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Kittie CineMaster


Anmeldedatum: 20.09.2006 Beiträge: 932
Wohnort: Gegenerde
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Verfasst am: Mo Jan 21, 2008 17:09 Titel: Der Nebel |
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Kinostarttermin: 17.01.2008
Regie: Frank Darabont
Darsteller: Thomas Jane, André Braugher, Laurie Holden, Marcia
Gay Harden
Offizielle Seite (Trailer): http://www.dernebel.senator.de/
Inhalt:
Ein seltsamer Nebel, der den Tod mit sich bringt, zog auf und bedeckte
eine amerikanische Kleinstadt und zwang die Einwohner sich in den
Supermarkt zurück zu ziehen um dort Schutz zu finden.
Aber wenn viele Menschen gezwungen sind sich auf engsten Raum
aufzuhalten, ist der Ärger meistens vorprogrammiert und besteht nicht nur
die Bedrohnung durch den Nebel vorm Supermarkt.
Meinung (Preview):
Das mit dem Nebel auch Unheil kommt war ja schon mal da (The Fog) und
das sich Leute im Kaufhaus verschanzen und dort vermeintlich Schutz
suchen auch (Dawn of the Dead) und nun kommt noch "Der Nebel" daher
und kombiniert Beides und entpuppt sich sogar noch als eine Stephen
King Verfilmung...
... und da kommt mir doch gleich der Film "1408" in den Sinn, denn war
dieser doch auch eine Stephen King Verfilmung, die zwar nicht schlecht
war (oder ist), aber sich für den Kinobesuch nicht lohnte.
Ich als King Fan bin nun wieder am überlegen ob ich bei diesem Film den
Kinobesuch wagen sollte oder nicht.
Aber bisher sprechen 3 Punkte für einen Kinobesuch:
- der Trailer mach einen sehr spannenden Eindruck (ja ich weiß, dass
Trailer täuschen können, aber dennoch sieht es gut aus)
- Regie führt Frank Darabont, der auch Regie bei "The Green Mile" und
"Die Verurteilten" führte und wohl 2 der besten Stephen King Verfilmungen
ablieferte
- und dieser Film wäre mal eine King Verfilmung an die ich "jungfräulich"
rangehen könnte, denn ich kenne die Romanvorlage nicht und ich hätte
diese dann nicht ständig beim Sehen im Hinterkopf und müsste nicht
zwanghaft dran denken, dass "Film" und "Buch" zwei vollkommen
unterschiedliche Medien sind
Aber lassen wir uns mal überraschen. Sollte ich Zeit finden und es klappt
werde ich ihn mir im Kino ansehen, denn der Kinojanuar 2008 kann mir
sonst fast nichts bieten.
---
(Review)
Ich glaube das wird hier noch nicht das "richtige" Review,
sondern nur erst mal eine Vorabversion, denn diesen Film
würde ich schon ganz gerne noch mal sehen und dann muss ich
auch noch mal was los werden was nichts mit dem Film zu tuen
hat.
Es waren mal wieder ein paar Kommentatoren im Kino und diese
hier waren irgendwelche Disco-Pussies, die mir mächtig auf
die Nerven gingen. Die hätten sich ein paar Pillen
einwerfen sollen und dann hätten die einen Film erlebt, der
denen wohl besser gefallen hätte als "The Mist". Solche
Menschen regen mich auf! Die sollen woanders hingehen, aber
nicht gerade ins Kino, wenn die kein ernsthaftes Interesse
an Film haben - so etwas gehört nicht ins Kino.
Aber nun zum Film...
Meinung:
Erst mal eine kleine Ergänzung zur Handlung, denn die aus
meinem Preview gibt nun wirklich nicht so viel her.
Ein sehr starker Sturm zieht auf und er ist sogar so stark,
dass er Bäume entwurzelt. Und ein Baum kracht bei dem
Künstler David Drayton (ist schon pervers, wenn die
Hauptfigur auch meinen Vornamen trägt, vorallem bei "Motel"
und dann noch von Kate, aber dazu in einen anderen Review
mehr) durchs Fenster, aber zum Glück war er und seine
Familie sicher im Keller (nehme ich mal an).
Als er und seine Frau und sein Sohn sich das Ausmaß des
Schadens ansehen bemerken sie auch, dass ein Baum auf das
Bootshaus fiel und es ist genau der Baum, der schon seit
längerem vom Nachbarn gefällt werden sollte. Drayton (Thomas
Jane) liegt schon mit seinem Nachbarn Norton (André
Braugher) im Streit und das hebt nun nicht gerade die
Stimmung zwischen den Beiden.
Aber da es keinen Strom gibt und die Telefonleitungen auch
tot sind, lassen sie den Streit mal links liegen und helfen
sich gegenseitig, denn Nortons Auto wurde auch unter einem
Baum begraben und so bittet er Drayton ihn mit zum
Supermarkt zu nehmen um auch noch hamstern zu können.
Im Hintergrund zog schon Nebel auf, aber auch der wurde erst
mal abgetan und so fährt Drayton mit seinem Sohn und seinen
Nachbarn Norton eben zum Supermarkt. Dort herrscht viel
Betrieb und der Laden ist unterbesetzt und es läuft nur
Notstrom.
Alles scheint normal, aber es zieht immer mehr Nebel auf und
dieser hat auch sehr schnell den Supermarkt erreicht und es
ertönen Schreie aus dem Nebel - Schreie von Menschen, denen
