Kittie CineMaster


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Wohnort: Gegenerde
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Verfasst am: So Nov 30, 2008 20:09 Titel: Knochenwald 3: Sudden Slaughter |
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Regie: Marius Thomsen
Darsteller: Henrik Wierick, Dennis Jürgensen, Nicole Albertsen, Sascha
Cybula, Dominik Kragelund, Karl Schneider
Story:
Ein paar "Hobby-Satanisten" vollführen ein Ritual, welches ermöglichen soll
das Mike Mansfield von den Toten zurückkehrt. Von den Freunden der Nacht
noch als Spaß abgetan, erwacht Mike Mansfield doch wieder zum Leben und
dieser ist mächtig sauer darüber. Wollte er doch seinen Frieden im Tod finden.
Da Mike nun unter uns weilt, kann er auch wieder damit weitermachen
womit er aufgehört hatte - dem Töten. So zieht Mike los um Rache an
denen zu üben, welche ihm seinen ewigen Frieden nicht ließen.
Damit aber noch nicht genug, denn Dennis Craven, der Mike Mansfield
entkommen konnte, ist wahnsinnig gewurden und trat in die Fußstapfen
von Mike und gibt sich ebenfalls lustvoll dem Töten hin. Es soll auch gar
nicht lange dauern, dass die Beiden wieder einmal aufeinander treffen.
Kommentar:
Eines schon mal gleich zu Beginn: es ist der beste Teil der
"Knochenwald-Trilogy". Ich wurde bestens unterhalten und hatte hier
den größten Spaß bei diesen Filmen.
Hier geht nun der Wahnsinn um Mike Mansfield in die dritte Runde und hier
hat man einiges besser gemacht als bei den Vorgängern. Nicht nur das es
der längste Teil, mit knapp 90 Minuten, ist, sondern auch die Bild- und
Tonqualität ist besser, es gibt deutlich mehr Handlung, die Darsteller sind
besser und natürlich wirken auch die SFX ausgereifter. Das soll jetzt nicht
heißen, dass die beiden Vorgänger schlecht sind, was ich von diesen
halte, kann man an anderer Stelle nachlesen, aber im direkten Vergleich
hat man hier das beste Ergebnis vorliegen.
Auf die Handlung möchte ich dann auch nicht mehr näher eingehen. Was
ich dort oben zusammengefasst habe, soll an dieser Stelle erst mal
reichen. Viel interessanster sind die Anspielungen, die man in der
Handlung findet. Bei einem Knochenwald-Film geht es einfach nicht
ohne und so huldigt man ganz offensichtlich den Größen H.P. Lovecraft
und Lucio Fulci, welche dort neben Mike Mansfield aufgebahrt mit Zettel
am großen Zeh daliegen. Natürlich aber auch Friday the 13th und
auch hier zitiert sich Knochenwald selber indem man in allen 3 Teilen
eine sich ähnelnde Szene findet.
Dies bringt mir auch eine schöne Überleitung zu den SFX. Auch in diesem
Teil wird wieder ordentlich rumgesaut und wie oben schon erwähnt sind
die SFX hier ausgereifter. Zwar findet man viele aus den anderen Teilen
schon bekannte SFX wieder, aber man versuchte sich auch an neuen
Möglichkeiten. Zwar auch eher billiger und einfacher Natur, aber sie
erfüllen ihren Zweck.
Was mich wiederrum zur Atmosphäre des Films führt. Leben diese Filme
sons von ihrer Spannung oder eben ihren Effekten, lebt dieser Film von
seinem Humor. Ich habe mich aufs Köstlichste amüsiert, denn hier wurde
genau mein Humor getroffen - auch wenn es eher die kleinen Dinge sind.
Wie zum Beispiel dieser Zigarettenschachtelaufdruck "Raucher sind
Opfer im Splatterfilm" - dieser Harnhinweis ist doch sehr viel schöner
als "Rauchen kann tödlich sein" - oder diese dämlichen Sprüche von
Dennis Craven. Einfach genial und schön, wenn man sich selber nicht zu
ernst nimmt. Nur mit dem Fäkalhumor hat man es hier zu weit getrieben. Ein
oder zwei Sachen sind noch in Ordnung, aber hier wurde es zum Schluß
dann doch zu viel des Guten.
Dann sind dort noch die Darsteller. Wirklich schauspielerische Leistung
gibt es auch hier nicht und ich denke mal Knochenwald will diesen
Anspruch auch gar nicht erheben und mir erscheint es auch hier mal
wieder, dass man die Darsteller hat einfach erst mal machen lassen. Ich
sehe sowas gerne, denn dann wirkt es natürlicher als irgend etwas
krampfhaft darstellen zu wollen.
Hier ließ man es sich aber auch nicht nehmen ein paar Klischees zu
frönen. Es fängt schon bei den "Hobby-Satanisten" an und zieht sich bis
zu den durchgeknallten Filmfans hin - sei es die Blutgeilheit, die schwarze
Kleidung, eben diese Filme und die Musik. Auch das weiß zu gefallen,
denn bedient der Reviewer dieses Films diese Klischees auch selbst
privat. Aber ich fühle mich wohl und dieser Szene und gehöre somit nicht
zu den selbst ernannten Experten, die denken, dass sie von sonst Etwas
ausgeschieden wurden.
Aber bleibe ich beim eigentlichen Thema. Mit den Klischees geht es
nämlich weiter, denn man findet typische aus dem Slashergenre. Welche
genau das sind, kann an dieser Stelle aus spoilertechnischen Gründen
nicht gesagt werden.
So will ich mich dann auch langsam dem Ende nähern und
zusammenfassend sagen, dass Knochenwald 3: Sudden Slaughter ein
krönender Abschluß der Knochenwald-Trilogy ist und vielleicht auch
Filmfans zugänglich ist, die am Amateur/Independentgenre interssiert
sind, aber dennoch wählerisch sind.
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