Du hast noch keinen Cineglobe-Account? Unsere Mitglieder lesen alle werbefrei! Klicke hier um Dich jetzt kostenlos zu registrieren!
 
    Login
 Registrieren  DVD-SHOP     KarteKarte    FAQ   Suchen   Mitgliederliste   Benutzergruppen   Profil   Nachrichten

Jack Ketchum's The Girl Next Door

 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Forum -> DVD Filmkritik
Vorheriges Thema: Automaton Transfusion
Nächstes Thema: Disaster Movie  
Autor Nachricht
Kittie
CineMaster
CineMaster


Anmeldedatum: 20.09.2006
Beiträge: 932
Wohnort: Gegenerde

BeitragVerfasst am: Do Jun 12, 2008 20:53    Titel: Jack Ketchum's The Girl Next Door

So wie versprochen ist hier die Vorstellung zu Jack Ketchum's The Girl Next Door.

Vorwort: Es kann zu Spoilern kommen, denn ich werde auf den Fall
eingehen, der mit diesem Film im Zusammenhang steht. Daher werde ich
alles was mit dem Fall zu tun hat kursiv schreiben. Ich denke es wird nur
ein kurzer Absatz, den man dann erkennen kann und so auslassen kann.
Daher sollte es auch kein Problem für die sein, die mit Spoiler Probleme
haben.

Regie: Gregory Wilson

Darsteller: Blythe Auffarth, Daniel Manche, Blanche Baker, Graham
Patrick Martin, Benjamin Ross Kaplan

Story:

Es ist ein schöner Sommer im Jahre 1958. David ist am Fluss und fängt
Flusskrebse als plötzlich ein ihm noch unbekanntes Mädchen sich im
nähert. Sie stellt sich als Meg vor und erzählt ihm, dass sie ab nun bei
ihrer Tante Ruth Chandler, Davids Nachbarin, wohnen wird. Aber nicht nur
Meg, sondern auch ihre kleine gehbehinderte Schwester Susan. Die
Beiden verloren ihre Eltern bei einem Autounfall.

Tragische Sache, aber erst mal Glück für David, denn dieser verliebt sich
in Meg, aber zuerst soll sich hier eine Freundschaft entwickeln.

Alles könnte schön und gut sein, aber dann ist da noch Ruth. Sie fängt an
Meg und Susan zu schlagen und auch bald machen die Nachbarskinder
und Ruths eigene Kinder bei den Misshandlungen mit und schon bald wird
hieraus ein perverses und grausamen Spiel.

Und dies ist erst der Anfang einer langen Tortur für Meg.

Kommentar:

Ich weiß noch nicht so recht wo ich anfangen soll. Ich habe mir den Film
eben noch einmal angesehen und ich habe immer noch eine Gänsehaut.

Bei The Girl Next Door handelt es sich um eine Literaturverfilmung.
Der gleichnamige Roman wurde von Jack Ketchum geschrieben und 1989
zum ersten Mal in den USA veröffentlicht. Wer mehr über das Buch
erfahren möchte, der klickt bitte >>>hier<<<. Dort habe ich mal eine
Buchvorstellung geschrieben.

Hier wäre dann auch noch zu erwähnen, dass der deutsche Titel für das
Buch als auch für den Film Evil lautet. Ich persönlich hätte mir zwar
gewünscht, dass man den Originaltitel behält, aber dem sollte dann wohl
nicht so sein.

Bevor ich endgültig zum Film komme, möchte ich noch sagen, dass es
immer so eine Sache ist, wenn ein Film auf einer wahren Begebenheit
"beruht" oder durch eine wahre Begebenheit "inspiriert" wurde. Manche
würden vielleicht meinen, da gebe es keinen Unterschied oder vielleicht ist
es einigen noch nicht aufgefallen, denn mit den beiden Bezeichnungen
kann man ganz schönes Schindluder treiben.

Für mich gibt es da einen großen Unterschied. Denn bei dem Einen
erwarte ich einen "Tatsachenbericht" und bei dem anderen darf es ruhig
eine fiktive Geschichte sein, die sich aber ein paar Elemente der
Begebenheit leiht. Aber was mache ich nun mit Girl?

Ich glaube er liegt irgendwo zwischen "beruht" und "inspiriert". Denn 1965
gab es den Fall " Sylvia Likens".

