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yun CineMaster


Anmeldedatum: 28.03.2008 Beiträge: 2262
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Verfasst am: Mo Okt 05, 2009 21:46 Titel: Kuroneko |
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Kuroneko
(Japan 1968)
Regie und Drehbuch: Kaneto Shindo
Kamera: Kiyomi Kuroda
Musik: Hikaru Hayashi
DarstellerInnen: Kichiemon Nakamura, Nobuko Otowa, Kiwako Taichi, Kei Sato und Hideo Kanze
Spielfilmlänge: 95 min
Wieder einmal herrscht Krieg und wieder einmal leidet besonders die Landbevölkerung unter den entsetzlichen Folgen und nicht wenige von ihnen suchen in den nahe gelegenen Wäldern Schutz vor der Gewalt von marodierenden Soldaten.
Nur in einem abseits in den Tiefen der undurchdringlichen Wäldern gelegenen Bauernhof wiegen sich zwei Frauen in der trügerischen Sicherheit in ihrer Abgeschiedenheit unentdeckt vor den hungrigen Augen des Krieges zu bleiben.
Sie werden von einer Gruppe von versprengten Samurais gefunden, die, halbverhungert und dem verdursten nahe, über die Vorräte und anschließend über die Frauen herfallen, sie vergewaltigen und umbringen und als alles endlich vorbei ist, den Hof in Brand setzen.
Alles bricht lichterloh in sich zusammen und am Ende bleiben nur halb verbrannte qualmende schwarze Balken übrig und die vom Feuer nahezu unversehrten Körper der beiden toten Frauen.
Eine schwarze Katze kommt hinzu und leckt die Wunden der Frauen.
Es ist Nacht an einem anderen Ort. Inzwischen mögen Wochen, Monate oder gar Jahre vergangen sein, zumindest wird nicht mehr gekämpft, vielleicht herrscht sogar Frieden?
Ein einzelner Samurai zu Pferde auf seinem Weg vor einem großen und prächtigen Stadttor begegnet einer einzelnen vornehmen Dame. Sie spricht den Samurai von sich aus an und bittet ihn darum sie nach Hause zu begleiten, es sei Nacht, die Straßen menschenleer und sie fürchte sich gar sehr. Er willigt ein.
Am nächsten Tag wird dieser Samurai tot und seiner Sachen beraubt aufgefunden und nach ihm weitere Samurais, denen das gleiche Schicksal widerfährt.
Schließlich reicht es dem Landesfürst. Da sich kein Samurai findet, der Sache auf den Grund zu gehen, wird kurzerhand ein Bauer, der sich in einer Schlacht bewährt hatte, zu einem Samurai ernannt und mit der Aufklärung und Lösung dieser Angelegenheit betraut.
Wieder ist es Nacht an diesem besagten prächtigen Stadttor und unserem Samurai, der bis vor kurzen noch ein Bauer war, begegnet eine vornehme Dame, die ihn darum bittet, sie nach Hause zu begleiten. Er willigt ein und sie führt ihn zu einem prächtigen Haus, welches abseits, in den Tiefen des Waldes, in der Abgeschiedenheit gelegen ist.
In diesem Haus wird er zum Dank für seine Freundlichkeit von zwei Frauen bewirtet. Trotz der Schminke und den prächtigen Kleidern glaubt er in der einen Frau, seine Mutter und in der anderen, seine Ehefrau zu erkennen, die er beide vor Jahren hatte verlassen müssen, da er von seinem Feld verschleppt und zum Kriegsdienst gezwungen wurde.
Der Regisseur Kaneto Shindo hat eine Vorliebe für ungewöhnliche und doppelbödige Bildkompositionen, die von einer ganz eigentümlichen und manchmal auch brutalen Kraft sind, dann wieder welche, die von großer Schönheit und Anmut und einer unbeschreiblichen Poesie erfüllt werden. So seltsam das auch klingen mag, in Standbilder lässt sich das nicht einfangen, weshalb ich in dieser Filmvorstellung einmal ganz auf die Wiedergabe von einzelnen Szenen verzichtet habe.
Trotz des scheinbar eindeutigen Themas und einzelner Filmelemente handelt es sich hier meiner Meinung nach nicht um einen Horrorfilm, eher um einen Geisterfilm, soll heißen, es geht um ein trauriges Thema, welches man im Gewand eines Gespensterfilms erzählt, um die Aufmerksamkeit und das Interesse des Publikums für das eigentliche Thema zu erhöhen.
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Namu Die CineGLobe Perle

Anmeldedatum: 21.09.2006 Beiträge: 4980
Wohnort: Oferdingen
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Verfasst am: Mo Okt 05, 2009 22:24 Titel: |
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Vielen Dank für diese Vorstellung!
Das Konzept erinnert mich ein wenig an Thousand Years Old Fox und dürfte damit in meine Geschmacksrichtung gehen. (Vor allem, da ich nach Deiner Beschreibung vermute, daß es sich um einen noch besseren Film als der eben genannte koreanische handeln dürfte. )
Ich bin zwar jetzt mit japanischen Filmen eingedeckt, aber diesen Film werde ich mir dank Deiner Review auf jeden Fall für die Zukunft merken! |
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