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Kiss Kiss Bang Bang - Filmkritik

 
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Raoul Duke
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Anmeldedatum: 31.12.2006
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BeitragVerfasst am: So Dez 31, 2006 09:15    Titel: Kiss Kiss Bang Bang - Filmkritik



Regie: Shane Black

Darsteller: Roberty Downey Jr. , Val Kilmer , Michelle Monaghan , Corbin Bernsen

Story: Das Leben Harry Lockhart's, eines erfolglosen und etwas einfältigen Kleinkriminellen aus New York ändert sich aprubt und unerwartet.. Ein Einbruch zusammen mit einem Komplizen zur Weihnachtszeit in ein Spielzeuggeschäft (zwecks des "Einkaufs" einiger Geschenke für seine Nichte) geht gehörig schief. Nicht nur dass sein Kumpane von einer übereifrigen Nachbarin über den Haufen geschossen wird, nein, auf der folgenden Flucht vor der anrückenden Polizei platzt Harry mitten in ein Casting, das Schauspielernachwuchs für einen Krimi rekrutieren soll.
Die Polizei im Rücken, den Freund angeschossen auf der Straße zurückgelassen, erleidet der gute Harry einen Nervenzusammenbruch, der ihm auch prompt als schauspielerische Höchstleistung abgenommen wird und ihn so nicht nur vor dem Knast rettet, sondern ihm glatt die Hauptrolle in besagtem Krimi beschafft. Harry, der sein Glück kaum fassen kann, gelangt so in die Traumfabrik, Hollywood..
Kaum dort angekommen, soll er nun ,um einen Einblick in die Welt der Schnüffler zu erhalten, den ebenso coolen wie schwulen Privatdetekiv "Gay Perry" bei dessen Obersvationen begleiten.
Anfangs noch langweilige Beschattungsarbeit von treulosen Ehegatten und Weiblein, überschlagen sich die Ereignisse recht schnell. Der höchst verwirrte und ahnungslose Harry stolpert nun in immer schneller werdenden Abständen über Leichen, die dummerweise immer in seiner unmittelbaren Umgebung auftauchen und die lästige Angewohnheit der Anhänglichkeit entwickeln. Harry gerät in immer undurchschaubar werdendere Situationen. Doch dem nicht genug, da ist auch noch Mallory, die einstige Jugendliebe Harry's, die sich als drittklassige Schauspielerin in Hollywood durchschlägt und deren Rolle bei dem ganzen merkwürdigen Geschehen höchst undurchsichtig ist..



Kritik: Schlicht und einfach.. Ein Meisterwerk. Schon alleine die Figur des höchst widersprüchlichen Privatdetekivs "Gay Perry", die fernab von jeder Genrekonvention angelegt ist, würde ausreichen den Film zu einem wahren Schmaus für Auge und Lachmuskulatur zu machen, Val Kilmer stellt den schwul-coolen Privatdetektiv wirklich exzellent dar, eine schauspierlerische Meisterleistung.
Auch den anderen Schauspielern merkt man an, dass ihnen ihre Figuren nicht nur liegen, sondern ihnen das Spielen jener auch Spaß bereitet.



Doch nicht nur die Figuren sind ebenso ungewöhnlich wie genial, auch der Erzählstil ist erfrischend unkonventionell und amüsant. Harry Lockhart führt als Erzähler durch die Geschichte und dreht die Handlung nicht nur immer wieder aprubt zurück (wenn er beispielsweise vergaß etwas wichtiges zu erwähnen), sondern macht sich auch dreist über manche Passagen der Handlung lustig (beispielsweise am Ende des Streifens, wo er sich nicht nur ausgiebig über das kitschige Happy End auslässt, sondern sich auch prompt beim Zuschauer für jenes entschuldigt).

