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Raoul Duke Bin neu hier


Anmeldedatum: 31.12.2006 Beiträge: 15
Wohnort: Stuttgart
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Verfasst am: Mi Jan 03, 2007 12:42 Titel: Collateral - Filmkritik |
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Regie: Michael Mann
Schauspieler: Tom Cruise, Jamie Foxx, Jada Pinkett Smith, Mark Rufallo
Story: Der Taxifahrer Max (Jamie Foxx) hat seine Ziele und Träume längst aus den Augen verloren, versinkt im tristen Alltag seines Taxis und der harten Realität Los Angeles'. Das alles ändert sich aprubt, als ein ungewöhnlicher Fahrgast sein Taxi und Leben betritt. Vincent (Tom Cruise), ein kalter, berechnender Auftragskiller der sich nur eine Nacht in LA aufhalten will um seine "Liste" abzuarbeiten.
Nach außen hin ein durchaus höflicher und umgänglicher Zeitgenosse, bietet er Max stattliche 400 Dollar wenn er ihn von einer Adresse zur nächsten, quer durch LA, fährt. Jener stimmt nach einigem Zögern zu, doch schon bei der ersten Adresse knallt eine Leiche aus dem dritten Stock auf das Taxidach des wartenden Max'.. Opfer Nummer Eins des Profikillers.
Max will daraufhin verständlicherweise seine Dienste als Fahrer beenden, Vincent sieht das ganze anders und zwingt ihn zunächst mit vorgehaltener Waffe ("Seit wann wird hier verhandelt, Max?"), später durch die Androhung Kollateralschaden zu verursachen (sprich Unschuldige zu töten) und nachdem er herausgefunden hat wo sich Max's Mutter aufhält (im Krankenhaus) mit der Drohung jene zu töten, die Fahrt fortzusetzen. Im Laufe jener arbeitet Vincent nicht nur nach und nach seine Liste ab, sondern legt auch eine Handvoll anderer Personen um die ihm in den Weg kommen. Es stellt sich heraus das Vincent's Auftraggeber eine kriminelle Organsiation ist, die am nächsten Tag vor Gericht unter Anklage steht und sich nun einiger unliebsamer Kronzeugen und anderern Störenfrieden entledigen will.
Max versucht mehr oder weniger clever das Morden zu verhindern, jedoch mit ziemlich wenig Erfolg..
Vincent lässt ihm all dies durchgehen, was anfangs sehr unlogisch und unerklärbar wirkt, bis man gegen Ende erfährt dass es die Masche Vincent's ist bei Aufträgen dieser Art vorzugsweise Taxifahrer als "Sündenbock" einzusetzen. So sorgt er subtil und unaufällig dafür dass Max mit den Opfern in Verbindung gebracht werden kann und hegt das Vorhaben jenen am Ende der Nacht und getaner Arbeit ebenfalls zu erledigen, getarnt als Selbstmord eines durchgeknallten Amokläufers.
Jedoch durchkreuzt Max diesen Plan, beim letzten Auftragsmord an einer Staatsanwältin die zufälligerweise heimliche Angebetete und ehemaliger Fahrgast Max's ist, läuft er zur Höchstform auf und stellt sich Vincent mit dem Mut eines Mannes der die letzten paar Stunden abwechselnd in Todesangst und tiefgründigen Gesprächen mit einem Auftragskiller verbracht hat, in den Weg.
Kritik: Man mag über die Privatperson Tom Cruise denken was man will, ab und an schafft er es tatsächlich eine annehmbare schauspierlische Leistung zum Besten zu geben.. So auch in diesem Streifen. Der Auftragskiller Vincent ist sehr gut dargestellt, nicht gerade einfach bedenkt man die unterschiedlichen Facetten Vincent's, einerseits höflich und ruhig, andererseits eiskalter Killer, dem es vollkommen egal ist warum er jemandem zwei Kugeln in die Brust und eine in den Kopf jagt (so tötet er ausnahmslos alle Opfer) solange das Geld stimmt und der das Morden schlicht und einfach als seine Arbeit ansieht..
Auch Jamie Foxx liefert eine konstate, bodenständige Darstellung des Taxifahrers Max ab, der im Laufe der Fahrt zunehmend verwegener, verzweifelter und auch ein wenig verrückter wird.
Auf übermäßige Actionszenen und spektakuläre Schießeren wird weitgehend (abgesehen von Finale und einer weiteren Szene in der Mitte des Films) verzichtet, die Gewalt und das Morden wird ungeschönt und kühl gezeigt.
Es ist eher das Zusammenspiel der beiden Hauptfiguren, dass diesen Film ausmacht..
Obwohl Vincent Max immer wieder mit der Waffe bedroht, an das Lenkrad fesselt, dessen Mutter als Druckmittel einsetzt, etc , kommen die beiden sich auf eine schwer zu definierende Art und Weise näher. Während den Fahrten zu den Opfern werden die Beiden (und der Zuschauer) mit Fragen nach dem "Sinn des Daseins und der Möglichkeit einer Existenz außerhalb der üblichen Normen" (Zitat der Filmemacher), den tieferen Beweggründen ihres Handelns und den Unterschieden ihrer stark von einander abweichenden Weltvorstellungen konfrontiert.
Vorallem das Ende des Films macht klar, dass die beiden durchaus soetwas wie freundschaftliche Sympathie während der höllischen Fahrt füreinander entwickelt haben, ungeachtet der schnell erkennbaren Tatsache dass ihre Begegnung nur mit dem Tod von einem von ihnen zu Ende gehen kann. Eine durchaus widersprüchliche und darum umso faszinierende Entwicklung dir sehr gut dargestellt wird.
Dennoch gibt es auch etwas zu bemängeln, da dem aufmerksamen Zuschauer durchaus einige unlogischen Schnitzer auffallen.. Beispielsweise als die Beiden auf Druck Vincent's hin Max's kranke Mutter im Krankenhaus besuchen und dort gemeinsam von der Krankenschwester, der Frau an der Rezeption und zuletzt Max's Mutter gesehen werden, oder Vincent zweimal das Funkgerät des Taxis an sich nimmt und mit dem Vorgesetzten Max's spricht.. Bedenkt man dass er das Ziel verfolgt die Morde als verrückte Taten eines amoklaufenden Taxifahrers aussehen zu lassen und damit gleich mehrere Zeugen erzeugt die bestätigen können das Max im Zeitraum der Morde nicht alleine unterwegs war. Ziemlich dumme Fehler die nicht so Recht zu der Figur des abgebrühten und gut organisierten Auftragkiller passen.
Dennoch überwiegt eindeutig das Positive des Films, sodass man über die vereinzelten Kunstfehler hinwegsehen kann.
Fazit: Ein packender, spannend inzensierter Thriller den man sich getrost zu Gemüte führen kann.
Zitate:
Die erste Leiche fällt auf Max's Auto, Vincent tritt aus dem Gebäude
Max: He.. he.. he.. fell on the cab. He fell, he fell from up there on the motherfucking cab. Shit. I think he's dead.
Vincent: Good guess.
Max: You killed him?
Vincent: No, I shot him. Bullets and the fall killed him.
Vincent bedroht Max mit vorgehaltener Waffe und eröffnet ihm dass die Fahrt weitergeht
Max: I can't drive you around while you're killing folks. It ain't my job!
Vincent: Tonight it is.
_________________ "He, who makes a beast out of himself, gets rid of the pain of being a man" Dr. Johnson
"Jules, if you give that fuckin' nimrod fifteen hundred dollars, I'm gonna shoot him on general principles." Vincent Vega
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Tribun Der Cineglobe Gladiator

