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Namu Die CineGLobe Perle

Anmeldedatum: 21.09.2006 Beiträge: 4975
Wohnort: Oferdingen
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Verfasst am: Di Dez 09, 2008 21:24 Titel: Coffee Prince - Review |
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Coffee Prince 1hojeom
커피프린스 1호점
aka Coffee Prince
aka The 1st Shop of Coffee Prince
Südkorea 2007
MBC TV-Miniserie
17 Folgen à ca. 60 min
Regie: LEE Yun-jeong 이윤정
Drehbuch: LEE Sun-mi 이순미 (Original), LEE Jeong-a 이정아, JANG Hyeon-ju 장현주
Genre: Komödie, Romanze, Drama
Cast:
YUN Eun-hye 윤은혜 ----- Eun-chan
GONG Yu 공유 ----- Han-gyeol
LEE Seon-gyun 이선균 ----- Han-seong
CHAE Jeong-an 채정안 ----- Yu-ju
KIM Dong-uk 김동욱 ----- Ha-rim
KIM Jae-uk 김재욱 ----- Seon-gi
LEE Eon 이언 ----- Min-yeob
HAN Ye-in 한예인 ----- Eun-sae, Eun-chans kleine Schwester
KIM Chang-wan 김창완 ----- Coffee Shop Manager Hong
KIM Yeong-uk 김영욱 ----- Han-gyeols Großmutter
PARK Won-suk 박원숙 ----- Eun-chans und Eun-saes Mutter
CHOI Il-hwa 최일화 ----- Han-gyeols Vater
KIM Ji-uk 김지욱 ----- Han-gyeols Mutter
LEE Han-wi 이한위 ----- Metzger Gu
KIM Jeong-min 김정민 ----- DK
Story:
Eun-chan ist ein burschikoses junges Mädchen, das nach dem Tod des Vaters mit Gelegenheitsjobs sowohl ihre wenig bodenständige Mutter als auch ihre etwas verzogene kleine Schwester und sich selbst ernährt.
Han-gyeol hingegen ist der Sohn richer Eltern, mit einem Hang zur Arroganz, dessen Familie ihn verheiraten will und daher zu unzähligen Blind Dates schickt.
Durch einen Zufall laufen die beiden sich mehrmals über den Weg und Han-gyeol, der dem Ansinnen seiner Familie ein für alle Mal einen Riegel vorscheiben will, überredet Eun-chan, die er für einen Jungen hält, sich als sein Vermeintlicher homosexueller Geliebter auszugeben. Eun-chan, die auf das Geld, das Han-gyeol ihr bietet, angewiesen ist, nimmt an und läßt sich auch von Han-gyeol einen Job in dem Cafe ”Coffe Prince” gebenm das er nach dem Willen seiner Eltern leiten soll. Allerdings verschweigt sie ihm aus verschiedenen Gründen ihr wahres Geschlecht…
Was ich über die Serie sagen möchte:
Leider muß ich gleich zu Beginn zugeben, daß es mit mir und beliebten, koreanischen Serien scheinbar irgendwie ein Problem zu geben scheint… Auch mit ”Coffee Prince”, welches eine der erfolgreichsten Serien 2007 war und immer noch einen hohen Status sowohl bei Kritikern als auch beim normalen K-Drama-Fan hat, konnte ich nicht so recht warm werden.
Mein Mißfallen der Serie hängt in diesem Fall damit zusammen, daß ich aus irgendwelchen Günden keinen richtigen Zugang zu den Figuren gefunden habe. Sie waren mir einfach nicht sympathisch. Und jeder, der ein paar koreanische Serien in dieser Art gesehen hat, wird wissen, daß so etwas absolut tödlich für den Genuß der Serie ist.
Ich werde mich trotzdem bemühen, die Serie so objektiv, wie es mir möglich ist, vorzustellen, würde mich aber auch glücklich schätzen, wenn sich noch ein paar Fans der Serie finden würden, die das ganze durch ein paar eigene Kommentare in’s rechte Licht rücken würden.
So, dann kann es jetzt richtig losgehen!
Zuerst einmal muß man Coffe Prince ein großes Lob aussprechen (und das haben auch viele vor mir schon getan), denn Coffe Prince bemüht sich darum, so viel mehr zu sein als nur eine Liebesgeschichte mit Verwicklungen. Es stattdessen mehr um junge Menschen, die versuchen einen Platz im Leben zu finden. Man scheute sich dabei durchaus auch nicht, einige sehr sozialkritische Aspekte anzusprechen. Zum Beispiel ist Eun-chans Situation wirklich problematisch und um diese zu verstehen, sollte man wissen, daß in Korea Frauen sehr, sehr oft ein viel kleineres Gehalt bekommen als männliche Angestelte, auch wenn sie mehr oder besser arbeiten. Deshalb bemüht sich Eun-chan ja auch so verzweifelt die männliche Fassade aufrechtzuhalten, obwohl es Nachteile für ihre persönlichen Wünsche mit sich bringt.
