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Dexter

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Auda
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BeitragVerfasst am: So Okt 12, 2008 02:08    Titel: Dexter

Dexter (USA, 2006)
Serienstart (D): 29.09.2008
Sendetermin: Montags, 22:55 Uhr auf RTL2 ( Edit 21.04.12 by Tribun: kommt leider nicht mehr auf RTL2, aber so eine Serie sollte man eh besser auf DVD schauen )

Seit 2 Wochen ist die "Seriensensation aus den USA", Dexter, im TV zu sehen. Großspurig wurde in der Presse die Tatsache, daß der Fokus der Krimiserie nicht auf den guten Ermittler liegt, sondern auf einem bösen Serienmörder, breitgetreten. Zur Steigerung wurde noch die Subversivität, daß der Killer bei der Polizei arbeitet und quasi gegen sich selbst ermitteln muß, unterstrichen.

Trailer:
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Um es kurz zu machen: Das Ganze bleibt im Ansatz stecken. Die Geschichte kommt ziemlich lahmarschig daher und wird durch die Off-Kommentare des Protagonisten nicht pfiffiger. Schon nach zwei Folgen ist absehbar, daß eine stringente Erzählung einer Geschichte dem Staffel-Aufbau einer typischen US-Serie geopfert wird und das Ganze derart in Scheibchen filetiert wird, daß sich keine brauchbare Dramaturgie entwickelt.

Der Hauptdarsteller Michael C. Hall, an dem verständlicherweise viel hängt, ist nicht gerade begnadet und ist nicht in der Lage, die Doppelbödigkeit seines Charakters darzustellen. Einzig die Tatsache, daß der Zuschauer darüber Bescheid weiß, gibt seinem Auftreten die Portion Dissonanz, die einen ambivalenten Charakter ausmacht.

Rein optisch liegt die Serie auf der Höhe von CSI: Miami. Und so wird das Hauptausstattungsmerkmal moderner Krimis, nämlich Leichen, nicht in dunklen Ecken, sondern in gleißendem Sonnenschein präsentiert. Die Toten, gern zerstückelt, werden (unvermeidbar) in viel zu vielen Details ins rechte Licht gerückt. Aber irgendwie muß man ja das Thema rüberbringen, wenn man aus dem Ganzen psychologisch nichts herauszuholen vermag.

Der größte und feigste Klopfer ist aber die ethische Amnestie, die dem "Helden" gleich in der ersten Folge erteilt wird. Der Serienmörder tötet nämlich nur böse Menschen. Und zwar andere Mörder oder Totschläger, die dem Gericht von der Schippe gesprungen sind, also freigesprochen wurden. (In Florida, wo die Serie spielt, wird die Todesstrafe angewendet.)
Außerdem ist sein Mordtrieb "angeboren", zumindest aber eine frühkindliche Störung: Schon als Kind hatte Dexter den unbezwingbaren Drang zu töten, zuerst nur Tiere. Aber sein Vater (ein guter Polizist!) hat daß mitbekommen und seinem Sohn beigebracht, nur jene Menschen zu töten, "die es verdient haben". So erfährt der Zuschauer also, daß er dem Schweinepriester und Sonnyboy also ruhig seine Sympathie schenken kann, denn die moralische Instanz in der Person des guten Bullen und Vaters hat Sohnemann ja Absolution erteilt.

So bleibt Dexter eine halbgare Sache für die Spießer unter den politisch Unkorrekten.

(Da frage ich mich gerade, ob eines Tages mal endlich jemand dem Mumm hat, eine Krimiserie aus Opfersicht zu machen. Das wäre Perspektive, die die Welt wirklich mal gebrauchen könnte.)
__________________________________________________________
Weiterführende Links:
http://de.wikipedia.org/wiki/Dexter_(Fernsehserie)
http://rtl2-interaktiv.de/dexter/front_content.php?idcat=365

PS:Der zweite RTL2-Serien-Neustart, mit dem Dexter im Doppelpack gesendet wird, nämlich Califonication, ist übrigens wesentlich besser.




