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Maru CineExpert


Anmeldedatum: 15.05.2008 Beiträge: 105
Wohnort: Munich
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Verfasst am: So Jul 20, 2008 21:35 Titel: |
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@Namu: *hi5* SANDMAN!!!! Einer der besten und mein fav. Comic ever! Neil Gaiman ist einfach genial.
Kann ich auch nur empfehlen!
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Zur Zeit lese ich gerade Good Omens by Neil Gaiman und Terry Pratchett.
Dieses Buch ist SEHR witzig/ironisch/sarcastisch und gut gemacht. Eine richtig gute Satire.
http://en.wikipedia.org/wiki/Good_Omens --> Englischer Artikel bei Wikipedia
Den deutschen Wikipedia Artikel kann man getrost vergessen.
(Außerdem habe ich sowieso die englische Ausgabe gelesen bzw. bin noch dran.)
Ein paar Quotes:
| Zitat: |
| "You've got to admit it's a bit of a pantomime, though," said Crawley. "I mean, pointing out the Tree and saying 'Don't Touch' in big letters. Not very subtle, is it? I mean, why not put it on top of a high mountain or a long way off? Makes you wonder what He's really planning." |
| Zitat: |
| That's how it goes, you think you're on top of the world, and suddenly they spring Armageddon on you. |
| Zitat: |
| Most of the members of the covent were old-fashioned Satanists, like their parents and grandparents before them. They'd been brought up to it and weren't, when you got right down to it, particularly evil. Human beings mostly aren't. They just get carried away by new ideas, like dressing up in jackboots and shooting people, or dressing up in white sheets and lynching people, or dressing up in tie-dye jeans and playing guitars at people. Offer people a new creed with a costume and their hearts and minds will follow. |
| Zitat: |
| [Humans] were born into a world that was against them in a thousand little ways, and then devoted most of their energies to making it worse. |
Es gibt eine einzige Einschränkung: Ich würde es nicht sehr gläubigen Menschen empfehlen da recht viel was in der Bibel steht auf die Schippe genommen wird.
_________________ "It may help to understand human affairs to be clear that most of the great triumphs and tragedies of history are caused, not by people being fundamentally good or fundamentally bad, but by people being fundamentally people." [Good Omens, by Neil Gaiman & Terry Pratchett] |
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yun CineMaster


Anmeldedatum: 28.03.2008 Beiträge: 2262
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Verfasst am: Mo Jul 21, 2008 15:22 Titel: |
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| Nela hat Folgendes geschrieben: |
| Alex Haley |
hm ... dann wird dir vielleicht auch malcolm x von spike lee gefallen ... denzel washington spielt darin die hauptrolle ... sehr sehenswert  |
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Nela CineStarter


Anmeldedatum: 20.07.2008 Beiträge: 44
Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: Mo Jul 21, 2008 17:21 Titel: |
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| yun hat Folgendes geschrieben: |
| Nela hat Folgendes geschrieben: |
| Alex Haley |
hm ... dann wird dir vielleicht auch malcolm x von spike lee gefallen ... denzel washington spielt darin die hauptrolle ... sehr sehenswert  |
Schon gesehen und für gut befunden.
Ich meine den hab ich aber auch bei meiner Vorstellung unter den Lieblingsfilmen aufgelistet.
Auf Alex Haley bin ich aber eher durch Roots aufmerksam geworden. _________________ ~Don't talk about it. Be about it.~ |
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yun CineMaster


Anmeldedatum: 28.03.2008 Beiträge: 2262
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Verfasst am: Mo Jul 21, 2008 18:13 Titel: |
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| ah ... roots habe ich als film gesehen und auch auf dvd zu hause ... und malcolm x biographie auch einmal gelesen ... ist aber schon etwas her ... die verfilmung von spike lee hat mich auch neugierig auf weitere seiner filme gemacht, die man wirklich alle empfehlen kann ... roots von alex haley habe ich allerdings nicht gelesen ... |
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Nela CineStarter


Anmeldedatum: 20.07.2008 Beiträge: 44
Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: Mo Jul 21, 2008 19:13 Titel: |
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Ich kenne bisher nur Malcolm X von ihm, werde mir aber demnächst noch 25 Stunden zulegen. Bin schon sehr gespannt.
