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Namu Die CineGLobe Perle

Anmeldedatum: 21.09.2006 Beiträge: 4975
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Verfasst am: Do Apr 10, 2008 15:35 Titel: Moon Warriors |
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Moon Warriors
Hong Kong 1993
Originaltitel: Zhan Shen Chuan Shuo / 戰神傳說
Crew:
Regie: Sammo HUNG Kam-Bo
Kamera: Arthur WONG Ngok-Tai
Drehbuch: Alex LAW Kai-Yui
Musik: James Wong, Mark Lui
Action: Tony CHING Siu-tung, Corey YUEN Kwai
DarstellerInnen:
Andy LAU Tak-Wah ----------- Fei
Anita MUI Yim-fong ----------- Yuet
Kenny Bee ---------------------- Yen Ling
Maggie CHEUNG Man-Yuk --- Hsien, Beraterin Yen Lings
Kelvin WONG Siu -------------- 14th Prince, Thronursurpator
CHANG Yi ----------------------- Lord Nan-ning, Yuets Vater
Fei will sich nach getaner Arbeit beim Fötenspiel erholen
Handlung:
Fei lebt sorglos und zufrieden als Fischer in einem kleinen Dorf. Eines Tages rettet er einem Mann das Leben, der in einen Hinterhalt geraten ist. Der Mann entpuppt sich als kein geringerer als Yen Ling, der 13. Prinz und eigentliche Thronerbe des Landes. Dieser ist auf der Flucht vor seinem kleinen Bruder, dem 14. Prinzen, der die Macht an sich gerissen hat. Fei weist Yen Ling auf ein geeignetes Versteck hin und kommt mit ihm überein, den Flüchtigen zu helfen, einen benachbarten Lord um Hilfe zu bitten.
Aber die Gruppe wird durch Schergen des 13 Prinzen getrennt und Fei fällt die Aufgabe zu, die Tochter Lord Nan-nings und Verlobte Yen Lings, Yuet, zum Versteck zu eskortieren. Auf der gefahrenvollen Reise kommen sich der einfache Mann und die verzogene Adlige näher als geahnt...
Yuet nimmt Abschied von Fei
Über den Film:
Zweifellos ist Moon Warriors ein Film, der einiges an Fehlern hat. Warum ich ihn hier trotzdem sehr ausführlich vorstellen möchte, hat zwei Gründe. Der eine ist der Film An Empress and the Warriors von Ching Siu-tung, der vor kurzen in Hong Kong anlief und der mich von dem, was ich von Inhalt und Machart gehört habe, immer wieder ein wenig an Moon Warriors einnert hat; und der andere Grund ist der, daß Moon Warriors ein sehr schönes Beispiel dafür ist, wie man mit einfachen Mitteln aus wenig viel machen kann.
Denn Moon Warriors ist ein Film, der mit einem relativ kleinen Budget auskam. Also mußte hier einiges kompensiert werden. An Gebäuden wurde nur das kleine Fischerdorf aus Strohhütten erstellt, so gut wie alles andere findet in der freien Natur statt, aber in wechselnder Umgebung. Die ganze Rebellion des 14. Prinzen und die Vertreibung des 13. Prinzen aus dem Palast wird dargestellt, indem man Kenny Bee, Maggie Cheung und ein paar Vertraute durch ein Tor reiten sieht, das scheinbar brennt – also vor dem man ein paar Brandhügel errichtet hat – gefolgt von einem speerschwingenden Kelvin Wong. Das spart nicht nur Geld, sondern auch Aufwand und Screenzeit, denn das Bild ist aussgekräftig genug, um den Zuschauer erahnen zu lassen, was hier stattgefunden haben muß.
Auch das Problem, ein herrschaftliches Gebäude für Lord Nan-ning zu finden, hat man meisterlich umgangen. Und zwar indem man einen Drachenfliegerverein eingeladen hat, und Fei und Hsien Lord Nan-ning eben treffen, als er gerade mit seiner Tochter auf einem Ausflug ist und die jungen Damen Drachen steigen lassen. Auf diese Art hat man nicht nur den Zuschauer davon abgelenkt, daß es kein Gebäude gibt, sondern nebenher mal schnell noch ein paar ganz einmalige Szenen geschaffen...
