilian haben genug vom normalen Standardleben und hauen über Weihnachten von zu Hause ab und machen sich auf den Weg nach Spanien. Als sie dann angekommen nisten sie sich in einem billigen Hotel ein und alles könnte super werden, aber dann wird ihr Auto von ein paar Chinesen geklaut.
Was nun? - kein Auto und auch kein Geld, aber zu ihren Glück treffen sie auf Sylvester, der einige Jahre älter ist als die Beiden und denkt, dass er bald sterben muss. Sylvester hat ein Auge auf Lilian geworfen und lädt sie und ihren Freund André, oder auch liebevoll "Brombeerchen" genannt, in die Villa eines Freundes ein.
In der Villa steigt dann auch eine Party mit Drogen, Sex und Goldfischen im Swimmingpool - doch der Spaß ist bald vorbei, denn Brombeerchen entdeckt die eigentlichen Hausbesitzer gefesselt im Fitnessraum.

Meinung:

Die Story hört sich nach einem interessanten und spannenden Drama an? Empfand ich aber weniger, denn die schauspielerische Leistung ist unteres Mittelmaß, die Charaktere wirken lustlos und so etwas wie Gefühl oder Atmosphäre hab ich vergeblich gesucht und dabei hätte aus diesem Film durchaus etwas werden können.

Ich fang mal mit den Chinesen an. Die sind eine Sekte, die denkt, dass heute an Weihnachten irgendwas passiert und sie zur Erlösung gelangen, aber das Ganze endet in einem Kollektivselbstmord. Weiß nicht genau was das soll, weil es ist für micht nicht wichtig für die Handlung und seh keinen Sinn dahinter.

Robert Stadlober verkörpert den André oder auch Brombeerchen ist auf irgendeinen Bürgerkriegstrip hängen geblieben, denn er hebt sich einen Schützengraben aus, schießt mit Feuerwerksraketen im Hotelzimmer rum und schreit dabei wie ein Bekloppter und auch sonst quatscht er irgendwas vom Krieg.
Bin etwas entäuscht von ihm, denn in "Crazy" oder "Sommersturm" hat er deutlich bessere Leistungen abgeliefert.

Mina Tander spielt Lilian und diese ist auf einen Kitschprinzessintrip und sie kann auch mehr leisten und das zeigte sie in Filmen wie "Schule" oder "Harte Jungs". In "Schule" war es zwar nur eine kleinere Rolle, aber da hat sie mir wesentlich besser gefallen.
Hier zeigte sie sich auch sehr freizügig - sie sieht zwar sehr gut aus, aber wusste das wirklich sein? Ich denke eher nicht.

Birol Ünel ist mir vollkommen und seine Leistung ist auch nicht gerade die Beste. Er ist im Film leicht durchgeknallt und dauergeil auf Lilian. Und er macht einen auf harten Gangster indem er Brombeerchen dazu zwingt mit einer Schweinemaske und Pistole in einem kleinen Laden Essen zu holen. Und dann ist da noch die Freiheitsberaubung der eigentlichen Hausbesitzer. Und um es noch perfekt zu machen, denkt er, dass er bald sterben muss, weil ihm das irgendeine Hexe erzählt hat.

Aber was will der Film mir sagen? Dass das Leben zum Kotzen ist und wenn man dann doch mal seinen Spaß hat, endet es doch nur in einer Katastrophe. Oder das die Jugend am Ende ist und nur noch Mist baut, aber das es dennoch irgendwo Hoffnung für die "verlorene Jugend" gibt.

Das Kamarabild ist stellenweise auch verwackelt und wirkt ein wenig amateurhaft. Ansonsten ist der Film vom Bild her eher unauffällig.

Fazit:

Ich bin nicht so der Typ für Dramen und vielleicht ist der Film auch besser, als ich ihn hier darstelle und daher kann und möchte ich auch keine Empfehlung abgeben.

Aber von mir gibt es für diesen Film nur 4/10 Punkten.




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