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Baraka CineMaster


Anmeldedatum: 22.11.2008 Beiträge: 313
Wohnort: Bad Pyrmont
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Verfasst am: Mo Dez 22, 2008 13:00 Titel: Black Belt |
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BLACK BELT

ORG.TITEL: Kuro Obi
GENRE: Kampfkunst, Drama,
DARSTELLER: Akihito Yagi, Tatsuya Naka, Yuji Suzuki,
DVD-ERSCHEINUNGSTERMIN: 22.05.2008
PRODUKTIONSLAND: Japan
REGIE: Shunichi Nagasaki
DREHBUCH: Jôji Iida
LINK ZUR WEBSITE(jap): http://kuro-obi.cinemacafe.net/
TRAILER:

Ruhig und besonnen: Der Sensei......................................Giryu härtet sich ab..............................
WORUM GEHT´S:
Im Japan der 30er existiert in Kyushu ein Dojo in dem drei Schüler Karate-Do erlernen. Eines Tages, beim Training, marschiert ein trupp Soldat auf und erklärt in respektloser und abfälliger Selbstverrlichung, das alle Schulen dem Militär zu übergeben sind. Trotz des besonnenen Einsatzes des Sensei(Meister) kommt es zu einem Kampf zwischen seinen Schülern und dem anführenden Offizier, der arrogant behauptet, das waffenloses Kämpfen nutzlos sein. Im Dojo tritt der zurückhaltende Giryu gegen ihn an und besiegt ihn mit wenigen Bewegung. Daraufhin wollen die Soldaten angreifen, werden aber vom Offizier aufgehalten.
Niedergeschlagen verlässt der Trupp das Dojo. Doch der Sensei zerbricht an der Respektlosigkeit und dem Erben seiner Famile dem Militär zu überlassen und stirbt.

Das Militär verlangt die Übernahme des Dojos.................Giryu bezwingt den Offizier mühelos.................
Vor seinem Tod jedoch, soll der Kuro Obi, der schwarze Gürtel und Erbstück des Sensei, an einen seiner Schüler weiter gegeben werden. Zum einen wäre da Taikan, der offensivste und impulsivste der Schüler, dann Giryu, eher schüchtern und Choei, der zwar ein gutes Entscheidungsgefühl bei anderen besitzt, sich aber selbst hinten dran stellt. Choei jedoch soll deshalb entscheiden wer das wertvolle Erbstück erhalten soll. Die drei Schüler trennen sich und gehen verschiedene Wege. Giryu schliess sich, bescheiden wie er ist, Bauern an, während Taikan das Angebot des Militärs annimmt und Soldaten ausbildet. Choei bleibt an seiner Seite, da er verletzt wurde und sich dem, seinem Urteil nach, besten Beschützer "anschliesst".

