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Invisible Waves

 
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Namu
Die CineGLobe Perle


Anmeldedatum: 21.09.2006
Beiträge: 4978
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BeitragVerfasst am: So Apr 01, 2007 13:01    Titel: Invisible Waves

Invisible Waves
Thailand 2006





Regie: Pen-ek Ratanaruang
Kamera: Cristopher Doyle
Musik: Hualampong Riddim
Drehbuch: Prabda Yoon
DarstellerInnen: Asano Tadanobu, Kang Hye-jeong, Mitsuishi Ken, Maria Cordero

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„- I like the feeling that the sea isn’t judging me. I just look at it and it just looks at me.
- Strange... It judges me all the time.“

Der Koch Kyoji hat ein Verhältnis mit der Frau seines kriminellen Chefs. Als dieser dahinter kommt, ist er bereit Kyojis Leben zu verschonen, wenn dieser seine Frau umbringt. Auf dem Weg von Macao nach Phuket, wo Kyoji für eine Weile untertauchen soll, hat er eine Reihe merkwürdiger Erlebnisse, die ihn vermuten lassen, daß an seiner Abmachung mit dem Chef etwas faul war. - Oder sind es vielleicht doch nur erste Anzeichen von Verfolgungswahn?





Invisible Waves dreht sich inhaltlich um die Themen Schuld und Sühne. Dabei widmet sich der ganze erste Teil dem Verbrechen und Kyojis Schuldgefühlen. Diese Hälfte spielt hauptsächlich auf einem Schiff, das sich bald als eine Art surrealistischer Hölle entpuppt. Der Höhepunkt des Films ist ein Gespräch Kyojis mit dem Barkeeper, welches man auch als Hommage an Kubricks „The Shining“ sehen kann, wie im weiteres Verlauf des Films deutlich wird.

In Phuket angekommen, verläßt der Film die surrealistische Ebene und verwandelt sich in ein ruhiges Rachedrama. Diese zweite Hälfte des Films wahrt leider die Distanziertheit des Zuschauers zu den Charakteren, die im ersten Teil passend wirkte, hier aber negativ auffällt, da der Zuschauer emotional zu wenig involviert wird und dadurch im übertragenen Sinn nicht am Geschehen teilnimmt. Dazu tragen auch noch die vielen Anspielungen und Ähnlichkeiten zu „Last Life in the Universe“ bei, wie Namen (Nid, Noi, Lizard) und Musik (ebenfalls von Hualampong Riddim). Das schafft zwar einen interessanten Kontrast, hat aber auch den Nachteil, daß man als Zuschauer automatisch in eine Metaebene rutscht und anfängt, Vergleich zwischen beiden Werken zu ziehen... .

Erst mit seinem ungewöhnlichen Ende gelingt es dem Film wieder, die Aufmerksamkeit des Zuschauers vollständig zurückzugewinnen.

Von den Aufnahmen liegt „Invisble Waves“ wieder weit über dem Durchschnitt. Die Kameraarbeit in den Händen von Christopher Doyle scheint vor allem Personen, die Gänge, Flure und Straßen entlang gehen zu poträtieren.

Das Cast besteht aus internationalen Charakterdarstellern wie Asano Tadanobu (Last Life in the Universe, Hana, The Taste of Tea) in der Hauptrolle, Kang Hye-jeong (Oldboy) als alleinerziehende Mutter Noi, Maria Cordero (Lost and Found) als Kyojis Nachbarin und Mitsuishi Ken (Noriko’s Dinner Table, Pacchigi, 2009 Lost Memories) als mysteriöser „Lizard“.
Zum ihrem Spiel möchte ich mich jetzt nicht so gerne äußern. Ich denke sie waren durchasu alle ganz gut, aber da man die Figuren mehr aus Distanz erlebt, finde ich es schwierig, das tatsächlich zu beurteilen.





Irgendwie hätte ich Invisible Waves lieber als Bildband mit ein paar wenigen Textstellen zu Hause als als Film!
Ich würde ihn auch nicht an Leute empfehlen, die Filme nur zu Unterhaltungszwecken sehen. Für Leute, die sich auf einer Metaebene mit Filmen auseinandersetzen, dürfte er aber zumindest einge interessante Ansätze haben.
Auf jeden Fall sollte man bei „Invisible Waves“ darum bemüht sein, sich auch auf kleine Details zu konzentrieren, da einem sonst manche Zusammenhänge entgehen.
Man beachte vor allem, daß es sich bei dem „Barkeeper“ um die gleiche Person wie auf dem Bild von Kyojis Vater handelt...