Klicke hier, um den Artikel bei Amazon.de anzuschauen.
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Kat
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BeitragVerfasst am: So Okt 12, 2008 02:18    Titel:

Danke Auda.
Bei einer englischsprachigen Seite wurde mir die DVD Dexter andauernd empfohlen und ich habe sie schon allein aus dem Grund, dass Michael C. Hall (bekannt aus Six Feet Under) den Serienmörder spielt immer dankend abgelegt. Auch die Tatsache, dass ein Mörder ins Scheinwerferlicht gerückt wird und sozusagen als Held gefeiert wird finde ich ziemlich anmaßend.
Dennoch feiert die Serie, gerade in den Vereinigten Staaten, einen Erfolg, der schon fast erschreckend ist.
Ich habe bis dato noch keine Folge gesehen und möchte daher auch kein Urteil abgeben, aber ich stimme deinem letzten Satz insofern zu, dass dies zumindest mal etwas neues wäre.
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plam
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BeitragVerfasst am: Sa Nov 08, 2008 08:35    Titel:

Ich war gewissermaßen ebenso durch den Hype, der um die Serie gemacht wurde und zu uns "herübergeschwappt" ist, angesteckt und bin wohlwollend an die Serie herangegangen. Nun kann man sagen, dass meine Erwartungen eventuell deshalb etwas zu hoch getrieben wurden und ich deshalb enttäuscht wurde, was ich in diesem Falle aber nicht unterschreiben würde. Denn die Serie war in der Tat derart langweilig und zäh wie Kaugummi an der Schuhsohle erzählt, dass ich über Episode 1 schon nicht mehr hinaus kam - und selten gebe ich schon so früh auf.

Aber Auda bringt diesbezüglich Alles ganz gut auf den Punkt und schlussendlich bleibt tatsächlich nur eine weitere, cool gestylte, pseudo-provokante Serie, die inhaltlich nicht viel herzugeben hat und dramaturgisch absolut nicht zu fesseln weiß. Verschenkte Mühe und Schade um die Zeit.
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Foxhunt
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BeitragVerfasst am: So Nov 16, 2008 18:39    Titel:

Ich habe mir die erste Staffel letztens von einem Freund ausgeliehen und sie geradezu verschlungen.
Michael C. Hall fand ich bei "Six feet under" zwar zeitweilig etwas nervig, aber als "Dexter" macht er eigentlich alles richtig.
Die Serie ist interessant und spannend erzählt, auch wenn ich nachvollziehen kann das plam das Erzähltempo zu langsam ist. Aber gerade das finde Ich eigentlich gut. Es wird nicht so "durchgerannt" wie manch andere Serie das macht.
Die Tatsache, dass ein Killer in einem "guten" Licht dargstellt wird mag zwar auf den ersten Blick abschreckend oder schockierend sein, aber zum einen egalisiert sich das Ganze ja ein bisschen wenn man mehr und mehr mitbekommt wie Desxter's Umwelt auf Morde reagiert und zum anderen spielt der sozio-psychologische Hintergrund von Dexter ja auch eine sehr große Rolle. Aber auch das wird erst nach und nach offenbart.
Ein Wort noch zu den Charakteren:
Da hat man durch die Bank Volltreffer gelandet. Jeder Schauspieler ist perfekt gecastet und passt wunderbar in die Rolle, die weitestgehend ohne große Klischees sind, was ich sehr angenehm finde.
Dann noch ein Satz zu dem erschreckenden Erfolg den Kat anspricht:
Da Dexter auf Showtime läuft, was ja Pay-TV ist, ist der Erfolg, wenn man ihn mal neutral betrachtet, so groß gar nicht. 1-1,2 Millionen Zuschauer sind für Showtime zwar super, aber ansonsten eher mau. Und die Austrahlung auf CBS, ich glaube es war CBS, war ja auch geschnitten. Die Quoten da sind für mich also irrelevant.

Ich kann Dexter nur empfehlen!
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Baraka
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BeitragVerfasst am: Mo Jan 19, 2009 02:01    Titel:

da ich neulich erst auf "dexter" gestossen bin, freue ich mich wie Bolle das es hier einen Thread dazu gibt.
Es ist eine absolut untypisch amerikanische Serie, die sich erst langsam aufbaut und das ist auch gut so auch wenn hier in einigen Posts die Erzählgeschwindigkeit bemängelt wird. Psychologie ist kein fach in dem die Dinge schnell und nicht immer sofort nachvollziehbar ablaufen. (Wenn die Serie ein höheres Tempo hätte, wäre sie vermutlich von den ersten drei postern trotzdem verdammt worden, entscheidet euch...)
Die geschichte, charas, nebenstränge, schauplätze sind allesamt sehr gut ausgewählt worden. Und anders als Auda behauptet, ist die Optik bei weitem nicht so glänzend wie in CSI, sondern sehr real gehalten: Es gibt kaum zusätzliche Beleuchtung oder schnelle "Bruckheimersche" Kamerafahrten, auch das Police-Department ist eher schmucklos, ganz so wie es in Wirklichkeit eher aussehen würde als die fast schon Sci-Fi anmutenden räume von CSI. Also sind solche Aussagen was das betrifft irgendwo anders entstanden aber nicht bei "Dexter".
Am besten ist es aber wenn man nicht gleich nach der ersten Folge ausschaltet und dann meint, eine "echte" Meinung zu haben ohne das Ganze überhaupt betrachtet zu haben. Kurzsichtig nenne ich sowas...
Das Sozio-psychologische Vater-Sohn-Dilemma wird hier in fast jeder Folge aufgegriffen und jedesmal fällt es dem vater schwer seinen Sohn so "erziehen" zu müssen. WER WÜRDE DENN SEINEN EIGENEN SOHN DER POLIZEI AUSLIEFERN???
Ebenso sieht man selbst in der ungeschnittenen Fassung wenig Blut. Diese Aussage eines vorherigen Posts ist somit falsch!
Eine "ethische Amnestie" hat DExter von mir jedenfalls nie erhalten, zu groß liegt der Fokus auf alles was um Dexter herum so alles geschieht. jeder Chara verfolgt seine eigenen Pläne und es wird sehr gut gezeigt, das jeder Mensch, selbst Polizisten, Masken tragen und Intrigen spinnen um ihre Ziele zu erreichen. Als Beispiel sei hier der Versuch des Detectives Laguerta(weiblich) angebracht, die auf ziemlich moralisch fragwürdige Weise ihren alten Posten wieder beziehen will...oder die fiesen Tricks des Captains und wie er mit seinem team umgeht...oder die Probleme von Angel Batisda (mein lieblingschara!, weil der einzig ehrliche in der Serie) mit seiner frau...oder die beziehung zu Dexters Freundin Debra und ihrem Ex-Mann...

Zitat:
Schon nach zwei Folgen ist absehbar, daß eine stringente Erzählung einer Geschichte dem Staffel-Aufbau einer typischen US-Serie geopfert wird und das Ganze derart in Scheibchen filetiert wird, daß sich keine brauchbare Dramaturgie entwickelt.


hier würde ich mal behaupten, das das so nicht stimmt, da Dexter nur mit Staffeln ala 12 Episoden gedreht wurde, also nicht dem üblichen 24-Folgen-Muster...und in scheibchen wird auch nix filetiert, da sich alles sauber ineinander fügt, aber um sowas zu wissen muss man halt die Serie schauen. Aber es ist ja auch einfach mit Vorurteilen behaftet, nur einen kleinen Teil anzusehen und dann zu behaupten man weiß, was abgeht...

Zitat:
Der Hauptdarsteller Michael C. Hall, an dem verständlicherweise viel hängt, ist nicht gerade begnadet und ist nicht in der Lage, die Doppelbödigkeit seines Charakters darzustellen


C. hall ist eine ungewöhnliche Wahl aber es ist ja auch keine gewöhnliche Rolle! Man muss sich ein bißchen an ihn gewöhnen aber mit seinem Aussehen und Auftreten bietet er einen perfekten Körper für jemanden der ständig unter Beobachtung ist und sich seines Dilemmas durchaus bewusst ist. Seine Doppelbödigkeit stellt er mMn sehr gut dar und kaum jemand anderes hätte diese Rolle so spielen können, wie es verlangt wird. Gerade durch sein Verhalten nie auffallen zu dürfen, gibt dem Ganzen ein pikantes Etwas. Psychologisch mag der Zuschauer nicht immer alle Handlungsweisen nachvollziehen zu können aber wie soll man sich auch in den Kopf eines emotionslosen Serienkillers hinein versetzen?

Zitat:
Rein optisch liegt die Serie auf der Höhe von CSI: Miami. Und so wird das Hauptausstattungsmerkmal moderner Krimis, nämlich Leichen, nicht in dunklen Ecken, sondern in gleißendem Sonnenschein präsentiert. Die Toten, gern zerstückelt, werden (unvermeidbar) in viel zu vielen Details ins rechte Licht gerückt. Aber irgendwie muß man ja das Thema rüberbringen, wenn man aus dem Ganzen psychologisch nichts herauszuholen vermag.