Die Serie Roots habe ich auch gesehen. Kommt zwar nicht an das Buch ran, aber ist trotzdem sehenswert.
_________________ ~Don't talk about it. Be about it.~ |
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Crenshaw CineMaster


Anmeldedatum: 08.01.2007 Beiträge: 784
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Verfasst am: So Aug 24, 2008 08:19 Titel: |
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ich arbeite mich derzeit durch Tom Wolfe's "I Am Charlotte Simmons" durch...nettes buch, wirklich ganz nett. es braucht nur sehr viel zeit, bis es mal zu potte kommt, für mich so ein fall von US-bestsellern, die anstatt 900 seiten auch auf 300-400s hätten reduziert werden können - ohne inhaltliches zu streichen. trotzdem, leicht grausames buch über den US-campus, recht schonungslos.
ansonsten : Good Omens ist schon sehr geil, mein favorit darin war R.P.Tyler  _________________ FSK 6 = Der Held ist ein Mädchen.
FSK 12 = Der Held bekommt das Mädchen.
FSK 16 = Der Bösewicht bekommt das Mädchen.
FSK 18 = Jeder bekommt das Mädchen. |
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FrEaKnoT CineMaster


Anmeldedatum: 24.03.2008 Beiträge: 1166
Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: So Aug 24, 2008 11:10 Titel: |
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Mal wieder American Psycho, das Buch ist handwerklich derart perfekt und von so vielen hintergründigen Ideen durchzogen dass ich es einfach immer wieder lesen kann. _________________ Mehr als 1200 Kurzkritiken und einige Specials zu Filmen aller Genres und Zeiten:
www.filmsucht.org |
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Kittie CineMaster


Anmeldedatum: 20.09.2006 Beiträge: 929
Wohnort: Gegenerde
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Verfasst am: So Aug 31, 2008 19:38 Titel: Begegnung mit dem Serienmörder - Jetzt sprechen die Opfer |
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Begegnung mit dem Serienmörder. Jetzt sprechen die Opfer
Stephan Harbort
Droste 2008-08-15 Gebundene Ausgabe 336 Seiten
Autor: Stephan Harbort
Titel: Begegnung mit dem Serienmörder - Jetzt sprechen die Opfer
Verlag: Droste
VÖ: 15.08.2008
Inhalt:
Da ich das Buch selber noch nicht gelesen habe, muss ich mal auf den Klappentext zurückgreifen.
Serienmörder sind mittlerweile zum Stoff von Mythen und Legenden geworden. Sie schaffen es sogar bis in die Tagesschau. Über die Täter weiß man viel, über die Opfer wenig. Doch gerade mit Blick auf die Opfer drängen sich Fragen auf: Wer wird Opfer eines Serienmörders? Wo und wie passiert die Tat? Gibt es ein typisches Opferprofil? Oder ist jeder von uns gefährdet?
Stephan Harbort hat die erste deutsche Studie zu Serienmord-Opfern durchgeführt und geht diesen Fragen auf den Grund. Er sprach mit den Opfern über die Täter - und mit den Tätern über die Opfer. Erstmals werden solche Aussagen zu lesen sein.
Nach mehr als sechzehnjähriger Forschungsarbeit ist es Harbort gelungen, das Verhältnis von Opfern und Tätern zu entschlüsseln. Und er beantwortet Fragen, die uns alle angehen: Wie kann ich mich generell vor diesen Tätern schützen? Und was kann ich tun, wenn ich einem Serienmörder tatsächlich gegenüberstehe?
Kommentar:
Es gibt so diese kleinen seltsamen Zufälle im Leben. Manche sind eher böser Natur, aber der von heute hat was Gutes.