Der Erfolg von Coffe Prince geht zu guter Letzt wirklich darauf zurück, daß die Serie nicht nur unterhält, sondern auch im Vergleich zu anderen koreanischen romantischen Miniserien Gehalt hat. Auch wenn natürlich das aktuelle Interesse an vertauschten Geschlechterrollen mitverantwortlich ist.
An Coffe Prince ist weiterhin auffallend, daß die Nebenfiguren eine recht wichtige Rolle spielen und viele davon haben auch eigene Probleme und eigene Geschichten. Sowohl die Figuren, als auch diese Seitengeschichten sind sehr unterschiedlich, manche mehr albern, manche mehr melodramatisch, so daß im Grunde genommen für jeden etwas dabei ist (und wahrscheinlich den meisten dafür auch nicht alle davon gefallen werden).
Die vielen Nebengeschichten wurden vom Publikum mit gemischten Gefühlen aufgenommen. Manche fandes es gut, da man so auch die Nebencharakter besser kennenlernt. Andere wiederum fanden dieses Abrutschen in für den Hauptplot doch nebensächliche Erzählungen eher störend.
Es hatte auf jeden Fall den Vorteil, daß man so die 16 Folgen und die aufgrund des Erfolgs zusätzlich hinzugefügte Folge, ohne große Schleifen /Wiederholungen) in der Hauptgeschichte füllen konnte.
Das Schauspiel bzw. die Wahl der Schauspieler ist bei Coffe Prince für eine solche Serie sehr ordentlich. Yun Eun-hye Ex Model und Ex-Sängerin der Girlband Baby V.O.X ist erstaunlich überzeugend als ”Junge”. Die Rolle brachte ihr dann auch einen MBC Drama Award als Beste Schauspielerin, sowie einen Baeksang Award in der gleichen Kategorie ein. Gong Yu (She’s On Duty) ist glaubwürdig, aber für mich persönlich ist seine Rolle einfach zu weich angelegt. Lee Seon-gyun (Dark Town), charmant wie immer, ist perfekt für die Rolle des netten ”Cousins” von nebenan. Die Coffe Prince Kellner passen ebenfalls sehr gut in ihre unterschiedlichen Rollen: Kim Jae-uk als einsamer Wolf mit einem Geheimnis in der Vergangenheit, eine Rolle, die vor allem für junge Mädchen interessant sein dürfte, ist hübsch; Kim Dong-uk ist zapplig und lustig und Lee Eon spielt so überzeugend nicht hübsch und nicht schlau, daß man annehmen würde, er wäre es tatsächlich nicht, wenn man es nicht aus anderen Filmen, wie zum Beispiel ”Like A Virgin” besser wissen würde. Es ist sehr traurig und bedauerlich, daß der junge Schauspieler vor kurzem mit dem Motorrad tödlich verunglückt ist.
Was ich persönlich an Coffe Prince noch ein wenig störend fand, war das Ende. Das Eun-chan – Han-gyeol Ende konnte ich noch hinnehmen, obwohl es nicht ganz meiner Vorstellung von Beziehungen entspricht: Ich finde, Eun-chan trifft sehr viele Entscheidungen über Han-gyeols Kopf hinweg, so daß sie im Grunde genommen keine gleichwertige Beziehung führen. Aber es ist konsequent, wenn man die Aussage der Serie bedenkt.
Das Ende für Paar B fand ich hingegen nicht gelungen und es runiert meiner meinung nach auch einiges an der Serie. Auch wenn Yu-ju verzogen ist, will sie im Grunde genommen doch nur, was Eun-chan eigentlich auch will. Aber sie wird mehr oder weniger dafür bestraft, daß sie nicht das Weibchen am Herd spielen möchte. Klar, daß sie auch ein wenig übertreibt und manche Dinge hätte bleiben lassen sollen. Aber das ändert nichts daran, daß hier Frauen unterschwellig auch wieder in die Kategorie ”den Kindern den Beruf opfern” geschoben werden, was ich als völlig inkonsequent gegenüber dem Rest der Serie gegenüber empfinde.
Eventuell mache ich mir da aber auch einfach zu viele Gedanken oder interpretiere zuviel hinein…
Abschlußbemerkungen:
Obwohl ich, wie gesagt, kein Fan von Coffee Prince bin, halte ich die Serie doch empfehlenswert für andere K-Drama Fans, die gerade auf die romantisch-lustigen Jetzt-Zeit-Serien stehen.
