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Das tödliche Schwert

 
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Namu
Die CineGLobe Perle


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BeitragVerfasst am: Mi Feb 17, 2010 03:51    Titel: Das tödliche Schwert

Ming Kim
名劍
aka Ming Jian
aka Das Schwert
aka Das tödliche Schwert
aka The Sword
Hong Kong 1980


Regie: Patrick Tam
Drehbuch: Huang Ying (Romanvorlage)
Kamera: Bill Wong
Musik: Joseph Koo
Actionchoreographie: Ching Siu-Tung
Darsteller: Adam Cheng, Tien Feng, Jade Hsu, Chen Qiqi, Ngai Chau-Wah, Norman Chu, Lee Hoi-Sang, Eddy Ko

Genre: Wuxia

Trailer:
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Story:

Fa Chin-Shu galt einst als die Nummer Eins der Schwertkämpfer, aber er hat sich seit Jahren der Öffentlichkeit entzogen und nur wenigen ist sein Aufenthaltort bekannt. Viele junge Männer forschen danach, um ihre Kampfkünste mit den seinen messen zu können und sich so einen Namen zu machen.
Auch Schwertkämpfer Li Mak-Yin, der seine Motive nicht offen zur Schau stellt, sucht nach Fa Chin-Shu.
Während er Hinweisen zur Bleibe des legendären Schwertkämpfers folgt, kreuzen sich seine Pfade mit denen dreier junger Frauen: einer ungestümen, noch sehr kindlichen Schwertkämpferin, seiner Jugendliebe und einer alleinstehenden Dame, die zu seiner Lebensretterin wird.
Über diese drei gelingt es Li Mak-Yin schließlich, die Bekanntschaft Fa Chin-Shus zu machen. Das Treffen verläuft jedoch nicht so, wie er es sich vorgestellt hatte und hat fatale Konsequenzen.


Kommentar:

Es ist schwer Wuxiaromane in all ihrer Komplexität filmisch umzusetzen. Entweder sie konzentrieren sich auf die Action und lassen den Inhalt aus, oder sie konzentrieren sich auf den Inhalt, verlieren aber an Unterhaltung, oder sie verwirren Zuschauer, die die Vorlage nicht kennen, durch Zusmammenschnitte der Geschichten, bei denen wahllose Figuren aus dem Nichts aufzutauchen scheinen und dann wieder dahin verschwinden, etc.. Selten genug, kommt es vor, daß ein einfacher Spielfilm das einfängt, was einem ein Wuxiaroman bieten kann.
Von „Das Schwert“ würde ich sagen, daß es ein Werk ist, dem dieses zu gelingen scheint.

„Das Schwert“ ist eine Adaption eines Romans von Huang Ying. Ich habe die Geschichte nicht in ihrer geschriebenen Form gelesen, aber aus dem Gefühl heraus, würde ich sagen, daß sie für den Spielfilm zusammengekürzt wurde. Aber in einer ausgesprochen gelungenen Form, so daß man im Endeffekt wirklich eine unterhaltende Geschichte hat, mit einem überschaubaren Personal, mit Thematik und mit einer Hauptfigur, die auch innerlich etwas durchmachen muß. Die „Schnitte“ sind zwar an manchen Stellen fühlbar (es hat im Buch zum Beispiel höchstwahrscheinlich mal eine Geschichte dazu gegeben, wie Fa Chin-Shuh in den Besitz des titelgebenden Schwertes kam...), aber es wäre nicht so, daß der Geschichte wichtige Infos fehlen würden, oder sie durch überflüssige Seitengeschichten gestört würde.

Die Geschichte selbst scheint auf den ersten Blick recht simpel, aber wenn man genauer hinschaut bietet sie nebst ein wenig Action und ein wenig Liebe, verhätnismäßig viel Tiefe und beschreibt vor allem zwei Problematiken, die eigentlich fast ein wenig konventionell für chinesische Schwertkampfgeschichten sind. Die eine wäre das Straucheln des rechtschaffenen Helden. Das andere ist so etwas wie Karma: die Taten eines Menschen fallen wieder auf ihn zurück. Letzteres wird nicht nur durch die Geschichte des Schwertes von Fan Chin-Shuh, sondern es wird auch noch einmal in der Geschichte des Helden angesprochen.

Um das auzuführen, muß ich nun auch etwas zu unserem Held sagen: Mak-Yin ist ein junger Schwertkämpfer, der in einer angesehenen Schule aufwuchs. Es gibt in chinesischen Wuxiaverfilmungen eine bestimmte Art sich zu geben, die junge Männer charakterisiert, die denken, sie wüßten, was richtig und falsch ist und Mak-Yin entspricht dieser Darstellung. Nun, das bedeutet nicht, daß er ein schlechter Kerl ist, aber er wird im Verlaufe der Geschichte einige Fehltritte tun, aus dem Problem heraus, daß er sie erst zu spät als Fehler erkennen wird, da er von sich denkt, er hätte keine schlechten Intentionen. Diese Fehltritte werden ihre Wirkung auf andere Personen haben, deren Verhalten ihm gegenüber beeinflussen und wiederum ihre Konsequenzen haben...
In „Das Schwert“, das wie gesagt recht simpel und übersichtlich erzählt ist, sind diese Zusammenhänge besonders schön nachzuvollziehen!

Nun abgesehen davon, daß der Film unterhaltsam ist und auch etwas für den Kopf bietet, ist er auch sehr ordentlich gemacht. Einges, zum Beispiel die Musik, die melancholische Atmosphäre und ein paar Einzelszenen haben mich an Chinese Ghost Story erinnert und ich war überrascht diese Elemente in „das Schwert“ zu finden, da der Film immerhin schon 6 Jahre vor „Chinese Ghost Story“ gedreht wurde.
Patrick Tam war nicht übersehbar daran interessiert, mit seinem Film ein ästhetisch ansprechendes (ein wenig japanischen Chambarafilmen und King Hu Filme nachahmendes) Werk zu schaffen!

Die Actionchoreographie ist von Ching Siu-Tung und auch schon als solche zu erkennen. Sie ist schon etwas abstrakt, ebenfalls ein wenig von King Hu und Chamabrefilmen (man denke an das Ende! Und die Gestaltung der Umgebung usw...) beeinflußt und mehr für Fans ästhetischer als realistischer Schwertkämpfe, aber dennoch etwas bodenständiger als seine späteren Filme. Er hat hier wahrscheinlich auch noch ein wenig ausprobiert, denn manchmal wirkt es so, als sei er dann ein wenig unsicher geworden und hätte vor lauter Schreck noch ein paar etwas chaotische Scnhitte eingebaut.


Alles in allem ist „das Schwert“ ein in allen Bereichen zufriedenstellender Film, von dem ich immer noch nicht verstanden habe, warum er vergleichsweise wenig bekannt ist!


Den Film gibt es – wie in meinem Kurzkommentar in „zuletzt gesehene Filme“ bereits angesprochen auch auf deutscher DVD. Den Link zu der DVD, die man über amazon erwerben kann, werde ich unten einfügen. Das ist die DVD, auf der der Film zusammen mit John Woos „Last Hurrah for Chivalry“ erschienen ist.

Kleine P.S. Anmerkung: Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube, den chinesischen Titel „das berühmte Schwert“ kann man auch stellvertretend für „der berühmte Schwertkämpfer“ setzen, zumindest inhaltlich für diesen Film, da die Problematik, als Nr 1 Schwertkämpfer zu gelten, natürlich auch ein Thema des Filmes ist.

















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