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District 9

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Orlendo
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Anmeldedatum: 14.10.2007
Beiträge: 292
Wohnort: Rostock

BeitragVerfasst am: Fr Mai 08, 2009 06:18    Titel: District 9

District 9



Regie: Neill Blomkamp

Drehbuch: Neill Blomkamp, Terri Tatchell

Produktion: Peter Jackson

Kamera: Trent Opaloch

Musik: Clinton Shorter

Webseite: http://www.d-9.com/



Geschichte

Noch nichts weiter bekannt

Schauspieler

William Allen Young - Dirk Michaels

Robert Hobbs - Ross Pienaar

Jason Cope - Christopher

Sharlto Copley - Wikus



Link zum HD Trailer :

http://www.youtube.com/watch?v=2mEH85r9C9k&fmt=22

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Jemand hat mir mal gesagt:" Dass Filmgeschäft ist eine Hirnlose und Grausame Geldmaschine. Dar Laufen Zuhälter und Diebe frei herum und gute Menschen gehen vor die Hunde. "

Er fügte noch hinzu:" Es hat auch negative Seiten "
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Crenshaw
CineMaster
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Anmeldedatum: 08.01.2007
Beiträge: 784
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: Sa Mai 09, 2009 08:03    Titel:

sieht gut aus.

das bild der statue mit dem Cthulhu-ähnlichen wesen und dem menschen samt den soldaten ruft bei mir einige assoziationen mit "Picknick am Wegesrand" von Strugatzki-brüdern hervor.

sieht nach einem indie-endzeit-sci-fictioner aus, ggf. ordentlicher quali.oder videothekenware.
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FSK 6 = Der Held ist ein Mädchen.
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Namu
Die CineGLobe Perle


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Beiträge: 4975
Wohnort: Oferdingen

BeitragVerfasst am: Mo Sep 21, 2009 13:01    Titel:

So: Ich versuche mal, meine Eindrücke zu District 9 zusammenzufassen:

Ich muß zugeben, daß ich glaube, ich habe "District 9" irgendwie nicht verstanden oder so etwas...
Jedenfalls kann ich das überschwengliche Lobpreis, dessen sich der Film zumindest im Internet zu erfreuen scheint, nicht wirklich nachvollziehen.
Was man vor Anlauf des Films zu ihm finden konnte, ließ vermuten, daß es sich dabei um einen Science Fiction Film mit einer recht intereressanten, da noch nicht (oder nicht so oft) verbratenen Grundidee handeln würde.
Ich habe diesen Film gesehen, nachdem ich Freaknots Kommentar schon kannte und hatte daher meine Erwartungen zur Handlung schon halbwegs runtergeschraubt.

Es kam daher für mich nicht als allzu großer Schock, daß der Film interessant startete, dann aber anstelle seine eigene Idee auszubauen, nur noch konfus auf Themen eingeht, die man doch schon öfter Mal gesehen hatte... bis hin zum einem sehr halbherzigen Versuch Kafkas Metamorphose einzubringen?
Ich war mir ab dem Zeitpunkt gar nicht mehr sicher, ob ich es mit einem Science Fiction Film mit versuchtem Inhalt zu tun hatte oder ob das ganze nicht doch eine Hommage (oder sogar Persiflage?) an andere Science Fiction Klassiker zu tun hatte... Irgendwie schien es mir, als würden mir Robocop, Alien 4 etc. um die Ohren geknallt werden.
Wenn mir also jemand sagen könnte, was für eine Art Film "District 9" eigentlich ist, wäre ich dankbar. Genreshiffting bin ich ja eigenlich gewohnt, aber hier habe ich es - wie gesagt - doch als sehr konfus empfunden und nicht so ganz verstanden, worauf der Film hinauswollte.

Wie Freaknot sagte, hat man später dann im Grunde genommen noch einen Low Budget Actionfilm übrig (ich vertraue Mal darauf, daß sich Freaknot über das Budget informiert hat Wink) und hier, glaube ich, spielt Geschmack auch eine Rolle: Ich habe mich in ein Ego Shooter Computerspiel hineinversetzt gefühlt und fand das ziemlich langweilig. Mir anzusehen, wie Lebewesen in möglichst kleine Bestandteile zerfetzt werden, ist mir eigentlich zu blöd und irgendwie bestand die Action doch im Grunde genommen nur daraus?