Das allergrößte Problem, die begrenzte Zeit, die die Darsteller anwesend waren, ist auch nur an wenigen Stellen auffallend. Dieses Problem betrifft vor allem Maggie Cheung, die nur so kurz dabei war, daß ihr Auftritt bei den Credits als Gastauftritt angezeigt wird. Ihre Figur ist aber eigentlich in der Geschichte kontinuierlich anwesend. Was hat man also gemacht? - Man hat ein paar Aufnahmen mit Maggie Cheung gedreht und sie mit einer Reihe aufsehenerregender Hutkreationen versehen. Diese Gebilde verleihen dem Ganzen nicht nur einen exotisch-abenteuerlichen Touch, sondern dienen auch dazu, daß sie in den aufwendig zu drehenden Massenkämpfen nicht anwesend sein mußte, da ihr Double sich problemlos hinter dem Hut verstecken konnte. Leider fällt es dann an manchen Stellen doch wegen der unterschiedlichen Staturen auf... Schade eigentlich!
Andere Szenen hat man einfach ohne sie gedreht und dann eine passende Nahaufnahme ihres Gesichtes völlig passend editiert. Ganz ehrlich muß ich hier zugeben: wenn ich nicht gewußt hätte, daß Maggie Cheung nur sehr kurz beim Dreh anwesend war, ich hätte tatsächlich angenommen, sie wäre die ganze Zeit dabei gewesen.
Es gibt noch mehr solcher kleiner Dinge, bei denen ein Mangel in einen Vorteil gewandelt wurde, aber das aufzuzählen würde zu weit gehen und den Film auch völlig spoilen.
Natürlich hat Moon Warriors auch noch ein paar weitere gelungene Punkte. Der eine ist die professionelle, wenn auch nicht spektakuläre Cinematographie von Arthur Wong. Ein anderer ist wohl der, daß die Geschichte wie oben angesprochener An Empress and the Warriors nicht auf einem Wuxia Roman oder einem Klassiker basiert. Dadurch bleibt die Zahl der Personen überschaulich und die Figuren müssen ordentlich eingeführt werden, da man nicht von Vorkenntnissen ausgehen kann. Für den westlichen Zuschauer, der nicht mit diversen Vorlagen vertraut ist, könnte das eine Erleichterung sein. Es hat aber hier den Nachteil, daß die ganze Handlung viel einfacher als die der meisten Wuxia Romane und dadurch Filme ist und die Charaktere, bis auf Maggie Cheungs Charakter, mit scharfen Trennlinien in gut und böse getrennt sind.
Vielleicht werden diese Figuren dadurch etwas stereotyp - der Held entspricht ja fast dem Archetyp des Narren, der in Hong Kong besonders beliebt zu sein scheint und in unserer Mythologie durch die Gestalt des Parzival vertreten ist und Yuet hat eine gewissen Ähnlichkeit mit einem gewissen Typus Frau, der sich oft in Jin Yong Romanen findet, man denke zum Beispiel an Zhou Xi in „The Book & the Sword“ – aber der Film nimmt ihnen eine eventuelle Plattheit, indem die Rollen einerseits durch Charakterdarsteller besetzt wurden, die es ausnahmslos alle verstehen, den Figuren Persönlichkeit zu geben, andererseits wird jeder Figur auch sehr viel Zeit gewidmet. Es kommt auch noch ein dritter Punkt hinzu, der vielleicht für manch einen abschreckend klingen mag: Fei und Yuet werden zusätzlich musikalisch charaktrisiert, aber nicht nur durch ihr Thema - passend komponiert von James Wong, der auch die Musik zu Swordsman beisteuerte – sondern auch noch durch einen eigenen Song. Eine „Technik“, die übrigens auch wieder in An Empress and the Warriors angewendet wurde.
Wie ich eben anmerkte, wird den Figuren in Moon Warriors sehr viel Zeit geopfert und im Mittelpunkt stehen eindeutig ihre amourösen Verwicklungen (eventuell wieder wie in An Empress and the Warriors, das sogar ein ähnliches Liebesdreieck und ähnliche Figuren aufweist). Der Subplot um den Thronraub und auch eine tiefere Aussage verlieren sich daduch leider ein wenig, was ich mit zu den Schwächen des Films zählen würde.