Sylvia Likens starb im Oktober 1965 im Alter von 16 Jahren, denn sie
wurde über Wochen von ihrer Ziehmutter Gertrude Baniszewski, deren
beiden Kinder und zwei Kindern aus der Nachbarschaft gefoltert und
schließlich totgeschlagen. Sylvia hatte auch eine jüngere Schwester
namens Jenny. Beide wurden von Gertrude körperlich misshandelt, aber
am meisten und am schlimmsten traf es Sylvia. Fing es noch recht
"harmlos" mit Schlägen und Beleidigungen an, artete es bald aus und so
wurde sie mit brennenden Zigaretten gequält (ab hier machten dann auch
schon die Kinder mit) und man streute Salz in ihre Wunden, verbrühte sie
mit heißem Wasser und man zwang sie zur Koprophagie. Dieses kranke
Spiel ging eben bis zu ihrem Tod weiter. Später als das Ganze hier
bekannt wurde, kam es zu einem Prozess für Gertrude und sie kam für 18
Jahre ins Gefängnis. Dort verbrachte sie ihr Leben bis 1985 und starb
letztendlich im Jahre 1990.


So viel erst mal zu diesem Fall. Im Internet findet man noch sehr viel
mehr zu diesem Fall. Darunter auch einen sehr ausführlichen mehrseitigen
Bericht mit einigen Fotos. Allerdings ist dieser in englische Sprache
gehalten.

Aber nun endlich zum Film selber. Hier möchte ich mit der
Genrezuordnung anfangen. Die macht es mir zwar nicht ganz so einfach,
aber letztendlich kann man sagen, dass es sich hier um ein Horror-Drama
handelt.

"Horror-Drama" ist auch hier und da die nettere Beschreibung für
irgendwelche Folterfilme* oder Filme aus dem Torture-Porn Bereich (wer
hat sich nur diesen Mist einfallen lassen?). Zur Zeit ist diese Art von Film
auch sehr beliebt und sie wurden sogar mainstreamfähig fähig. Man denke
nur an Hostel oder Saw.

*Man erlaube mir noch schnell diese kleine Zwischenbemerkung: vieles
was heute als Folterfilm bezeichnet wird, ist eigentlich gar keiner. Ich
denke mal, dass die Leute, die dieses Wort do großzügig verwenden,
haben noch keinen "richtigen" Folterfilm gesehen. Oder ich verstehe
einfach unter einem Folterfilm etwas anderes. Aber das ist ein anderes
privates Thema.

Wie schnell hätte hier auch Girl in diese Richtung abrutschen
können?! Aber zum Glück passiert dies hier nicht. Ich höre auch schon
jetzt Einige rumheulen, dass dieser Film hier nicht diese Richtung
einschlägt. Aber (S)Exploitation wäre hier vollkommen fehl am Platz.

Hier spielt zwar Sexualität und Gewalt eine Rolle, aber hier geht die
Gewalt von Kinder gegen Kinder aus. Hier sei auch schon mal den
Gorehounds gesagt, dass gore- und splattertechnisch der Film nichts zu
bieten hat. Es gibt zwar ein paar kleinere SFX, aber wer nur hinter Splatter
und Gore hinterher ist, wird hier keinen Gefallen dran finden. Aber nicht
nur Kinder üben Gewalt aus, sondern auch Ruth. Eine der wenigen
Erwachsenen im Film. Sie ist eine große und starke Bezugsperson für die
Kinder im Film. Sie fängt mit dem "Spiel" an und fordert die Kinder
regelrecht auf hier mitzumachen.

Man bedenke hier auch, dass der Film in den 50er Jahren spielt, in einer
Zeit wo die Kinder nichts wert waren. Und dann ist da Ruth, eine
verhaltensgestörte Persönlichkeit, aber sie interessiert sich für die Kinder
und diese mögen sie wiederum auch, denn dürfen sie bei Ruth Bier trinken
und rauchen und erzählt ab und an kleine aufreizende Geschichten.

So etwas gefällt natürlich den Jungs, die sich gerade in der Pubertät
befinden und dann kommt da Meg; ein junges hübsches Mädchen…
welches später nackt und wehrlos den Jungs ausgeliefert ist und immer
mit dabei Ruth.

Ich bin nicht nur froh, dass dieser Film hier ins eines der oben genannten
"Subgenre" (eigentlich sind es keine, diese Beschreibungen sollen
hauptsächlich der Vermarktung dienen) abgerutscht ist, sondern ich bin
auch froh darüber, dass die Kamera hier nicht bis zum Schluss draufhält.
Wie schon gesagt kein Splatter und kein Gore. Aber nicht nur da, sondern
auch in den Szenen wo Meg nackt ist. Man sieht sie nur einmal kurz
frontal, sonst nur Aussichte wie Gesicht, Bauch oder Rücken. Hätte man
hier sonst mehr oder andere Bilder gezeigt, hätte dieser Film einen großen
Grad an Perversität. Auf was ich hinaus will, sollte klar sein.

