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Namu Die CineGLobe Perle

Anmeldedatum: 21.09.2006 Beiträge: 4977
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Verfasst am: Mi Aug 01, 2007 15:03 Titel: Epitaph |
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Gidam
기담
aka Epitaph
Südkorea 2007
Regie: JEONG Shik, JEONG Beom-shik
Kamera: YUN Nam-ju
Drehbuch: JEONG Shik, JEONG Beom-shik
Kostüme: CHA Kyung-hwa
Musik: PARK Yeong-ran
DarstellerInnen: KIM Bo-kyeong, KIM Tae-woo, JIN Gu, LEE Dong-kyu, GO Ju-yeon, JEON Mu-song, KIM Eung-su
„... aber ich würde gerne glauben, daß wir eine Seele haben.“
1979 bringt ein Fotoalbum Erinnerungen an ein Krankenhaus im Jahre 1942 zurück. Damals geschahen dort innerhalb eines Zeitraums von vier Tagen seltsame Dinge.
Ein Medizintudent fühlt sich zu der Leiche einer jungen Frau hingezogen, mit der er auf eigenartige Weise verbunden zu sein scheint..
Ein kleines Mädchen wird eingliefert, das verstörende Erscheinungen hat.
Und ein Arztehepaar, das erst vor kurzer Zeit aus Japan zurückgekehrt ist, wird in eine mysteröse Mordserie verwickelt.
„Epitaph“ ist ganz klar Style Over Substance. Eine tiefergehden Story sollte man nicht erwarten und auch Fans des Horrorgenres könnten eventuell nicht auf ihre Kosten kommen, denn der Film ist eher ruhig fließend als spannend und es kommen auch keine größeren Schockmomente vor.
Der Film besticht durch andere Dinge. Da wäre zum einen der Aufbau der Erzählung zu erwähnen, die von drei Geschichten handelt, die zuerst nacheinander, und nur etwas überschneidend, indem der Film wieder zurückspringt und manche Szenen wiederholt und erweitert werden, erzählt werden und die am Ende zeitlich ineinanderfließend. Das Ganze ist dann nochmal eingebettet in die eine Geschichte, die eine Einleitung und einen Schluß aus rückblickender Perspektive bilden kann.
Man erlebt also das Geschehen im Krankenhaus in diesen vier Tagen dreimal aus anderer Perspektive, wobei die Geschichten trotzdem einzeln für sich stehen. Sie haben wenig inhaltlichen Bezug und sind nur durch Zeit und Ort miteinander verbunden. Gerade das ist eigentlich so reizvoll. Dinge, die hier das Leben einzelner Personen vollkommen verändern, nehmen auf das anderer überhaupt keinen Einfluß, werden sogar nicht einmal wahrgenommen...
Die Geschichten fließen, wie gesagt, sehr ruhig dahin, aber sie wurden sehr ästhetisch umgesetzt. Die Cinematographie ist abwechslungreich, oft auch sehr bildhaft. Wenig schnelle Schnitte oder schnelle Kamerafahrten. Es wird einem viel Zeit gelassen, visuelle Eindrücke aufzunehmen. Außerdem wird viel mit Licht, Schatten, Kerzenlicht usw. gearbeitet. Es wird reichlich Schnee und fallende Blüten benutzt und außerdem machte man sich die Zeit zu Nutze, in der das Ganze spielt, um Gegenstände, Räumlichkeiten etc. einzubringen, die im koreanischen Film selten gezeigt werden, da der geschichtliche Abschnitt unter der japanischen Kolonialherrschaft eher selten als purer Hintergrund eines Films benutzt wurde.
Es überrascht wenig, daß „Epitaph“ bei den diesjährigen Blue Dragon Film Awards mit einem Preis für die Beste Cinematographie und einen weiteren für Beste Art Direction ausgezeichnet wurde und zudem noch für die besten Special Effects und Bestes Lighting nominiert war!
Der Film ist mir klassicher Musik unterlegt, die das Stimmungsvolle der Bilder betont. Etwas weniger gelungen sind dafür die Geräusche, die die Geistererscheinungen begleitet. Diese sind schon fast stereotyp und da der Film auch wirklich nicht wirklich spannend ist, vielleicht auch etwas überflüßig, fast sogar störend.
Die Rollen sind sehr gut besetzt und wurden von allen Beteiligten gut und überzeugend gespielt. Die anspruchsvollsten Rollen waren wohl die von Kim Bo-kyeong (Sword in the moon) und Kim Tae-woo (Return, Woman On The Beach, Don’t Look Back), die das Arztehepaar spielen, aber das zu meistern schien für beide kein größeres Problem gewesen zu sein. Für Jin Gu (Ice Bar, A Bittersweet Life, A Dirty Carnival), der den Medizinstudenten spielt, war das die erste „Hauptrolle“ und hoffentlich nicht die letzte.
Wie gesagt, alle andern waren auch überzeugend, aber auf diese drei hatte ich einfach besonders geachtet.
Im Großen und Ganzen hat mich dieser Jeong Brothers Film ein wenig an ein anderes Brüderpaar erinnert, nämlich die Pang Brothers, die ja ebenfalls für ihre schön anzusehenden Filme bekannt sind.
Also würde ich den Film zuerst einmal deren Anhängern empfehlen.
Leute, die einen tiefen Sinn im Film suchen, sollten aber die Finger von „Epitaph“ lassen. Das Gleiche gilt für Leute, die einen Horrorfilm suchen.
Wer hingegen durch stilvolle Bilder zufrieden gestellt wird, sollte sich diese Werk nicht entgehen lassen.
Mir hat er übrigens sehr, sehr gut gefallen.
Was man für den Film unbedingt wissen sollte:
Unter der japanischen Kolonialherrschaft mußten die Koreaner ihre Namen durch japanische Namen ersetzen. Also nicht verwundert sein, wenn Personen mal japanisch, mal koreanisch angesprochen werden.
Korea 2-Disc Edition limitierte Erstausgabe
sm Pictures
R3 /NTSC
Dickes Digipack
Laufzeit laut Cover: 102 min
Bild: 1.85:1 anamorphic widescreen
Ton: Koreanisch DD 5.1 + DTS 5.1
Untertitel: Englisch, Koreanisch
Extras: Making Of, Interviews mit den Darstellern, Interviews mit der Crew (Musik, Art etc.), Trailer, viele weitere Punkte, von denen ich noch nicht ganz herausbekommen habe, um was es geht.. außerdem ein Poster, Postkarten und Booklet.
Die DVD hat eine ordentliche Qualität, aber einen großen Nachteil: die Untertitel lassen sich nicht über die Ferbedienung wählen und die Menüführung ist nicht in Englisch. Für die, die kein Koreanische können, ist also durchprobieren angesagt! (Oder sich von mir zeigen lassen, wie man „englisch“ auf koreanisch schreibt. )