Was mir trotz großer Langweile am Film positiv in Erinnerung blieb, waren die zwischenzeitlichen Aufnahmen von Johannesburg und die anfängliche Darstellung von District 9, die ja doch bis zu einem gewissen Grad wirklich, wirklich armen Ecken von Johannesburg gleicht. Das ist aber eine sehr subjektive Einstellung meinerseits, da ich nur zweimal meinen eigenen Kontinent verlassen habe, und das eine Mal davon habe ich in einem der ärmeren Johannesburger Townships verbracht. Es ist nicht so oft, daß man Johannesburg im Kino zu sehen bekommt und so hat mich manch ein Wiederkennungseffekt natürlich positiv gestimmt. (Ich hatte ja das "Glück" auch die "Slums" besichtigt zu haben. Das heißt, ich war auch in Alexandra, wo sich normalerweise kein Tourist - und auch kein Einheimischer aus einem anderen Viertel - hinverirrt. Wir hatten damals auch eine "Eskorte" von 4 Streifenwagen dabei... Alexandra ist - denke ich mal - das Vorbild von District 9 gewesen. Die heftigeren Luftaufnahmen dürften auch daher kommen...)

Ein bißchen objektiver positiv fand ich den Hauptcharakter, der weder Held noch Antiheld ist, sondern ein ganzes normales menschliches Durchschnittswesen, welches im Film immer wie der letzten Aasgeier wirkt und welches man dort eher selten sieht, und der darin relativ konsequent (es gibt da kleine Ausrutscher - vor allem gegen Ende) handelt (und einem daher auch bis fast hin zum Ende unsympathisch bleibt).

Und wie bereits gesagt: der Anfang war interessant! (Und irgendwie zu schnell abgetan...)
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Tribun
Der Cineglobe Gladiator


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BeitragVerfasst am: Mo Sep 21, 2009 13:40    Titel:

Habe den Film jetzt auch gesehen und bin da ganz anderer Meinung als Namu.

Ich fand ihn mal "anders". Die Mischung zwischen Doku Stil und nachher fast "Horror Drama" erinnerte mich etwas an "From Dusk Till Dawn", wo die Geschichte plötzlich eine ganz neue Wendung nimmt.

Ok teilweise war er sehr hart, aber das ist halt Peter Jackson, der sich auch im Splater Bereich auskennt, wie man hier manchmal sieht.

Das Thema fand ich spannend und die Aussage hinter dem Ganzen find ich deprimierend, da ich fest davon überzeugt bin, daß es genau so ablaufen würde beim Thema Alien und wie ziehen die Menschen daraus den größten Nutzen.

Sehr Welt-kritischer Film der mich sehr gut unterhalten hat und für mich ein "rundes Paket" und tolle neue Arbeit von Peter Jackson.

8 von 10 Punkten
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Namu
Die CineGLobe Perle


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Beiträge: 4975
Wohnort: Oferdingen

BeitragVerfasst am: Mo Sep 21, 2009 14:26    Titel:

Tribun hat Folgendes geschrieben:

Ok teilweise war er sehr hart, aber das ist halt Peter Jackson, der sich auch im Splater Bereich auskennt, wie man hier manchmal sieht.


Peter Jackson hat ganz amüsante Splaterfilme gemacht. Dieselbigen haben sich aber auch nicht besonders ernst genommen.
Die neuere Filme des Regisseurs fand ich allerdings alle ein wenig langweilig, den "Herr der Ringe" eingeschlossen, obwohl ich diesem zugestehe, daß er ziemlich wegweisend für den Fantasyfilm ist.

Ich glaube aber, Peter Jackson war gar nicht so groß an District 9 beteiligt oder? Außer, daß er für ihn geworben und ihn produziert hat?