Dann wäre auch noch David zu erwähnen. Er ist unsere eigentlich
Bezugsperson und nicht Meg wie man eigentlich vermuten könnte. Aber da
David die Bezugsperson ist, bekommt man eine gewisse Distanz zu den
Ereignissen im Film. – Und schon wieder geht es mit der Gänsehaut los. –
Aber trotz dieser Distanz ist der Film immer noch sehr erschreckend.

Aber auch dies trägt stimmungsvoll zur Atmosphäre bei. Im Verlauf des
Films baut sich schrittweise eine beklemmende, bedrückende Atmosphäre
auf wie ich sie schon lange nicht mehr in einem Horrorfilm erlebt habe.
Hervorragend kann ich da nur sagen! Anfangs bekommt man schöne
stimmungsvolle sonnige Bilder zu sehen und werden hier dann doch
leichte Erinnerungen an Stand by me wach, schlagen die Bilder bald
um. Sie werden kalt, dreckig und düster und hier ist dann auch wieder
Ruth, die da sitzt mit ruhiger Stimme erzählt und zu sieht wie die Kinder
Meg misshandeln.

Die darstellerischen Leistungen im allgemeinen sind gut, aber besonders
möchte ich hier Blythe Auffarth, welche Meg spielt und Blanche Baker, sie
spielt Ruth, hervorheben. Blanche gibt hier eine exzellente Ruth ab, gute
Körpersprache, Mimik und Einsatz der Stimme. Von Blythe hat man hier
sehr viel abverlangt. Die Rolle der Meg zu spielen dürfte nichts Leichtes
gewesen sein, aber auch sie meistert ihre Rolle fabelhaft! Ich bin wirklich
begeistert von den Beiden. Solche Leistungen sollte man viel öfter zu
sehen bekommen.

Wie oben schon erwähnt handelt es sich hier um eine Literaturverfilmung.
Ich versuche ja sonst beide Medien möglichst zu trennen, aber hier in
diesem Fall war mir das leider nicht möglich.

Ich hatte sehr hohe Erwartungen an dem Film und zu meinem Erstaunen
und auch Erfreuen, kann dieser Film meine Erwartungen vollkommen
erfüllen. Ich würde sogar behaupten, dass es sich hier um die beste
Literaturverfilmung handelt, die ich bisher gesehen habe. Diesen hier zu
toppen, dürfte auch reichlich schwer sein.

Es gibt zwar Unterschiede zwischen Film und Buch, vor allem was das
Ende angeht, aber ich bin zu frieden mit dem Ende im Film. Man hätte es
vielleicht auch so drehen können wie im Buch, aber was soll es. So wie es
ist, passt es doch auch.

Das buch ist zwar besser als der Film, aber er brauch sich nicht
verstecken. Wem also schon das Buch gefallen hat, der sollte sich ruhig
den Film ansehen und wer den Film kennt und mag, sollte auch unbedingt
das Buch lesen. Beides lohnt sich auf jedem Fall.

Abschließend möchte ich noch sagen, dass ich noch nicht ganz zu frieden
bin mit dieser Vorstellung. Sie wirkt noch etwas ungeordnet, aber es fällt
mir auch schwer bei Filmen, die ich wirklich mag mit meinen Worten
gerecht zu werden.




Klicke hier, um den Artikel bei Amazon.de anzuschauen.
Nach oben
Kat
CineMOD
CineMOD


Anmeldedatum: 18.06.2008
Beiträge: 1087
Wohnort: No Man's Land

BeitragVerfasst am: So Jun 15, 2008 01:40    Titel:

Vielen Dank Kittie (Ich sollte mir echt langsam mal die Band anhören).

Ich war erst hin und hergerissen, ob ich deine kursiven „Spoiler“ lesen soll, was eigentlich totaler Schwachsinn ist, da ich durch „An American Crime“ ja genau weiß, worum es geht.

Bei An American Crime ist es so, dass dieser auf dem Tatsachen-Bericht besteht, wo auch die tatsächlichen Namen vorkommen. Und genau wie du erwähnt hattest, wurde auch eine Anspielung gemacht, dass sich Ruth zu jungen Männern, d.h. Jungs hingezogen fühlt. Allerdings wurde dies in AAC nur angedeutet oder eher mit Volljährigen gezeigt. Sylvia sah man in AAC nie nackt und die besonders markaberen Szenen wurden nicht direkt gezeigt. Aber man ist trotzdem geschockt. – Da sieht man mal wieder, was die Fantasie für eine Kraft hat.

