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Kittie CineMaster


Anmeldedatum: 20.09.2006 Beiträge: 932
Wohnort: Gegenerde
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Verfasst am: Mi Aug 27, 2008 16:17 Titel: Dracula (1958) |
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Regie: Terence Fisher
Darsteller: Peter Cushing, Christopher Lee, Michael Gough, Melissa Stribling, Carol Marsh
Story:
Der Bibliothekar Jonathan Harker reißt zum Schloss von Graf Dracula um dort seinem Beruf
nachzukommen. Aber in Wirklichkeit ist Harker ein Vampirjäger, der Graf Dracula vernichten will. Im
Schloss angekommen lernt er eine Frau kennen, die ihm um Hilfe bittet und Harker will ihr auch
helfen, doch dann muss er feststellen, dass die Frau auch ein Vampir ist und diese beißt dann Harker.
Er ist in dem Wissen, dass er nicht mehr viel Zeit hat und will in seiner wahrscheinlich letzten Nacht
die Frau und den Grafen töten. Bei der Frau schafft er es noch, aber Dracula kommt ihm zu vor.
Ein bisschen Zeit vergeht und Dr. Van Helsing macht sich Sorgen um seinen Freund Harker. Van
Helsing begibt sich auch zum Schloss des Grafen wo er Harker auch vorfindet, aber leider nicht mehr
viel für ihn tun kann.
So kann Van Helsing nur nach England zurückkehren und von Harkers Tod berichten. In der
Zwischenzeit kam auch Graf Dracula nach England und macht Jagd auf Harkers Verlobte, denn so will
Dracula sich rächen.
Kommentar:
Dieser Film hier ist einer der ganz großen Klassiker des Horrorgenres. Ich möchte auch soweit gehen
und sagen, dass dieser Film den Dracula-Mythos nachhaltig geprägt hat. Hier stimmt auch so gut wie
Alles und ich weiß gar nicht so recht wo ich anfangen soll.
Die Handlung dürfte Vielen bekannt sein, denn handelt es sich hier um eine Verfilmung von Bram
Stokers Romanvorlage. Die bekannteste Verfilmung dieses Stoffes dürfte wohl Francis Coppolas
"Dracula" von 1992 sein. Aber diese Verfilmung hier ist von 1958 und wurde von Terence Fisher
umgesetzt.
Fisher war ein britischer Regisseur, der sehr viel mit den "Hammer Studios" zusammenarbeitete.
Seine Filmographie umfasst 47 Filme wovon knapp die Hälfte durch die "Hammer Studios" realisiert
wurden. Sein erster Film, den er mit den "Hammer Studios" drehte war "Frankensteins Fluch", aber
dieser soll später und an anderer Stelle auch noch vorgestellt werden.
Die "Hammer Studios" – eigentlich Hammer Film Productions – waren in den 50er bis Anfang der 70er
Jahre sehr aktiv und brachten einen frischen Wind ins Horror-Genre. Sie waren nicht nur sehr
zeigefreudig mit blutigen Details, sondern zeigten auch viel nackte Haut (für die damalige Zeit, nach
heutigen Maßstäben sind die Frauen dann doch eher bedeckt) und schufen eine Vielzahl an heutigen
Klassikern und das nicht nur im Horror-Genre, sondern auch bei den Sci-Fi und Abenteuerfilmen.
Logo Hammer Film Productions
Aber die bekanntesten und beliebtesten Filmreihen der "Hammer Studios" sind wohl die um
Frankenstein, welcher es auf 7 Filme brachte, und um Dracula, der es auf ganze 8 Filme brachte. Hier
soll nun der erste Film der hammerischen Dracula-Reihe vorgestellt werden.
Wie oben schon erwähnt ist der Film von 1958 und das dürfte Einige wohl abschrecken. Zu Unrecht
aber wie ich finde, denn gerade diese alten Horrorfilme sind noch Horrorfilme. Was heute Einem als
Horrorfilm vorgesetzt wird, hat doch mit Horror nicht mehr viel zu tun. Heute ist man nur noch aufs
Schocken aus und wer hat die schöneren SFX. Nicht das ich etwas gegen die Filme von heute habe –
nein ganz und gar nicht! Ich selber sehe sie mir gerne an, aber ich finde es schade, dass heute kaum
noch eine (gute) Geschichte erzählt wird. Schade finde ich es auch, wenn Viele aus meiner
Generation sagen, dass sie sich so einen alten Scheiß nicht ansehen. Kann ich ehrlich gesagt nicht
nachvollziehen, denn gerade das Horror-Genre hat uns so viel zu bieten. Ich kann es verstehen, wenn
man alte Filme nicht mag, aber gleich von vornherein sagen das es ist Mist ist, ist nicht richtig. Es ist
dich gerade mal eine schöne Erfahrung sich mit einem Teil der Wurzeln des Horror-Genres zu
beschäftigen, aber wer nur in seiner Gorekiddie-Denkweise bleiben will, soll es wegen mir auch. Kann
man eben nichts machen, wer aber offen ist und wirklich hinter seinem Genre steht dem sei dieser
Film hier empfohlen.
Denn die "Hammer-Studios" hatten nicht wirklich viel Geld, haben aber viel aus ihren Möglichkeiten
rausgeholt. Dies spiegelt sich in der Umsetzung des vorhandenen Stoffs dar, den liebevoll gestalteten
Kulissen – auch wenn sie teilweise theaterartig aussehen, versprühen sie ihren ganz eigenen
Charme.
Aber so ein Film lebt auch viel von seinen Darstellern und hier haben wir auch gleich zwei Darsteller,
die noch sehr oft mit den "Hammer-Studios" zusammenarbeiten werden. Die Rede ist von Peter
Cushing und Christopher Lee. Cushing spielt hier den Dr. Van Helsing und das ist einer schon fast
fabelhaften Art und Weise. Viel interessanter ist hier aber Christopher Lee als Graf Dracula. Mit seiner
Rolle des Grafen gelang ihm der internationale Durchbruch und die Leistung, die er hier abgibt ist
einfach großartig. Er verkörpert hier sehr gelungen das für was für die heutigen Draculas/Vampire
ganz wichtig ist: eine Ausstrahlung von Sex und roher Gewalt. Ich muss jetzt sagen, dass Lee keine
erotisierende Wirkung auf mich hat, aber er ist ein Frauenverführer und das merkt man auch. Ich
selber mag dann doch lieber die Goth-Chicks / Vampiristinnen von heute, aber das nur so nebenbei.
Und die Gewalt oder besser gesagt die übernatürliche Kraft zeigt sich im Film indem Dracula die
Vampirlady als wäre es nichts quer durch den Raum befördert. Auch die restlichen Darsteller wissen
mit ihren Leistungen zu gefallen.
Was bei diesem Film auch sehr gelungen ist, ist seine Atmosphäre. Hier baut sich die Spannung recht
schnell auf und kann sich über die gesamte Laufzeit auch halten. Schaurig-schöne Bilder werden
gezeigt wie etwa ein nebliger Friedhof, Särge und Draculas altes Schloss selbst. Dazu dann noch ein
bisschen Blut um das Ganze abzurunden. Da verwundert es nicht, dass für manche hammerische
Filme der Ausdruck "Gothic-Horror" geprägt wurde.
Etwas weiter oben habe ich schon erwähnt, dass man sich mit den Kulissen viel Mühe gab, aber auch
mit den Kostümen der Darsteller. Diese sind auch sehr schön hergerichtet wurden und erinnern mich
teilweise an die Kostümen aus den alten deutsch/tschechischen Märchenfilmen. Ich steh auf so was
und hübsche Frauen haben sie hier auch ausgewählt. Vorallem auch an die Schönheit aus
"Frankenstein Created Woman". Ich steh drauf, aber ich sollte nicht dran denken, dass sie heute
meine Oma sein könnte.
So langsam endet dann auch mein Ausflug hier und viel zu sagen bleibt mir auch nicht mehr. Außer
vielleicht noch, dass ich hoffe, dass viele viele Horrorfilmfans sich diesen Film ansehen werden, ihn
genauso gut finden werden und den gleichen Spaß dran haben werden wie ich und das manch
Andere auch mal erkennen, dass Horrorfilme viel subtiler sein können. Es geht nicht immer darum
Menschen zu foltern oder zu zermatschen. Manchmal will ein Horrorfilm nur eine gruselige Geschichte
erzählen, die den Zuschauer gut unterhalten kann.
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Kat CineMOD


