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plam CineMaster


Anmeldedatum: 20.09.2006 Beiträge: 676
Wohnort: Jena
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Verfasst am: Mi Jan 30, 2008 14:01 Titel: Das Waisenhaus |
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Den Trailer habe ich gestern im Kino gesehen und der hat mich schonmal wirklich beeindruckt. Nun können Trailer sicherlich lügen, doch für diesen Film spricht u.a. Produzent Guillermo del Toro (Pans Labyrinth), denn irgendwie sieht man dem Film an, dass del Toro hier seine Finger, wenn auch nicht als Regisseur, im Spiel hatte. Aber seht selbst:
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Seppel CineMaster


Anmeldedatum: 10.09.2007 Beiträge: 466
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Verfasst am: Mi Jan 30, 2008 16:16 Titel: |
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Hab den Trailer auch vor "Der Nebel" gesehen und bin auch direkt neugierig geworden. Klingt spannend  |
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nuazo CineMaster


Anmeldedatum: 30.09.2006 Beiträge: 492
Wohnort: München
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Verfasst am: Do Feb 07, 2008 19:43 Titel: |
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Hm... der Trailer gefällt mir zwar jetzt schon um einiges besser als beim letzten Kinobesuch, so wirklich begeistern kann ich mich aber noch nicht für den Film. Liegt wohl daran, dass ich bei solchen Gruselfilmen grundsätzlich vorsichtiger bin, seitdem ich mit Filmen wie "The Nameless" und "The Grudge" enttäuscht wurde. _________________ MyDVDs
Ich hab mal einem Mann ausgeredet den Sears Tower zu sprengen, aber ich schaffs nicht, dass meine Frau aus dem Bad kommt und meine Tochter aufhört zu telefonieren. - Verhandlungssache |
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plam CineMaster


Anmeldedatum: 20.09.2006 Beiträge: 676
Wohnort: Jena
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Verfasst am: Mo Feb 11, 2008 13:41 Titel: |
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Ich habe den Film nun bereits sehen dürfen und habe auch, glücklicherweise, erstmal eine Nacht darüber geschlafen, bevor ich mich nun hier dazu äußere.
Denn zunächst einmal war ich maßlos enttäuscht und in mir keimte direkt so ein Gefühl auf, das dies doch nicht schon alles gewesen sein kann.
Nun ja, das Gefühl war irgendwie richtig, nur ich reagierte noch nicht angemessen genug. Tatsächlich ist der Film an seinem Ende, welches erfahrungsgemäß mit dem Abspann eingeläutet wird, noch nicht wirklich zu Ende. Man hört ja oft davon, dass gewisse Filmemacher bei gewissen Filmen von einem gewissen Publikum erwarten, dass der eigentliche Film im Kopf entsteht, dass man sozusagen richtig mitdenken muss, damit der Film vollendet wird, da das, was man auf der Leinwand zu sehen bekommt, nur ein Teil des Gesamtwerkes ist.
Und ich war eben, nach dem ersten Betrachten des Films doch der Meinung, dass ich alles gesehen hätte, was man benötigt, um den Film zu verstehen. Erst im Laufe des Abends, der Nacht und des heutigen Morgens erkannte ich dann aber allmählich, dass ich bei Weitem noch nicht alles gesehen hatte. Aber vielleicht gehe ich erstmal noch einen Schritt zurück:
Es geht hier also um Laura und ihren an AIDS erkrankten Adoptivsohn Simon. Laura kehrt eines Tages in das Haus zurück, in dem sie selbst früher als Waisenkind eine Weile lebte. Hier versucht sie nun selbst mit ihrem Mann ein Heim für behinderte Kinder zu eröffnen. Doch nach wenigen Tagen häufen sich die merkwürdigen Vorfälle. Simon, ein junge mit einer offenbar blühenden Fantasie, spielt mit imaginären Freunden, die jedoch irgendwie realer zu sein scheinen, als Laura zunächst zu Glauben bereit ist. Am Tag der Eröffung des neuen Waisenhauses verschwindet schließlich Lauras Sohn. Nach Monaten der ergebnislosen Suche geben nach und nach Polizei und auch Lauras Mann auf, nur die verzweifelte Mutter will nicht aus dem Haus raus, da sie Simon dort immernoch vermutet. Auf ihrer Suche fördert sie dabei schreckliche Erkenntnisse aus ihrer eigenen Kindheit im Waisenhaus zu tage...
Diese Inhaltsangabe beschreibt mehr oder weniger die erste halbe Stunde. Mehr zu verraten wäre nicht nur unfair, sondern ist auch sonst irgendwie schwer, denn wirklich viel passiert hier nicht. Ich war jedoch der Meinung, nach den ersten Minuten und dem Trailer, zu wissen auf welche Art Film ich mich einlasse. Ein klassischer Gruselfilm mit imagniären oder vielleicht auch toten Menschen, die in einem alten, unheimlichen, riesigen Haus ihr Unwesen treiben und irgendwie versuchen der Nachwelt eine Botschaft zukommen zu lassen. Und ab hier benutze ich dann wohl doch lieber mal die Spoiler-Funktion und rate jedem, der den Film sehen will dringend davon ab, die nächsten Zeilen doch noch zu lesen:
| Spoiler: |
| Genau diese Geschichte mit Geistern, die sogar sehr eindrucksvoll von einem Medium "angerufen" werden, zeigt uns der Film auch. Doch im Grunde geht es um etwas völlig anderes. Man ist jedoch ganz zwangsläufig geneigt, der angebotenen Handlung zu folgen, so dass man das wahre Drama des Films völlig verpasst. Die oben geschilderte Rahmenhandlung des Gruselfilms bleibt auch in diesem Drama, in dem eine Mutter ihren Sohn verliert, enthalten und sorgt für die nötige Paradoxie, die das Nachdenken über diesen Film so interessant macht, doch sie dient in erster Linie auch dazu, den Zuschauer zu täuschen.
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So habe auch ich mich von diesem Film täuschen lassen, der quasi als eine Art Wolf-im-Schafspelz daher kommt, oder von mir aus auch als Schaf-im-Wolfspelz. Das wirklich raffinierte an diesem Film nun ist aber neben der Doppelgleisigkeit schlichtweg die Tatsache, dass er eben diese Doppelnarration nicht aufhebt. Andere Filme würden solch ein dramaturgisches Moment auskosten, um den verwirrten Zuschauer am Ende ein bombastisches Finale mit grandioser Wendung darzubieten. "Das Waisenhaus" lässt diese Wendung einfach weg, zumindest während seiner eigenen Laufzeit. Es obliegt dem Betrachter, dieses bombastische Finale in seinem Kopf zu Ende zu bringen.
Genau deshalb wird dieser Film unwahrscheinlich vielen Leuten nicht gefallen. Es fällt auch auf, dass jene Kritiken im Netz, die hier immernoch glauben in Kategorien des Horrorgenres urteilen zu müssen, den Film schlichtweg nicht verstanden haben. Folglich kommt dann auch eine schlechte Bewertung zu stande, da man diesen Gruselfilm - und es gibt ein paar wirklich herrlich spannende, gruselige Momente, keinesfalls einem Fan des Gruselfilms empfehlen würde.
Daher bleibt aber auch von mir als Fazit der Hinweis, dass ich diesen Film keinesfalls bedingungslos empfehlen würde. Gruselelemente sind vorhanden, doch diese Schiene wird zwangsläufig zur Enttäuschung führen. Alles andere führt der Film indirekt die ganze Zeit über schon mit seinen Bildern mit, artikuliert dies alles aber an keiner Stelle explizit. Dadurch wird der Film zwar nicht verworren oder kryptisch, wie dies vielleicht ein David Lynch oder David Cronenberg gemacht hätte. Aber seine wirkliche Aussage verschweigt der Film im Grunde genommen bis zum Ende. Die Erklärung muss der Zuschauer finden, aber dies sollte doch eigentlich nicht verwundern. Schließlich sind wir hier nicht in Hollywood, sondern in Spanien! _________________ plams DVD-Sammlung
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elbefreund Bin neu hier