Währen The Girl next Door aus der Sichtweise von David gezeigt wird, erzählt Sylvia in AAC selbst ihre Geschichte, was auch das Ende erklären dürfte.

Zu deinem Schlusssatz:
Das geht mir genauso so. Es ist viel schwieriger über einen Film zu schreiben, der einem viel bedeutet (oder den man halt sehr gerne mag) als über einen Schlechten.

Bleibt noch zu sagen, dass ich sehr gespannt auf Jack Ketchum’s Version bin, da ich jetzt nach dieser zweiten positiven Kritik mir immer noch sehr viel davon verspreche.
_________________
Lips red as blood, hair black as night. Bring me your heart, my dear, dear Snow White
Nach oben
Kittie
CineMaster
CineMaster


Anmeldedatum: 20.09.2006
Beiträge: 932
Wohnort: Gegenerde

BeitragVerfasst am: So Jun 15, 2008 10:32    Titel:

Kat hat Folgendes geschrieben:
Vielen Dank Kittie (Ich sollte mir echt langsam mal die Band anhören).


Wenn du das mal vor hast, dann am besten die älteren Sachen (Spit oder Oracle). Die neueren Sache sind zwar auch nicht schlecht, aber hier sind sie etwas weich (von der Stimme her) gewurden.

Kat hat Folgendes geschrieben:
Bei An American Crime ist es so, dass dieser auf dem Tatsachen-Bericht besteht, wo auch die tatsächlichen Namen vorkommen. Und genau wie du erwähnt hattest, wurde auch eine Anspielung gemacht, dass sich Ruth zu jungen Männern, d.h. Jungs hingezogen fühlt. Allerdings wurde dies in AAC nur angedeutet oder eher mit Volljährigen gezeigt. Sylvia sah man in AAC nie nackt und die besonders markaberen Szenen wurden nicht direkt gezeigt. Aber man ist trotzdem geschockt. – Da sieht man mal wieder, was die Fantasie für eine Kraft hat.


Ja Ruth... sie ist gestört. Alle Frauen sind Schlampen und sie schiebt Hass auf alle Männer. Sie ist eine sehr interessante Person.

Hier in Girl wird auch nicht direkt alles gezeigt, obwohl man das schön hätte "ausschlachten" können. Aber ich möchte mal behaupten, dass man hier weitergeht als in Crime - was wir wohl Jack Ketchum zu verdanken haben (Romanvorlage).

Das merkt man vorallem auch, wenn man seine anderen Werke (z. B. Beutezeit) liest. Er ist nicht gerade zimperlich was Gewaltdarstellung angeht.

Jetzt muss ich auch mal schauen, dass ich Crime irgendwie ranbekomme.
Nach oben
Kat
CineMOD
CineMOD


Anmeldedatum: 18.06.2008
Beiträge: 1087
Wohnort: No Man's Land

BeitragVerfasst am: So Jun 15, 2008 23:23    Titel:

Mittlerweile weiß ich schon mal, dass Kittie aus vier Frauen besteht. Warum sagt mir das denn keiner??? Wink

Soweit ich gelesen habe, geht The Girl sehr viel weiter als AAC; dort gab es zwar eine Szene mit einer Flasche, welche aber wierrum nicht direkt gezeigt wurde.

Ich befürchte ja, dass wir beide bei dem Erstlingswerk bleiben werden. Es ist häufig so, dass man die Version, die man zuerst gesehen hat, lieber mag. Aber mal abwarten, bin auf jeden Fall auf deine zu AAC (und auch meine Meinug zu The Girl) gespannt.
_________________
Lips red as blood, hair black as night. Bring me your heart, my dear, dear Snow White
Nach oben
Kittie
CineMaster
CineMaster


Anmeldedatum: 20.09.2006
Beiträge: 932
Wohnort: Gegenerde

BeitragVerfasst am: Mo Jun 16, 2008 08:39    Titel:

Kat hat Folgendes geschrieben:
Mittlerweile weiß ich schon mal, dass Kittie aus vier Frauen besteht. Warum sagt mir das denn keiner??? Wink


Hatte ich nicht schon mal irgendwo erwähnt, dass Kittie 'ne Chickenband ist?! Oder war das noch im alten Forum.

Kat hat Folgendes geschrieben:

Ich befürchte ja, dass wir beide bei dem Erstlingswerk bleiben werden. Es ist häufig so, dass man die Version, die man zuerst gesehen hat, lieber mag. Aber mal abwarten, bin auf jeden Fall auf deine zu AAC (und auch meine Meinug zu The Girl) gespannt.


