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Ittenbach's Familienradgeber Filmkritik

 
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Kittie
CineMaster
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Anmeldedatum: 20.09.2006
Beiträge: 932
Wohnort: Gegenerde

BeitragVerfasst am: So März 18, 2007 20:43    Titel: Ittenbach's Familienradgeber Filmkritik

Regie: Olaf Ittenbach, Martina Ittenbach

Darsteller: Olaf Ittenbach, Martina Ittenbach, Daniel Ittenbach, Melanie Ittenbach


Story:

Wie soll ich die Handlung von diesem Film nur erklären? Ich glaube er hat gar keine Handlung und er ist auch eher wie eine Art Dokumentation angelegt. Es wird gezeigt wie es zu einer Familie kommen kann: vom ersten Blickkontakt in der Kneipe bis zur Hochzeit, dann was Ehepaare eben so treiben - gemeinsam... im Bett - bis hin zur Zeugung des ersten Kindes und wie man einen Säugling umgeht und auch aufzieht; was sich dann beim zweiten Kind wiederholt. Aber so eine Ehe kann auch mit Problemen behaftet sein und da kann dann ein Familienberater weiterhelfen, welcher dann irgendwelche klugen Kommentare bereithält.

Meinung:

Tut mir leid für die vielleicht etwas wirre Zusammenfassung, aber der Filmmacht es mir da wirklich nicht leicht.

Ich denke mal der Name Olaf Ittenbach dürfte Einigen ein Begriff sein - richtig, dass ist der Onkel, welcher für seine (extremen) Splatterfilme bekannt ist.

Seine ersten Werke waren nun nicht gerade von hoher Qualität, aber es fanden sich schnell Fans von seinen Filmen, welche auch in letzter Zeit deutlich besser geworden sind. Ich denke da vorallem an "Garden of Love". Garden of Love hatte eine annehmbare Handlung und es wurde nicht nur gesplattert - ja es ging wirklich bergauf mit seinen Filmen - aber was Ittenbach jetzt mit seinem "Familienradgeber" abgeliefert hat, ist einfach nur schlecht.

Und ich weiß nicht was mich mehr schockiert: die Gewalt gegen Kinder oder das ich Ittenbachs nackten Hintern gesehen hab - was weiß Gott kein schöner Anblick war - und es zerstörte auch mein Bild was ich von Olaf Ittenbach hatte.

Wo ich schon bei der Gewalt war: hier gibt es für einen Ittenbach-Film aussergewöhnlich wenige Special Effects. Es gibt zwar Welche, ohne näher drauf einzugehen, die recht blutig ausfielen, aber auch stellenweise sehr billig sind. Dadurch wird zwar sehr deutlich, dass alles nur gestellt ist, aber von Ittenbach kann man wirklich mehr erwarten.

Die "Hauptdarsteller" des Films sind die Kinder und die Frau von Olaf Ittenbach und natürlich er auch; also kurz die Ittenbach Familie. Und so etwas wie schauspielerische Leistung ist im ganzen Film nicht vorhanden - ich glaube auch das sehr viel improvisiert wurde (wenn man den Abspann glaubt, gab es kein Drehbuch). Was aber erstaunlich an Martina Ittenbach ist, das sie jetzt noch blonde Haare hat, aber nach dem Schnitt (nicht der Haarschnitt, sondern der im Film, wenn uns die Kamara ein anderes Bild zeigt) sind ihre Haare rötlich-braun - sehr erstaunliche Leistung.

Im Abspann ist zu lesen, dass alles nur mit einer Kamara gedreht wurde und das kann ich mir sehr gut vorstellen. Verwackelte Bilder und sehr schlecht ausgeleuchtete "Sets" - gut das meiste wurde in Ittenbach seinem Haus gedreht - was das Ganze sehr amateurhaft wirken lässt. Die schönsten Aufnahmen sind die Naturaufnahmen, hier gab es nur natürliches Licht und Schatten, was dann gleich sehr viel besser aussieht.

Der Film nennt sich "Familienradgeber" und ich glaube an diesen Schreibfehler sollte Jeder erkennen, dass der Film nicht ernst gemeint ist und auch nicht ernst zu nehmen ist. Es gibt auch viel Abartiges oder auch Perverses - wie man es eben sehen mag. Auch wenn vieles übertrieben und wirklich nicht ernst gemeint dargestellt wird, hinterlässt der Film einen bitteren Beigeschmack: denn leider gibt es wirklich solche asozialen Familien, die ihre KInder misshandeln, vernachlässigen und noch weit aus Schlimmeres mit ihren Kindern anstellen - und ob es die Eigenen sind, steht auch nicht immer fest.

Nun stellt sich mir die Frage ob dieser Film doch einen tieferen Sinn hat - auch wenn kaum eine vernünfitge Handlung erkennbar ist und vom technischen her der Film unter dem Niveau von einem billigen Hinterhof-Porno liegt - oder wollte sich Olaf Ittenbach einfach mal wieder ein wenig austoben und einen Film drehen?

Da ich diese Frage hier und jetzt nicht beantworten kann, werde ich mich meinem Fazit nähern und somit das Thema "Familienradgeber" abschließen.

Fazit:

Eine genaue Empfehlung oder ähnliches kann ich für Familienradgeber nicht abgeben. Die Ittenbach-Fans werden wahrscheinlich enttäuscht sein, weil es steht Ittenbach drauf, aber es ist kein Ittenbach drin (wenn ihr versteht was ich meine). Der allgemeine Filmfan wird ihn sowieso als Schwachsinn und Mist abstempeln und der Horrorfilmfan wird auch keinen Gefallen dran finden, denn es sind einfach zu wenige Horrorfilmelemente enthalten, aber vielleicht haben derbe Trashfans ihren Spaß mit diesem Film.


Zuletzt bearbeitet von Kittie am Fr Jun 20, 2008 14:12, insgesamt einmal bearbeitet
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Montana
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Anmeldedatum: 20.09.2006
Beiträge: 144


BeitragVerfasst am: So März 18, 2007 22:03    Titel:

also mir hat der film auch überhaupt nicht zugesagt. hatte relativ hohe erwartungen. vorallem die szene mit dem baby ist total schwachsinnig und überhaupt nicht komisch . von ittenbach ist man einfach besseres gewohnt.
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plam
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Anmeldedatum: 20.09.2006
Beiträge: 676
Wohnort: Jena

BeitragVerfasst am: Mo März 19, 2007 12:01    Titel:

Für mich ist Ittenbach ohnehin der Ed Wood unserer Zeit. Da erwarte ich von Grund auf sowieso nichts.
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