Giryu, Choei und Taikan(i.d.Reihenfolge) beim Atemtraining...Taikan fordert den letzten Sensei aus Kyushu heraus
Während Taikan immer tiefer in einen Sumpf aus Korruption versinkt, gerät Giryu in einen Konflikt mit der lokalen Yakuza. Taikan kommt ihm zu Hilfe, nennt ihn aber schwach und des Kuro Obi nicht würdig. Schweren Herzens übergibt ihm Choei diesen. Doch Giryu durchlebt eine Achterbahn der Gefühle, letztendlich fordert er Taikan zum Entscheidungskampf heraus...Besitzt er die innere Stärke und den Willen?
Oder wird Kraft und Rücksichtslosigkeit in Form von Taikan gewinnen?
MEINUNG:
Ein Meisterwerk, das Karate-Do zeigt wie es wirklich ist. Dabei wird vor allen Dingen Wert auf den Weg des Bushido gelegt. Wer ein Martial Arts-klopper erwartet ist hier an der falschen Adresse. Dieser Film vermittelt das Bild der wahren Beweggründe Karate nicht nur als Sport sondern als einen Weg im Leben zu beschreiten. Hier wird gezeigt, wie schwer es sein kann in einer verständnislosen und korrupten Gesellschaft, Werte wie Ehre, Treue, Disziplin, Selbstüberwindung, ständiges Lernen und Streben nach Verbesserung aufrecht zu erhalten. Und wie leicht es sein kann, Ideale zu verraten um die eigene Gier zu befriedigen.
Black belt ist sehr ruhig gedreht mit einer fantastischen Kamera und einem ebenso ruhigen, aber eindringlichen Soundtrack. Die Kampfszenen sind so real wie möglich umgesetzt worden. Zwar sind einige Bewegungen Cine-tauglich gemacht worden. Das Verhältnis liegt dennoch hauptsächlich auf Realismus. Die Schauspieler sind bis auf einen allesamt echte Karatekas. Ich empfehle den Abspann ganz zum Ende zu sehen, die Katas sind die schönsten die es bisher auf Film gegeben hat, sowie das Making-Of in dem die "Actor" die Kampfszenen kommentieren. Man spürt, das dieser Film in jeder Sekunde, wahres Können und Bushido zeigt. das einzige Manko sind ein-zwei Längen im Film, die aber nicht weiter schlimm sind. Im großen und ganzen hat mich der Film von Anfang an in seinen realistischen Bann gezogen. Als Ex-Kempo-Karateka kann ich die Arbeit die in diesem Meisterwerk stecken, nur lobend hervor heben. Ich empfehle jedem der sich der Kampfkunst widmet, diesen Film.
Es gibt viel zu lernen. Und allen anderen Interessierten sage ich, das hier echte Kampfkunst zu sehen ist!
Ein Muss!
Einen ergreifenden, spannenden Videoabend wünscht euch
Euer Baraka
P.S.
Es fiel mir wirklich schwer, die Aussage und die Atmosphäre des Films in ein paar Screenshots fest zu halten. Deswegen habe ich nur Bilder vom Anfang aufgenommen und hoffe, das sie euch dazu bewegen, das nächste Mal in der Videothek nach dieser Perle Ausschau zu halten und auszuleihen. Zusätzlich habe ich euch den Amazon-Link bereitgestellt.
_________________ Rechtschreibfehler sind volle Absicht und da wo die herkommen, gibt´s noch mehr
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Masako CineMaster


Anmeldedatum: 27.05.2008 Beiträge: 365
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Verfasst am: Mi Dez 31, 2008 15:11 Titel: |
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Ich empfand Black Belt als Film, für den man viel Geduld mitbringen muss. Ich hab am Anfang die ganze Zeit darauf gewartet, dass jetzt etwas passiert, hab dann aber beschlossen, dem Ganzen eine Chance zu geben und bin einfach mitgegangen. Gerade diese langsamen Szenen haben oft schöne Bilder oder die Atemtechnik der Trainigsszene am Anfang war ein schönes Detail. Es gab überraschend wenige und kurze Kampfszenen, mit (leider für den Laien nicht sehr vielen) interessanten einzelnen Bewegungen (nennt man das so?!?).
Die Geschichte war meiner Meinung nach schon 100 x gesehen und dann auch nicht so tiefsinnig ausgearbeitet, dass philosophische Neuigkeiten herauskamen. Alles war sehr realitätsorientiert und das ist für mich die Stärke und die Schwäche des Films.
Nachdem ich das Zusatzmaterial gesehen habe, glaube ich, dass ziemlich viel drin steckt, was man aber nur sieht, wenn mans sieht. Hier wäre eine Regisseurs-/Kampfchoreographentonspur was schönes, die einfach für unwissende Menschen wie mich, erklärt, was gerade passiert.
Insgesamt würde ich ihn aber auch auf jeden Fall zum Ansehen empfehlen!! _________________ Normalerweise sind dem Krieger die Wege des Konfuzianismus, des Buddhismus, der Teezeremonie und des Nô gleichgültig. Wenn aber jemand wirklich einem Weg folgt, wird er Gemeinsamkeiten mit Menschen feststellen, die anderen Wegen folgen. Dabei ist wichtig, dass jeder sich ernsthaft und sorgfältig auf dem Weg seiner Wahl übt.
Miyamoto Musashi (Das Buch der fünf Ringe, Erde) |
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Baraka CineMaster