Sie ist in der Zwishenzeit auch in verschiedenen Versionen, die über englische Untertitel verfügen, erhältlich.
Eine einigermaßen erträgliche Qualität soll von diesen die US-Box von YA-Entertainment haben, bei der die Serie auf 7 DVDs verteilt ist. Diese Version hat übrigens neben englischen noch spanische und japanische Untertitel.
Ich selbst habe diese DVDBox nie in der Hand gehabt und berichte daher nur vom Hörensagen. Beziehen kann man sie zum Beispiel von amazon.com:
http://www.amazon.com/1st-Shop-Coffee-Prince/dp/B0011Z1T4Y/ref=pd_bbs_sr_1?ie=UTF8&s=dvd&qid=1228846492&sr=8-1
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Maru CineExpert


Anmeldedatum: 15.05.2008 Beiträge: 105
Wohnort: Munich
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Verfasst am: Do Dez 11, 2008 16:23 Titel: |
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Hi Namu, lange nicht gesehen, haha! Ja, ich hab mich auch mal wieder hierher "verirrt".
Jedenfalls habe ich diese Serie auch vor einiger Zeit begonnen (bis Folge 11) und mochte sie sehr. (Anfangs fand ich die männlichen Charaktere überwiegend nicht wirklich sympathisch aber das hat sich im Laufe der Serie gegeben.)
Ich finde, dass YUN Eun-hye eine gute Besetzung war und die jungenhafte Rolle sehr überzeugend meistert. (besser als Horikita Mari in "Hana Kimi", was aber auch daran liegt, dass in dieser Serie andere Voraussetzungen vorlagen. XD)
Vor allem aber auch konnte ich nach nicht zu langer Eingewöhnungszeit sehr gut LEE Seon-gyun's Handlungen nachvollziehen und mag ihn jetzt sogar als Schauspieler.
(Und siehe da, ich sah ihn in "Our Town" wieder...den Movie fand ich übrigens auch gut gemacht. Genre: Thriller, Crime, Drama <3)
So, danke für dein Review und nein, ich habe die Spoiler nich gelesen. XDD _________________ "It may help to understand human affairs to be clear that most of the great triumphs and tragedies of history are caused, not by people being fundamentally good or fundamentally bad, but by people being fundamentally people." [Good Omens, by Neil Gaiman & Terry Pratchett] |
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Yin Chi CineMaster


Anmeldedatum: 05.08.2009 Beiträge: 1793
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Verfasst am: Sa März 20, 2010 22:37 Titel: |
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Da ich noch einiges an Kommentaren zu den von mir gesichteten Serien nachzuholen habe, fange ich am besten gleich mit Coffee Prince an. Muß allerdings dazu anmerken, dass ich besagte Serie schon vor einigen Wochen geschaut habe und Erinnerungen verblassen ja bekanntlich mit der Zeit.
Ich konnte im Gegensatz zu Dir, Namu, Zugang zu den Charakteren finden. Sowohl das jüngere Paar A als auch das etwas ältere Paar B waren darstellerisch gut besetzt und kamen grundsätzlich sympathisch rüber.
Allerdings ging mir teilweise das Verhalten von Yu-ju gegen den Strich. Das lag daran, dass ich das Gefühl hatte, sie würde sich beide Cousins warmhalten und es genießt von beiden begehrt zu werden. Das fand ich ziemlich link! Ich weiß noch, dass im Special zur Serie auch dazu Stellung genommen wurde. Dabei wurde erläutert, sie hätte dies gar nicht bewußt getan und, dass viele Frauen ähnlich handeln würden. Indes entstand bei mir trotzdem der Eindruck, sie hätte mit voller Absicht so gehandelt.
Sehr positiv fand ich die Art und Weise wie mit Beziehungen bzw. mit den eigenen Gefühlen umgegangen wurde, die Ehrlichkeit, die dahintersteckte, das in (potentiellem) Verhalten resultiert (resultieren hätte können), welches nicht unbedingt den strengen, gesellschaftlichen Konventionen entspricht. Will sagen Han-gyeol hätte Eun-chan letztendlich auch als Partner akzeptiert, wenn sie männlich gewesen wäre. Auch wenn dies bedeuten hätte, dass er schwul wär.
Außerdem gefiel es mir, dass mit Eun-chan ein weiblicher Held eingeführt wurde, der ganz allein für seine Familie sorgt und schon in jungen Jahren große Verantwortung für Mutter und Schwester übernimmt und dabei vieles klaglos hinnimmt.
Das Ende von Paar A ging soweit in Ordnung, nur wirkte der Auslandsaufenthalt etwas aufgesetzt. Denn eigentlich war die Story schon vorher zuende erzählt...  |
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