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mannen CineMaster


Anmeldedatum: 18.12.2006 Beiträge: 342
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Verfasst am: Mo Jun 18, 2007 08:55 Titel: Lone Wolf & Cub - Am Totenfluss |
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Kozure Ôkami: Sanzu no kawa no ubaguruma
aka Lone Wolf & Cub: Am Totenfluss
aka Lone Wolf and Cub: Baby Cart at the River Styx
Japan 1972
Regie: Kenji Misumi
Drehbuch: Kazuo Koike und Goseki Kojima
DarstellerInnen: Tomisaburo Wakayama, Kayo Matsuo, Akihiro Tomikawa
Itto Ogami (Tomisaburo Wakayama), Meister des Suio-Stil, war früher Kaishakunin des Shoguns. Die Pflicht des Kaishakunin ist es den Leuten, die Seppuku begehen, zu assistieren, indem die Kaishakunin diese enthaupten. Seppuku ist ein ehrenvoller Tot für einem Samurai, aber der schmerzvollste Teil des Rituals, Harrakiri (Bauchaufschlitzen), soll mit Würde und ohne Totesqual geschehen. Der Kaishakunin macht den Tot des Samurais so schmerzlos wie möglich und hilft ihm gleichzeitig seine Ehre zu bewahren. Der Kopf darf allerdings nicht ganz abgetrennt werden (was Schande über den Samurai bringen würde) und deshalb bekommen nur die besten Schwertkämpfer das ehrenvolle Amt des Kaishakunin zugeteilt. Die Familie Yagyu sehnt sich danach den Kaishakunin des Shoguns zu stellen. Als Teil eines geheimen Komplotts wird Itto Ogamis Frau brutal gemeuchelt, und gleichzeitig wird ihm ein Verrat am Shogun angehängt.
Itto Ogami, der nun eigentlich selbst Seppuku begehen müßte, entscheidet sich stattdessen gegen den Bushido Code, gegen die Samuraiehre zu handeln und stattdessen Rache an den Yagyus zu nehmen.
Von nun an befinden sich er und sein kleiner Sohn Daigoro auf der Flucht und Itto Ogami arbeitet als Auftragskiller. Er nennt sich Kozure Okami - einsamer Wolf.
Langsam spricht es sich herum, daß er Mordaufträge für 500 Ryo erledigt. Wen und wieviele Personen ist egal, aber er stellt einen Bedingung: Er muß die ganze Geschichte kennen, die dem Auftrag zu Grunde liegt.
Die Filme sind stellenweise sehr ruhig. Die schweigsame Kommunikation zwischen Vater und Sohn paßt oft perfekt zu den Aufnahmen der öden Landschaft und zur spärlich eingesetzten Musik. Daigoro (Akihiro Tomikawa) beobachtet das Geschehen mit kühlem Blick, was einen manchmal fast zum Schaudern bringt. Der Vater ist auch sehr sparsam an Worten, aber trotzdem zeigen sie nur mit ihren Gesten eine sehr enge Vater-Sohn-Beziehung.
Lone Wolf & Cup ist sehr, sehr blutig. Wenn es zur Sache geht, dann auch richtig. Im guten Stil des Chambara-Genre werden Arme abgeschnitten, Schädel gespaltet und Körper durchstoßen. Die Gemetzel-Szenen sind recht einfallsreich. Der Kinderwagen hat mehr geheime Waffen als ein durchschnittliches Bond-Auto, und sie werden nicht nur vom Vater bedient! Dieser starke Kontrast zur den ruhigen, melancholischen Aufnahmen machen den Film sehr abwechslungsreich und nie langweilig.
Am Totenfluss ist der zweite Lone Wolf & Cub Film. Ittos Ruf hat sich schon verbreitet und ihm wird ein sehr schwerer Auftrag anvertraut: Er soll einen Kronzeugen töten, der von den Brüdern Benma, Tenma und Kuruma bewacht wird. Sie sind Meister des Takeuhi-Stils und werden nicht ohne Grund Todesgötter genannt. Gleichzeitig plant Itto Ogamis Todfeind, Retsudo Yagyu, Ittos Tod durch die Hand einer Verwandten und deren Attentäterinnen.
Der zweite Teil der Serie ist mein Lieblingsteil. Wärend der erste Teil sehr viel Zeit darauf verwendet, die Vorgeschichte zu beschreiben, lernen wir im Zweiten die Protagonisten, Vater & Sohn, besser kennen. Man erfährt auch daß der Sohn nicht eine Bürde ist, auf die ständig aufgepasst werden müßte, sondern ein vollwertiger Begleiter.
Vor allem aber finde ich die Antagonisten im zweiten Film sehr spannend. Sie sind manchmal sehr grausam, aber ehrenvoll, was sie irgendwie menschlich macht. Sie sind eher graue Persönlichkeiten, nicht gut aber auch nicht ganz böse. Und man fühlt nicht nur mit Itto Ogami und Daigoro sondern auch mit ihnen mit.
Lone Wolf & Cub war ursprünglich ein Mangaserie, die in den 70er Jahren entstand. Wegen ihrer große Popularität wurde sehr bald entschieden, eine Filmserie davon zu drehen. Der Autor der Serie, Kazuo Koike, wurde als Drehbuchautor angestellt. Nach den sechs Spielfilmen enstand die TV-Serie Kozure Okami, ebenfalls mit dem Hauptdarsteller Tomisaburo Wakayama. Diese Serie läuft zur Zeit bei Vox (Donnerstag nachts um 0:20 Uhr).
Die Lone Wolf & Cub Spielfilmserie ist in einem hübsch gestalteten DVD-Boxset erhältlich.
Lone Wolf & Cub (OmU, 6DVDs)
R2 / PAL
Rapid Eye Movies
Laufzeit: 507 Minuten
Bild: 16:9
Ton: Japanisch Mono
Untertitel: Deutsch