Zur Optik habe ich ja schon was gesagt. Ausserdem sind die zerstückelten Leichen nicht der normale Arbeitstag sondern bestandteil einer Mordserie, das sollte man schon trennen können um ein Urteil abgeben zu können!!! Und sie werden absichtlich so abgelegt... andere Fälle der Polizei sind nicht so "aufsehenerregend"...so viele Details gibt es nicht, da zeigt CSI oft mehr. Zu dem Psychologischen teil: Wenn man schon mit ner Mauer im Kopf "Dexter" guckt, der versteht die Zusammenhänge natürlich auch nicht aber hauptsache meckern...

@plam
Zitat:
Denn die Serie war in der Tat derart langweilig und zäh wie Kaugummi an der Schuhsohle erzählt, dass ich über Episode 1 schon nicht mehr hinaus kam - und selten gebe ich schon so früh auf.

Aber Auda bringt diesbezüglich Alles ganz gut auf den Punkt und schlussendlich bleibt tatsächlich nur eine weitere, cool gestylte, pseudo-provokante Serie, die inhaltlich nicht viel herzugeben hat und dramaturgisch absolut nicht zu fesseln weiß. Verschenkte Mühe und Schade um die Zeit.


eine folge gucken und dann GLAUBEN ein angemessenes Urteil anzugeben
ist ja wohl ein schlechter Witz und dann auch noch behaupten Auda bringt es auf den Punkt: Unwissender gehts wohl nicht mehr...Trittbrettfahrer, nennt man das wohl. Bei "Dexter" von der ersten Folge auf alle anderen zu schliessen OHNE DIE GERINGSTE AHNUNG DAVON ZU HABEN ist das falscheste was man bei der Serie machen kann. Jede andere Serie, selbst mein geliebtes CSI-Las Vegas, ist berechenbarer

Ich finds echt schade, wie hier in den ersten drei Post über etwas geschrieben wird, wovon die Schreiber sogut wie garnichts wissen. Ich weiß echt nicht ob ich dann auch noch bei jemandem wie plam, der sehr gute Posts schreibt, die sich ebenso gut lesen lassen, danach noch viel auf sein Urteilsvermögen geben darf. Auda meckert eh nur, da brauch ich garnicht mehr viel zu sagen...anderes runter zu machen um den eigenen geschmack besser zu bewerten...ich weiß zwar was das psychologisch heißt aber schreiben darf ichs nicht...

EDIT
habe durch diese Serie zu Chopin gefunden Very Happy wirklich schöne Musik!

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plam
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BeitragVerfasst am: Mo Jan 19, 2009 13:48    Titel:

Jede vernünftige Serie weiß, dass sie gerade am Anfang keine Zeit hat, um den Zuschauer zu überzeugen. Man sollte zügig zeigen, worauf das Ganze hinausläuft, denn gerade nach dem Pilot, oder eben der Premierenserie, verliert eine Fernsehserie die meisten Zuschauer. Leute, die man dann eben nie wieder erreichen wird. Dexter hat diesbezüglich Alles falsch gemacht, denn die erste Serie war eine Katastrophe.

Aber gut, dass Baraka soviel weiß und sich genau auskennt. Das Forum wäre verloren ohne Dich.

Ich kann im Übrigen sehr, sehr, sehr gut mit extrem langsam erzählten Filmen und Serien leben, ebenso wie mit zügigem Erzähltempo und Action - Ja man kann durchaus Beides mögen, auch wenn dies in Deinem beschränktem Filmhorizont nicht vorstellbar ist. Und wenn Du über mich nicht nur anhand eines Postings zu einer Serie über mein medienwissenschaftliches Wissen urteilen würdest, dann wüsstest Du, dass Deine Kritik an meiner Aussage völlig haltlos und daher sinnfrei und überflüssig ist. Oder um es mit Deinen Worten auszudrücken: Meine sechs Zeilen, die ich zur Serie geschrieben haben, verraten Dir also, dass ich keine Ahnung habe, ein Trittbrettfahrer bin. Du bist hier Derjenige, der die schlechten Witze verbreitet.
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Baraka
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BeitragVerfasst am: Mo Jan 19, 2009 16:14    Titel:

Zitat:
Jede vernünftige Serie weiß, dass sie gerade am Anfang keine Zeit hat, um den Zuschauer zu überzeugen. Man sollte zügig zeigen, worauf das Ganze hinausläuft, denn gerade nach dem Pilot, oder eben der Premierenserie, verliert eine Fernsehserie die meisten Zuschauer. Leute, die man dann eben nie wieder erreichen wird. Dexter hat diesbezüglich Alles falsch gemacht, denn die erste Serie war eine Katastrophe.