Anmeldedatum: 22.11.2008 Beiträge: 313
Wohnort: Bad Pyrmont
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Verfasst am: Fr Jan 02, 2009 04:34 Titel: |
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zu anfang fand ich den film auch etwas zu langsam aber dann habe ich gemerkt, was er mir mitteilen wollte und ab dann war ich in seinem bann.
die kampfszenen, waren bis auf wenige ausnahmen, allesamt sehr realistisch. ohne überflüssiges rungehopse, unsinnige flugtritte oder zeitraubenden roundhouse-kicks. das weiß man aber nur wenn man entweder selbst mal karateka war oder die bonus-sachen angeguckt hat.
| Zitat: |
| Die Geschichte war meiner Meinung nach schon 100 x gesehen und dann auch nicht so tiefsinnig ausgearbeitet, dass philosophische Neuigkeiten herauskamen. |
in welchem film wird denn ein dojo vom militär "besetzt" und die schüler müssen sich mit den neuen realitäten anfreunden und trotz allem, den weg des budo weiterführen, da ihnen der lehrer dafür genommen wurde und der "bösewicht" am ende zugibt, im unrecht gewesen zu sein?
die tiefsinnigkeit steckt in der ganzen arbeit, die darstellung karate als einen lebensweg zu empfinden, nicht nur als 2x2 abendliche vereinsstunden ohne wirklich viel einfluss auf weiteres denken und handeln. gerade auf die schwierigkeiten wird sehr gut eingegangen und auch die verlockungen von diesem pfad abzuweichen werden sehr gut dargestellt. es geht nicht um philosophische neuigkeiten, sondern das leben im bushido und dieser kodex ist ja nun schon mal ein wenig älter.
aber vllt muss man selber ernsthaft den einen oder andern kampfsport betreiben um unter die oberfläche von "kuro obi" sehen zu können.
darin liegt auch wie du sagtest seine stärke und seine schwäche, dem normalschauer, wird die action abgehen, die er aus anderen filmen erwartet, auf der anderen seite ist das vllt aber auch garnicht mal so schlecht...
EDIT:
@moderator:
auch hier ist das bild vom amazon-link verschwunden, dabei fällt mir auf, das auf einigen seiten die bilder weg sind! darf man fragen warum? _________________ Rechtschreibfehler sind volle Absicht und da wo die herkommen, gibt´s noch mehr |
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Nomak CineMaster


Anmeldedatum: 20.09.2006 Beiträge: 1444
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Verfasst am: Fr Jan 02, 2009 13:07 Titel: |
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| Baraka hat Folgendes geschrieben: |
@moderator:
auch hier ist das bild vom amazon-link verschwunden, dabei fällt mir auf, das auf einigen seiten die bilder weg sind! darf man fragen warum? |
Das manche Bilder von Posts weg sind liegt an der letzten Serverübersiedlung da gingen ein paar verloren. Sollte bei neuen Posts nicht vorkommen. Falls doch bitte nochmal melden aber am Besten per pm denn in einem Post übersieht man das leicht. Die Amazon Bilder sind bei mir jedenfalls wieder da. Diese werden auch direkt von der Amazon Seite geholt soweit ich das weiß. _________________ Homecinema:
AV-Receiver: Denon AVR-1911, DVD-Blu-Ray-Player: Playstation 3 (250GB), Projektor: Sanyo PLV-Z4000, Boxen: Elac Linie 120 5.1 Set, Sat-Receiver: Kathrein UFS 910, Leinwand: WS-Spalluto Elastic Frame |
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Masako CineMaster


