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Burn After Reading Filmkritik

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plam
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BeitragVerfasst am: Mi Okt 08, 2008 12:03    Titel: Burn After Reading Filmkritik

Burn After Reading

Es ist noch gar nicht solange her, da staunte die Filmwelt weltweit nicht schlecht über das neue Meisterwerk der Regie-Brüder Ethan und Joel Coen, "No Country for Old Men". Und nun schaffen es die Beiden erneut, der Filmwelt ein wunderbares Geschenk auf die Leinwand zu zaubern.

Es beginnt, wie eigentlich in allen Coen-Filmen, mit einer falschen Entscheidung, die alsbald weite, noch fatalere Kreise ziehen wird. Und wie so oft dauert es auch dieses Mal nicht lang, bis die ersten Leichen zu beklagen sind. Anders jedoch, als noch bei "No Country for Old Men", der durch und durch ernstzunehmen ist, überzeugt "Burn After Reading" wieder mehr durch den extrem trockenen, wortgewandten Humor der Coens und liegt damit wieder deutlich näher an "The Big Lebowski" oder "Fargo", ebenfalls unter der Regie der Beiden enstanden.

Zunächst erfährt Ozborne Cox, ranghoher Mitarbeiter beim CIA, dass er fortan "nicht mehr benötigt wird". Man wolle ihn jedoch nicht entlassen, stattdessen darf er eine Stelle im Außenministerium annehmen. Cox, grandios gespielt von John Malkovich, will sich damit aber nicht abfinden und kündigt in einem Anflug von unbedachter Wut. Stattdessen wolle er lieber seine Memoiren schreiben, sehr zum Spott seiner Frau Katie (Tilda Swinton), die fest davon überzeugt ist, dass sich kein Mensch für das Leben ihres Mannes interessiert. Sie selbst stürzt sich, ob des langweiligen Daseins ihres Mannes, in eine Affäre mit Harry (George Clooney) und ist auf dem besten Wege, Ozzy zu verlassen. Zuvor, so rät es jedoch ihr Anwalt, solle sie die Finanzen von Ozzy noch genau durchleuchten, damit zu sehen ist, was eventuell noch zu holen ist.

Dumm nur, dass Katie die Daten, die sie über ihren Mann sammelt, auf eine DVD brennt, die eigentlich der Anwalt bekommen soll, jedoch im Fitnessstudio liegen bleibt. Dort wird sie schließlich von Trainer Chad (brilliant und saukomisch: Brad Pitt) und Büromitarbeiterin Linda (beste Schauspielerin im Film und schon aus "Fargo" bekannt: Frances McDormand) gefunden. Da Linda gern vier Schönheitsoperationen durchführen lassen will, und das Geld dafür durch die Krankenkasse gestrichen wurde, kommen die Beiden auf die wahnwitzige Idee, Ozzy (der natürlich gar nicht weiß, dass es solch eine DVD gibt) zu erpressen.

Und so führt eine Handlung zur nächsten und das Drama nimmt zunehmend seinen Lauf...

...eben ganz typisch Ethan und Joel Coen, möchte ich sagen und damit ist grundsätzlich auch schon Alles zum Film gesagt, um ihn an dieser Stelle dringend zu empfehlen. Am meißten erinnert mich der Verlauf der Handlung von simplen Banalitäten hin zu wirklich schwerwiegenden Fehlentscheidungen an "Fargo", wenngleich ich gestehen muss, dass "Fargo" der bessere Film von Beiden ist. Dies macht aber "Burn After Reading" keinesfalls zu einem schlechten Film. Ganz im Gegenteil: er gehört mit Sicherheit zu den ganz großen, beeindruckenden Filmen, die man in diesemJahr auf der Leinwand sehen durfte.

Gerade das Thema dieses Films ist so abgedreht - und teilweise auch völlig absurd und überdreht - dargestellt und doch ist die Realität stets nicht weit entfernt. Oder haben wir nicht in letzter Zeit nur allzu oft in den Nachrichten erfahren müssen, dass geheime Daten, bspw. des britischen Geheimdienstes in einem Zug gefunden worden. Wirklich skurril sind schließlich die Gespräche zwischen den Entscheidungsträgern beim CIA, die den hässlichen Vorfall nur allzu schnell beseitigen wollen. Und nach eigenem Bekunden wissen sie dabei tatsächlich "doch eigentlich gar nichts". Oder wie es im Film an einer Stelle köstlich formuliert wird: "Wer jagt hier eigentlich wen - und warum?".

