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Nachricht |
FalkR Gast
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Verfasst am: Di Jan 18, 2011 17:23 Titel: Confusion - Sommer der Ausgeflippten |
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Confusion - Sommer der Ausgeflippten
Originaltitel:
Dazed and Confused
Regie:
Richard Linklater
Darsteller:
Jason London, Rory Cochrane, Wiley Wiggins, Ben Affleck, Milla Jovovich, Adam Goldberg, Matthew McConaughey, Parker Posey u.a.
Inhalt:
1976: Es ist der letzte Schultag vor dem Sommer an einer Highschool in Austin, Texas und wie jedes Jahr werden die Seniors, welche ihr Schulzeit beenden, die Neuankömmlinge mit äußerst derben Initiationsriten willkommen heißen. Randall "Pink" Floyd ist so ein Senior und soll als Star-Quaterback der heimischen Football-Mannschaft noch vor den Ferien eine Erklärung unterzeichnen, dass er freiwillig auf Drogen und Alkohol verzichtet, um die Arbeit seiner Mannschaft nicht zu gefährden. Doch noch stehen stehen dem seine Freunde und eine wilde Partynacht entgegen...
Trailer:
Hier!
Fazit:
Indiefilmer Richard Linklater wird dem breiteren Publikum wohl am ehesten durch Filme wie Before Sunrise oder der Studioproduktion School of Rock bekannt sein. Nachdem Linklater mit seinem Ultra-Low-Budget Film Slacker erstmals auf sich aufmerksam gemacht hatte, folgte 1993 sein zweiter Film Dazed and Confused.
Im Englischen nach einem Led Zeppelin-Song benannt und vom deutschen Verleiher mit dem selten dämlichen Titel "Confusion - Sommer der Ausgeflippten" versehen, ist der Film oberflächlich betrachtet eine Highschool-Komödie. Doch näher betrachtet ist es vor allem ein Generationsportrait, welches eine amerikanische Jugendzeit in den 70er Jahren einfängt.
Man kann sicherlich darüber streiten, ob Dazed and Confused nicht viel zu stark an American Graffitti angelehnt ist: Bestimmte Szenen in denen Teenager ohne Ziel mit ihren aufgemotzten Karren durch die Stadt fahren oder verzweifelt versuchen trotz Minderjährigkeit in einem Getränkemarkt Alkohol zu kaufen sind teilweise so ähnlich, dass man das Gefühl hat ein Remake von George Lucas' Klassiker zu sehen. (Wobei sich der in Deutschland Jahre später entstandene Schule angesichts Linklaters Film zweifelsfrei dieselbe Frage stellen muss.)
Doch abgesehen von diesen Ähnlichkeiten ist Dazed and Confused einer der besten Filme Linklaters: Das liegt zum einen an dem unglaublich guten 70er-Jahre-Rock-Soundtrack, der von Alice Cooper, über Aerosmith bis Kiss und ZZ Top reicht. Man merkt, dass Linklater selber Fan der Musik ist, da er ihr sehr viel Platz einräumt, was angesichts seiner sonst deutlich dialoglastigeren Filme durchaus Seltenheitswert hat. Dies führt dazu, dass der Film eine gewisse jugendliche Unbeschwertheit versprüht und man mittendrin ist in den sogenannten "rockigen" 70ern.
Zum anderen zeigt der Film abermals, dass Linklater ein ziemlich gutes Händchen für das Casting von Schauspielern hat. Immerhin schon 1993 entstanden, liest sich der Cast wie das Who-is-Who des damals unbekannten und später weitaus erfolgreicheren Hollywoods: Matthew McConaughey erkennt man mit seinen angeklatschten Haaren und Oberlippenbart kaum wieder, Ben Affleck gibt den Highschool-Tyrann und Milla Jovovich hat nicht mal eine wirklich Sprechrolle, wobei dies nur die größten Namen sind und man auch sonst bei bestimmten Gesichtern immer wieder Deja-Vu-Erlebnisse hat.
Dass der Film wie wohl jeder Film aus Linklaters Feder wunderbare Dialoge bietet, stelle ich mal als gegeben hin.
Da ich noch nie einen Coming-of-Age-Film gesehen habe, der abseits von American Pie-Klischees liebevoller die Unbeschwertheit der Jugend eingefangen hat:
Note 10/10
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