Ich erhielt eine E-Mail mit dem Betreff "Begegnung mit dem Serienmörder (Neuerscheinung)". Auf das Wort "Serienmörder" springe ich doch gleich an also habe ich sie mir durch gelesen und erhielt wertvolle Informationen zu diesem Buch.
Wie ihr durch meine anderen Buchvorstellungen/-besprechungen wissen solltet, ist das hier genau mein Thema und dieses Buch wird auf jeden Fall von mir gelesen und später dann auch noch mal kommentiert.
Wem dieses Thema auch interessiert der sollte schon mal Ausschau nach diesem Buch halten, denn es könnte wirklich mal etwas Anderes sein als immer wieder die selben Abhandlungen zu den Tätern.
Nachtrag 01.09.2008
Auf der Seite http://www.stephan-harbort.de/ findet man auch eine Leseprobe zum Buch. Liest sich schon mal nicht schlecht. Ein ausführlichen Bericht von mir zum Buch sollte es dann auch bald geben. |
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Kittie CineMaster


Anmeldedatum: 20.09.2006 Beiträge: 929
Wohnort: Gegenerde
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Verfasst am: Fr Dez 11, 2009 17:02 Titel: |
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Ich muss mal wieder auf etwas hinweisen, was mir sehr am Herzen liegt:
Ich bin anklickbar.
Autorin: Sybille Lengauer
Verlag: Engelsdorfer Verlag
Genre: Drama
Inhalt/Kommentar:
Ich glaube bevor ich hier anfangen kann, muss ich ein "Vorwort"
einschieben in dem ich ein wenig meinen Sybille-Kult frönen kann. Damit
ich nachher halbwegs objektiv sein kann, aber wenn ihr meine Ergüsse
verfolgt habt, dann wisst ihr, dass Bücher bei mir etwas sehr subjektives
sind. Da es später auch mehr um das Buch gehen soll, muss ich mich
hier noch mal schnell diesen Kult hingeben. Achja die gute Sybille...
wirklich eine tolle Frau, die mit ihren Geschriebenen tiefste Bewunderung
ausgelöst hat. Man erinnere sich nur an 'Hirnwichsen' ihren ersten großen
Auftakt - wo ich doch hoffe, dass ihr euch auch schon mal mit befasst
habt. Wenn nicht besteht dort noch Nachholbedarf und dies kann man bei
ihrem MySpace-Account zu *Hirnwichsen* erledigen.
Wenn ihr es noch nicht kennt, dann schaut dort in den Blog, holt euch
Anreize und kauft am besten gleich dieses Buch. Dann werdet ihr mich
auch besser verstehen können...
Nun aber zum Eigentlichen:
Was kommt nach Hirnwichsen? -Hospitalistische Liebeslieder,
denn die bezaubernde Sybille Lengauer ließ ihren Gedanken freien Lauf
und verfasste ein österreichisches "Märchen" um die Grundschullehrerin
Henrietta Karbacher, die ihr gesamtes Leben mit einem Wort beschreibt -
mangelhaft.
"Existenz? Mangelhaft.
Beruf? Mangelhaft.
Privatleben? Mangelhaft bis zum Exzess!
Aussehen? Mangelhaft.
Lebenswille? Ungenügend."
Der Lebenswille schon ungenügend - dies ist wohl der Knackpunkt warum
Henrietta beschloss endgültig aus diesen mangelhaften Leben
auszutreten. Sie bricht auf zum Liebesfelsen von Unterschlundsbach, wo
sich sonst das Unterschlundsbacher Jungvolk vergnügt und ihren Trieb
nachgehen - ein Erlebnis, welches Henrietta nie erleben durfte - um sich
dort in den Tod zu stürzen. Sie ist auch kurz davor ihrem Leben ein Ende
zu setzen, aber dies soll ihr nicht vergönnt sein, denn der Tschusch Milan
hält sie von ab. Obwohl er mit der selben Absicht den Liebesfelsen
aufsuchte. Aber der Tod wird noch lange auf die beiden warten müssen,
denn vorher tun sie sich zusammen und schmieden finstere Pläne gegen
das Unterschlundsbacher Volk.