Ebenso treffend ist denn schließlich auch das Fazit beim CIA: "Was lernen wir aus der ganzen Sache? - Dass wir den selben Fehler nicht nochmal machen dürfen. - Aber welchen Fehler haben wir eigentlich begangen?"

Und irgendwie wird man den Eindruck nicht los, dass es so oder so ähnlich schon so manches Mal in den Räumlichkeiten des CIA zugegangen sein könnte. Und plötzlich meint man am Ende des Films, dass man über all das, die ganze skurrile Farce der letzten 95 Minuten tatsächlich lachen könnte, wenn es nicht irgendwie auch ganz schön ernst wäre...

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BeitragVerfasst am: Mi Okt 08, 2008 13:25    Titel:

Wenn ich Fargo nicht mag und auch nicht lustig finde- soll ich trotzdem in Burn After Reading gehen?
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plam
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BeitragVerfasst am: Mi Okt 08, 2008 13:39    Titel:

Wenn Du "Fargo" nicht magst, dann ist dieser Film unter gar keinen Umständen etwas für Dich!
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BeitragVerfasst am: So Okt 12, 2008 16:32    Titel:

Also ich persönlich fand den Film ziemlich lahm. Die Lacher waren meist nur szenenbezogen und bauten sich nicht so wirklich über den ganzen Film hinweg auf. Wobei ich am grölenden Publikum gemerkt habe dass die anderen meine Meinung da nich so ganz geteilt haben ... Ich würde den Film jedenfalls nur eingeschränkt empfehlen.
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Vivien
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BeitragVerfasst am: Mo Okt 13, 2008 01:50    Titel:

hey alle zusammen,

also ich war gestern mit einer freundin in dem film und ich muss sagen,dass ist einer der schlechtesten filme die ich je gesehen hab. ich habe nicht vor diesen film weiter zu empfehlen.

es gab 2 szenen in dem film die echt klasse und lustig waren,bei denen auch das ganze kino gelacht hat,aber ansonsten war es schlecht. brad pitt hat eine super rolle gespielt.wirklich klasse.natürlich haben auch die anderen schauspieler nicht schlecht gespielt, aber die handlung des films war total verwirrend. als ich aus dem kino raus ging hab ich von mehreren leuten gehört das sie den film schlecht fanden und so Aussagen wie "Was war das denn?". Also ich hatte gelesen,dass es eine Komödie und auch Satire sein soll,aber als Komödie würde ich es ganz sicher nicht bezeichnen und die Satire kam nicht gut hervor. Meine Freundin und ich haben als darauf gewartet,dass am Ende des Films an "Aha-Effekt" kommt,aber er kam nicht.Klar war es am Ende lustig,dass die zwei CIA-Agenten da saßen und eigentlich gar nicht wussen wer was getan hat und wieso und wenn man dann über den film nach denkt erscheint er einem auch lustiger,aber bevor dieser szene denkt man sich nur "was soll das?Hat der Film überhaupt eine Handlung?Worum geht es?".

Wenn jemand gute Argumente für mich hat lass ich mich auch gern vom Gegenteil überzeugen,aber ich war danach enttäuscht.Es ist zwar lustig,wenn eigentlich keiner im film genau weis was los ist,aber es war alles so sinnlos. Und das auf einmal jemand erschossen und auf offener straße am hellen tag niedergeschlagen wird war sowas von unpassend.

Naja,also ich war nicht begeistert.Ich dachte,da so viele tolle schauspieler mit spielen muss der film echt gut sein,aber das fand ich nicht. Ich hab mich eigentlich nur auf die Szenen mit Brad Pitt gefreut.