Ja, die erste Folge ist anders als bei anderen Serien aber ist sie deswegen gleich schlechter? Für mich war es eher erfrischend, mal eine andere Erzählweise serviert zu bekommen, die dem sonstigen amerikanischen Naturell zuwider läuft.
Und ich stimme dir durchaus zu, das es bei einer Serie, sehr viel auf die allererste Folge ankommt, ganz nach dem Motto: "man kriegt keine zweite Chance um einen ersten Eindruck zu hinterlassen"
Aber ich urteile nicht nach nur einer faulen Walnuss auf die ganze Ernte Ruckschlüsse zu ziehen. Das würde doch bedeuten, das man alle anderen leckeren und gereiften nüsse nicht zu schmecken bekommt...



Zitat:
Aber gut, dass Baraka soviel weiß und sich genau auskennt. Das Forum wäre verloren ohne Dich.


danke für das Kompliment fettes Grinsen Friede Bruder

Zitat:
Ich kann im Übrigen sehr, sehr, sehr gut mit extrem langsam erzählten Filmen und Serien leben, ebenso wie mit zügigem Erzähltempo und Action


Ich ebenso, und wenn man merkt, das die Serie(egal welche) ein langsameres Tempo anschlägt, dann KÖNNTE man sich ja denken, das es so gewollt ist und sich die Macher somit Mühe geben einen größeren Fokus auf Charaktere und Handlungsstränge zu legen.
Mir stossen solche "Erzählungsweise-Posts" im allgemeinen immer etwas auf...wenn eine Geschichte langsam erzählt wird, wird gemosert aber wenn die Story schnell erzählt wird, dann wird auch gemosert...und es sei angemerkt, das das Tempo bei Dexter im weiteren Verlauf noch etwas anzieht, doch das weiß man nur, wenn man die Serie auch guckt und nicht nach der ersten Folge ausschaltet.

Zitat:
auch wenn dies in Deinem beschränktem Filmhorizont nicht vorstellbar ist.


ist deiner etwa besser, weil du arthouse guckst, oder was? was gibt dir das recht mit dieser aussage zu implizieren, das deine geistigen Genüsse eher zu rechtfertigen sind?
--muss ich fremdwörter benutzen um einen erweiterten Filmhorizont zu haben? muss ich abi+studium haben? rotwein und vernissagen besuchen, hochtrabendes gelaber von mir geben?(das beziehe ich allgemein) muss ich arthouse mögen um ein besserer Filmkenner zu sein?--
am Ende des Tages bleibt nur der eigene Geschmack und wer einen anderen hat, dann ist das auch gut, sonst gäbe es ja keine Diversität und keine Progression!...oops, jetzt habe ich doch glatt fremdwörter benutzt


Zitat:
Und wenn Du über mich nicht nur anhand eines Postings zu einer Serie über mein medienwissenschaftliches Wissen urteilen würdest, dann wüsstest Du, dass Deine Kritik an meiner Aussage völlig haltlos und daher sinnfrei und überflüssig ist.


da hast du nicht richtig gelesen:
Zitat:
jemandem wie plam, der sehr gute Posts schreibt, die sich ebenso gut lesen lassen,


du sagst selber, das du EINE Folge gesehen hast, in deinem weiteren Sätzen, beziehst du dich aber auf die GANZE Serie!
Beweise gefällig?
Zitat:
denn die erste Serie war eine Katastrophe.

Zitat:
Denn die Serie war in der Tat derart langweilig und zäh wie Kaugummi an der Schuhsohle erzählt, dass ich über Episode 1 schon nicht mehr hinaus kam-und selten gebe ich schon so früh auf


Dann beziehst du deine Kenntnisse aus dem Post von Auda, und jetzt wiederhole ich mich: OHNE ÜBER DIE ERSTE FOLGE HINAUS GEKOMMMEN ZU SEIN!!! Das ist Trittbrett fahrertum.
Wie kannst du auf alle Episoden nur von der ersten Folge schliessen, hast du hellseherische Fähigkeiten? Du weißt doch garnicht wie sich die Serie nach Folge 1 entwickelt, sondern du glaubst das alle Episoden schlecht sind.
falls du die anderen Folgen vllt doch gesehen hast, dann schreibst du das ja nicht, deswegen kann man auch nur das von dir geschriebene kritisieren. was du nicht schreibst, kann ein anderer nicht wissen! Von daher schlägt der Bumerang des schlechten Witzes auf dich zurück...
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BeitragVerfasst am: Di Jan 20, 2009 07:00    Titel:

Zitat:
Ich ebenso, und wenn man merkt, das die Serie(egal welche) ein langsameres Tempo anschlägt, dann KÖNNTE man sich ja denken, das es so gewollt ist und sich die Macher somit Mühe geben einen größeren Fokus auf Charaktere und Handlungsstränge zu legen.