Das Drehbuch traut sich einiges, nicht nur das Gay Perry sämtliche derben, politisch unkorrekten Schwulenwitze gleich selbst vom Stapel lässt, nein auch einige der Szenen beschreiten einen wackligen Gang auf dem Grad zwischen brüllend komischem Humor und "amüsanter Geschmacklosigkeit". Beispielsweise als Harry versehentlich auf eine Leiche uriniert, die unerwartet in seiner Badewanne auftaucht oder er ernsthaft und ausführlich mit dem Gedanken spielt einem ausgewachsenen Dobermann den Magen aufzuschlitzen, weil jener seinen abgetrennten Finger (ja, richtig gelesen) verschluckt hat.



Fazit: Ein beachtenwerter, erfrischend unkonventioneller Streifen mit Kultpotenzial, bestehend aus einer guten Portion Film Noir, kultigen Dialogen, einer Prise Pulp Fiction und jeder Menge schwarzem Humor.

Auf jeden Fall extrem sehenswert, vorausgesetzt man ist bereit sich auf den ungewöhnlichen Stil einzulassen, der stark im Gegensatz zu dem üblichen Schema der meisten Hollywoodstreifen steht.


Zitate:
Gespräch zwischen Harry und Gay Perry, nach dem Fund einer weiteren Leiche in seinem Hotelzimmer:
Harry: I peed on the corpse. Can they do, like, ID from that?
Gay Perry: I'm sorry, you peed on...?
Harry: On the corpse. My question is...
Gay Perry: No, my question. I get to go first. Why in pluperfect hell would you pee on corpse?

Harry, der einem gefangenen Ganoven die Information entlocken will, wo sich Mallory aufhält:
Harry: Well, what I'm doing for the guy who likes to bluff is I'm playing a little game called "Am I Bluffing?"
[Loads one round into the revolver to play Russian Roulette]
Harry: Where is she? Where the fuck is Harmony? You want to play hardball? I can do that.
[Spins the chamber and points the gun]
Harry: Where is the girl?
[Shoots the guy in the head]
Perry: [Stuttering at first] What did you just do?
Harry: [Confused] I just put in one bullet, didn't I?
Perry: You put a live round in that gun?
Harry: Well yeah, there was like an 8% chance.
Perry: Eight? Who taught you math, you fucking idiot!

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Zuletzt bearbeitet von Raoul Duke am So Dez 31, 2006 17:45, insgesamt einmal bearbeitet
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Tribun
Der Cineglobe Gladiator


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BeitragVerfasst am: So Dez 31, 2006 09:43    Titel:

Ich muss gestehen, dass dieser Film an mir vorbei gegangen ist..

Klingt aber nach meinem Geschmack. Val Kilmer find ich eh einer der besten Charakter Darsteller.
Ist sogar günstig auf dvd zu bekommen.
Werd ich mir mal holen.

Hier gibt es den Trialer zu sehen:
KLICK

Schönes Review!

Dank Dir und Willkommen auf Cineglobe Mosher #1Bang ure head
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Nomak
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BeitragVerfasst am: So Dez 31, 2006 11:45    Titel:

@Raoul Duke danke für das klasse review jetzt kann ich meine Charts wieder um einen Titel erweitern Wink

@Tribun leg dir den film zu ist wirklich klasse und manche situationen zum totlachen Wink
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Montana
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BeitragVerfasst am: So Dez 31, 2006 12:17    Titel:

jupp. tribun, da machst keinen Fehler. Der Film ist lustig. Wink
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Raoul Duke
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BeitragVerfasst am: So Dez 31, 2006 17:56    Titel:

@Nomak: Gern geschehn Wink


@Tribun: Ging mir ähnlich, bin auch erst vor kurzem mehr durch Zufall über den Film gestolpert, davor noch nie davon gehört. Very Happy Na ja, ist halt auch nicht die Sorte Film der auf die breite Masse zugeschnitten ist (zum Glück Razz ) .

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Thunder643
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BeitragVerfasst am: Di Aug 07, 2007 13:59    Titel:

Das habe ich wohl übersehen...Mist!

Dann möchte ich aber wenigstens hier nochmal mein Lob für dieses wirklich gelungene Werk ausdrücken. Ab jetzt bin ich Val Kilmer Fan.

Thunder643
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