Ein anderes Problem von Moon Warriors ist, daß man manchmal ein wenig zu viel des Guten getan hat. Fei ist in zum Teil recht amüsanten Dialogen und durch Andy Laus Spiel wirklich schon perfekt als einfacher, sorgenfreier Mensch dargestellt. Hat es da wirklich unbedingt noch einen Wal und weiße Häschen gebraucht? - Das ging mir dann doch etwas zu weit!
Außerdem führt leider Feis Portraitierung dazu, daß man sie fälschlicherweise auch auf sein Leben übertragen kann und Menschen, die meinen, arm und einfach bedeute automatisch glücklich, beweisen nicht wirklich eine große Ahnung von einem solchen Leben. Man hätte da etwas eindeutiger zeigen soll, daß es Feis Charakter ist, der ihn sein Leben auf solche Art sehen läßt...
Zum Abschluß möchte ich noch kurz etwas über die Actionszenen und die Kostüme sagen. Erstere wurden von Ching Siu-tung in Szene gesetzt und so diskutiert wie er als Actionregisseur ist, in einem Film wie diesem ist er die beste Wahl. Er inszeniert Schwertkampfszenen zwar so, daß man weniger vom tatsächlichen Schwertkampf sieht, aber seine Umsetzungsart ist dafür sehr auf Dynamik und Ästhetik augerichtet. In einem Film wie diesem, in dem kein richtiger Martial Artist die Hauptrolle spielt, kann das nur zum Vorteil sein (außer man möchte ständig die Stuntdouble auf dem Bildschirm haben).
Und für die, die es ganz genau wissen wollen: Ja, es wird sehr viel Draht und Trampolin eingesetzt. Dafür bedienen sich die Figuren aber wirklich ihres Schwertes und nicht ihres Qi (ihrer inneren Kräfte), wenn sie in Bedrängnis geraten.
Bei den Kostümen ist erwähnenswert, daß man sich bemüht hat, sie konsequent den Gegebenheiten anzupassen. Die Arbeitskleidung von Fei ist abgenutzt und ausgefranst. Er tauscht sie aber gegen einfache „Sonntagskleidung“ aus, als er Lord Nan-ning aufsucht. Yen Lings Spuren von seinen Verletzungen bleiben auch an seiner Kleidung zurück, bis er sie später austauscht. Und Yuet dürfen wir sogar dabei zusehen, wie sie das Blut von ihrem Gewand wäscht und haben so eine Erklärung, warum es später wieder sauber ist. Ähnlich ist es auch mit der Ausstattung: Feis Schwertgriff ist zum Beispiel nicht mit Lederstreifen verstärkt, sondern mit Hanfseilen. Der Film beweist hier also Sinn für kleine Details, was dem ein oder anderen Zuschauer entgegen kommen dürfte.
Hsien behält ihre Pläne und Sorgen für sich
Zusammenfassung, Empfehlung und subjektive Einstellung zum Film:
Moon Warriors ist ein mit Liebe gestaltetes, vergleichsweise low-budgiertes, stellenweise etwas kitschig geratenes Schwertkämpfermärchen, das vor allem von seiner Darstellerriege und der Zeit, die es seinen Charakteren widmet profitiert. Dürfte wegen der Tiere und der klaren Gut-Böse-Aufteilung vor allem bei Kindern sehr gut ankommen, sowie bei Leuten, bei denen ein Schuß Überromatik einfach zu dieser Sorte Film dazugehört.
Für Leute die Wuxia-Filme einzig und alleine deswegen schauen, weil sie sich für Kampfsport interessieren, ist Moon Warriors sicher nicht geeignet.
Ich selbst finde Moon Warriors eigentlich ganz liebenswert. Es ist kein Film, den ich in mein Regal stellen würde, aber dafür genau die anspruchslose und etwas realitätsentrückte Unterhaltung, die man braucht, wenn man krank im Bett liegt und sich kaum rühren und noch schlechter konzentrieren kann.