Mir KÖNNTE sowas nicht nur in den Sinn kommen - nein - ich bin mir sogar sicher, dass derartige Erzählweisen von den Machern intendiert sind. Genau genommen ist Alles, was in einer Serie vorkommt - Schauspiel, Licht, Kameraführung, Montage, Narration, Effekte - von den Machern genau so gewollt. Deshalb sind Filme und Serien ja Etwas "Gemachtes", vorab Durchgedachtes, Konstruiertes und jedes Bild ist vorab bis ins kleinste Detail arrangiert. Insofern erzählst Du uns hier nix Neues! Im Falle von "Dexter" ist dieser Versuch, mit dem langsamen Tempo am Beginn den Fokus mehr auf die Charaktere zu verlegen meiner Meinung nach grundlegend schief gelaufen.

Ich kann im Übrigen auch solche Beiträge nicht leiden, die meinen, dass ein langsames Erzähltempo stets mit wahnsinnig toller Charaktertiefe einher geht. Mir scheint, wann immer an der Langsamkeit eines Filmes oder einer Serie "herumgemostert" wird, kommen dann Leute wie Du, und versuchen sich die daraus resultierende Langeweile mit ach so genialer psychologischer Tiefe schön zu reden. Irgendwie bumerangt Dein Trittbrettfahrerargument jetzt aber kräftigst zu Dir zurück, denn Du plapperst hier ohne jeden Zweifel Etwas nach, was man stets in solchen Fällen runterleiert.

Denn nach Allem was ich von "Dexter" inzwischen gesehen habe - und ich habe mir der Fairness wegen noch ein paar Episoden angesehen, kann ich von psychologischer Tiefe nix erkennen. Mir ist neben Dexter selbst kein einziger Charakter in Erinnerung, so flach und belanglos sind die restlichen Rollen dargestellt. Und Dexter selbst? Ich hatte ja gelesen, dass die Serie so interessant und heikel sei, weil der Killer gleichsam der Hauptdarsteller und Sympathieträger ist. Ich finde den Charakter aber hoffnungslos überzeichnet, in seiner Mimik schlichtweg ausdruckslos, weil er kaum mehr als drei verschiedene Gesichtsausdrücke hinbekommt und überdies durchweg unsympathisc und nervig.

Deine Gegenargumentation zeigt mir aber überdies mal wieder, in welch harten Klischees Du denkst und weshalb Dir offensichtlich auch solch klischeeüberladene Serien gefallen: Ja, ich mag auch mal einen Arthouse-Film, wofür man sich heutzutage ja fast schon entschuldigen muss. Aber ich gehe nicht ständig auf Vernissagen, trinke nicht ausschließlich Rotwein und verwende hin und wieder auch mal keine Fremdwörter. Ich weiß, Du hast dies nicht auf mich konkret bezogen, doch Deine Denkweise ist mittelalterlich erschütternd!! Man muss natürlich all dies NICHT mögen, die habe ich nie behauptet, daher weiß ich nicht so recht, wieso Du mir meinen Filmgeschmack vorwirfst?

Man kann auch ohne Kunstausstellungen und Rotwein und Fremdwörter Filme und Serien toll finden. Man kann aber eben auch ohne all diese Dinge ruhig mal kritisch sein und nicht Alles nachplappern, was die Massenmedien zur Vermarktung ihrer Produkte so in Pressetexten unters Volk streuen. Und wenn man dann mal wirklich kritisch über das gerade Gesehene nachdenkt, KÖNNTE man ja feststellen, dass auch "Dexter" nichts weiter ist, als der Nerzmantel der Fernsehserien: aufgeblasener Hochglanzblödsinn mit cool gestylten, fetzig montierten Bluteinlagen und emotionslosen Marionetten.