Schreckliches wiederfahren muss und dann kommt ein alter
Mann aus dem Nebel angerannt und schreit und hat Nasen
bluten und als er den Supermarkt erreicht hat, berichtet er
den Leuten dort, dass irgendetwas Seltsames im Nebel ist und
das das seine Frau geholt hat und das sie ja die Türen
absperren sollen.
Eine erste Panik macht sich breit und keiner weiß was
wirklich los ist, aber bald passieren noch mehr merkwürdige
Dinge um den Supermarkt und so sind die Menschen dort erst
mal auf engsten Raum eingesperrt und es wird zu vielen
Konflikten innerhalb der Gruppen im Supermarkt kommen und
dort hinzu kommt noch die Bedrohung, die im Nebel lauert.
So viel zur Handlung und nun Stephen King Fans aufgepasst -
vorallem Fans der "Dunklen Turm Saga". Der Künstler Drayton
(malt vorwiegend Filmplakate ) malt gleich zu Anfang ein
Bild von Roland, dem letzten Revolverhelden, mit dem Dunklen
Turm im Hintergrund und einer Rose im Vordergrund. Das
verursachte schon mal die erste Gänsehaut und es sollte
nicht die letzte Verbindung zum Dunklen Turm sein, denn ein
paar der Kreaturen, die hier im Film vorkommen, kamen mir
doch sehr bekannt aus "tot" (dem 3. Band der Saga) vor -
zumindest stellte ich sie mir damals beim Lesen so ähnlich
vor und damit konnte der Film schon mal etwas punkten bei
mir.
Aber nicht nur damit, sondern auch mit der Atmosphäre bzw.
Spannung. Diese ist hier sehr hoch, denn man weiß nie was
gleich aus dem Nebel kommt und was da noch alles lauern mag
und nicht alle Monster bekommt man ganz zu sehen und dann
kommt noch hinzu, dass die Situation im Supermarkt sich
immer mehr zu spitzt, denn Mrs. Carmody (Marcia Gay Harden)
predigt den Weltuntergang und das dies die Rache Gottes sei
und das Gott nach Blutopfern verlangt - Gott ist grausam,
ich hab es doch immer gewusst!
Und Blut wird dann auch fließen und da waren ein paar
kleinere Goreszenen mit dabei (aber man setzte mehr Wert auf
Spannung). Teilweise noch die guten handgemachten und
andere entstanden im Computer und diese sind leider zu
offensichtlich - genauso ist es auch offensichtlich, dass
alle Monster im Computer entstanden sind. Hier hätte ich mir
bessere gewünscht, aber dafür entschädigt das Aussehen der
Monster etwas. Das sind wirklich unheimliche Viecher -
vorallem da einige menschliche Züge haben.
Aber um noch mal auf Gott zu kommen: ein großes Thema im
Film ist die Wissenschaft gegen die Religion. Gibt es für
die Ereignisse eine rationale Erklärung oder ist es auf den
Zorn Gottes zurückzuführen und schickte er uns mit dem Nebel
die Apokalypse was ganz den Anschein hat glaubt man den
Worten von Mrs. Carmody und dort hinzu kommt dann noch die
Ohnmacht des Militärs, denn im Supermarkt sind auch 3
Soldaten, die hier gar nicht gut wegkommen - alle 3 sind
Feiglinge, die nichts unternehmen wollen und 2 ziehen sich
komplett aus der Affäre.
Leider hat der Film einen zu schnellen Einstieg ins
Geschehen, sodass dann der Vater-Sohn-Konflikt auf der
emotionalen Ebene nicht ganz aufgeht, weil man ihn nicht
wirklich als Bezugsperson sieht. Und es ist auch sehr gut,
dass man auf zu viel Geschmalze verzichtet hat. Die Liebe
ist zwar vorhanden, aber sie wird nur kurz angeschnitten und
so kommt es zu keinem Kitsch, der hier im Film vollkommen
deplaziert wäre.
Was emotional nicht ganz klappt, geht auf der
soziologisch-psychologischen Ebene schon besser auf. Und
schimmert nicht auch hier ein bisschen Gesellschaftskritik
durch? Ähnlich wie bei "Dawn of the Dead" (1978, der leider
durch einige deutschen Gesetze nicht reviewbar ist
:rolleyes: ). Wir haben hier auch ein Kaufhaus, eine äußere
Bedrohung und zwar eine größere Gruppe, aber wenn bei
"Dawn" die Biker kommen, kommt es ja auch zu ein paar
unschönen Konflikten. Denn statt das die Menschen in solchen
Situationen zusammenhalten, bilden sie Gruppen und
bekämpfen sich gegenseitig, aber dabei wäre es doch viel
besser zusammen zu halten und eine gemeinsame Lösung der
Probleme zu finden.
Viel mehr hab ich dann auch erst mal nicht zu sagen. Ausser
vielleicht noch, dass es keine ausgefallenen Spielchen mit
der Kamara gibt und das alle Schauspieler sehr annehmbare
Leistungen erbrachten. Und das Frank Darabont mit "Der
Nebel" wieder mal eine der besseren Stephen King
Verfilmungen abgeliefert hat. Er bescherte uns ja auch schon
"The Green Mile" und "Die Verurteilten", welche wohl die
besten Stephen King Verfilmungen sind. "Der Nebel" reicht
nicht ganz an sie ran, aber ist dennoch sehr sehenswert,
denn er ist spannend und ich glaube auch das andere King
Fans ihren Gefallen an diesen Film finden werden.
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plam CineMaster