Schergen des 14. Prinzen bekämpfen Fei
UK-DVD:
Die UK-DVD von Hong Kong Legends hat die Original-kantonesische Tonspur und eine synchronisierte Fassung in DD 5.1.. Das Bild ist anamorph 1,78:1, aber die Bildqualität ist nicht unbedingt überwältigend. Untertitel findet man in englisch und niederländisch, sowie englische Untertitel für Schwerhörige. An Extras enthält die DVD Trailer, Interviews und ein Tribut an die Darstellerin Anita Mui, die im Jahr der DVD-Veröffentlichung – 2003 – einem Krebsleiden erlag.
Die DVD ist momentan sehr günstig als Angebot zu bekommen, zum Beispiel für 5,50 Euro inklusive Versand bei www.play.com.
Sie ist außerdem auch ein Teil der „Fantasy Swordplay Collection“ von Hong Kong Legends. Diese Box enthält außer „Moon Warriors“ noch die Filme „New Dragon Gate Inn“ – ebenfalls mit Maggie Cheung und außerdem mit Brigitte Lin und Donnie Yen und Meister des Schwertes, auch als „Swordsman“ bekannt.
Es gibt natürlich auch noch diverse Hong Kong Veröffentlichungen des Films mit englischen Untertiteln, eine deutsche DVD-Fassung gibt es jedoch nicht.
Weitere Filme von und mit Sammo Hung bei cineglobe:
Ashes of Time
Wing Chun
Knockabout
UK-Trailer:
Zuletzt bearbeitet von Namu am Di Mai 13, 2008 16:42, insgesamt 3-mal bearbeitet |
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Joy CineMOD


Anmeldedatum: 20.02.2007 Beiträge: 405
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Verfasst am: Do Apr 10, 2008 20:02 Titel: |
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ich wusste dass du das geschrieben hast! ^^
hat mir gefallen ^^ _________________
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GAMBIT CineMaster


Anmeldedatum: 24.10.2007 Beiträge: 744
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Verfasst am: Mi Jul 16, 2008 16:38 Titel: |
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Schönes Review – hab heute die DVD bekommen – bin richtig gespannt auf den Film  _________________ Meine Rechtschreibfehler sind nicht urheberrechtlich geschützt und dürfen übernommen werden.
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GAMBIT CineMaster


Anmeldedatum: 24.10.2007 Beiträge: 744
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Verfasst am: Mi Jul 16, 2008 21:04 Titel: |
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Sooo auch gesehen hat mir gut gefallen - und stimme NAMU absolut zu - bloss das mit den geringen Aufwand wäre mir nie aufgefallen bzw. darauf hätte ich kaum geachtet.
Besonders die Bildästhetik ist die Wucht, da kommen einige Filme von heute nicht mal mit – egal was für ein Budget die haben. Ach ja ein kleiner Kritikpunkt - Maggie Cheung spielt wieder mal so verdammt gut, dass alle anderen gegen sie ein wenig blass aussehen, egal wie gut sie sind ^^
Ein wirklich schöner, wen auch ein wenig kitschiger Film, perfekt für kurzweilige Unterhaltung.
6/10
P.S. @NAMU
Das mit Maggie Cheung hättest du mir nicht verraten dürfen
 _________________ Meine Rechtschreibfehler sind nicht urheberrechtlich geschützt und dürfen übernommen werden.
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Masako CineMaster


Anmeldedatum: 27.05.2008 Beiträge: 365
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Verfasst am: Fr Jul 18, 2008 11:05 Titel: |
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Gestern relativ spät noch geschaut.
@Namu: Du hast recht: Man muss sich nicht konzentrieren können, um die Story zu kapieren (von wegen krank im Bett). Gerade wenn ich zu später Stunde etwas anschaue, haben mich ausgefeilte Intrigen und 194 Charaktere schon gelegentlich überfordert. Das war hier nicht der Fall.
Gut gefallen hat mir:
Die beiden Frauen (Yuet war am Anfang ein bisschen zickig, aber dann hat sie sich echt gemacht) - starke Charaktere, die auf sich selbst aufpassen konnten.
Die Güte des Fei und der Edelmut des Yen Ling.