Anmeldedatum: 18.06.2008 Beiträge: 1087
Wohnort: No Man's Land
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Verfasst am: Do Aug 28, 2008 01:52 Titel: |
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Christopher Lee,... der einzig wahre Dracula!
Da meine Mutter absoluter Fan von den alten Dracula Filmen ist, habe ich alle Teile mindestens schon ,..... keine Ahnung, aber ziemlich oft,.... gesehen.
Ich finde, die Musik macht einen Großteil der Atmosphäre aus, aber auch die Darsteller verstehen ihr Handwerk.
Dracula ist für mich einer der besten, alten Horrorschinken, die ich je gesehen habe.
10 von 10 Vampiren
(Und klasse Beitrag, Kittie) _________________ Lips red as blood, hair black as night. Bring me your heart, my dear, dear Snow White |
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plam CineMaster


Anmeldedatum: 20.09.2006 Beiträge: 676
Wohnort: Jena
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Verfasst am: Do Aug 28, 2008 19:30 Titel: |
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Da kann ich mich nur anschließen: toller Film und unglaublich tolle Kritik dazu.
(Glückwunsch zum hochverdienten ersten Platz, Kittie) _________________ plams DVD-Sammlung
FilmDenken - Texte zum Film |
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Kittie CineMaster


Anmeldedatum: 20.09.2006 Beiträge: 932
Wohnort: Gegenerde
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Verfasst am: Do Aug 28, 2008 19:41 Titel: |
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Ich danke euch Beiden, aber die anderen beiden Beiträge waren auch nicht schlecht.
Und bei so einem Film es auch relativ leicht etwas zu schreiben. Hier kamen die Worte einfach von alleine, aber euer Lob weiß ich zu schätzen.  |
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