Anmeldedatum: 20.09.2006 Beiträge: 676
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Verfasst am: Di Jan 22, 2008 13:05 Titel: |
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Danke Kittie für deinen Beitrag. Den Film werde ich mir, wenn es meine Zeit erlaubt, nächste Woche im Kino ansehen und dann, wiederrum wenn es meine Zeit relativ zeitnah erlaubt, auch mal meinen Kommentar hier dazu beisteuern. _________________ plams DVD-Sammlung
FilmDenken - Texte zum Film |
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Kittie CineMaster


Anmeldedatum: 20.09.2006 Beiträge: 932
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Verfasst am: Di Jan 22, 2008 16:54 Titel: |
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Ja das wäre super plam. Bin dann mal gespannt was du zu diesem Film zu sagen hast.  |
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JimDiabolo Bin neu hier

Anmeldedatum: 01.12.2007 Beiträge: 7
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Verfasst am: Di Jan 29, 2008 08:22 Titel: |
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Ich habe "Der Nebel" gestern gesehen. Der Untertitel "Angst verändert alles" ist auch passend zur Geschichte gewählt. Insgesamt hat mir der Film gut gefallen, würde ihn also weiterempfehlen. In einer Szene gab es soagr Aplaus im Kino. Ich denke wer den Film gesehen hat weiß wann.  |
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Kittie CineMaster


Anmeldedatum: 20.09.2006 Beiträge: 932
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Verfasst am: Di Jan 29, 2008 10:23 Titel: |
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Scheint als gab es überall bei dieser Szene eine Reaktion. Ich selber bekam das mit und auch schon oft zu lesen.
Ist schon eine feine Sache mit zu erleben wie ein Film auf eine Menschenmenge wirkt.
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plam CineMaster


