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Der 13. Krieger

 
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Baraka
CineMaster
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Anmeldedatum: 22.11.2008
Beiträge: 313
Wohnort: Bad Pyrmont

BeitragVerfasst am: So Dez 14, 2008 20:31    Titel: Der 13. Krieger

DER 13. KRIEGER



GENRE: Abenteuer, Fantasy, Action

REGIE: John McTiernan

DARSTELLER: Antonio Banderas, Omar Sharif, Vladimir Kulich, Tony Curran

LÄNGE: 102 Min.

DEUTSCHLANDSTART: 9.11.1999

ANMERKUNG: Basiert auf dem Buch "Eaters of the Dead" oder auch "Schwarzer Nebel" von Michael Crichton



INHALT:
Als der Araber Ahmed Ibn Fadlān Ibn Al Abbas Ibn Rashid Ibn Hamad(zur Vereinfachung: ANtonio Banderas)eine Frau des Freundes vom Sultan schief und vielleicht auch zu eindeutig anschaut, wird er zur Strafe als Botschafter in den Norden zu den Barbaren gesandt. Begleitet wird er dabei von Melchisidek(Omar Sharif), bis sie eines Tages auf eine Gruppe Nordmänner treffen, die ihren König beerdigen. Kurz darauf kommt ein junger Bote aus dem Norden und verlangt mit Byliwyf(sprich:Bullwei aka Beowulf, ja genau der!) zu sprechen. Seine Dienste als Krieger werden gebraucht um eine Bedrohung entgegen zu treten, die seit einiger Zeit die Lande in Angst und Schrecken versetzt. Doch vorher wird eine Schamanin geholt, die die Knochen befragt und darin liest, das 13 krieger ausziehen mögen. Der letzte jedoch darf kein Nordmann sein. Wer damit gemeint ist, ist klar, der Araber. Schweren Herzens zieht er mit den anderen los, die den Fremden zuerst natürlich ein wenig piesacken, bis er beweist, das er seinen Mann stehen kann. Während der Reise lernt er ihre Sprache und versucht sich in die Gruppe einzufinden. Als sie schließlich der Gefahr gegenübertreten, wird dem Araber klar, das er schnellstens vom soften Poeten und Diplomaten zu einem harten, schwertschwingenden Kämpfer werden muß, um zu überleben. Er schafft es, das ihm die anderen Wikinger vertrauen, findet einen "großen Bruder" der ihm die Eigenheiten der Nordmänner näher bringt und später wird er von Byliwyf indirekt dazu "eingeladen" dessen Geschichte zu "malen", da er selber nicht schreiben kann um seine Taten der Nachwelt zu hinterlassen.





MEINUNG:
War garnicht so einfach ein Inhaltsangabe zu schreiben, da sich unter der Oberfläche dieses Wikinger-Filmes eine Menge kleiner Fakten befinden.
So etwa, das er an der Kinokasse floppte, den Kritikern nicht gut genug war oder das Regisseur McTiernan und Michael Crichton während des Drehs zerstritten haben, was dazu führte, das z.B. die angerissene Liebelei zwischen Ibn(so von den Wikingern genannt) und einer Dorfschönheit nicht weiter angesprochen werden.
Doch wie so oft haben die Kritiker nicht immer recht. "Der 13. Krieger" ist ein Film der sich einer treuen, kleinen Fangemeinde sicher sein kann. Nicht immer ist alles historisch genau aber das macht wahrscheinlich genau den Reiz aus, das ich ihn immer wieder gerne sehe. Ich mag Antonio zwar nicht besonders aber als Ibn ist errecht symphatisch, da er nicht den Schönling oder den von allen geliebten Helden spielt. Hier ist er mehr der Außenseiter und kleiner "Tollpatsch" (Szene als er seekrank ist oder das ihm zugeworfene Schwert nicht heben kann), der sich der ungewohnten Situation in der er sich befindet wohl oder übel anpassen muß, sonst braucht er am nächsten Tag keine Rasur mehr. Mit seinen kleinen und feinen Einfällen, schaffen es die Wikinger die Wendols(die Bedrohung) zu finden und zu besiegen. Währenddessen sieht und lernt er die Sitten und Gebräuche der barbarischen Nordmänner und muss feststellen, das sie wohl doch nicht so sind wie die Araber sie gerne sehen.
Themen wie "Freundschaft", "Völkerverständigung" und "Treue" werden sehr gut eingeflochten und wie man sich als einzelner in eine Gruppe einfügt, sind wahrlich nicht überholt, sie sind aktueller denn je. Beschreibt er doch, das es besser wäre zusammen zu arbeiten statt sich gegenseitig zu bekämpfen. Dennoch wird der Film nicht kitschig, er ist immerhin ein Abenteuer, das man nicht allzusehr unter echten Fakten betrachten sollte. Das Flair ist fantastisch und nimmt einen sofort gefangen und man bestaunt die fremden Riten der Wikinger und wie Ibn sich damit auseinandersetzt. Er geht sogar soweit seinem eigenen "Todesgebet", das bekenntnis der Wikinger hinzuzufügen.
Ich finde, das dieser Film zuwenig beachtung geschenkt bekommt und denke, das er in jedes gut sortierte Filmregal gehört. Um es mal in Zahlen auszudrücken: 8 von 10. Ich wünsche euch viel Spaß beim Schauen!
Hier mal das "Todesgebet" der Wikinger:

Dort treffe ich dann meinen Vater
Dort treffe ich meine Mutter, meine Schwestern und Brüder
Dort treffe ich dann alle jene Menschen meiner Ahnenreihe von Beginn an

Sie rufen bereits nach mir
Sie bitten mich meinen Platz zwischen Ihnen einzunehmen
Hinter den Toren von Walhalla
Wo die tapferen Männer für alle Ewigkeit leben


Euer Baraka

_________________
Rechtschreibfehler sind volle Absicht und da wo die herkommen, gibt´s noch mehr
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Masako
CineMaster
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Beiträge: 365


BeitragVerfasst am: So Dez 14, 2008 20:50    Titel: Re: Der 13. Krieger

Baraka hat Folgendes geschrieben:
"Der 13. Krieger" ist ein Film der sich einer treuen, kleinen Fangemeinde sicher sein kann.

zu der ich ganz sicher gehöre. Dieser Film läuft bei mir immer, wenn ich was "fürs Herz" brauche Very Happy

Ich schmelze sowas von dahin, wenn der todkranke Byliwyf, sein Schwert hinter sich her ziehend, beginnt diesen Text zu rezitieren und seine Mannen der Reihe nach einstimmen:

Baraka hat Folgendes geschrieben:
Dort treffe ich dann meinen Vater
Dort treffe ich meine Mutter, meine Schwestern und Brüder
Dort treffe ich dann alle jene Menschen meiner Ahnenreihe von Beginn an
Sie rufen bereits nach mir
Sie bitten mich meinen Platz zwischen Ihnen einzunehmen
Hinter den Toren von Walhalla
Wo die tapferen Männer für alle Ewigkeit leben


@Baraka
ich glaube, es heißt nur "the brave" und nicht "the brave men", zumal vorher schon die ganzen Frauen aufgezählt werden

Besonders schön finde ich auch den Humor, der Nordmannen: Die Szene, in der sie ihn wg. seines Säbels auf die Schippe nehmen, oder wg. seines Pferdes, od. als sein "großer Bruder" ihm erklärt, dass Met weder aus Trauben noch aus Getreide gemacht wird Smile
*Seufz* Muss den mal wieder anschauen...
_________________
Normalerweise sind dem Krieger die Wege des Konfuzianismus, des Buddhismus, der Teezeremonie und des Nô gleichgültig. Wenn aber jemand wirklich einem Weg folgt, wird er Gemeinsamkeiten mit Menschen feststellen, die anderen Wegen folgen. Dabei ist wichtig, dass jeder sich ernsthaft und sorgfältig auf dem Weg seiner Wahl übt.
Miyamoto Musashi (Das Buch der fünf Ringe, Erde)
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Baraka
CineMaster
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BeitragVerfasst am: Mo Dez 15, 2008 00:28    Titel:

Jup, das gemeinsame Rezitieren ist ´ne geile Stelle, da bekomme ich auch immer ne leichte Gänsehaut.
Der Humor ist echt wikinger-like. Giebt meines Wissens nur noch "Erik der Wikinger", der ungefähr die gleiche Art hat, mit wesentlich mehr Satire und Ironie allerdings.
Ich weiß nicht ob es "the brave" oder "the brave men" heißt, da ich mir den Streifen noch nie auf englisch angeguckt habe(warum eigentlich?).
Werde ich beizeiten mal nachholen.
VERSPROCHEN!
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FrEaKnoT
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BeitragVerfasst am: Mo Dez 15, 2008 07:19    Titel:

Der 13te Krieger..hmm...hatte der irgendwas Besonderes? Banderas wie immer, Wikinger wie immer, böse Kreaturen wie immer..Ich stehe ja auf den einen oder anderen No-Brainer, aber Der 13te Krieger fand ich ziemlich fad, was hauptsächlich am Pathos lag.
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