Zuletzt bearbeitet von Namu am Do März 26, 2009 12:44, insgesamt 6-mal bearbeitet |
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Clausiator Bin neu hier


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Verfasst am: Mi Aug 01, 2007 17:13 Titel: |
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Die Bilder und der Trailer sehen ja wirklich sehr vielversprechend aus.
Diesen Film werde ich mir auf jeden Fall mal auf meine Liste setzen.
Klasse Tip, Danke
Gruß Claus _________________
Shot at 2007-08-01 |
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Namu Die CineGLobe Perle

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Verfasst am: Mi Okt 31, 2007 10:06 Titel: |
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| Die Korea DVD (2Discs plus Poster) wird Ende November erscheinen und ist bei DVDfromkorea.com bereits vorbestellbar. |
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Namu Die CineGLobe Perle

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Verfasst am: Do Dez 06, 2007 23:03 Titel: |
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| So, habe den Film in der Zwischenzeit gesehen und erstes Post zu einer vollständigen Review ergänzt! |
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Namu Die CineGLobe Perle

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Verfasst am: Fr Dez 07, 2007 11:54 Titel: |
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Nachdem ich noch einmal eine Nacht darüber geschlafen habe, würde ich sagen, daß es sich hier eigentlich um drei Gothic Geschichten handelt.
Hoffentlich kommt der Film auch auf deutscher DVD heraus. Es ist zwar vielleicht nichts Weltbewegendes, aber dafür wenigstens mal etwas anderes.
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Joy CineMOD


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Verfasst am: So Dez 09, 2007 23:01 Titel: |
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@mimi: das hast du voll schön beschrieben. die bilder des filmes machen auf mich eher den eindruck von einem koreanischen musikvideo (die ja schon fast immer wie kleine filme gemacht werden ^^°). _________________
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Namu Die CineGLobe Perle

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Verfasst am: Mo Dez 10, 2007 09:33 Titel: |
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Hm, an ein Musikvideo hat mich der Film jetzt eigentlich weniger erinnert.
Normalerweise sind die ja viel schneller geschnitten und es ist mehr Bewegung drin etc.etc..
Ich gebe aber zu, daß ich nicht besonders viele koreanische Musikvideos in meinem Leben gesehen habe. Und die, die mir untergekommen sind unterschieden sich nicht von Musikvideos aus anderen Ländern.
Vielleicht habe ich daher einen falschen Eindruck... |
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Joy CineMOD


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Verfasst am: Di Dez 11, 2007 02:15 Titel: |
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dann würde ich dir SG Wannabe's ARIRANG empfehlen (einfach um dir ein beispiel zu zeigen). in korea ist es irgendwie üblich, dass von dem gleichen lied 2 oder sogar mehrere fassungen von musikvideos gibt, die oft eine geschichte (mit fortsetzung) erzählen. ARIRANG (musikvideo) besteht aus drei teilen und ist so wahnsinnig lang (jedes teil hat ca. 7 bis 10 minuten wenn ich mich recht erinnere), dass es wirklich schon an einen kurzfilm grenzt. teile des musikvideos erinnert mich stark an Taeguki. _________________
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Namu Die CineGLobe Perle

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Verfasst am: Di Dez 11, 2007 16:28 Titel: |
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Also, ich sehe da außer der Zeit eigentlich keine Gemeinsamkeiten zu Epitaph oder Taegukgi.
Irgendwie glaube ich, ich habe in meiner Review vielleicht einen falschen Eindruck von dem Film vermittelt?
Aber Lee Myeong-se macht Filme wie Musikvideos. Das finde ich ziemlich lustig.
Hm, vielleicht erweckt auch der Teaser Trailer etwas den Eindruck?
P.S.: Dein und mein Musikgeschmack sind echt extrem unterschiedlich!  |
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Joy CineMOD


Anmeldedatum: 20.02.2007 Beiträge: 405
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Verfasst am: Do Dez 13, 2007 22:40 Titel: |
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dass ich dir das lied bzw. eher die MVs empfohlen hat, heißt nicht, dass ich auf diesen stil stehe ^^°
allerdings gibt es so ein, zwei lieder von SG Wannabe, die mir gefallen ^^
ansonsten glaube ich aber auch, dass unser musikgeschmack sehr unterschiedlich sind. ich lege mich da aber auch nicht fest, mir gefällt eigentlich alles, was mir gefällt ^^° _________________
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