Es tut mir nachhaltig Leid, dass ich damit in Etwa der Meinung von Auda entspreche und ich damit, Deiner Ansicht nach ein Trittbrettfahrer bin. Mir war nicht bewusst, dass jede Meinung auf diesem Planeten nur einmal vergeben werden darf. Da Auda die Serie hier im Forum als Erster schlecht bewertet hat, sind gemäß Deiner Argumentation also Alle, denen die Serie ebenfalls nicht gefallen hat, Trittbrettfahrer?! Überleg doch mal, was Du in welchen Zusammenhang für Argumente lieferst. Da zieht es einem die Schuhe aus.
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Baraka
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BeitragVerfasst am: Di Jan 20, 2009 12:46    Titel:

hi plam,
erstmal danke das du inzwischen genauer beschrieben hast, was dir an der Serie nicht gefällt. DARAUF will ich hinaus: Wenn ich eine Kritik lese, dann will ich wissen WARUM derjenige das Gesehene gut oder eben nicht gut findet. Das hast du nun gemacht und diese Meinung kann ich auch akzeptieren, da du z.B. das Schauspiel des hauptdarstellers kritisierst.
ich habe beide Staffeln gesehen und in der ersten ist er wirklich etwas steif und unbeholfen. Das wird aber in der zweiten besser.
Die Behauptung das die Charas flach sind kann ich nicht nachvollziehen, da sich mMn, wie ich erwähnt habe, die Serie sehr schön zeigt, das wir alle masken tragen und jeder auf seine Art und Weise seine Ziele verfolgt und selbst polizisten dreckige Tricks anwenden. das kommt aber wesentlich später zum Tragen.

Zitat:
Ich kann im Übrigen auch solche Beiträge nicht leiden, die meinen, dass ein langsames Erzähltempo stets mit wahnsinnig toller Charaktertiefe einher geht. Mir scheint, wann immer an der Langsamkeit eines Filmes oder einer Serie "herumgemostert" wird, kommen dann Leute wie Du, und versuchen sich die daraus resultierende Langeweile mit ach so genialer psychologischer Tiefe schön zu reden. Irgendwie bumerangt Dein Trittbrettfahrerargument jetzt aber kräftigst zu Dir zurück, denn Du plapperst hier ohne jeden Zweifel Etwas nach, was man stets in solchen Fällen runterleiert.


Du ziehst einen falschen Schluss, wenn du das oben gesagte, von meienr Meinung anfängst über mich zu pauschalisieren, da ich hier in diesem Forum nur in dexter über das tempo geredet habe und du glaubst ich würde nachplappern. Mach dir darüber mal Gedanken ob das stimmt.
Ich nehme Erzähltempo so wie es ist, bei jedem Film und jeder Serie, egal ob langsam oder schnell. Sie muss halt dazu passen. Von daher denke ich das dieser Abschnitt von dir keine basis besitzt, ob ich anderen nachplappere. Mir fällt auch nichst ein, wo ich sowas schon mal gelesen hätte, das langsames Erzähltempo mit tiefepsychlogischen Einsichten einhergeht. Was du da über mich behauptest ist nur eine unbegründete Pauschalisierung.

Zitat:
Denn nach Allem was ich von "Dexter" inzwischen gesehen habe - und ich habe mir der Fairness wegen noch ein paar Episoden angesehen, kann ich von psychologischer Tiefe nix erkennen. Mir ist neben Dexter selbst kein einziger Charakter in Erinnerung, so flach und belanglos sind die restlichen Rollen dargestellt. Und Dexter selbst? Ich hatte ja gelesen, dass die Serie so interessant und heikel sei, weil der Killer gleichsam der Hauptdarsteller und Sympathieträger ist. Ich finde den Charakter aber hoffnungslos überzeichnet, in seiner Mimik schlichtweg ausdruckslos, weil er kaum mehr als drei verschiedene Gesichtsausdrücke hinbekommt und überdies durchweg unsympathisc und nervig.


das ist eine meinung, die zwar nicht meine ist, die ich aber aufgrund der Argumentation akzeptiere, da du JETZT schreibst das du dir noch ein paar folgen angesehen hast. Meine einzige frage wäre: gehst du nach zwanzig minuten aus einem 2-Stunde-Film und schreibst dann eine allumfassende Kritik darüber?

Zitat:
klischeeüberladene Serien


Echt? Serienkiller die bei der Polizei arbeiten sind ein Klischee??? fettes Grinsen

Zitat:
wofür man sich heutzutage ja fast schon entschuldigen muss.


habe nix gegen arthouse, nur begegnen mir Leute, die denken, sie seien etwas besseres deswegen ständig übern Weg. Das beziehe ich nicht im allgemeinen auf dich. Jeder hat seinen eigenen geschmack und ich habe absolut nichts gegen andere geschmäcker, falls ich mich mal selbst zitieren darf:
Zitat:
am Ende des Tages bleibt nur der eigene Geschmack und wer einen anderen hat, dann ist das auch gut, sonst gäbe es ja keine Diversität und keine Progression


Zitat:
Aber ich gehe nicht ständig auf Vernissagen


ist schon mal sympathisch...meine ex hat mich immer mitgeschleppt...