So viel erstmal zum Inhalt und da ich nun das komplette Buch kenne,
kann ich euch sagen, dass diese depressive Grundstimmung, die der
Klappentext oder der Auszug vom MySpace-Profil suggeriert, wird später
komplett über den Haufen geworfen. Es geht im Lauf der Geschichte noch
viel lustiger zu. Erwähnen möchte ich hier das Kapitel "Dienstag". Da
habe ich herzhaft gelacht und vor allem laut - was, soweit ich mich
erinnern kann, noch nie beim Lesen eines Buches hatte. Man muss
vielleicht einen etwas eigenartigen Humor mitbringen, denn mancher
könnte dies vielleicht schon als ekelig empfinden. Aber ich fand es toll
und zum Ende der Geschichte konnte ich auch noch mal lachen.
Stichwort: Bürgermeister und seine Frau.
Was einem, neben seltsamen Humor, auch zu Gute kommen könnte, ist
wenn man in irgendeiner Art und Weise das Dorfleben kennt. Weil
Henrietta und Milan könnte man auch als Außenseiter bezeichnen. Sie
fett, hässlich und noch Jungfrau, er der "dumme" Ausländer, den man
mit sämtlichen Arbeiten ausbeuten kann. Solche Menschen gehen schnell
unter oder werden zum Gespött im Dorf. Vor allem dann wenn man auf
der Gegenseite Typen hat wie die "Hübsche", eine Schulderektorin, die
sich keine Sorge um einen Mangel an Schülern machen muss, sorgte sie
denn selbst für genug Nachschub, den "Sportler" (Sportlehrer), einen
durchtriebenen Bürgermeister und einen Pfarrer, der sich nicht nur zu
Gott hingezogen fühlt. -Kommt mir fast vor wie in meiner Heimat.- Da hat
man es als Außenseiter verdammt schwer. Da kann so mancher Tag
wirklich zum Alptraum werden. Wenn man das kennt oder sich vorstellen
kann, dann wird man auch schnell Zugang zu Henrietta oder Milan finden
und die Beiden in ihren Taten so gut verstehen können. Denn sie
rechnen mit allen ab und spielen denen bitterböse Streiche. Was das für
Streiche genau sind? Tja... um das herauszufinden, müsst ihr das Buch
schon selber lesen.
Und glaubt mir es lohnt sich. Denn es zeigt uns nicht nur, dass Liebe für
alle da ist, sondern es sind auch andere Wahrheiten enthalten. Besonders
im Kapitel "Schönheit?". Hier feuert Milan mal richtig was ab. Es ist nicht
nur immer das Äußere. Klar so eine Hollywood-Püppi sieht schon schön
aus, aber was nützt einem Schönheit, wenn keine Menschlichkeit
dahinter ist? Oder Intelligenz? Was bringt einem eine Sexbombe, wenn
man mit der sonst nichts anfangen kann. Da geht man(n) ein paar Mal
drüber und irgendwann verblasst die Schönheit und dann muss was
Neues her. Irgendwo kann es das doch nicht sein. Nichts, Niemand ist
perfekt und wer so einen Perfektionismus anstrebt, ist einfach gesagt ein
Idiot.
Herrlich was Sybille ihrem Kopf da entsprungen ist.
Hospitalistische Liebeslieder ist nun Sybille ihr zweites Werk und
wenn es auch grundverschieden zu Hirnwichsen ist, muss es sich
einen kurzen Vergleich gefallen lassen. War Hirnwichsen noch eine
Ansammlung von Gedichten und Kurzgeschichten, ist Hospitalistische
Liebeslieder eine komplett in sich geschlossene Geschichte. Ist aber
nur die äußere Form. Vom Inhalt her ist Hirnwichsen das Bessere.