Anmeldedatum: 20.09.2006 Beiträge: 676
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Verfasst am: Mi Jan 30, 2008 13:44 Titel: |
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Gestern abend war es dann also soweit und ich habe mir "Der Nebel" im Kino angesehen. Zunächst, relativ am Beginn des Films machte sich bei mir erst einmal Enttäuschung und Langeweile breit.
Als man immerhin Teile eines Monsters an einem Rolltor im Lager des besagten Supermarktes sah, war ich ehrlich schockiert, denn dies sah aus, wie ein 80er Jahre Trash-Horrorfilmchen, welches sich an dieser Stelle aber allen Ernstes sehr sehr Ernst zu nehmen schien. Die sich anschließende, eher ruhigere Situation im Markt selbst langweilte mich dann tatsächlich und ich war schon drauf und dran, den Gang ins Kino an diesem Abend zu bereuen.
Doch ganz allmählich, ich kann nicht mehr genau sagen, wann der Punkt war, als der Film ganz unmerklich und unauffällig die Kurve kriegte, fand ich mehr und mehr gefallen, und am Ende, als ich das Kino verlassen hatte, war in mir dieses angenehme Gefühl, gerade einen wirklich guten Film gesehen zu haben.
Daher die dennoch vorhandenen Kritikpunkte gleich mal vorweg, bevor ich mich den angenehmen Dingen in "Der Nebel" ausführlicher widmen kann. Die Effekte sind wirklich teilweise unterirdisch schlecht. Ich neige ja eigentlich dazu, über sowas auch mal hinwegzusehen, doch hier trübt es an manchen Stellen wirklich das Sehvergnügen. Kittie hat Recht: Das Design der Kreaturen ist wirklich gelungen, nur gerade der erste "Kontakt" mit diesen "Fangarmen" bleibt mir wirklich nachhaltig als miserabel im Kopf.
Daneben hat der Film auch eine wirklich dämliche Angewohnheit, alles erklären zu müssen. OK, der durchschnittliche Amerikaner soll ja auch noch mitkommen und jede Entwicklung der Handlung verstehen können. Aus europäischer Sicht stößt sowas natürlich immer übel auf. Ein Beispiel hierfür wäre der Moment als man beschließt, den Supermarkt zu sichern, damit die Kreaturen nicht hineingelangen können. Darauf sagt Einer: "Wieso, durch das Rolltor im Lager kann doch nichts durchkommen"; und ein Marktmitarbeiter klärt uns dann alle auf: "Aber die Frontseite des Supermarktes ist doch komplett aus Glas". Ach Nein, wirklich, das wäre ja keinem aufgefallen. Und derartige Momente gibt es noch an anderen Stellen. Kinozuschauer scheinen aus der Sicht mancher Regisseure eben doch blöd zu sein.
Gegen Ende des Films schien es dann auch so, als hätte Darabont nur die Rechte für dieses eine, fantastische Musikstück der Gruppe "Dead Can Dance" erhalten, denn dieses ertönt gleich drei Mal hintereinander. Von diesem Punkt aus kann man aber genauso gut zu den positiven Dingen im Film überleiten.
Und da wäre gleich mal die Musik zu nennen. Die gibt es nämlich kaum, abgesehen vom etwas überladenen Ende, dank "Dead Can Dance". Aber sonst hält sich der Film wirklich zurück, was musikalische Untermalung anbelangt und für sowas bin ich zumindest immer zu begeistern. Denn wirklich realitätsnah wird es meiner Meinung nach vor allem dann, wenn nicht die ganze Zeit irgendwelcher pseudo-gruselig-betroffener Mist aus den Lautsprechern hinausschleimt. Dies hat Darabont hier nahezu perfekt gelöst, denn gerade diese beklemmende Ruhe gibt der Szenerie noch die richtige Atmosphäre. Man ist geneigt, die Luft anzuhalten, um nur rechtzeitig mitzubekommen, wann wo vor was aus dem Nebel auftaucht.
Und dabei spielen dann schließlich auch die teilweise schlechten Animationen nur noch eine untergeordnete Rolle. Denn der Film machte auch mir irgendwann deutlich, dass es gar nicht nur so sehr darum geht, was das draussen ist, sondern auch, wie eine Gruppe verschiedenster Charaktere drin damit umzugehen versucht.
Der Widerstreit aus Religion und Wissenschaft ist dabei natürlich toll gewählt und auch recht gut umgesetzt. Zumindest lassen sich die Motivationen der einzelnen Gruppen, die sich schon bald heraus kristallisieren, meines Erachtens gut nachvollziehen.
Und dann eben geht der Film, wie ich finde, durchaus neue, und zumindest aus Hollywoodsicht unkonventionelle Wege, welches ihn zu einem echten Geheimtippp macht. "Der Nebel" unterläuft in diesem Sinne fast schon den klassischen Horrorfilm aus Hollywood. Dies wird schon durch den Nebel selbst deutlich, der metaphorisch gesprochen, das gesamte Setting eines Horrorfilms ins Gegenteil verkehrt. Wir befinden uns nicht, wie allzu oft, in totaler Dunkeheit und sehen kaum etwas. Stattdessen sind wir in absoluter Helligkeit gefangen, oftmals bleibt dank des Nebels im Kinosaal nichts weiter zu sehen, als helles Licht, welches aber ganz im Sinne eines atmosphärischen Horrorfilms ebensowenig zu zeigen vermag.
Doch auch die Rolle des Protagonisten David erweist sich recht schnell eher als die eines typischen Anti-Helden. Auch wenn am Anfang eher das Gegenteil der Fall zu sein scheint. Der fürsorgliche Familienvater übernimmt schnell so etwas wie die Führungsrolle in dieser Krise, er wird quasi zum Helden, der mit einer Idee alle Anderen retten will.
Aber genau genommen muss man feststellen, und dies sagt er ja später selbst öfters, hat eben dieser Held eigentlich gar keine Idee. Seine Vorhaben gleichen eher dem eines Himmelfahrtskommandos, das weitere Menschenleben kostet. Und auch am Ende fällt ihm nichts besseres ein, als einfach so weit mit dem Auto zu fahren, bis der Tank alle ist, in der Hoffnung, der Nebel löse sich irgendwann auf.
Und anhand meiner zuletzt gemachten Erläuterungen zu einem gegensätzlichen Horrorfilm, der sein eigenes Genre unterwandert, ist es dem Regisseur (und wohl auch King als Autor) hoch anzurechnen, dass dieser Film konsequenterweise nicht mit einem schnulzigen Happy-End aufwartet, bei dem sich erwartbarerweise der Nebel lichtet und unser Held mit seiner Familie Richtung Sonnenaufgang spaziert. Stattdessen kippt es in einer wirklich dramatische Richtung um, deren Inhalt hier auf keinen Fall weiter erläutert werden sollte.
Daher gelange ich auch zu meinem Fazit, hier einen wirklich interessanten Film gesehen zu haben, der vor allem durch seinen Bruch mit hollywood-typischen Erzählweisen punkten kann. Die technischen und narrativen Fehler fallen zwar leider auch auf, schaffen es am Ende jedoch glücklicherweise nicht, den ganzen Film dadurch nach unten zu ziehen. _________________ plams DVD-Sammlung
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Seppel CineMaster


