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Dororo

 
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Namu
Die CineGLobe Perle


Anmeldedatum: 21.09.2006
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BeitragVerfasst am: So Okt 21, 2007 10:07    Titel: Dororo

Dororo
どろろ
Japan 2006/2007





Regie: SHIOTA Akihiko
Drehbuch: TEZUKA Osamu (Manga), SHIOTA Akihiko, NAKAMURA Masa
Kostüme: KUROSAWA Kazuko
Musik: YASUKAWA Goro, FUKUOKA Yutaka
Actionchoreographie: CHING Siu-tung
DarstellerInnen: SHIBASAKI Kou, TSUMABUKI Satoshi, NAKAI Kiichi, NAKAMURA Kazuo, Eita, HARADA Yoshio, HARADA Mieko, ASOU Kumiko, Anna Tsuchiya,

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Nach einer bitteren Niederlage im Kampf geht Lord Daigo Kagemitsu einen Pakt mit 48 Dämonen ein, um seinen Clan zu retten und die Macht über das Land an sich zu reißen. Als Gegenleistung verspricht er ihnen den Körper seines ungeborenen Sohnes. Als das Kind auf die Welt kommt, fehlen ihm 48 Organe und Gliedmaße, aber es lebt. Von seinen Eltern ausgesetzt, wird es von einem Heilkundigen gefunden und aufgezogen, der ihm die fehlenden Körperteile bastelt und anbaut. An Stelle der Arme, erhält der Junge, später Hyakkimaru genannt, zwei Schwerter, mit deren Hilfe er die Dämonen töten bekämpfen soll, um seinen Körper zurückzubekommen.
Auf der Suche nach ihnen trifft er auf eine junge Diebin, die sich selbst Dororo nennt und sich ihm ungefragt und nicht ganz uneigennützig anschließt...





Als Dororo Anfang des Jahres in Japan in die Kinos kam, waren die Reaktionen darauf sehr gemischt. Von manchen wurde er gelobt, von anderen in Grund und Boden verdammt und trotz allem machte er sich ganz gut am Box Office. Ich habe mich damals von den negativen Kritiken, die ich gelesen haben und dem etwas trashigen Trailer abschrecken lassen und den Film nicht angesehen. Gestern bin ich eher durch Zufall an ihn gekommen und nun frage ich mich, mit welchen Erwartungen die Leute, die den Film so verdammen, eigentlich ins Kino gegangen sind?
Zuerst einmal etwas zu den Hintergründen der Geschichte: „Dororo“ ist eine Verfilmung des schon recht alten Mangas von Tezuka Osamu. In diesem war die Figur Dororo allerdings ein kleiner Junge und kein burschikoses Mädchen. Daß sich darüber viele Fans des Comics erregt haben, scheint mir von allen Vorwürfen noch am meisten nachvollziehbar. Im Film ist es leider üblich, bei „frauenlosen“ Vorlagen an einem der Protagonisten eine "Geschlechtsumwandlung" durchzuführen oder einfach eine Quotenfrau zu ergänzen. Im Falle von Dororo fand ich das persönlich nicht so schlimm. Erstens natürlich, da ich die Comics selbst nicht gelesen habe, zweitens aber auch, da ich finde, daß Kinder sehr gut darin sind, ernste Rollen zu spielen, ich mir aber nur schwer eines in solch einer komödienhaften Rolle vorstellen kann. Dororo kann man sehr gut mit dem Esel aus „Shreck“ vergleichen. Die Figur sorgt für die komischen Elemente und bildet durch ihr schwatzhaftes, gefühlvolles, naives Wesen einen Kontrast zu Hyakkimarus Introvertiertheit. Gleichzeitig bringt Dororo auch Veränderungen in Hyakkimaru vor. Ich halte es daher für keine so schlechte Idee, die Rolle so zu verändern, daß sie mit einer erfahrenen Schauspielerin besetzt werden konnte.
Ein zweiter großer Vorwurf, der vor allem von westlicher Seite kam, bezog sich darauf, daß der Film etwas trashig/billig ist. Hier drängt sich einem natürlich die Frage auf, ob die Leute denn den Film gesehen haben, ohne sich darum zu kümmern, was für eine Sorte Film das eigentlich ist? Es handelt sich um eine JAPANISCHEN Fantasy-Live-Action Film mit einem Dämonenschlächter in der Hauptrolle, der anstelle von Armen Schwerter hat... und für diese Art Film war er sogar verhältnismäßig untrashig. Wir haben zwar allerlei Monster nach japanischem Geschmack, die entweder so aussehen, als wären sie aus Schaumstoff oder deren Geburt aus dem Computer unübersichtlich ist. Aber sie spielen eine relativ geringe Rolle und treten zugunsten der Kümmernisse der Protagonisten in den Hintergrund zurück. Und im Vergleich zu anderen japanischen Filmen, ist das Ganze auch eher spaßig inszeniert und nimmt sich selbst nicht so ernst.
Von billig kann man schon gar nicht reden, denn der Film hat offensichtlich nicht gerade gespart. Man hat nicht nur die Hauptfiguren mit namhaften Schauspielern besetzt, sondern auch einige Nebenfiguren. Vieles wurde nicht im Studio gedreht, sondern in Neuseeland, was dem Film eine kleine ästhetische Note gibt, vor allem, da man sich bemüht, die hübschen DarstellerInnen möglichst gefällig vor diesem Hintergrund zu arrangieren. Die Actionszenen stammen von keinem geringeren als Ching Siu-tung und die Kostüme von Kurosawa Kazuko sind wie immer nicht nur sehr schön, sondern auch sehr passend.
Was mich an Dororo besonders angesprochen hat, ist daß man sich sehr viel Zeit genommen hat, die Hintergrundgeschichten der Charaktere zu beleuchten, ihre Ängste und auch die Dinge, die diesen wichtig sind. In Kombination mit den schauspielerischen Talenten Tsumabuki Satoshis (Jozee, the Tiger and the Fish, A Day on the Planet, Tears for You) und Shibasaki Kous (Drive, Maison de Himiko, Battle Royale, Shaolin Girl, Crying Out Love in the Center of the World, The Sinking of Japan) wirken Hyakkimaru und Dororo recht plastisch oder lebendig, obwohl es sich bei ihnen ja von vornherein um Stereotype handelt.
Auch die verspielte Musik hat mir gut gefallen und ich fand, daß sie sehr gut zu diesem nicht ganz ernsten Film gepaßt hat.