Anmeldedatum: 22.02.2008 Beiträge: 1
Wohnort: Magdeburg
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Verfasst am: Mo Feb 25, 2008 09:59 Titel: |
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Der Trailer täuscht in der Tat über den eigentlichen Film, desweiteren wird wie so oft dort schon zu viel gezeigt.
Der Vergleich mit "The Others" ist zulässig, wobei mir der genannte Film doch noch besser gefallen hat, Drehbuch und schauspielerische Leistung sind für mich einfach nicht zu toppen.
Aber wem The Others und überhaupt tiefsinnigere Filme besser gefallen ist hier gut aufgehoben. Wie genannt lebt man hier von der Doppeldeutigkeit und das ist das eigentlich geniale diese wird zum Schluß auch nicht aufgelöst.
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Tribun Der Cineglobe Gladiator

Anmeldedatum: 20.09.2006 Beiträge: 2177
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Verfasst am: Fr März 21, 2008 13:48 Titel: |
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Schade das der Trialer nicht mehr online ist.
Aber ich stand auch schon kurz davor in diesen Film zu gehen, werde nach Plams und elbenfreunds Meinung, aber eher auf die DVD warten.
Dank Euch! _________________ :.Tribun.:
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plam CineMaster


Anmeldedatum: 20.09.2006 Beiträge: 676
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Tribun Der Cineglobe Gladiator

Anmeldedatum: 20.09.2006 Beiträge: 2177
Wohnort: Nickenich
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Verfasst am: Fr März 21, 2008 15:52 Titel: |
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WOOAHHH der Trialer packt mich aber richtig.
Und da "Guillermo del Toro" schon mit Pan ein Meisterwerk abgeliefert hat und eventuell demnächst den Hobbit verfilmen wird, ist dieser Film Pflicht.
Werde dann hier meine Kritik nachreichen. Danke Plam für den Tipp! _________________ :.Tribun.:
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FrEaKnoT CineMaster


Anmeldedatum: 24.03.2008 Beiträge: 1166
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Verfasst am: Di Sep 30, 2008 10:10 Titel: |
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Ich ärgere mich dass ich zu Das Waisenhaus nicht ins Kino gegangen bin.
Vlt der beste mir neue Film des Jahres den ich bisher geguckt habe. Spannend, packend, gruselig, kaum vorhersehbar und vielschichtig. Die Darsteller spielen gut, der Look des Films ist wunderbar, dazu ist das Haus eine schöne Kulisse. Und auch das Ende begeistert ähnlich wie in Pan's Labyrinth. Alles in Allem ein klasse Film, empfehlenswert für jeden der keinen Horrorfilm erwartet. 9 von 10 Punkten.
PS: Tribun, wo ist die versprochene Kritik?  _________________ Mehr als 1200 Kurzkritiken und einige Specials zu Filmen aller Genres und Zeiten:
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