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Die Nacht des Jägers Filmkritik

 
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plam
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Anmeldedatum: 20.09.2006
Beiträge: 676
Wohnort: Jena

BeitragVerfasst am: Di Sep 18, 2007 15:48    Titel: Die Nacht des Jägers Filmkritik



Die Nacht des Jägers (The Night of the Hunter), USA 1955

Regie: Charles Laughton
Darsteller: Robert Mitchum, Shelly Winters, Lillian Gish
Laufzeit: 89min.


Zum Inhalt:

Ben Harper sitzt im Gefängnis. Er hat bei einem Bankraub 10.000 US-$ ergaunern können und diese kurz vor seiner Verhaftung zuhause noch verstecken können. Sein Zellengenosse, der Wanderprediger Harry Powell, ist sichtlich interessiert an dem Geld. Nachdem Harper hingerichtet wird und Powell entlassen wird, macht er sich direkt auf zur Familie Harpers. Auf der Suche nach dem Geld muss er bald erkennen, dass der Schlüssel zum Erfolg die Kinder Harpers sind. Eine gnadenlose, eiskalte Jagd beginnt...



Kritik:

1955 war diesem Meilenstein und Klassiker der Filmgeschichte keine besonders große Aufmerksamkeit zuteil geworden. Gleichwohl der FilmNoir bereits seine Blütezeit hatte, war Laughtons erste und einzige Regiearbeit von einer Dunkelheit und Grausamkeit besessen, die wohl in den 50er Jahren eher ablehnend aufgenommen wurde. Legendär ist Mitchums falsches Spiel als Prediger, der es schafft, ein ganzes Dorf für sich zu begeistern. Er vereint all das Gute eines Menschen, ebenso wie das abgrundtief Schlechte der Hölle in sich. Seine tätowierten Hände - Love/Hate - sind der Inbegriff dieses Wolfs im Schafspelz.

Doch Laughton verfilmte nicht nur einen FilmNoir der Extraklasse. Ebenso vereint er perfekt die Bilderwelt eines Märchens, gepaart mit den verstörend schönen Einstellung, geradewegs dem Deutschen Expressionismus entlehnt.



"Die Nacht des Jägers" ist ein Märchen für Erwachsene. Der Tod wird zur Kunstform stilisiert, die Spannungsschraube immer weiter nach oben gedreht. Dabei verblüfft Laughton sein Publikum immer wieder mit Kameraeinstellung, die selbst heute noch selten zu sehen sind und wohl, ob ihrer revolutionären Bilderkraft in den 50er Jahren kaum verstanden werden konnten.



Ein Film, der vor allem durch seine Dunkelheit besticht, das betörend schöne Schwarz. Und mitten in diesem Schwarz entfalten sich die Urängste eines jeden Menschen, ein Alptraum in Schwarz-Weiß. Dabei achtet der Regisseur konsequent bis zum Ende auf jedes noch so kleine Detail. Es ist kein Zufall, wenn die linke Hand die rechte verdeckt oder umgekehrt, um nur ein Beispiel zu nennen, wie präzise dieser Film arbeitet.



Die Jagd des Predigers durch die Nacht und über den See ist nur einer, der vielen, bleibenden Eindrücke dieses Pflichtfilms eines jeden Cineasten. Robert Mitchum ist ohne jeden Zweifel der Träger des gesamten Films. Die zweite Hauptrolle geht interessanterweise an das Licht selbst, die Grundbedingung des Mediums Film. Und kaum ein Film spielt so wunderschön mit dem Licht wie "Die Nacht des Jägers". Der Film ist als DVD bei MGM erschienen und daneben auch in der Reihe "sz-Cinemathek" auf DVD erhältlich. Wieso man diesem denkwürdigen Film 1991 ein Remake spendierte, bleibt auch heute noch unverstanden und nicht nachvollziehbar.

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Crenshaw
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Anmeldedatum: 08.01.2007
Beiträge: 784
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: Sa Okt 06, 2007 13:23    Titel:

habe die SZ-fassung in meiner hand und kann es kaum erwarten, den film zu sehen. angesichts des modernen massen-inputs wie Spider-Man III und Transformers brauchen wir mehr berichterstattung (wie die vorstehende) über filme wie diese Dafür
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