Tribun hat Folgendes geschrieben:
Das Thema fand ich spannend und die Aussage hinter dem Ganzen find ich deprimierend,


Ich glaube, daß das Thema an sich spannend ist, darüber dürfte es wenig Zwiefel geben. Nur sind es im Grunde genommen eigentlich recht viele Themen, die der Film anreißt. Die Aliens an sich wechseln ja auch mehmals ihre Bedeutung (oder kam mir das nur so vor?). Manchmal stehen sie als Aliens, oft symbolisieren sie die Angst vor dem Fremden, manchmal stehen sie auch für rassendiskriminierung/gastarbeiterdiskriminierung...
Und die Aliens sind wieder ja nur ein Teil der Geschichte...
Für mich war das einfach viel zu viel auf einmal. (Oder schien mir viel zu viel auf einmal? Wie gesagt, ich weiß nicht, ob ich den Film überhaupt wirklich verstanden habe...)


Einen unterhaltsamen Genrefilm zu machen und diesen mit einem Drama mit einer Aussage oder einer welt-oder landespolitischen Darstellung zu verbinden, finde ich auch sehr lobenswert. Kleinere Filmländer, die sich mit kleineren Budgets rumschlagen, machen das eh öfter (siehe "The Host", "Memories of Murder" und ähnliches, wobei die eben sehr landesspezifisch sind). Ich zweifel im Vergleich zu diesen Filmen einfach an, ob das hier wirklich gelungen ist, oder ob da nicht die durchaus lobenswerten Ambitionen dem Film letztendlich im Wege stehen und ein bißchen weniger im Endeffekt mehr gewesen wären.


Sry, daß ich das noch einmal aufgegriffen habe, aber ich wollte nur klar stellen, daß ich nicht die Idee/n des Films an sich langweilig fand - nur, wie sie dann im Endeffekt auf der Strecke blieben (oder eben aus meinem Eindruck heraus auf der Strecke blieben) - ...
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Nomak
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BeitragVerfasst am: Mo Sep 21, 2009 14:50    Titel:

Tja gestern Abend mit ein paar Freunden begutachtet.
Hab einen Film wie diesen noch nicht gesehen - würde ihn auch keinem Genre zuordnen wollen.
Langweilig wurde er für mich keine Sekunde, was ich einem Film schon hoch anrechne.
Denke auch ohne Ausserirdische läuft es an einigen Plätzen dieser Erde genauso ab und dies deprimiert einem. Kann das Tribun gut nachempfinden.

Stimmt schon das dem Ende zu die Action etwas zuviel Screentime bekam aber irgendwie musste er ja dem Schiff Zeit verschaffen.

Fand übrigens auch die Effekte nicht so schlecht gelungen. Wenn man bedenkt um wieviel mehr Geld bei Blockbustern wie Terminator 4 oder Transformers verschleudert wird. Also ein Effektfilm wie diese ist District 9 jedenfalls nicht was hier zu begrüssen war. (obwohl ich gern Effektfilme schau)

Tja dann heisst es warten auf District 10 oder ist da jemand andrer Meinung Wink

Achja meine Wertung ist eine gute 7/10
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Zuletzt bearbeitet von Nomak am Di Sep 22, 2009 06:57, insgesamt einmal bearbeitet
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FrEaKnoT
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BeitragVerfasst am: Mo Sep 21, 2009 20:38    Titel:

Laut Wikipedia betrug das Budget 30 Mio Dollar, dafür waren die Effekte wirklich gelungen.
Langweillig fand ich den Film nicht, spannend aber auch zu keinem Zeitpunkt. Der Film reißt zig Themen an, bietet Paralellen zu mannigfaltigen Themen der Realität, von Apartheid bis Globalisierung und multinazionalen Organisationen.
Und was tut der Film? Entwickelt grob einige Ideen, wobei er fleißig alles durcheinander zeigt, aber nichts Konkretes anspricht, dann kommt eine halbe Stunde Action und dann ist auch schon Schluß. Das ist mir einfach zu wenig, man kann das eine oder andere reininterpretieren, aber den einen oder anderen Punkt wirklich ansprechen tut District 9 zu keinem Zeitpunkt.
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Biene Maja
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BeitragVerfasst am: Di Sep 22, 2009 09:49    Titel:

Hm, sind ja eher geteilte Meinungen. Dennoch werde ich mir den Film demnächst angucken, allein schon, weil ich 8 Monate in Johannesburg gelebt habe und gespannt auf die Filmaufnahmen bin.
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plam
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BeitragVerfasst am: Mi Sep 23, 2009 21:17    Titel:

Ich fand den Film großartig. Natürlich wird Vieles angerissen, ohne konkret weiter darauf einzugehen, oder gar ansatzweise Lösungsvorschläge für die thematisierten Probleme zu liefern. Letzteres würde ich einem Film aber niemals zu Lasten legen, denn wozu die Politik eines Landes, oder der Staatengemeinschaft nicht in der Lage ist - nämlich Lösungen für die Probleme Südafrikas anzubieten - dazu muss ein Regisseur erst Recht nicht in der Lage sein. Und letztlich, dies dürfte dem Einen oder Anderen aufgefallen sein, geht es hier weniger um Aliens und die durchaus interessante Idee, wie man mit den Gestrandeten ferner Planeten hierzulande umgeht, sondern natürlich vor allen Dingen um Südafrika und um den Menschen, um die Kluft zwischen Wohlstand und Armut, um industrielle Interessen und Gewalt als die Lösung von Allem schlechtin.

Ohne mich sonderlich gut mit den Elendsvierteln Afrikas auszukennen, habe ich bei "District 9" mein etwas besseres Wissen über Favelas in Brasilien im Hinterkopf gehabt und Selbiges in "District 9" wieder erkannt. Die Slums sind, exakt wie im Film zu sehen, im Grunde genommen eine Welt für sich. Selbst die Polizei traut sich kaum noch rein. Zäune und Mauern, die Arm und Reich von einander trennen, sind leider auf diesem, unserem Planeten keine Seltenheit mehr. Man denke nur an die auf "City of God" gefolgte Serie "City of Men", die das Leben in der Favela noch viel eindrucksvoller zu zeigen vermag. Ebenso bekommt man in "La Zona" den Eindruck, wie weit sich Arm und Reich, durch Zaun und Maschendraht nachhaltig voneinander entfernt haben. Anstatt sich mit den Problemen im eigenen Land auseinanderzusetzen, zäunt man diese lieber ein. Dies ist eine zentrale Aussage des Films für mich gewesen und diese wird auf dramatische Weise bebildert, auch wenn es sich "nur" um Aliens handelt. In Deutschland geht man zukünftig ja auf ganz ähnliche Weise mit Problemen um: Man denke nur an die Netzsperren, die für kinderpornographische Seiten beschlossen sind. Das Problem wird damit nicht mal ansatzweise gelöst, man schaut einfach nicht mehr hin und stellt ein Stoppschild davor auf; Problem gelöst.

Doch zurück zum Film: so sehr genreshifting-mäßig habe ich diesen gar nicht empfunden. OK, es mag verwirren, dass man Gesellschaftskritik zu sehen bekommt, welche im Gewand eines hochgradig fiktiven Sci-Fi-Action-Film daher kommt. Ich kenne die Verhältnisse für Filmschaffende in Südafrika nicht, aber im Film war es immer schon ein probates Mittel, die Herrschenden zu kritisieren, indem man auf - oberflächlich betrachtet - völlig fremde Themen zurückgriff. Nur so konnte Tarkowski seiner Zeit der russischen Zensur entkommen. Hier ist die Wahl des Genres aber vielleicht auch ein experimenteller Versuch, das Thema Südafrika über ein massenpopuläres Thema wie den Science Fiction Film der breiten Weltöffentlichkeit zugänglich zu machen. Denn mal ehrlich: Wieviele Leute hätten sich den Film denn überhaupt angesehen, wenn er ein Slum-Drama auf die übliche Weise erzählt hätte?