Anmeldedatum: 27.05.2008 Beiträge: 365
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Verfasst am: Fr Jan 02, 2009 19:55 Titel: |
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| Baraka hat Folgendes geschrieben: |
| zu anfang fand ich den film auch etwas zu langsam aber dann habe ich gemerkt, was er mir mitteilen wollte und ab dann war ich in seinem bann. |
Mich hat er auch mitgenommen, aber man muss sich mitnehmen lassen. Wenn man (überzogen ausgedrückt) mit der Erwartung "Hier kommt ein Martial-Arts-Film mit vielen spektakulären, langen Kämpfen" an den Film herangeht, wird man nicht glücklich werden.
| Baraka hat Folgendes geschrieben: |
| die kampfszenen, waren bis auf wenige ausnahmen, allesamt sehr realistisch. ohne überflüssiges rungehopse, unsinnige flugtritte oder zeitraubenden roundhouse-kicks. |
Den Eindruck hatte ich auch, deshalb habe ich es ja so bedauert, dass es keine "Ich erklär dir jetzt mal, was hier passiert"-Tonspur gab. (Habe ich ja oben geschrieben.)
| Baraka hat Folgendes geschrieben: |
| das weiß man aber nur wenn man entweder selbst mal karateka war oder die bonus-sachen angeguckt hat. |
Japp, nur waren die Bonussachen, dann auch nicht sooo ausführlich.
| Baraka hat Folgendes geschrieben: |
| in welchem film wird denn ein dojo vom militär "besetzt" und die schüler müssen sich mit den neuen realitäten anfreunden und trotz allem, den weg des budo weiterführen, da ihnen der lehrer dafür genommen wurde und der "bösewicht" am ende zugibt, im unrecht gewesen zu sein? |
Auf dieser Detailebene habe ich gar nicht gedacht,
- eher eine Ebene drüber: Kampfkünstler wird einer ungerechten, schwierigen Situation ausgesetzt und muss einen Weg finden, den - auch und gerade ethisch - anspruchsvollen Weg seines Meisters fortzuführen bzw. seinen eigenen verantwortungsbewussten Weg finden.
- oder abstrahieren wir das Muster weiter: Einem Menschen wird der bisherige Boden unter den Füßen weggezogen und er muss seinen eigenen verantwortungsbewussten Weg finden.
Diese Geschichte habe ich entdeckt. Ich liebe Geschichten nach diesem Strickmuster, sie können einen selber auch immer wieder in die richtige Richtung stupsen bzw. zum Nachdenken bringen.
Das "Problem" ist nur, dass es ein beliebtes, häufig verwendetes Filmmuster ist. Und auch der sich bekehrende Bösewicht ist nicht gerade selten. Es wurde in Black Belt meiner Meinung gut umgesetzt, aber das Rad neu erfunden hat der Film hier einfach nicht.
| Baraka hat Folgendes geschrieben: |
es geht nicht um philosophische neuigkeiten, sondern das leben im bushido und dieser kodex ist ja nun schon mal ein wenig älter.
aber vllt muss man selber ernsthaft den einen oder andern kampfsport betreiben um unter die oberfläche von "kuro obi" sehen zu können. |
Ich stimme dir sofort zu, dass man die Kampfszenen erst dann wirklich zu schätzen weiß, wenn man selbst Kampfsport betrieben hat/betreibt.
Aber dass man den Bushido, die mit mit ihm verbunden Konflikte und die Verhaltensweisen, die sich auf ihn als motivierende Kraft zurückführen lassen, nur kennt und erkennt, wenn man selbst ein Kampfkünstler ist, glaube ich nicht. Dafür ist er einfach zu universell. Sicher ist es eine gute Sache, wenn anstatt eines möglichst effizienten Kampfsports (was es ja auch gibt) eine ganze "Denkschule" vermittelt wird, die z. B. auch die Frage stellt, wem und was mit dieser Stärke zu dienen ist, anstatt die damit verbundene Macht ausbeuterisch einzusetzen. Aber Karate ist nur ein möglicher Weg, den Bushido zu leben, bei dem ich spontan eigentlich ohnehin zuerst an die Samurai denken würde. Ich denke, ich habe schon unter die Oberfläche geschaut und mir hat auch das, was ich gesehen habe, gefallen. Ich habe es nur nicht als übermäßig originell empfunden, aber das muss es ja auch gar nicht sein.
_________________ Normalerweise sind dem Krieger die Wege des Konfuzianismus, des Buddhismus, der Teezeremonie und des Nô gleichgültig. Wenn aber jemand wirklich einem Weg folgt, wird er Gemeinsamkeiten mit Menschen feststellen, die anderen Wegen folgen. Dabei ist wichtig, dass jeder sich ernsthaft und sorgfältig auf dem Weg seiner Wahl übt.
Miyamoto Musashi (Das Buch der fünf Ringe, Erde) |
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Baraka CineMaster


