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OMG, Ghost Rider ist unterwegs...Filmkritik

 
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Crenshaw
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Anmeldedatum: 08.01.2007
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BeitragVerfasst am: Sa Okt 13, 2007 15:46    Titel: OMG, Ghost Rider ist unterwegs...Filmkritik

Ghost Rider

Regie : Mark Steven Johnson ( Daredevil ).

Was soll ich gross rumquatschen : Nicolas Cage ist ein genialer Charakterdarsteller (“Lord of War”, “Con Air”, “Face/Off”, “The Rock”). Eva Mendes ( „Hitch“, irgendein „Fast and the Furious“-Teil) ist ziemlich hot, weitere Ansprüche an ihre Figur und ihren Schmollmund wollen wir mal an dieser Stelle unterlassen. Peter Fonda („Spiel mir das Lied vom Tod“) ist ein klassischer Filmbösewicht von der Klasse eines Laurence Olivier und Wes Bentley („American Beauty“) ist ein talentierter Jungschauspieler mit Hang zu tiefgehenden Rollen. Sie alle spielen in der aktuellen Verfilmung der Marvel-Comicmaschinerie um einen untoten, gottverdammten Racheengel, der einen heissen Ofen fährt und sich mit Dämonen prügelt. Die entsprechenden Comics von Marvel sind irgendwo zwischen „Geschichen aus der Gruft“, „Das Omen“, „Diablo“ und „John Sinclair“anzusiedeln.



Ich habe Ghost Rider damals im Kino verpasst. Das war auch gut so, denn das was ich nunmehr erlebt habe, sprengt fast alle Grenzen des Akzeptablen im Hinblick auf eine Comic-Umsetzung.

Der Film beginnt mit einer kruden Intro über irgendwelche Cowboys, Wild-West-Dörfer, Dämonen und in Kutschermäntel vermummte Gestalten, die irgendwelche krassen Moves performen, welche ineinander morphen. Danach folgt eine ebenso wirre wie chaotische sam-raimieske, computeranimierte Highwayfahrt, bei der wir die Namen der tollen vorgenannten Darsteller zu Gesicht kriegen.

Die Kurzfassung : der junge Johnny Blaze bildet zusammen mit seinem Dad eine Motorrad-Stuntfahrer-Familientruppe. Irgendwann erscheint ihm der Teufel (sehr souverän : Peter Fonda im Priestergewand)

und bietet einen Pakt an, der seinen Papa vor dem Tod durch Krebs bewahren soll. Nach dem Deal verunglückt Johnnys Vater jedoch tödlich bei dem nächstbesten Stunt – Johnny verliert seine Seele an den Teufel, der ihn dafür irgendwann zur Rechenschaft ziehen will. Später als Erwachsener ( jetzt Nicolas Cage, der nicht die leiseste Ähnlichkeit mit seinem Jugendpart aufweist ) verdient sich Johnny seine Kopeken durch immer waghalsigere Kunststückchen, während er insgeheim seiner Jugendliebe Roxanne (Eva Mendes) nachtrauert.


Irgendwann laufen sich die beiden dann halt doch noch übern Weg und verabreden sich zu einem romantischen Dinner. Just in diesem Moment taucht der extrem böse und finstere Powerdämon Blackheart (Wes Bentley) auf, der mit ein Paar auf die Schnelle erschaffenen Spiessgesellen nach einer vergrabenen Schatzkarte im Süden der USA sucht.



Daraufhin aktiviert der Teufel seine stärkste Waffe : den Ghost Rider – also verwandelt sich Johhnny kurz vor dem Date mit Roxie in etwas, das wie ein Lederklamotten tragendes, brennendes Skelett aussieht. Welche Rolle spielt der geheimnivolle alte Cowboy auf dem Friedhof ? Wird Johnny seine Liebe zurückgewinnen ? Wie zur Hölle kommen die Bösen dazu, nach der Karte aus John Carpenter’s „Vampires“ zu suchen ?

Der Film hat im Prizip nur ein Problem : die schier unüberschaubare Anzahl zu hoch stapelnder Coolness-Elemente. Dazu zählen unter anderem : toughe Cowboys in wild umherflatternden Reiseklammotten, tief ins Gesicht gezogene Hüte, Motorräder, jede Menge Pyrotechnik-Spielereien, Satan selbst, Lederjacken mit Stacheln, grinsende Totenschädel, die markante One-Liner loslassen, finstere goth-artige Antagonisten und gut gemeinte, dicke Spezialeffekte.



Die Liste ist von mir mit Absicht so lang gehalten, denn genau sie wird GR zum absoluten Verhängnis. GR schafft es keinesfalls auf eine vertretbare Weise, die einzelnen an sich „coolen“ Versatzstücke konsequent zu präsentieren. Stattdessen werden wir fast pausenlos mit dem ganzen o.g. Zeugs bombardiert, das uns auch noch mit CGI serviert wird, die frappierend an nächtliche RTL2-Fantasy-Actionfilme erinnern.

