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Garden State - Filmkritik

 
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Nitschewo
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BeitragVerfasst am: Fr Feb 15, 2008 11:39    Titel: Garden State - Filmkritik

Garden State




USA 2004

Regie: Zach Braff
Drehbuch: Zach Braff
Kamera: Lawrence Sher
Darsteller: Zach Braff, Natalie Portman, Peter Sarsgaard, Sir Ian Holm

Inhalt:

Der relativ unbekannte Schauspieler Andrew Largeman (Zach Braff) schlägt sich als Kellner in Los Angeles durchs Leben. Schon seit seiner Kindheit steht er unter Psychopharmaka, was ihn zu einem emotionslosen Menschen werden ließ, der weder Freude noch Trauer empfinden kann.

Als er plötzlich vom Tod seiner Mutter erfährt, fliegt er zu ihrer Beerdigung in seine Heimatstadt im Bundesstaat New Jersey.
Zwischen seinem Vater Gideon Largeman (Sir Ian Holm), einem starrköpfigen Psychiater, den er seit neun Jahren nicht mehr gesehen hat, und Andrew liegen unausgesprochene Dinge und beide drücken sich um ein klärendes Gespräch.
Neben alten Bekannten und Schulkameraden, trifft er auch seinen besten Freund Mark (Peter Sarsgaard), ein unbeschwerter Lebenskünstler, und Sam (Natalie Portman), ein lebensfrohes, unkonventionelles Mädchen.


Mark (Peter Sarsgaard)


Sam (Natalie Portman)



Andrew (Zach Braff) und Sam

Andrew fühlt sich zu ihr hingezogen, setzt seine Tabletten ab und spürt endlich wieder Leben in sich aufkeimen. Mark animiert die beiden zu einer mysteriösen Suche, bei der Andrew zu sich selber findet.





Trailer:
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Kritik:

Drehbuch, Regie und Hauptdarsteller ist hier Zach Braff. Einigen vielleicht auch als überdreht, chaotischer Assistenzarzt „J.D.“ aus der amerikanischen Serie „Scrubs“ bekannt.
Mit Garden State hat er, im Bereich Spielfilm, sein Debüt als Regisseur und Drehbuchautor. Dass er nebenbei auch noch als Hauptdarsteller fungiert, hat die Sache, gerade als Neuling, sicher nicht einfacher gemacht.
Doch das Endergebnis ist ihm wirklich erstaunlich gut gelungen. Er erzählt eine dramatische, ungewöhnliche Geschichte, die voll von kuriosen Charakteren und grotesken Situationen ist, woraus sich des Öfteren humorvolle Szenen entwickeln.
Gerade der außergewöhnliche Humor, der oft aus der Gefühllosigkeit des Protagonisten heraus entsteht, hat mir hier sehr gut gefallen. Zach Braff nimmt sich hier sehr zurück, beweist das er keine Probleme mit ernsten Rollen hat, und verleiht durch seine Apathie den Szenen erst den nötigen Witz.

Natalie Portman (Leon – der Profi, Goyas Geister, Star Wars) spielt ihren Part erfrischend und liebenswert. Ihre ungebändigte Art nimmt einen sofort ein und lockert den Film auf.
Hervorragend natürlich Sir Ian Holm (Die Stunde des Siegers, Brazil, Herr der Ringe), der zwar nur eine kleine Rolle hat, die er aber als Charakterdarsteller nachhaltig darbietet.
Aber auch jede noch so kleine Rolle wurde passend besetzt und überzeugend gespielt.
Leider ist das Ende dann doch noch etwas kitschig geraten, was den Blick auf das gesamte Werk aber nicht trüben sollte.

Sehr gelungen ist auch der Soundtrack, passend untermalen die, meist recht ruhigen, Songs von Bands wie Coldplay, Zero 7, The Shins, Colin Hay oder Simon & Garfunkel, die Stimmung der Geschichte.
Insgesamt ein gefühlvoller, kreativer, kleiner Film, abseits jeglichen Hollywood Mainstreams.

Hintergrund:
Alle amerikanischen Bundesstaaten haben noch einen besonderen Namen. New Jersey wird auch „The Garden State“ genannt.

2004 lief der Film als offizielle Auswahl beim Sundance Filmfestival und war bei den Nominierungen für den Großen Preis der Jury als bester Debütfilm vertreten. Konnte ihn aber nicht für sich entscheiden.
Garden State“ gewann einen Preis beim Stockholm International Film Festival und etliche Preise bei diversen kleinen Festivals in den USA.

2005 gewann die Musik zum Film einen Grammy als "Best Compilation Soundtrack for Motion Picture"

Laut Braff beruhen ca. 80 % des Drehbuchs auf wahren Begebenheiten, die er aber nicht alle selbst erlebt hat. Der Film weist teilweise autobiografische Züge auf, Braff ist z.B. in New Jersey aufgewachsen und dort auf die Columbia High gegangen, genau wie die Hauptfigur Andrew Largeman.




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Zuletzt bearbeitet von Nitschewo am Mo März 03, 2008 19:04, insgesamt einmal bearbeitet
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Seppel
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BeitragVerfasst am: Fr Feb 15, 2008 16:14    Titel:

Hast es in deiner Review sehr gut getroffen, kann da eigentlich kaum noch was hinzufügen.

Garden State ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme und die für mich persönlich schönste Romanze. Denn gerade der Umstand, dass der Film es nahezu die komplette Spieldauer lang schafft, komplett ohne Kitsch, Schmalz und Klischees auszukommen, macht ihn so besonders. Dazu kommt, dass ich persönlich mich in Andrew Largeman wiederfinde. Die Rolle der Sam ist so ziemlich die süßeste weibliche Filmrolle, die ich seit Langem gesehen habe und ich würd mich sofort in das Mädel verlieben.

Die Krönung des Ganzen ist der Soundtrack, der wie du so schön gesagt hast, die Grundstimmung des Films wirklich ideal untermalt. Auch wenn ich solcher Musik noch nie allzu viel abgewinnen konnte, so läuft seit ich den Film das erste Mal gesehen hab der Soundtrack beinahe täglich auf und ab bei mir.

Alles in Allem wirklich, nicht zuletzt aufgrund seiner Authentizität und des bewussten Verzichts auf jegliche Klischees, die beste Romanze der letzten Jahre. Wunderschön und jedem, der auf etwas andere Liebesfilme steht, nur zu empfehlen.
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Nitschewo
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BeitragVerfasst am: Mo März 03, 2008 19:00    Titel:

Schön, dass hier noch jemand den Film mag. Mir liegt er auch sehr am Herzen....

Möglichkeiten zur Identifikation gibt es bei Garden State ja ohne Ende...Irgendwie habe auch ich mich in dem Film gefunden...

Der gelungene Soundtrack hat 2005 übrigens einen Grammy gewonnen. Ich werde das mal oben noch einfügen...
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Namu
Die CineGLobe Perle


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BeitragVerfasst am: Mo März 24, 2008 22:19    Titel:

Garden State habe ich jetzt auch gerade gesehen. Der hat mir wirklich sehr gut gefallen. Erzählt auf angenehme und wenig übertriebene, gleichzeit lustige Art von dem, was das Leben eigentlich ist. Ein bißchen leben, ein bißchen sterben, ein bißchen Traurig Sein, ein bißchen Froh Sein und bißchen Liebe und ein bißchen Nicht Miteinander Glücklich Sein, aber alles ganz wunderbar unspektakulär...
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