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Last Life in the Universe

 
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Namu
Die CineGLobe Perle


Anmeldedatum: 21.09.2006
Beiträge: 4980
Wohnort: Oferdingen

BeitragVerfasst am: Di Jan 02, 2007 15:56    Titel: Last Life in the Universe



Ruang Rak Noi Nid Mahasan
aka Last Life in the Universe
aka Das Leben nach dem Tod in Bangkok
Thailand 2003

Regie: Pen-ek Ratanaruang
Kamera: Christopher Doyle
Musik: Hualampong Riddim, Small Room
Darsteller: ASANO Tadanobu, Sinitta Boonyasak, Laila Boonyasak, MIIKE Takashi (Cameo)


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„This is bliss.“

Eine Bücherei in Bangkok ist der Arbeitsplatz des Japaners Kenji. Kenjis Leben ist geprägt von extremer Ordungssucht und Todessehnsucht. Eines Tages wird Kenji in der Bibliothek auf die Thailänderin Nid aufmerksam, jedoch landet er durch einige Fügungen des Schicksals schließlich in dem Haus von Nids Schwester Noi. Kenji quartiert sich indem Haus, indem völlig chaotische Zustände herrschen, ein. Trotz der Sprachbarrieren und ihrer unterschiedlichen Charaktere entwickelt sich langsam eine zarte Freundschaft zwischen Kenji und Noi.





„Last Life in the Universe“ ist in mehr als einer Hinsicht ein sehr poetischer Film. Verantwortlich dafür ist vor allem die Verschmelzung von Realität mit der Gedankenwelt der Charaktere. Beides geht in „Last Life in the Universe“ nahtlos ineinander über, so daß man als Zuschauer gar nicht wirklich sagen kann, was in dem Film wirklich geschieht und was nur Fiktionen Kenjis oder Nois sind.
Aber auch die Ästhetik der Bilder, die von Kameramann Christoher Doyle (u.a. In the Mood for Love) geschaffen wurden, tragen zur Poetik des Films bei.
Inhaltlicher Schwerpunkt des Films ist die Einsamkeit. Symbolisch dargestellt wird sie im Film durch ein Buch über eine Eidechse (oder Gecko?), die ganz alleine auf der Welt ist, was ihr Leben schließlich sinnlos macht. Dieses Buch, sowie Eidechsen (oder Geckos?) tauchen immer wieder im Film auf.
Einsamkeit ist es wohl auch, was Kenji und Noi letztendlich verbindet, denn sie leidet gerade akut daran, während Kenji sich in einem chronischen Zustand befindet.
Das hört sich nach einem sehr traurigen Film an, aber tatsächlich war der Film ursprünglich mal als schwarze Komödie geplant und es ist noch genug an Humorvollem geblieben, was den Film auflockert.
Im Großen und Ganzen ist Last Life in the Universe ein sehr ruhiger Film. Es gibt Sequenzen, in denen man Kenji nur bei ganz alltäglichen Dingen zuschaut und diese sind auch sehr wenig geschnitten. Daß es dem Zuschauer trotzdem nicht langweilig wird, liegt nach Aussagen des Regisseurs an der Leinwandpräsenz Asano Tadanobus, der den Kenji verkörpert.
Persönlich denke ich, daß diese Ehre sicherlich an Tadanobu Asano geht, aber nur zum Teil, da da sicherlich auch Christopher Dyles Fähigkeiten als Kameramann eine Rolle spielen.
Die Rolle der Nid wurde an Sinitta Boonyasak verliehen, die eine überzeugende Leistung erbrachte und ihrer Figur sehr viel bodenständigen Charmes verlieh.
Der Film enthält außerdem auch einen kleinen Kameoauftritt des japanischen Regisseurs Takashi Miike als Yakuza Boss. Wink





Last Life in the Universe ist einer meiner Lieblingsfilme. Trotzdem würde ich ihn nicht vorbehaltlos an alle empfehlen. Ich denke, daß er für Einige doch zu langsam ist oder zu wenig klare Handlung hat.
Es ist mehr ein Film für Liebhaber visuell ausgeprägter Filme. Diese sollten sich den Film aber wirklich nicht entgehen lassen!





UK-DVD

Artificial Eye
Bild: 1.78:1 anamorphic widescreen
Ton: Thai-Japanisch-Englisch DD 5.1 und DD 2.0
Untertitel: Engllisch (ausblendbar)
Extras: Interviews mit Pen-ek Ratanaruang (sehr ausführlich), Christopher Doyle, der HauptdarstellerInnen (jeweils wenige Sekunden), dem Produzenten und dem Drehbuchautor; Behind the Scenes; Trailer; Filmographien.

Ich hatte weder mit Bild noch mit Ton der DVD ein Problem.

REM hat vor kuzem auch eine deutsche Doppel-DVD des Films herausgebracht. Diese ist FSK 12 und unter dem englischen Titel erschienen.


Weitere Filme von Pen-ek Ratanaruang bei cineglobe:
Ploy
Invisible Waves
Ruang Talok 69 - Eine tödliche Adresse aka 6ixtynin9





Zuletzt bearbeitet von Namu am Mo Dez 08, 2008 18:35, insgesamt 6-mal bearbeitet
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plam
CineMaster
CineMaster


Anmeldedatum: 20.09.2006
Beiträge: 676
Wohnort: Jena

BeitragVerfasst am: Di Jan 02, 2007 17:09    Titel:

Danke für diese Review. Dieser Film war mir bislang völlig unbekannt, scheint aber exakt meinen Geschmack zu treffen.

Anbei ist auch gleich noch der Link zur deutschen DVD für Alle, die der Meinung sind, diesen Film alsbald besitzen zu müssen.



Klicke hier, um den Artikel bei Amazon.de anzuschauen.
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plam
CineMaster
CineMaster


Anmeldedatum: 20.09.2006
Beiträge: 676
Wohnort: Jena

BeitragVerfasst am: Sa Jan 06, 2007 12:15    Titel:

Und nun habe ich mir den Film angesehen und bin überaus begeistert. Namus´ Beschreibung ist an dieser Stelle auch absolut nichts mehr hinzuzufügen. "Last Life in the Universe" ist ein Film, den das Leben geschrieben hat. Fantastisch!
_________________
plams DVD-Sammlung

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