Wie aber schon gesagt, bin ich nicht ganz objektiv und mittlerweile ist ihr
erstes Werk bei mir auch schon im höchsten Kultstatus und wie ich etwas
zuerst kennengelernt habe, hab ich es auch am Liebsten. Ist die böse
Gewohnheit und wie Menschen sind ja von Natur aus faul. Wie
auch immer... So steht Hospitalistische Liebeslieder dem ein wenig
nach, was aber noch lange nicht heißt, dass es schlecht sei. Es ist immer
noch genial und es gibt reichlich zu entdecken und zum Nachdenken und
irgendwann werde ich es auch genauso lieben wie Hirnwichsen. Da
bin ich mir sicher.
Vielleicht habt ihr euch weiter oben über das Wort "Tschusch"
gewundert. Nein es ist kein Schreibfehler und es ist auch keine seltsame
Art von meinem Neologismus. Es ist ein österreichisches Wort und ich
musste auch Google befragen wo mir dann erklärt wurde, dass es ein
abwertendes Wort für Menschen aus dem süd-östlichen Bereich ist. Es ist
aber nicht nur das eine Wort auf österreichisch, sondern man findet doch
noch einige mehr. Manche bekommt man aus dem Zusammenhang raus
und andere wieder nicht. Daher eine kleine Empfehlung von mir:
Ostarrichi.org. Dies ist ein deutsch-österreichisches Online-Wörterbuch.
Hat mir gut weitergeholfen - aber auch erst als ich den Schimpfwortfilter
rausgenommen hab. Schön was ich wieder an neuen Wörtern dort
gelernt habe. Ich freu mich schon auf dem Nächsten, der mir dumm
kommt. Den knall ich dann diese Wörter um die Ohren - das wird ein
Spaß!
Übrigens Schreibfehler. Was mir schon bei Hirnwichsen aufgefallen
ist, war hier das Selbe. Ich hab keine Druck- bzw. Schreibfehler
gefunden. Das muss ich mal loben, denn bei anderen Büchern (gut die
haben auch weniger Klasse) entdecke ich hin und wieder mal welche.
Aber das nur als Randbemerkung.
Abschließend bleibt mir nur zu sagen, dass Sybille ihre Bücher unter
keinen Weihnachtsbaum fehlen dürfen! Also beschenkt eure Frauen,
Männer, Freunde, Kollegen, ... diese Bücher sind einfach ein MUSS für
Freunde des geschriebenen Wortes. Also besorgt euch dieses Buch und
gebt euch diesem Erlebnis hin. Es lohnt sich... was auch besonders dafür
spricht, ist das ich ein Buch niemals ein zweites Mal lese. Aber bei Sybille
ihren Werken mache ich liebend gerne eine Ausnahme. |
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Kittie CineMaster


Anmeldedatum: 20.09.2006 Beiträge: 929
Wohnort: Gegenerde
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Verfasst am: Di Aug 10, 2010 19:45 Titel: Marcus Stiglegger - Terrorkino: Angst/Lust und Körperhorror |
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Autor: Marcus Stiglegger
Verlag: Bertz+Fischer (Kultur & Kritik 1)
Inhalt (Covertext):
Mit dem weltweiten Erfolg der amerikanischen Filmreihen HOSTEL und SAW erfährt das Horrorgenre in Form eines zynisch anmutenden Terrorkinos gegenwärtig eine erstaunliche Renaissance. Von der Feuilletonkritik als »torture pron« verdammt, werden die Filme in Deutschland einer umfassenden Zensur unterworfen. Schaut man genauer hin, kann das Terrorkino als Spiel mit der Angstlust und den sadomasochistischen Phantasien des Publikums verstanden werden. Zudem reflektieren die Filme die Gewalteskalation und den Folterdiskurs nach 9/11 sowie den realen Schrecken eines globalisierten Kapitalismus mit seinem Krieg aller gegen alle.
Stigleggers Essay untersucht die Ursprünge des Terrorkinos im Horrorfilm, erörtert Themen und Motive und bietet Ansätze für eine gesellschaftkritische und philosophische Lesart dieses geächteten Genres.