Anmeldedatum: 10.09.2007 Beiträge: 466
Wohnort: Wuppertal
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Verfasst am: Mi Jan 30, 2008 16:08 Titel: |
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Dem ist absolut nichts mehr hinzuzufügen .
Außer: Welche Intention hast du beim Verfassen einer solchen Review?  |
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plam CineMaster


Anmeldedatum: 20.09.2006 Beiträge: 676
Wohnort: Jena
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Verfasst am: Do Jan 31, 2008 13:32 Titel: |
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| Seppel hat Folgendes geschrieben: |
Dem ist absolut nichts mehr hinzuzufügen .
Außer: Welche Intention hast du beim Verfassen einer solchen Review?  |
Meine Intention: Alles rauslassen, was in meinem Kopf zum Film rumschwirrt. _________________ plams DVD-Sammlung
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CinePhil Bin neu hier

Anmeldedatum: 24.10.2007 Beiträge: 9
Wohnort: Berlin
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Verfasst am: Do Jan 31, 2008 13:45 Titel: The Mist |
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Darabont´s King-Verfilmung ist ein Meisterwerk. Der Schlußtwist gehört zu den klügsten, faszinierendsten und philosophisch abgründigsten nicht nur des Horrorgenres, sondern der Filmgeschichte bis heute.
 _________________ "but these days ... all around the globe ... taste and individuality are something of a handicap ..."
("Wolf", Mike Nichols) |
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plam CineMaster


Anmeldedatum: 20.09.2006 Beiträge: 676
Wohnort: Jena
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Verfasst am: Mo Feb 04, 2008 13:09 Titel: Re: The Mist |
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| CinePhil hat Folgendes geschrieben: |
Darabont´s King-Verfilmung ist ein Meisterwerk. Der Schlußtwist gehört zu den klügsten, faszinierendsten und philosophisch abgründigsten nicht nur des Horrorgenres, sondern der Filmgeschichte bis heute.
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Abgesehen davon, dass der Film, wie ich ja selbst bereits geäußert hatte, durchaus sehenswert und sehr gut ist, wäre ich vorsichtig mit den restlichen Äußerungen. Konkreter formuliert ist mir nicht so ganz klar, wo bei diesem Film, vor allem im Schluss, irgendeine philosophische Tiefe zu finden ist.
Ich könnte mich dazu hinreißen lassen, dem Ende eine durchaus existenzialphilosophische Intention anzuerkennen, aber ob diese gewollte oder ungewollte Intention zum "Besten der Filmgeschichte" gehört, bleibt mehr als fraglich. Ich erwähne dies nur, weil wir hier im Forum doch die Erwartungen nicht allzu hoch schrauben wollen. _________________ plams DVD-Sammlung
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