„Dororo“ eröffnet keine neue Dimensionen für Live-Action-Movies, aber als solches ist er sehr nett gemacht und unterhält. Ich hatte wider Erwarten meinen Spaß daran.
Er ist in erster Linie Fantasy-oder Mangafans zu empfehlen, die sich auch an einem Schuß Absurdität erfreuen können. Besonders ernst sollte man den Film aber nicht nehmen, er selbst tut dies auch nicht und wenn der Film auch ein, zwei gefühlvolle Stellen hat, sollten Leute die Pathos suchen, sich lieber einen anderen Film aussuchen.

Angeblich sollen von „Dororo“ eventuell noch zwei Fortsetzungen gedreht werden.





DVD 2-Disc Edition
Splendid Entertainment
FSK 16
Laufzeit laut Cover: ca. 130 min
Bild:
Ton:
Untertitel: deutsch
Extras: noch nicht bekanntgegeben

Der Film ist bereits in den Videotheken ausleihbar und wird ab dem 30. November im Handel erhältlich sein.







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Namu
Die CineGLobe Perle


Anmeldedatum: 21.09.2006
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Wohnort: Oferdingen

BeitragVerfasst am: Di Okt 23, 2007 08:31    Titel:

Da ich aus irgendwelchen unerfindlindlichen Gründen eine Vorliebe für diesen Film entwickelt habe, habe ich mich mal noch etwas mehr damit beschäftigt und erweitere das hier n ein paar nicht relevante Infos:

Von Dororo gibt es seit längerem ein Playstation 2 Spiel, das hier unter dem Titel: "Blood Will Tell" erschienen ist. Das Spiel soll sogar ganz gut sein. Bis auf ein paar "Kamera"-Probleme. Aber die Geschichte ist für so ein Spiel gut und da sich mit jedem Körperteil, das Hyakkimaru zurückbekommt, auch seine Fähigkeiten ändern (ist auch nicht immer vorteilhaft, er wird schließlich mit jedem Teil menschlicher und dadurch verletzlicher), soll das Spiel auch ganz abwechslungsreich zu spielen sein.
Ich hab mir mal ein paar Ausschnitte den Spiels angesehen und muß sagen, daß ich denke, daß Ching Siu-tung sich bei der Kampfchoreographie von dVm Spiel hat inspirieren lassen. Einige "Moves" sind erstaunlich ähnlich. Wink

Der Regisseur von Dororo ist eigentlich eher ein Independent-Regisseur und einige seiner Filme wurden mehrfach ausgezeichnet. Es könnte evtl daran liegen, daß Dororo gar nicht so kitschig geworden ist wie andere japanische Fantasyfilme, außerdem einige Anspielungen auf andere Filmen enthält und auch ein paar ernste Themen anschneidet, ohne diese soweit zu verfolgen, daß es aufgesetzt wirkt.

Von der alten Animeserie habe ich mir in der Zwischenzeit auch mal eine Folge angesehen. Die ist sehr süß, aber ein bißchen anders. Der Hyakkimaru aus dem Film wirkt jünger und auch wesentlich verlorener als der aus der Serie. Und wie gesagt, Dororo ist da eben ein kleiner Junge. Und im Film kommt kein Hund vor. Hier mal ein paar Bilder aus der Serie zum Vergleich:





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Amaya
Gast






BeitragVerfasst am: Do Jul 17, 2008 22:55    Titel:

edit

Zuletzt bearbeitet von Amaya am Fr Nov 14, 2008 23:24, insgesamt einmal bearbeitet
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Eljapano
CineMaster
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Anmeldedatum: 03.05.2008
Beiträge: 275


BeitragVerfasst am: Do Jul 17, 2008 23:01    Titel:

ich fand auch dass super "masken"-arbeit geleistet wurde...und die bilder sind auch klasse
_________________
Mein Name steht auf meinem Führerschein
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Jun Ma
CineStarter
CineStarter


Anmeldedatum: 31.07.2008
Beiträge: 21


BeitragVerfasst am: Do Jul 31, 2008 11:13    Titel:

ich fand den film echt klasse und kurz darauf habe ich mir auch das spile geholt und ich kann beides echt weiter empfehlen echt klasse ^^

_________________
Zu viel Leid,zu viel Schmerz ich möchte gerne so frei wie ein Vogle sein und die Welt von aussen beobachten...
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Namu
Die CineGLobe Perle


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Beiträge: 4975
Wohnort: Oferdingen

BeitragVerfasst am: Di Aug 05, 2008 10:03    Titel:

Den Dororo Manga von TEZUKA Osamu, auf den Film, Anime usw. zurückgehen, gibt es in der Zwischenzeit übrigens auch auf englisch. Oder, um genau zu sein: Band 1-3 sind bisher auf englisch erschienen.
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