Die Botschaft am Schluss: Wie unbedeutend der Kampf dieser beiden Mächtigen letztlich doch war. Die Blumen wachsen auf ihrem Grab, das nicht einmal jemand kennt.
Meine Anfragen wären:
Woher kann ein Fischer so gut kämpfen?
Musste Bruder 14 wirklich derart psycho sein?
Warum musste das komplette Dorf sterben???
Und warum hüpfen die wie Gummibälle durch die Gegend? Okee, natürlich können sie "fliegen" - damit hab ich kein Problem. Aber warum mit derartig abartigen Bewegungsmustern?
Insgesamt würde ich sagen: Schöner Film für den Abend, bei dem man jedoch stellenweise den Romantiker in sich "hauptaktivieren" muss, weil ich bei manchem logikmäßig nicht ganz mitkam.
@Namu: Ich hatte mir sooo vorgenommen, auf chaotische Elemente in den Kämpfen zu achten und hab dann doch so mit den handelnden Personen gefiebert, dass ich es vergessen habe. Spricht für den Film
Und das Häschen fand ich auch krass -br
_________________ Normalerweise sind dem Krieger die Wege des Konfuzianismus, des Buddhismus, der Teezeremonie und des Nô gleichgültig. Wenn aber jemand wirklich einem Weg folgt, wird er Gemeinsamkeiten mit Menschen feststellen, die anderen Wegen folgen. Dabei ist wichtig, dass jeder sich ernsthaft und sorgfältig auf dem Weg seiner Wahl übt.
Miyamoto Musashi (Das Buch der fünf Ringe, Erde)
Zuletzt bearbeitet von Masako am Fr Jul 18, 2008 18:01, insgesamt einmal bearbeitet |
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GAMBIT CineMaster


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Verfasst am: Fr Jul 18, 2008 12:17 Titel: |
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| Masako hat Folgendes geschrieben: |
Woher kann ein Fischer so gut kämpfen?
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Diese Frage stellte sich mir auch ständig – Vielleicht begründen die das einfach aus den Grund das er das Dorf angeführt hat – Es gab ja auch in China sehr lange Zeit Wehrbauern die dazu fähig waren an den Grenzen das Land gegen Feinde zu beschützen, somit mag das für den chinesischen Zuschauer durchaus plausibel sein. _________________ Meine Rechtschreibfehler sind nicht urheberrechtlich geschützt und dürfen übernommen werden.
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Namu Die CineGLobe Perle

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Verfasst am: Fr Jul 18, 2008 12:32 Titel: |
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Oh, ich mach mich mal an die schwierige Aufgabe, zu versuchen, Deine Fragen zu beantworten.
| Masako hat Folgendes geschrieben: |
Meine Anfragen wären:
Woher kann ein Fischer so gut kämpfen? |
Entweder von einem Vorfahr oder von einem umherziehenden Martial Artisten.
Die Tradition der Fischer als Helden von Martial Arts Romanen/Geschichten reicht tatsächlich schon zu den "Rebellen vom Liang Shan Po" zurück, der ja oft als der erste niedergeschrieben eindeutig dem Wuxia-Genre zuzuordnende Roman gilt.
(Ich würde den Monkey King ja auch zählen, aber da gehen die Meinungen auseinander. Monkey King hat auf jeden Fall Elemente).
| Masako hat Folgendes geschrieben: |
Musste Bruder 14 wirklich derart psycho sein? |
Jaja, eine sehr einfache Aufteilung in Gut und Böse in diesem Film...
| Masako hat Folgendes geschrieben: |
Warum musste das komplette Dorf sterben??? |
1. Bruder 14 wird dadurch noch böser.
2. Gibt den Ausschlag, warum sich Fei engügltig in das Geschehen einmischt.
3. Hat es einen sozialkritischen Aspekt. Die kleinen Menschen sind die leidtragenden der Techtelmechtel der Mächtigen. Fei's Einmischung gilt dadurch auch den Menschen, nicht dem Ideal des Königreiches.