Hong Kong DVD
Panorama Entertainment
R3/NTSC
Amaray Case im Pappschuber
Bild: 1,78:1 anamorphic widescreen
Ton: OV DD 5.1 + DD 2.0 Stereo
Untertitel: Englisch, Chinesisch (vereinfacht + traditionell)
Extras: keine

Zur Hong Kong DVD gibt es momentan als einzige mir bekannte Alternative die Thai-DVD. Da weiß ich aber nicht genau inwieweit diese der strengen Zensur zum Opfer gefallen ist. Bei der Hong-kong DVD wurde bei den englischen Untertiteln leider nicht immer alles übersetzt.
Die Tonspur ist gemäß der Originalversion ein Gemisch aus Englisch und Japanisch mit noch einigen wenigen Sätzen in diversen anderen Sprachen.


Weitere Filme von Pen-ek Ratanaruang bei cineglobe:
Ploy
Last Life in the Universe
Ruang Talok 69 - Eine tödliche Adresse aka 6ixtynin9






Zuletzt bearbeitet von Namu am Do Apr 16, 2009 23:01, insgesamt 3-mal bearbeitet
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Namu
Die CineGLobe Perle


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Beiträge: 4978
Wohnort: Oferdingen

BeitragVerfasst am: Do Jun 21, 2007 13:26    Titel:

Die deutsche DVD ist ab morgen im Handel erhältlich. Sie enthält den Film in O-Ton DD 2.0 mit deutschen Untertiteln. Bild: 1,77:1. Als Extras das ca 30 min Making Of und den Trailer.



Klicke hier, um den Artikel bei Amazon.de anzuschauen.
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plam
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CineMaster


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Beiträge: 676
Wohnort: Jena

BeitragVerfasst am: Do Jun 21, 2007 17:44    Titel:

Danke für die Kritik. Und trotz der kleinen Schwachstellen hört sich dies mal wieder schwer nach einem Film, ganz nach meinem Geschmack an....muss ich beim Gucken eben "Last Life in the Universe" erstmal aus meinem Kopf wegdenken.

Ärgerlich ist für mich jedoch bislang die Tatsache der OmU-DVD, da bin ich ehrlich gesagt kein großer Freund davon.
_________________
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Namu
Die CineGLobe Perle


Anmeldedatum: 21.09.2006
Beiträge: 4978
Wohnort: Oferdingen

BeitragVerfasst am: Do Jun 21, 2007 19:28    Titel:

Ich denke, die haben das OmU gelassen, da in dem Film 4 Sprachen gesprochen werden. Wenn man das übersetzen würde, bekäme man nicht mehr mit, wer in der Lage ist mit wem wie bzw. wieviel zu kommunizieren und wer nicht.
Andererseits ist das eigentlich gar nicht so wichtig für diesen Film...

Ansonsten ist es mit dem Film so: Die erste Hälfte fand ich stellenweise schon beeindruckend (mal abgesehen von der Tatsache, daß das Schiff auf dem Kyoji später ist nicht fährt, aber das könnte auch Absicht sein.)
Aber die zweite Hälfte ist sehr unbefriedigend. Die erste Hälfte weckt halt auch irgendwie mehr Erwartungen.

Ich würde ja dazu raten, einfach nur den ersten Teil zu sehen und den zweiten gar nicht oder irgendwann extra ohne den ersten Teil!
(Aber wer schaltet schon in der Mitte vom Film auf den Aus-Knopf?)

Falls Du ihn anschauen solltest, schreib auf jeden fall, wie er Dir gefallen hat.
Ich persönlich bin da recht hin-und hergerissen, wie man auch an der etwas konfusen Review merkt...
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Namu
Die CineGLobe Perle


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Beiträge: 4978
Wohnort: Oferdingen

BeitragVerfasst am: Fr Jun 22, 2007 09:05    Titel:

Wenn man in der Nähe von Berlin oder in Berlin wohnt, dann kann man den Film nächsten Monat auch in einem Kino, das sich Filmkunst 66 nennt, sehen.

Er läuft da vom 15.07.-23.07.
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