LG
Vivien
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CinemaScope
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BeitragVerfasst am: Mo Okt 13, 2008 11:20    Titel:

Die verwirrende Handlung war auch wirklich das Schlimmste an dem Film. Das Ende war sowas von abrupt und unlogisch, dass ich noch während des Abspanns dachte "Der kann doch jetzt nicht zu Ende sein". Ich hatte mich auch von den bekannten Regisseuren und dem Starensemble blenden lassen, aber ich fand besonders auch die Rolle von George Clooney im Nachhinein richtig unpassend. Er war ja eigentlich nur ein eingefügtes Bindeglied zwischen Tilda Swinton und Frances McDormand, damit es letztendlich alles im Chaos endete. Ohne seinen Charakter wären ja beide Handlungsstränge aneinander vorbeigelaufen...
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plam
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BeitragVerfasst am: Mo Okt 13, 2008 11:41    Titel:

Zugegeben, ich musste auch schon bei "Fargo" und "The Big Lebowski" feststellen, dass Filme der Coen-Brüder nicht Jedermanns Sache sind. Insofern trifft es tatsächlich sehr treffend zu, wenn einige Kritiker schreiben, das die Filme der Beiden keinem Genre angehören, sondern Coen-Filme ihr eigenes Genre sind. Wer hier im konkreten Fall dann tatsächlich eine Komödie erwartet, auch wenn der Film grundsätzlich schon lustig ist, der hat entweder noch nie einen Film der Coen-Brüder gesehen, oder wurde aber durch Irgendwen oder -was auf völlig falsche Weise informiert. Denn die Coens haben und werden wohl auch niemals eine Komödie drehen. "Daddy ohne Plan" oder "Dude, wo ist mein Auto?" sind Komödie, bitte erwartet sowas nicht von Ethan und Joel Coen!

Eine Frage habe ich dann aber doch noch: Nehmt es mir nicht übel, aber wieso ist die Handlung dieses Films denn verwirrend??? Und an welcher Stelle wird es gar unlogisch? Welchen Film habt ihr denn gesehen? Ich möchte ernsthaft niemanden beleidigen, aber dieser aus Handlungssicht durchaus stringent erzählte Film kann einen Menschen doch unmöglich so überfordern, dass er der Handlung nicht mehr folgen kann. Es sei denn, man ist Hollywood-Stangenware gewohnt, dann ist natürlich der Hauch einer Geschichte schon zu Film zum Popcorn essen.
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BeitragVerfasst am: Mo Okt 13, 2008 12:08    Titel:

Ich bin keine Stangenware gewöhnt und möchte durchaus Anspruch bei Filmen, aber gerade bei der Rolle George Clooney habe ich bei B.A.R. nach einer Zeit nicht mehr durchgeblickt. Warum er von wem verfolgt wurde und wen er wann warum traf. Mag vielleicht auch daran gelegen haben, dass, da mir der Film nicht gefallen hat, irgendwann die Konzentration bei mir nachlies... Aber ich habe schon logischere Filme gesehen. Und die waren mit Sicherheit keine Stangenware (siehe Baader Meinhof Komplex).
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plam
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BeitragVerfasst am: Mo Okt 13, 2008 12:15    Titel:

CinemaScope hat Folgendes geschrieben:
Ich bin keine Stangenware gewöhnt und möchte durchaus Anspruch bei Filmen, aber gerade bei der Rolle George Clooney habe ich bei B.A.R. nach einer Zeit nicht mehr durchgeblickt. Warum er von wem verfolgt wurde und wen er wann warum traf. Mag vielleicht auch daran gelegen haben, dass, da mir der Film nicht gefallen hat, irgendwann die Konzentration bei mir nachlies...


Gut, dies kann ich natürlich schon eher nachvollziehen, wenngleich ich sagen muss, dass ich sämtliche Rollen durchweg plausibel erzählt empfand. Und dass man gerade am Beginn nicht definitiv sagen, wer gerade ständig hinter Clooney her ist, ist doch eher ein klassisches narratives Moment innerhalb der Narration, welches den Film umso schöner macht.

CinemaScope hat Folgendes geschrieben:
Aber ich habe schon logischere Filme gesehen. Und die waren mit Sicherheit keine Stangenware (siehe Baader Meinhof Komplex).


Sorry, aber ganz schlechtes Beispiel. Ich meinte eigentlich anspruchsvolles Kino, nicht den Zwergen-Bruckheimer aus Deutschland.
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BeitragVerfasst am: Mo Okt 13, 2008 12:55    Titel:

Dann haben wir einfach eine andere Auffassung von "anspruchsvoll". Für mich hatte der Baader Meinhof Komplex nix mit Bruckheimer zu tun. Aber dafür sind Geschmäcker ja verschieden. Wink
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