4. Grundlose Nidermetzelungen von Dörfern sind tatsächlich in China wohl auch vorgekommen. Ist jedenfalls ein widerkehrendes Thema in den Drei Reichen
| Masako hat Folgendes geschrieben: |
Und warum hüpfen die wie Gummibälle durch die Gegend? Okee, natürlich können sie "fliegen" - damit hab ich kein Problem. Aber warum mit derartig abartigen Bewegungsmustern? |
Das Fliegen ist eine hohe Stufe der Leviationskunst.
Ihre Ursprünge und auch die der Schnelllaufkunst (die findet man heute allerdings mehr in koreanischen Filmen ), haben einen Kern in den Martial Arts Übungen der "realen" Welt.
Früher übten die Martial Artisten oft mit Gewichten an den Füßen. In Folge konnten sie oft schneller rennen und höher hüpfen als normale Leute. In Geschichten entwickelte sich dann zu der Vorstellung, daß es je mehr man seine Fähigkeiten trainiert, desto mehr möglich wäre, diese Fähigkeiten zu vervollkommnen. Im Endeffekt kann eigentlich niemand in den Wuxia Geschichten im wahrsten Sinne des Wortes wirklich fliegen. Ein großer Meister kann über lange Zeit den Boden verlassen, aber auch nicht ewig (außer in einem koreanischen Film).
Es gibt zwei verschiedene Arten, die Leviationsfähigkeit darzustellen: Trampolin und Draht. Früher wurde sehr viel Trampolin benutzt. Heute wird viel mehr Draht benutzt. In "Moon Warriors" wird beides benutzt.
Ich denke, das liegt auch daran, daß Moon Warriors von Sammo Hung ist. Er kann sich das leisten, Trampolinaktionen reinzubringen, weil er ein fähiges Stuntmanteam hat. Drahtseilaktionen sind saugefährlich (hohe Unfallgefahr) und es braucht auch Übung des Darstellers. Trotzdem kann die ein normaler Darsteller zum Teil oft noch selbst machen. Trampolinaktionen brauchen Stuntdouble oder einen Actor-turned Stuntman. Durch seine lange Erfahrung ist es für Sammo nicht so schwer, ordentlich mit Stuntdoublen zu arbeiten. Er weiß, wie man das filmt, ohne daß es allzu offensichtlich wirkt. (Wobei man Maggies Double hier manchmal bemerkt)
Und wie man Leviationskunst darstellt hat dann natürlich auch noch einen Bezug dazu, wieviel Fantasyelemente man einbauen will.
Der Sammo mag es, glaube ich, ganz gerne ein wenig realer. (Auch weil er eben ein fähiges Team und selbst die benötigten Fertigkeiten hat). |
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yun CineMaster


Anmeldedatum: 28.03.2008 Beiträge: 2262
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Verfasst am: Fr Jul 18, 2008 12:52 Titel: |
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| Masako hat Folgendes geschrieben: |
| Woher kann ein Fischer so gut kämpfen? |
den film selber habe ich nicht gesehen ... es gibt aber einige kampfstile, die von den bauern (fischern) entwickelt wurden, da ihnen ja das tragen von waffen (selbst diejenigen zur selbstverteidigung) verwehrt / verboten waren und sie deshalb nicht selten techniken für sich aneignen mussten, die sie entweder waffenlos oder mit hilfe der werkzeuge ausführten, die sie zur feldarbeit (zum beispiel kurze sicheln) benutzen, um sich und ihre angehörigen vor fremden oder den eigenen herrn zu schützen ... auch wenn es jetz aus einer ganz anderen ecke der welt kommt ... capoeira ... zum beispiel wurde von sklaven entwickelt ... |
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Namu Die CineGLobe Perle

Anmeldedatum: 21.09.2006 Beiträge: 4975
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Verfasst am: Fr Jul 18, 2008 12:55 Titel: |
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Ups, ich hatte die Frage von Masako dann falsch verstanden. Dachte, sie wollte wissen, warum Fei kämpfen kann und der Rest seines Dorfes nicht...  |
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yun CineMaster


Anmeldedatum: 28.03.2008 Beiträge: 2262
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Verfasst am: Fr Jul 18, 2008 13:03 Titel: |
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wenn nur Fei so kämpfen konnte, spricht es für das, was du geschrieben hast, namu  |
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