Ich glaube ich allerdings auch. Weil bei mir fing das Ganze mit dem Buch von Ketchum an, dann hörte ich von der Verfilmung und die Freude darüber war schon mal sehr groß und dann als ich den Film sah, war er auch keine Enttäuschung, sondern hat meine Erwartungen erfüllt.

Aber ich lasse mich mal von Crime überraschen. Er muss sich zwar den Vergleich mit Girl gefallen lassen und sollte mir dann Girl besser gefallen, heißt das ja nicht zwangsläufig das Crime der "schlechtere" Film ist.
Nach oben
Kat
CineMOD
CineMOD


Anmeldedatum: 18.06.2008
Beiträge: 1087
Wohnort: No Man's Land

BeitragVerfasst am: Do Jun 19, 2008 00:29    Titel:

Die Kittie's habe ich dann anscheinend wieder in Männer umgewandelt (falls ich's mal wußte)....

Ich arbeite schon dran, aber der DVD Versand verzögert sich leider etwas. Bin echt ultra gespannt auf The Girl.
_________________
Lips red as blood, hair black as night. Bring me your heart, my dear, dear Snow White
Nach oben
Kat
CineMOD
CineMOD


Anmeldedatum: 18.06.2008
Beiträge: 1087
Wohnort: No Man's Land

BeitragVerfasst am: Do Okt 16, 2008 21:20    Titel:

Endlich gesehen und folgendes dazu zu sagen:

The Girl next Door geht in seiner Intensität sehr nahe.
Die Geschichte beginnt mit David, der uns als Ich-Erzähler in seine Vergangenheit und in die des Mädchens nebenan einführt. Er ist es auch, der als einziger Partei ergreift, wenn auch zu spät.

Im Vergleich zu An American Crime geht The Girl... doch einen Schritt weiter. Er zeigt mehr, obgleich beide Filme nicht direkt mit der Kamera draufhalten, sondern das grausige Spiel im Kopf des Zuschauers weiterspinnen lassen. Während AAC zwar auch auf der wahren Geschichte basiert, so hat er doch gegen Ende noch diesen poetischen Flair, der die Tat etwas verschwimmen lässt, da sie nun endlich glücklich zu sein scheint. Ganz anders in Jack Ketchum’s The Girl next Door, der den langen Leidensweg bis hin zum dramatischen Ende zeigt und dabei auch nicht vor Vergewaltigung oder Entblößung halt macht.



Hauptdarstellerin Blythe Auffarth überzeugte mich zu anfang nicht so wirklich, konnte das aber im späteren Verlauf wieder wett machen. Ich kann mir vorstellen, dass viele Szenen Überwindung gekostet haben müssen. Ja, dieses junge Mädchen kann Mitleid erregen.
Blanche Baker als Ruth, die ihre Jungs (ob nun eigene oder die der Nachbarn) in das makaberen Spiel mit einbezieht ist genial in ihrer Rolle. Man wünscht sich ab der ersten Minute, sie mit ihrem eigenen Teppichklopfer zu verdreschen.

Vom Ende her nehmen sich beide Filme nichts. Da mir der Schluss schon bekannt war, war mich auch bewusst, dass es tragisch ist. Dennoch hatte mich Ellen Page in An American Crime mehr mitgerissen, weil ich von dem Moment einfach überwältigt war. Soll aber nicht heißen, dass diese Verfilmung indem nachhinkt. Im Gegenteil, auch hier ist man fassungslos und erschüttert. Man versteht, warum der erwachsene David keine wirkliche Freude mehr seit diesem Vorfall hatte.

Jack Ketchum’s The Girl next Door ist ein sehr intensiver und erschreckender Film, der an vielen Stellen schon allein beim Ansehen weh tut.

Nach oben
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Forum -> DVD Filmkritik Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Ähnliche Beiträge im Kino und Film Forum
Thema Autor Forum Antworten Verfasst am
Keine neuen Beiträge Jack & Jill Ryu DVD Filmkritik 1 Di Feb 07, 2012 23:48 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Sassy Girl, Chunhyang Namu Asiatische TV Serien 8 Fr Nov 19, 2010 17:02 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge It's a Boy Girl Thing Kat DVD Filmkritik 2 Di Aug 24, 2010 10:54 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Roller Girl Kat DVD Filmkritik 1 Di Aug 10, 2010 10:55 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Suburban Girl Kat DVD Filmkritik 0 Mo Aug 09, 2010 10:29 Letzten Beitrag anzeigen
 
   Copyright © Cineglobe Webdesign