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Knockabout

 
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Namu
Die CineGLobe Perle


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BeitragVerfasst am: Di Mai 13, 2008 16:32    Titel: Knockabout

Za jia xiao zi
雜家小子
aka Knockabout
Hong Kong 1979


Crew:
Regie: Sammo HUNG Kam-Bo
Kamera: Ricky LAU Koon-Wai
Drehbuch: LAU Tin-Chi, WONG Kai-Kei
Actionchoreographie: Sammo HUNG Kam-Bo
Musik: Frankie CHAN Fan-Kei

Cast:
YUEN Biao ..................... Yipao
LEUNG Kar-Yan ............. Taipao
LAU Kar-Wing ................ Jia Wu Dao, Yipao und Taipaos Sifu
Sammo HUNG Kam-Bo ... Bettler
Mars .............................. Detektiv
Karl Maka ...................... Wachtmeister
LEE Hoi-San ................... Jia Wu Daos „Feind“
WANG Kuan-Yi ............... Jia Wu Daos „Feind“

Genre: Martial Arts Komödie


Yipao und Taipao sind zwei junge Männer, die sich als Betrüger durchs Leben schlagen. Als sie eines Tages einen respektabel aussehenden, älteren Herren hereinlegen wollen, werden sie von diesem ordentlich verprügelt. Sie beschließen, den Mann zu überreden, sie als Schüler zu nehmen – in erster Linie damit er für sie für Kost und Unterkunft sorgen soll Wink -, was ihnen letztendlich auch gelingt.
Leider entpuppt sich der Meister als Wolfs im Schafspelz. Als die beiden hinter sein Geheimnis kommen, wird Taipao getötet. Yipao kann entkommen und nimmt Unterricht bei einem Martial Arts-kundigen Bettler, um den Tod seines Bruders zu rächen.



Yipao und Taipao hatten kein Glück bei Jia Wu Dao


Zuerst einmal möchte ich mal wieder darauf hinweisen, daß ich keine Kampfsportarten ausübe, mich damit nicht auskenne und es sich daher bei Folgendem um eine sehr laienhafte Darstellung des Films handelt!
Knockabout ist der „Debutfilm“ des Hong Kong Actiondarstellers Yuen Biao. Debutfilm in Anführungszeichen, da der Gute schon eine ganze Reihe von Filmarbeit hinter sich hatte, als Knockabout gedreht wurde. Die Bezeichnung ist aber trotzdem berechtigt, da es sich um seine erste Hauptrolle handelt und sein Gesicht dem Publikum zuvor wenig bekannt gewesen sein durfte. Es ist eigentlich eher Zufall, daß es zu diesem Debut kam, denn eigentlich war Yuen Biaos Rolle für Sammo Hung vorgesehen gewesen. Dieser verzichtete aber zugunsten seines jungen Freundes und setzte stattdessen für sich die Figur des Bettlers in das Script, in der er jetzt zu sehen ist.
Eigentlich war dies eine relativ riskante Sache, denn auch Leung Kar-yan war ein Neuling auf dem Komödiengebiet und noch dazu kein Martial Artist (Leung Kar-yan ist dadurch ein Phänomen, das eigentlich eine eigene Vorstellung verdient hätte. Das würde aber den Rahmen dieser Filmvorstellung sprengen...) und so hatte Sammo Hung gleich zwei Unerfahrene anzuleiten.
Lustigerweise funktioniert aber die schauspielerische Darbietung der beiden ganz gut. Wenn man es nicht wüßte, würde man kaum annehmen, daß sie das zum ersten Mal machen. Wahrscheinlich kamen Leung Kar-yan seine Erfahrungen in ernsteren Dramen und Yuen Biao der Peking Oper Hintergrund zu Hilfe. Beide treffen ganz gut die übertriebene Mimik, die damals in Hong Kong zu einem solchen Film gehörten – und für andere manchmal etwas irritierend ist Wink - und Yuen Biao bekommt auch die Wechsel zu den angdeuteten düstereren, dramatischen Stellen ordentlich hin. Die beiden harmonieren auch sehr gut miteiander, was mit dazu beiträgt, daß der Film, trotz erzählererischer Schwächen und Ungereimtheiten, durchaus unterhaltsam ist. Daher ist es wohl nicht verwunderlich, daß sie nur kurze Zeit später in Dreadnaught in einer ähnlichen Konstellation zusammenspielen. Übrigens spielt Leung Kar-yan auch Yuen Biaos Lehrer in Real Kung Fu. Mehr verlangt dann die Geschichte auch gar nicht von den Darstellern...
Überhaupt ist die Geschichte, wie man aus obigem Kommentar sehen kann, die große Schwachstelle des Films. Sie steuert sehr gradlinig und ohne Verwicklungen auf eine Endkonfrontation hinzu, ohne den tieferen Aspekten Raum zu geben: Tragödie geschieht, zwei Sekunden Trauer, Thema abgehandelt und nächster Punkt auf der Liste zum großen Finale, usw.. Es muß den Drehbuchautoren selbst etwas komisch vorgekommen sein und so haben sie zumindest an einer Stelle später noch einmal eine Rückblende eingefügt, um wenigsten deutlich zu machen, daß die Hauptperson mental doch noch mit der Tragödie beschäftigt ist, bzw. dem Zuschauer in Erinnerung zu rufen, daß eine soche stattgefunden hat...
Der Humor des Film widerspiegelt den typischen Hong Kong Humor seiner Zeit, also leicht übertrieben mit einem bißchen Slapstick. Das ist nicht unbedingt jedermanns Sache. Ich persönlich finde es zum Beispiel schon irritierend, wenn jemandem, nach dem er einen Hieb einkassiert hat, eigroße Beulen wachsen...
Einige andere Stellen sind natürlich schon recht amüsant. Zum Beispiel, wenn Yuen Biao und Leung Kar-yan Sammo Hungs Charakter verprügeln wollen, mit der Konsequenz, daß sie sich zumeist gegenseitig treffen... Ein Gag, der später auch immer mal wieder zwischen Sammo Hung, Jackie Chan und Yuen Biao verwendet wurde, nirgends aber so schön naiv-unschuldig inszeniert wie hier.
Die Kampfszenen, die in Knockabout zu sehen sind, sind ein Mischmasch aus verschiedenen Stilen – der Originaltitel verweist auch darauf hin -, vermischt mit Akrobatik aus der Peking Oper. Zu sehen sind unter anderem Formen von Hung Gar (vertreten durch den Bösewicht Lau Kar-wing. Ich nehme mal jedenfalls an, daß das Hung Gar ist, denn Lau Kar-wing ist in dieser Kampfsportart ausgebildet), Wing Chun, Monkey Kung Fu etc... Ich kann das leider nicht alles zuordnen, da ich mich viel zu ungenügend damit auskenne.
Die Kämpfe sind noch, wie damals üblich, ein wenig langsam, dafür sind sie sie so gefilmt, daß man wirklich auch genau erkennen kann, was passiert und die Aufnahmeszenen sind länger, so daß man eine ganze Sequenz von Bewegungen auch wirklich am Stück genießen kann. Übrigens steckt bei Knockabout bei den meisten Kämpfen auch schon richtig Kraft hinter den Moves.
Insgesamt würde ich aber sagen, der Kern des Films liegt – mal abgesehen von Lau Kar-wings Stellen - dann doch fast mehr auf der Darstellung der außergewöhnlichen, akrobatischen Fähigkeiten Yuen Biaos und zwar gerade in der Endkonfrontation und der etwas überlangen Trainingssequenz mit Sammo Hung.
Übrigens doubelt Yuen Biao in Knockabout – oder eher gesagt: wie üblich – auch seine Gegner für Sprünge und einige Bewegungsabläufe. Weitere bekannte Doubles und Extras am Set von Knockabout waren unter anderem Yuen Mo, Yuen Tak und Lam Ching-ying.