Kommentar:
Bevor man sich jetzt voller Vorfreude auf dieses Buch stürzt, sollte man nochmal im Geiste durchgehen welche Terror-, Horror- und Splatterfilme man eigentlich kennt. Weil es macht keinen Sinn dieses Buch zu lesen, wenn man die meisten besprochenen Filme nicht selber gesehen hat. Man kann zwar Stiglegger in seinen Ausführungen leicht folgen, aber ich meine, dass wenn man die Filme selbst kennt, wird es deutlicher was Stiglegger aufzeigt. Und weiterhin sind stellenweise auch böse Spoiler enthalten. Besonders bei Martyrs, der bis zum Ende hin ziemlich zerpflückt wird. Es werden über 140 Filme erwähnt und/oder mal mehr oder weniger besprochen. Ich kenn nicht alle der über 140 Filmen, aber die Meisten. Daher ist dieses Buch mehr etwas für Fans und Freaks. Wenn man noch nicht so tief drin steckt in der Materie, kann dieses Buch Anreize liefern, aber da habe ich wieder die Befürchtung, dass es bei manchen falsch ankommt.
Kommen wir nun aber zum Buch selbst... als Einstieg werden die Filme An American Crime und Jack Ketchums The Girl Next Door (Fall der Sylvia Likens) heran gezogen um das "Grauen" auf zu zeigen und sich langsam zu (meinem persönlichen Hasswort überhaupt) "torture porn" vorzuarbeiten. So gleich stellt Stiglegger auch den Schwachsinn im Zusammenhang mit diesen Wort da. Ähnlich wie bei dem Begriff "Killerspiele" drehen sie alle ab und jeder gebraucht dieses Wort (dieses Wörter) so wie es ihm am besten passt. Und eine der größsten Schweinereien in Zusammenhang mit diesem Wort oder besser gesagt die Filme auf denen dieses Wort gemünzt wird, ist die Zensur. Freunde dieser Filme werden dieses Problem kennen... das Bangen ist doch immer groß ob die FSK ihren Segen gibt oder nicht. Wie es scheint, ist dies meist nicht der Fall und sollte dann doch über Umwege eine unzensierte Fassung des Films veröffentlicht werden, dauert es meist nicht lange bis eben jene Fassung auf dem Index landet. Ich glaube keine anderen Genrefans haben so sehr darunter zu leiden wie wir Freunde dieser speziellen Filme. Ich brauch hier nicht näher drauf eingehen, denn auf Porta Caliginis gibt es das passende Video zu diesem Thema wo Stiglegger auch selbst aus eben diesem Buch vorträgt.
Stiglegger lehrt nun auch Filmwissenschaften und liefert eine Erklärung zum "Terrorkino" und weitere interessante Ansätze, aber dennoch kam es mir stellenweise vor als ob mit dem Begriff "Exploitationsfilm" nicht richtig umgegangen wird. Dafür gibt es noch keine konkrete Definition und das macht die Sache auch nicht einfacher. Ich als bekennender Freund von Exploitationsfilmen hatte stellenweise meine Probleme als mancher Filmtitel im Zusammenhang mit Exploitation genannt wurde. Ist aber einfach nur eine Auslegungssache. Was dabei auch auffällt ist, dass man immer wieder auf Pornographie zu sprechen kam. Das Horrorgenre hat zwar viele sexuelle Motive bzw. Anspielungen, aber so manche Bezug zur Pornographie ist dann doch arg überzogen.
Das Buch bietet auch unterschiedliche Lesarten. Entweder als Leitfaden durch den Terrorfilm, ebenso auch als Inspirationsquelle, aber auch als Kritik (sowohl an den "Menschen mit ihrer Lust am Schmerz" und auch ein bisschen an den Medien selbst) und Aufklärung über eben diese Medien - was genau oder auch als Mischung aus allem muss jeder letztlich für sich selbst entscheiden.
Hier sei auch schon mal erwähnt, dass diesen September in Kultur & Kritik (2) das Buch Killerspiele: Videogames, Mediengewalt und Zensur über den Bertz+ Fischer erscheinen wird. Man darf also weiterhin gespannt sein und ich hoffe, dass diese Reihe weiterhin um solch interessante Themen/Bücher bereichert wird. |
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