Vollkommen unlogisch wird der Rider von einem Gefecht mit dem Bösen is nächste hineingestoßen, dabei fallen noch nicht mal gute Martial-Arts-Keilereien ab. Zwischen dem xBox-Gemetzel gibt es kurze Überleitungszenen, die von ihrem Gehalt her ebenfalls einem Konsolengame entstammen könnten.

Zwar bemüht sich Cage redlich, dem ganzen sowohl etwas Ernsthaftigkeit als auch eine Prise seines komödiantischen Könnens aufzudrücken – nur geht alles davon in dem Brimborium aus Höllenzeugs und Dämonengetue chancenlos unter. Man wundert sich eher die ganze Zeit, ob das Ganze auch nur in irgendeiner Hinsicht ernstgemeint sein kann.



Der arg verworrene Mix aus dem „Devil’s Deal“-Plot, und den ganzen dunklen Fraktionen, in die der Rider irgendwie eingeflochten zu sein scheint, verhindert, dass man den Überblick über die Handlung gewinnen könnte. Die sehr schnell nervenden, wirr hin-und-herzoomenden Kamerafahrten aus dem Computer geben dem Zuschauer den Rest.


Die Aktionen der Protagonisten grenzen entweder an Hochnotpeinlichkeiten ( Romantik-Einlagen ) oder an Sinnlosigkeit ( kein erkennbarer Zusammenhang mit der folgenden Handlung ). Kostprobe für den Unsinn : Johnny wird von einem weisen und mächtigen Rider zum finalen Ort der Konfrontation mit dem Bösen begleitet. Kurz davor stoppt der alte Rider an und gibt zu Bedenken, dass er nun anhalten müsse, da sein Energievorrat durch den langen Ritt hierher zu sehr beansprucht worden ist.

Die Bösewichter erfreuen sich der Tatsache, daß sie sich in schwarze Mäntel kleiden und irgednwie mit dem Teufel verbandelt sind, denn dadurch ist schon klar, dass sie böse sind. Sie sind übrigens durch lustige Spuk-Effekte gar nicht so schlimm wie sie immer tun.



So, ich habe keine Lust mehr, drüber zu schreiben, aber es hat gut getan, das Zeug zu bashen. Wie Nic Cage in den Film reingekommen ist, scheint schleierhaft, dafür wäre so jemand wie Ben Affleck oder Casper van Dien eher angemessen; anders als Nics auf Kindheitserinnerungen basierender Hang zu den Comics ist sein Erscheinen in dieser an sich „straight-to DVD“ gehaltenen Produktion kaum zu erklären. Dagegen scheint mir „Spider-Man III“ einfacher wie ein ruhiger, nachvollziehbarer Film.

2,5 Punkte von 5,

Mad Mad

alle denkbaren Boni für Comics und Nic Cage feat.Peter Fonda mit der Synchro-Stimme von Robert DeNiro schon eingerechnet. GR lohnt sich echt GAR NICHT, es sei denn, ihr wollt mal tüchtig lachen oder euch agucken, wie man Film-CGI selbst daheim mit Pinnacle erstellen kann. Das sage ich euch als a) Fan von Cage, b) Fan von Marvel-Comics aller Art und c) Actionfilmanhänger.



Oy plam, ich weiß ja, dass du hier die etwas skeptischere Schiene fährst, was Comics angeht, während ich stets neuem Zeugs aus dieser Richtung entgegenfiebere. Noch ein Paar von solchen Filmen und ich wechsele in dein Lager der Mainstream-Enthaltsamkeit.

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Orlendo
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BeitragVerfasst am: So Okt 14, 2007 07:44    Titel:

Hab den mir die DVD schon gekauft ...echt ein hammer film Mosher #1Bang ure head und die Effekte
sind jecht lobens wert ...
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Jemand hat mir mal gesagt:" Dass Filmgeschäft ist eine Hirnlose und Grausame Geldmaschine. Dar Laufen Zuhälter und Diebe frei herum und gute Menschen gehen vor die Hunde. "

Er fügte noch hinzu:" Es hat auch negative Seiten "
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Crenshaw
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BeitragVerfasst am: So Okt 14, 2007 11:44    Titel:

Zitat:
und die Effekte
sind echt lobens wert ...


sicher, wenn man sich mit dem niveau von computertechnik anno 1990 zufriedengibt.
wie detailliert gut effekte aussehen können und wie sie einen ganzen film vor dem armageddon bewahren können, zeigt "Transformers". GR schlittert da auf zu dünnem eis in der machart der "Mortal Kombat"-filme, sorry - und kommt mir nicht damit, daß flammen schwer zu animieren sind. entweder sie werden effekttechnisch gut oder ihr lasst es ganz bleiben.
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BeitragVerfasst am: So Okt 14, 2007 13:57    Titel:

Shocked was die Effekte sind doch nicht schlecht ...oky wenns noch Transformers geht ja schon jecht gute Effekte , ist ja auch kein schlechter Film ..aber es ist schwerer Effekte
(welche auch immer ) auf eine Person zu produzieren als ein Monster oder was auch immer in oder auf eine Strasse zu produzieren . Evil or Very Mad
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Er fügte noch hinzu:" Es hat auch negative Seiten "
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