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Duelist

 
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Namu
Die CineGLobe Perle


Anmeldedatum: 21.09.2006
Beiträge: 4975
Wohnort: Oferdingen

BeitragVerfasst am: Mi Feb 07, 2007 20:35    Titel: Duelist

Hyeongsa
형사
aka Duelist
Südkorea 2005





Regie: LEE Myoung-se
Kamera: HWANG Ki-seok
Musik: JO Sung-woo
DarstellerInnen: HA Ji-won, KANG Dong-won, AHN Seong-gi


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Korea zur Jeoseon-Zeit. Polizistin Nam-soon und ihr väterlicher Vorgesetzter sind einem Falschgeldring auf den Versen, als Nam-soon einem mysteriösen Fremden begegnet, von dem sie sich sehr angezogen fühlt. Leider stellt sich bald heraus, daß dieser junge Mann in dem zu aufklärenden Verbrechen eine ziemlich fragwürdige Rolle spielt.
Während die Aufklärungsarbeiten ihren Gang nehmen, müssen beide eine Entscheidung zwischen Pflicht und Liebe treffen.





"Duelist" basiert auf Bang Hag-gis Geschichten um eine Damo, eine Polizistin des alten Koreas. Der Stoff wurde mit "Duelist" nicht zum ersten Mal verfilmt, sondern war 2 Jahre vorher schon Inhalt einer sehr erfolgreichen, 14-teiligen, koreanischen Miniserie, mit dem Titel „Damo“. Interessanterweise wurde sowohl in „Damo“ als auch in „Duelist“ die Rolle der Polizistin mit der gleichen Schauspielerin, nämlich mit Ha Ji-won besetzt.
Mal abgesehen vom Stoff hören hier aber auch schon die Unterschiede zwischen den beiden Verfilmungen auf.
Während die Serie versucht, aus der Geschichte eine Realverfilmung zu machen, bemüht sich Duelist darum, den comichaften Charakter zu bewahren.
Das führt soweit, daß die Handlung im Film nicht nur zweitrangig wird, sondern eher drittrangig, vielleicht sogar viertrangig oder einfacher gesagt, sie spielt eigentlich keine Rolle mehr.

Im Vordergrund steht bei „Duelist“ das rein Visuelle und das Spielerische. Für Eyecandy sorgen die bunten Kostüme und die reichlich ausgestatteten Szenarien (und die Hauptdarsteller Wink ). Für das Spielerische sorgt einerseits die Umsetzung der Geschichte selbst: wie oben bereits erwähnt, versucht der Film das Comichafte von Damo zu bewahren. Der Film übernimmt also auch die Albernheiten und sogar die leicht schlüpfrigen Zwischengeschichten, die man in asiatischen Comics so oft findet. Andererseits spielt hier auch die technische Umsetzung eine sehr große Rolle. In „Duelist“ wurde ziemlich viel mit Cinematographie und CG herumexperimentiert. Leider fehlt mir das nötige KnowHow, um wirklich wiederzugeben, was man da gemacht hat, aber ich werde versuchen es so gut wie möglich zu beschreiben: Zuerst einmal passiert in Duelist ziemlich viel in Zeitlupe. Was nicht in Zeitlupe ist, läuft in Fast Forward. Das war jetzt natürlich übertrieben, aber ich hatte diesen Eindruck, als ich den Film das erste Mal sah. Weiter hat man sich bemüht, sehr viele typische comichafte Bilder zu schaffen, das heißt also, es wurde recht viel mit Licht und Schatten gearbeitet.
Einige visuelle Effekte wurden, wie gesagt, auch durch Computergraphik erzeugt. Zum Glück hat man es aber unterlassen auch die Kulissen am Computer zu erstellen.

Sehr gelungen fand ich die musikalische Untermalung des Films. Wie auch bei anderen Filmen von Lee Myoung-se hat man das Gefühl, manche Szene sei an die Musik angepaßt worden und nicht umgekehrt.

Die zwei Hauptdarsteller waren sehr gut gewählt. Vor allem Ha Ji-won konnte hier einiges an komödiantischem Talent beweisen. Eigentlich kein Fan von albernem Humor, haben mich ihre lustigen Grimassen doch immer wieder zum Lachen gebracht.
Kang Dong-won (Too Beautiful to Lie, Maundy Thursday) hatte eigentlich nicht so viel zu tun. Er mußte hauptsächlich gut aussehen und da sein Charakter „Sad Eyes“ genannt wird, mußte er natürlich noch traurig gucken. Da er aber von vornherein große Hundeaugen hat, war das also kein Problem.
Ahn Seong-gi (Musa, Radio Star, Nowhere to Hide) ist in Korea eine Person, die gerne für Komödien gecastet wird. Er spielt in Duelist Nam-soons Mentor und ist für sie eine Art Vaterfigur. Ich persönlich finde ihn aber in komödiantischen Rollen immer etwas irritierend und das war bei Duelist auch nicht anders. In Dramen ist er mir um Einiges lieber.

„Duelist“ war kein großer Kinoerfolg, gilt aber in manchen Kreisen als Kultfilm.





Duelist ist eine Art Comicverfilmung, vielleicht die einzige wirkliche Comicverfilmung, im Gegensatz zu dem, was man eigentlich eher Comicrealverfilmung nennen müßte und ist irgendwo zwischen Popcorn und Experimentell angesiedelt. Ein Film, den man wahrscheinlich entweder liebt oder haßt und den man UNBEDINGT erst einmal ansehen sollte, bevor man in Erwägung zieht, die DVD zu kaufen!