Noch ein paar Worte zu den Effekten: Brilliant!! Wie Einige hier im Forum wissen, bin ich kein Freund von Spezialeffekten. Sie entziehen dem Film die Seele, machen ihn zum kurzfristigen Erlebniss, ohne nachhaltig einen Wert für die Welt darzustellen. Ich kann bei Effektfilmen - wie Transformers - einfach nicht mitfiebern. Sowas ist unspannend und unspektakulär, da ich nur Pixel sehe, und sonst nichts! Hier jedoch war die Interaktion perfekt. Vielleicht waren die Effekte, rein aus technischer Sicht, nicht perfekt, was bei einem Budget von 30 Mio. US-$ wohl auch nicht zu erwarten ist, aber sie sind dennoch sehenswert und sie schaffen Eines: reale Schauplätze und Akteure in ein interessantes und sehr gelungenes Wechselspiel zu verstricken. So macht CGI doch Spass: Möglichkeiten nutzen, ohne nur dem Selbstzweck zu verfallen, neueste Softwaretechniken vorzuführen. So bleibt denn, bei all den digitalen Bildern immernoch ein zutiefst realistisches Bild Südafrikas bestehen: Die Slums, der Müll, die Armut, in denen das Digitale hier stattfindet, existiert wirklich. Wenn ich mir heute bspw. "Nosferatu" ansehe, dann sehe ich zugleich auch eine Welt, wie es sie 1922 tatsächlich gegeben hat. Ich kann mit dem Film das einstige Wismar sehen usw. Wenn ich mir "Transformers" in 60 Jahren ansehe, dann sehe ich von unserer jetzigen Welt überhaupt nichts. Der Film ist, wie ich schon sagte, ohne jede Seele, ohne jeden Anspruch. Das Einzige, was man erkennen kann, ist, dass es 2009 offensichtlich einfacher war, Alles am Computer zu machen, als mal vor die Tür zu gehen und die Welt zu zeigen. "District9" tut aber genau dies. Trotz aller Fiktion zeigt er zugleich auch, wie die Welt ist. Er trifft eine Aussage, beschreibt die Gesellschaft und das trotzdem soviel Action und CGI darin enthalten ist. Nach Allem, was man so an digitalen Fehlversuchen aus Hollywood zu sehen bekommen hat, ist dies eine echte Leistung des Films!

Man könnte hier noch viel, viel weiter ausholen und allein dies spricht eindeutig für den Film. Natürlich, da gebe ich Freaknot uneingeschränkt Recht, fehlt es an Spannung, aber dies war, meines Erachtens, überhaupt nicht die Absicht des Films. Der Plot und das gewählte Genre machen dies erwartbar, doch diese Erwartungen sind falsch. Der Film will vielmehr die Augen öffnen, für eine Welt, die viele Menschen auf dieser Welt nicht zu sehen bekommen und sich auch nicht mehr vorstellen können, weil es ihnen - auf der anderen Seite der Mauern - zu gut geht. Und wenn die abscheuliche andere Seite der Mauer zur Bedrohung oder zum Problem wird, dann keimt neue Gewalt auf. Letztlich zeigt der Film ja auch, das sämtliche Greultaten und gewalttätigen Provokationen stets vom Menschen ausgehen. Und wenn man sich solch beklemmend niederschmetternde Dokumenationen, wie "Bus 174" aus Brasilien ansieht, dann bekommt man umso mehr den Eindruck, dass die Menschen in den Slums fast schon als Gesellschaftsfremde, nicht Eingliederungsfähige - eben als Aliens - angesehen werden. Schon wieder ein Ansatzpunkt, über den man sich diesem Film nähern könnte...ich höre aber lieber auf und empfehle jedem, sich selbst ein Bild davon zu machen!
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plams DVD-Sammlung

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FrEaKnoT
CineMaster
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BeitragVerfasst am: Mi Sep 23, 2009 21:27    Titel:

Schön dass du La Zona erwähnst, den viele zwar nicht kennen, der aber eine gute Vergleichsmöglichkeit bietet. La Zona setzt zum Finale hin auch auf Action, diese fügt sich aber viel besser ein.
Ich denke kaum jemand übersieht die Gesellschaftskritik in District 9, aber wenn man diese gegen die Action stellt ist das Verhältnis doch eher zu Lasten der Kritik, die bei La Zona zum Beispiel viel mehr im Vordergrund steht.
Das Ziel von District 9 finde ich sehr gut, die Umsetzung ist meines Erachtens nichts halbes und nichts ganzes, ich rede auch nicht davon, dass das Medium Film Lösungen anbieten soll (schon gar nicht für reale Probleme), aber mir wurden schon die Probleme zu wenig angeschnitten. Vielleicht waren meine Erwartungen auch einfach zu hoch, als ich von Gesellschaftskritik im Sci-Fi Gewand gelesen habe, denn im Grunde ist District 9 all den anderen Blockbustern gar nicht so unähnlich, außer dass er wesenlich billiger war.
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