Anmeldedatum: 20.09.2006 Beiträge: 2177
Wohnort: Nickenich
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Verfasst am: Mi Feb 14, 2007 22:32 Titel: |
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Wow Hammer Filmkritik Dickes Danke!
Was will man da schon schwer sagen?
Ok Tom Cruise fand ich etwas wackelig, aber nur ein wenig. Alles in allem war er souverän.
Jamie Foxx eine tolle Entdeckung. Meines Wissen ging seine Karriere seit diesem Film steil nach oben. Hat er nicht sogar einen Oskar dafür bekommen? Bin mir nicht sicher.
Toller packender Film ohne erwähnenswerte Schwächen.
8 von 10 Punkte. _________________ :.Tribun.:
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FrEaKnoT CineMaster


Anmeldedatum: 24.03.2008 Beiträge: 1166
Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: Sa Apr 19, 2008 14:53 Titel: |
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Den Oskar gabs für "Ray" meines Wissens nach...
War vor allem von Cruise positiv überrascht, seine Rollen sind ja sonst beliebig austauschbar, aber das war schon mal was anderes, gefällt mir. Und Foxx kann gut mithalten.
Story war ok, aber da hätte man nicht sehr viel mehr draus machen können, so wurde wenigstens nicht jedes Klitschee breitgetreten.
Von der Machart her gefiel mir die Atmo wirklich gut, ansonsten nicht viel neues.
Fazit: handwerklich gut gemachter Thriller der sein gesetztes Ziel erreicht, darüber hinaus aber auch nicht überwältigend ist. 6 von 10 _________________ Mehr als 1200 Kurzkritiken und einige Specials zu Filmen aller Genres und Zeiten:
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