Mir selbst hat er beim ersten Mal sehen überhaupt nicht gefallen, aber in der Zwischenzeit finde ich ihn ganz lustig, wenn ich auch wünschte, er wäre weniger schmalzig.





Korea Limited Edition
herausgegeben von EnterOne
limitiert auf 5000 Stück
R3 / NTSC
3DVDs in Box mit Magnetverschluß
Laufzeit ca. 112 min
Bild: 2,35:1
Ton: Koreanisch DD 5.1 + DTS 5.1
Untertitel: Koreanisch, Englisch
Extras: Audiokommentar, Making Of, Interviews, CG, Musikvideos, Trailer, Cannes Trailer, Teaser, TV-Spot, Interviews, Filmdokkumentation, Fotobuch

Wieder eine hübsch aufbereitete DVD-Veröffentlichung, die von der Qualität ihrer Aufmachung in nichts nachsteht.


Es ist auch eine deutsche Doppel-DVD von REM erhältlich. (REM geben auf ihrer Homepage an, dass die DVD eine deutsche und eine japanische Tonspur hat.Tatsächlich handelt es sich bei letzterem natürlich um die koreanische Tonspur!!!)


Auch die Serie „Damo“ ist in Deutschland auf DVD erhältlich. Allerdings als sogenannte Spielfilm-Version. Das heißt man hat die Serie zerstückelt und auf drei Stunden gekürzt. Von dieser DVD sollte man also lieber die Finger lassen.





Weitere Filme von Lee Myoung-se bei Cineglobe:
M
Nowhere to Hide




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Zuletzt bearbeitet von Namu am Mo Dez 14, 2009 03:43, insgesamt einmal bearbeitet
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Masako
CineMaster
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Anmeldedatum: 27.05.2008
Beiträge: 365


BeitragVerfasst am: Mo Aug 04, 2008 18:15    Titel:

Ich hatte doch die starke Vermutung, hier etwas über diesen Film zu finden - danke Namu Very Happy
Habe vor einiger Zeit die Vorschau gesehen, die mich angesprochen hat, und ihn auf meine Ausleihliste gesetzt. Ich wußte gar nichts über diesen Film und habe mich entsprechend auch am Anfang gewundert: 15min Spielzeit vorbei und ich hatte immer noch nicht wirklich ausgemacht, worum es eigentlich ging; ich glaube es hatten sich noch nicht mal richtig die handelnden Personen herauskristalisiert. Nur viele, viele wunderschöne Bilder und Geräusche, die eher eine Collage als einen Film bildeten und ständig Zeitlupe.
Als ich begann ärgerlich zu werden, hat dann doch eine Handlung eingesetzt - gut. Das nächste bewundernswerte waren die Kampfszenen - zwar zT so verfremdet (Stroboskoplicht, viel Dunkelheit, die berühmten schnellen Schnitte), dass man eher erahnte als sah, was passierte, aber immer mit tänzerischer Eleganz (es handelt sich eigentlich eher um Kampftänze als um Kämpfe) und immer wieder erotisch angehaucht (wenn ich so pathetisch werden darf).
Und dann hab' sogar ich es gesehen: Dies sind Bilder aus einem Anime. Ich bin sowas von falsch, wenn ich mit Realfilmerwartungen an diesen Film herangehe. So viel, was mich in dem Film irritiert hatte, hat auf einmal Sinn gemacht (jetzt weiß ich, warum unser NT-Dozent immer so viel Wert auf die korrekte Bestimmung der Textgattung gelegt hat Wink)
Den Rest des Films hab ich einfach nur genossen. Ich werde ihn auf jeden Fall ein zweites Mal anschauen.
Schade nur, dass Myung-se Lee sich wohl nicht immer die Mühe macht, seine Geschichte/Drehbuch genauso auszufeilen, wie seine Bilder. Das hat mich in "Nowhere to hide" schon frustriert.
_________________
Normalerweise sind dem Krieger die Wege des Konfuzianismus, des Buddhismus, der Teezeremonie und des Nô gleichgültig. Wenn aber jemand wirklich einem Weg folgt, wird er Gemeinsamkeiten mit Menschen feststellen, die anderen Wegen folgen. Dabei ist wichtig, dass jeder sich ernsthaft und sorgfältig auf dem Weg seiner Wahl übt.
Miyamoto Musashi (Das Buch der fünf Ringe, Erde)
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UjaBuja
CineManiac
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Anmeldedatum: 28.12.2008
Beiträge: 155
Wohnort: Hessen

BeitragVerfasst am: Fr Aug 07, 2009 08:05    Titel:

Ich war schwer begeistert, da ich sonst kein überzeugter Schwertkampfzuschauer bin, aber Schauspieler, Bild-Tonqualität und Soundtrack haben mich bis zum Schluß überzeugt. Der Film zeugt von einer einfachen Story, der man ohne weiteres folgen kann,ebenso die Schwertszenen aber auch mit Humor, der mir sehr gut gefallen hat.
Zuerst verwundert über Zeitlupeneinstellungen, die dann plötzlich in den Schnellvorlauf überspringen bringen einen zum Schmunzeln.
Herzzerreißender Schwertkampf am Ende

Die etwas burschikose Nam Soon verliebt sich ausgerechnet in den Bösewichten , den sie zur Strecke bringen muß, spannend wie die beiden damit umgehen.
Die Synchro kann sich ebenso hören lassen zu Beginn mußte ich nur mächtig lachen, da Polizist Ahn, mit der deutschen Synchro von David Hasselhoff gesprochen wird, aber da ich den auch mag, no problem.
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