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Joy CineMOD


Anmeldedatum: 20.02.2007 Beiträge: 405
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Verfasst am: Di Jun 19, 2007 00:57 Titel: Re: Lone Wolf & Cub - Am Totenfluss --- Filmkritik |
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| mannen hat Folgendes geschrieben: |
| Der Kinderwagen hat mehr geheime Waffen als ein durchschnittliches Bond-Auto, und sie werden nicht nur vom Vater bedient! |
sehr interessant! viele von den älteren filmen sind oft besser als die heutigen milliardenschweren produktionen. es ist einfach schade zu sehen, dass die technik zwar besser geworden ist, die umsetzung aber oft schlechter (im vergleich zu früher). |
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mannen CineMaster


Anmeldedatum: 18.12.2006 Beiträge: 342
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Verfasst am: Di Jun 19, 2007 09:39 Titel: Re: Lone Wolf & Cub - Am Totenfluss --- Filmkritik |
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| Joy hat Folgendes geschrieben: |
| mannen hat Folgendes geschrieben: |
| Der Kinderwagen hat mehr geheime Waffen als ein durchschnittliches Bond-Auto, und sie werden nicht nur vom Vater bedient! |
sehr interessant! viele von den älteren filmen sind oft besser als die heutigen milliardenschweren produktionen. es ist einfach schade zu sehen, dass die technik zwar besser geworden ist, die umsetzung aber oft schlechter (im vergleich zu früher). |
Ich habe auch das gefühl wenn ein Regissör viel Geld zu verfügung hat, dann braucht er nicht viel überlegen wie er seine Ideen umsetzen soll, weil die teuerste Techniken "immer" die beste sind. Hat er weniger Geld, wird er gezwungen Kreativer zu sein um die finanzielle Beschränkungen zu überwinden, und oft sind die einfachste Lösungen die Besten.
Ausserdem wenn ein Regissör viel Geld zur verfügung hat, muß er es irgendwie einsetzen. Dann ist die Chance größer daß Special Effects und Teure ausstattungen zu viel Fokus bekommt und die Story leidet darunter.
Natürlich gibt es ausnahmen. Z.b. James Cameron wollte schon der T1000-Terminator in Terminator 1 einsetzen, aber es ging damals nicht (Technik und Geld hat gefehlt). In Terminator 2 war die CG gut genug um sein "Liquid Metal Terminator" glaubhaftig darzustellen (die CG hatte er schon in the Abyss ausprobiert), und das Budget war groß genug um es umzusetzen. Die Story war trotz das große Budget fesselnd. |
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musashi CineExpert


Anmeldedatum: 13.06.2007 Beiträge: 112
Wohnort: Duisburg
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Verfasst am: Fr Okt 05, 2007 05:44 Titel: |
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@ mannen: Cooles Review, aber ein Fehler ist dir unterlaufen:In der
Serie wird Ogami Itto nicht von Wakayama Tomisaburo gespielt.
Die 6 Filme finde ich allesamt grosse Klasse,die Serie mieserabel |
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