Sammo Hung „plättet“ Yuen Biao – im wahrsten Sinne des Wortes...


In meiner Filvorstellung von The Young Master hatte ich geschrieben, Young Master sei eine Hong Kong Martial Arts Komödie der Ende 70er/frühen 80er Jahre für Einstieger. Nun, dem vom Stil ähnlichen Knockabout würde ich das nicht bescheinigen. Der Humor ist gewöhnungsbedürftig und der Film ist weit weniger abwechslungsreich als Young Master.
Wenn man weiß, daß man diese Art Film mag oder ein Fan akrobatischer Kunststücke/Kampfkunst ist, sollte man ihn sich aber nicht entgehen lassen!
Daß man den Film auf jeden Fall in seiner Sammlung haben sollte, wenn man ein Yuen Biao Fan ist, brauche ich wohl nicht extra zu betonen... Man sieht zwar weniger seiner berühmten Kicks, aber dafür seine Saltos und er kann hier auch einmal ein wenig seine anderen Fähigkeiten demonstrieren.


Zur DVD:
Es gibt eine deutsche DVD-Veröffentlichung von Splendid Entertainment, die die Originaltonspur mit dt. Untertiteln hat, sowie eine dt. Synchronisation. Die deutsche Tonspur soll allerdings nicht besonders gut sein (nicht die Synchro, sondern wirklich der Ton). Die DVD hat ein FSK 16 Siegel und ist ungekürzt.
Ich selbst habe die UK DVD von Hong Kong Legends, denn diese ist erstens recht günstig zu bekommen und hat außerdem noch allerlei nette Extras, wie Interviews und Promomaterial.


Weitere Filme von und mit Sammo Hung bei cineglobe:
Moon Warriors
Ashes of Time
Wing Chun



Knockabout hat wahrscheinlicht die meisten Saltos der Filmgeschichte... Wink
Ich hätte hier gerne ein Bild zur letzten Konfrontation eingefügt, fand das dann aber zu spoilerisch.


Yuen Biao, Sammo Hung - Knockabout Promofilmchen:
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