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Das Gespräch

 
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Kittie
CineMaster
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Anmeldedatum: 20.09.2006
Beiträge: 932
Wohnort: Gegenerde

BeitragVerfasst am: Sa Nov 14, 2009 18:37    Titel: Das Gespräch

Regie: Volker Trachternach

Darsteller: Elischeba Wilde, Sandra Neyken, Marcel Koschanowski,
Angy Müller

Story:

Eine junge Frau namens Anja hat es nicht leicht in ihrem Leben. Ihre
Mutter starb bei ihrer Geburt und damit zerstörte sie auch das Leben
ihres Vaters. Dies legte den Grundstein für ihre Selbstzweifel, die sie ein
leben lang begleiten sollten.

Auch später als sie dann verheiratet ist, verliert ihr Mann seinen Job
wegen ihr, er fängt an sie zu schlagen und betrügt sie dann auch noch
mit einer anderen Frau. Trotz all dem liebt Anja ihren Mann immer noch
und würde sogar die andere Frau dulden und so denkt sie über ein
Gespräch nach, welches alles ändern soll.

Kommentar:

Das Gespräch
ist ein etwa 8 minutiger Kurzfilm von Volker
Trachternach und ich kann schon mal sagen, dass ich positiv überrascht
bin von diesem Film.

Ohne jegliche Vorkenntnisse ging ich an diesen Film ran und dachte erst,
dass es wieder so einer ist wo man sich seine Freunde und eine Kamera
geschnappt hat und dann einfach loslegte und eine Riesensauerei anstellt.
Aber dann kam es doch vollkommen anders.

Das Gespräch entpuppt sich viel mehr als ein Drama um eine Frau,
die den Tag ihrer Geburt verflucht und sich im Lauf ihres Lebens immer
mehr in ihre Opferrolle einfindet. Und da der Film fast nur ein innerer
Monolog ist, bekommt man auch schnell einen Zugang zu ihr als
Bezugsperson. Dieser innere Monolog wird nur zweimal durch Einzeiler
unterbrochen, einmal von ihrem Vater und einmal von ihrem Ehemann,
die sehr abweisender Natur sind und dadurch die Position von Anja noch
stärken. Obwohl man hätte diese Einwürfe auch weglassen können und
es mehr mit eindeutigen Gesten aufzeigen können.

Dies führt mich dann auch gleich zu den Darstellern. Hier machen alle
Beteiligten ihren Job wirklich gut. Ich muss zwar dazu sagen, dass es hier
nicht wirklich viel zu schauspielern gab, aber das Dargestellte wirkt
normal. Es gibt kein Fratzenfasching und keiner zappelt wie bekloppt vor
der Kamera rum. Dies ist immer die Gefahr bei Amateur- /
Independentfilmen das es einer zu gut meint.

Weiterhin zu loben ist auch die Kameraarbeit. Das Bild ist nicht unscharf
und auch nicht verwackelt. Technische Spielereien gibt es leider keine,
aber dies trübt das Gesamtbild auch nicht. Hier hat dann Volker
Trachternach auch ganze Arbeit geleistet.

Wie ich schon erwähnte gibt es hier keine große Sauerei, aber dafür eine
ganz Kleine. Also wer es nur auf blutige SFX anlegt, wird mit diesem Film
nicht glücklich. Auch schon deswegen nicht, weil die SFX sehr einfacher
Natur sind. Man findet hier nur ein bisschen Kunstblut auf der Kleidung,
dem Boden und ein Teil wird auch "ausgespuckt". Das dann auch nur am
Ende des Films – hier auch noch die Credits mit abwarten. Da bekommt
man dann auch noch was vom Kunstblut zu sehen.

Um dann auch zum Ende meiner Review zu kommen, bleibt mir nur noch
zu sagen, dass Das Gespräch ein guter Amateur- / Independentfilm
von Darksun Productions ist und bestimmt auch anderen
Freunden dieses Genres seine Freude bereiten wird.
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