Crenshaw CineMaster


Anmeldedatum: 08.01.2007 Beiträge: 784
Wohnort: Berlin
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Verfasst am: Di Sep 09, 2008 22:14 Titel: Crenshaw's DVD Charts |
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hi folks,
ich erhebe nicht den anspruch, eine top ten zu erstellen, das kämne viel später...
ich möchte zunächst ein paar filme vorstellen, die mir am herzen liegen UND, wenn sie schon in meinen augen nicht gleich eine überragende cineastische bedeutung für sich beanspruchen können, stets meinen emotionalen segen haben.
ich versuche, mich von hier bereits zu genüge ausgewalzten kandidaten wie LotR, Matrix und Fight Club zu distanzieren.
also, my two cents zu einigen meiner herzens-filme :
Casino
von Martin Scorsese
in meinen augen der ultimative "amerikanische" aufstieg und fall-film, basierend auf einer überaus actionreichen mafia-geschichte.
DeNiro spielt den geschäftstüchtigen juden Ace Rothstein, der in einem faszinierend vernichtend-glamourösen Las Vegas der 70er jahre zu einem der ganz grossen chefs auserkoren wird - nur, um ende wieder dort anzufangen, wo er ganz zu anfang gestanden hat.
Robocop ( FSK 16 )
von Paul Verhoeven
eine fast einzigartige verbindung aus harscher und ( nach wie vor ) treffender gesellschaftskritik, vielen (!) starken action-sequenzen, einer beispiellosen gewaltdarstellung in einem mainstream-film, Asimov'schen fragen nach einer möglichen menschlichkeit einer roboter-seele, dazu noch eine basis aus sci-fi / cyberpunk und ordentliche effekte.
zynisch, kritisch, unterhaltsam - und die erschaffung einer sci-fi-kultikone, die in den folgefilmen (und tv-versionen, cartoons und kinderserien und wrestling-auftritten ) vollkommen zunichte gemacht worden ist.
Big Fish
von Tim Burton
einer dieser filme, dem etwas magisches anhaftet. eine klassische Hans-im-Glück-story (wie schon bei "Forrest Gump"), bei der ein jugendlich anmutender Ewan McGregor in die grosse welt zieht, um seine herzensdame zu finden und jede menge abenteuer zu bestehen. nicht nur gegen ende überraschend ergreifend und bewegend, zuvor witzig und sehr menschlich. tangiert eine grosse materie der wahrnehmung der realität, der dahinter stehenden wahrheit- und der frage, ob sie denn überhaupt wichtig ist, um glücklich zu sein.
The Blues Brothers
von John Landis
Blues Brothers dürfte einer derjenigen sehr raren filme sein, die IMMER und ALLEN spass machen. gut, über die musik kann man ja geteilter meinung sein (mE einer der grössten non-score-soundtracks aller zeiten, aber gut, nicht alle mögen rockigen blues). aber was man wahrnehmen muss, sind die beispiellos sinnlos-absurden verfolgungsjagden und die neuzeitliche definition des wortes "cool" durch die sonnenbebrillten jungs in schwarzen anzügen.der film ist an sich ein schneller mix aus fetziger musik, bombastischer materialschlacht ( die in totaler anarchie ausarten )
und zwei unvergesslichen Dan Aykroyd und James Belushi (und dem ganzen star-rest der damaligen Saturday Night Live-riege).
Trainspotting
von Danny Boyle
sind drogen gut ? sind drogen schlecht ? der film zum meistgeklauten buch in UK lässt diese frage offen und legt ein solches schlagtempo an den tag, dass man fast gar nicht mehr aus dem staunen kommt. kein anderer film zeichnet ein so deutliches und ambivalent-lebendiges bild der harten drogenszene der 90er und aller damit zusammenhängender jugendprobleme auf.gewalttätig, schnell, provokant, ekelig, verstörend, abgefahren, unverbraucht. wenn ihr denkt, man habe den trailer schnell zusammengeschnitten, täuscht hr euch - so istd er ganze film. gewalttätig, schnell, provokant, ekelig, verstörend, abgefahren, unverbraucht - und nicht humorfrei. enthät die damals recht unbekannten Ewan MGregor, Robert Carlyle und Johnny Lee Miller.
ach ja- an diesem film kann man rasch feststellen, ob einer gut englisch kann oder doch lieber zur dt.synchro greifen sollte.
weitere filme folgen...
_________________ FSK 6 = Der Held ist ein Mädchen.
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