Zitat:
trinke nicht ausschließlich Rotwein


habe ich auch nicht behauptet Very Happy ein gläschen soll ja sogar vor herzinfarkt und krebs schützen


Zitat:
Ich weiß, Du hast dies nicht auf mich konkret bezogen, doch Deine Denkweise ist mittelalterlich erschütternd


da ich wie oben beschrieben auf der einen oder andern vernissage war, sage ich dir das ICh keine mittelalterliche Denkweise habe. Damit versuchst du anscheinend mich auf irgendweine Weise herunterreden zu wollen.

Zitat:
Man kann aber eben auch ohne all diese Dinge ruhig mal kritisch sein und nicht Alles nachplappern, was die Massenmedien zur Vermarktung ihrer Produkte so in Pressetexten unters Volk streuen.


Das sehe ich doch genauso. gerade weil nach der Horrorfilmwelle nun eine Remakewelle von Übersee auf uns zuschwappt. Ich habe bisher keine andere Kritik über "Dexter" gelesen...warum sollte ich wissen wollen was die Kritiker dazu sagen? Oft ist es doch so, das die Kritiker behaupten, das der Film ein Flop ist, aber dann kommt er beim Publikum gut an, (Beispiel TRON oder Biss zum Morgengrauen). AUs diesem grund gebe ich auf Kritiken fast garnichts, schaue Film/Serie oder was auch immer selber an und bilde mir meine eigene Meinung.

Zitat:
aufgeblasener Hochglanzblödsinn mit cool gestylten, fetzig montierten Bluteinlagen und emotionslosen Marionetten.


wo ist denn da Hochglanz? wenn als vergleich mal CSI herhalten darf: Dort wird sehr viel mit Beleuchtungseffekten gespielt oder die zoom-und mikroskopischanmutenden Kamerafahrten, sowie die Austattung des CSI-Büros ist sehr futuristisch.
Bei Dexter gibt es keine extravaganten Kameraeinstellungen oder grossartige Beleuchtungseffekt und erst recht keinen Hochglanz.
Diese Aussage ist schlicht und ergreifend falsch.

Zitat:
Man muss natürlich all dies NICHT mögen, die habe ich nie behauptet, daher weiß ich nicht so recht, wieso Du mir meinen Filmgeschmack vorwirfst?


weil du mir einen "beschränkten Filmhorizont" vorgeworfen hast. Lies dir deinen Post nochmal durch...

Zitat:
Es tut mir nachhaltig Leid, dass ich damit in Etwa der Meinung von Auda entspreche und ich damit, Deiner Ansicht nach ein Trittbrettfahrer bin. Mir war nicht bewusst, dass jede Meinung auf diesem Planeten nur einmal vergeben werden darf. Da Auda die Serie hier im Forum als Erster schlecht bewertet hat, sind gemäß Deiner Argumentation also Alle, denen die Serie ebenfalls nicht gefallen hat, Trittbrettfahrer?! Überleg doch mal, was Du in welchen Zusammenhang für Argumente lieferst. Da zieht es einem die Schuhe aus.


Du solltest dir den Post nochmal durchlesen, darin schreibe ich warum.
natürlich gibt es gruppierungen die sich eine Meinung teilen, z.B. trekkies oder vampirfans aber du hast DAMALS nach einer gesehenen Folge auf die Serie geschlossen.

Ich denke du fühlst dich angegriffen, da ich deine Kritikfähigkeit in frage gestellt habe und dich in deiner Kritikerehre angegriffen fühlst.
Kat hat wenigstens gesagt das sie kein urteil abgeben kann, da sie keine Folge gesehen hat.
Da du nur die Hälfte gesehen hast, kannst du auch nur eine halbe Kritik abgeben.
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toulio11
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BeitragVerfasst am: Fr Sep 10, 2010 07:46    Titel:

oh mann dexter.... hab zufällig mal (weil nix besseres im Fernsehen war) die Serie gesehen und seit dem bin ich total besessen und süchtig... kann schon gar nimma erwarten wies weitergeht! Für mich ist Dexter um einiges besser als die ganzen CSI, navi CSI bla bla bla Serien...
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Geschenkideen Weihnachten
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