Anmeldedatum: 22.11.2008 Beiträge: 313
Wohnort: Bad Pyrmont
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Verfasst am: Sa Jan 03, 2009 16:56 Titel: |
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| Zitat: |
die kampfszenen, waren bis auf wenige ausnahmen, allesamt sehr realistisch. ohne überflüssiges rungehopse, unsinnige flugtritte oder zeitraubenden roundhouse-kicks.
Den Eindruck hatte ich auch, deshalb habe ich es ja so bedauert, dass es keine "Ich erklär dir jetzt mal, was hier passiert"-Tonspur gab. (Habe ich ja oben geschrieben.)
Baraka hat Folgendes geschrieben:
das weiß man aber nur wenn man entweder selbst mal karateka war oder die bonus-sachen angeguckt hat.
Japp, nur waren die Bonussachen, dann auch nicht sooo ausführlich. |
das ist u.a. eine Sache, mit der dann Karatekas wiederum mehr anfangen können, da sie einige der "Bewegungen" ja selber ausführen und beurteilen können, was in real funktionieren würde und was nicht.
| Zitat: |
Auf dieser Detailebene habe ich gar nicht gedacht,
- eher eine Ebene drüber: Kampfkünstler wird einer ungerechten, schwierigen Situation ausgesetzt und muss einen Weg finden, den - auch und gerade ethisch - anspruchsvollen Weg seines Meisters fortzuführen bzw. seinen eigenen verantwortungsbewussten Weg finden.
- oder abstrahieren wir das Muster weiter: Einem Menschen wird der bisherige Boden unter den Füßen weggezogen und er muss seinen eigenen verantwortungsbewussten Weg finden.
Diese Geschichte habe ich entdeckt. Ich liebe Geschichten nach diesem Strickmuster, sie können einen selber auch immer wieder in die richtige Richtung stupsen bzw. zum Nachdenken bringen.
Das "Problem" ist nur, dass es ein beliebtes, häufig verwendetes Filmmuster ist. Und auch der sich bekehrende Bösewicht ist nicht gerade selten. Es wurde in Black Belt meiner Meinung gut umgesetzt, aber das Rad neu erfunden hat der Film hier einfach nicht. |
Aus deiner Sicht gesehen, gebe ich dir recht. ABER der Film an sich brauchte die Story nicht neu erfinden, da er sie, für mich, auf eine Weise erzählt, die so selten gezeigt wurde. Karate Tiger 4-best of the Best wäre hier das einzige seriöse zweite beispiel, was mir in den Sinn kommt.
| Zitat: |
| Aber dass man den Bushido, die mit mit ihm verbunden Konflikte und die Verhaltensweisen, die sich auf ihn als motivierende Kraft zurückführen lassen, nur kennt und erkennt, wenn man selbst ein Kampfkünstler ist, glaube ich nicht. Dafür ist er einfach zu universell. Sicher ist es eine gute Sache, wenn anstatt eines möglichst effizienten Kampfsports (was es ja auch gibt) eine ganze "Denkschule" vermittelt wird, die z. B. auch die Frage stellt, wem und was mit dieser Stärke zu dienen ist, anstatt die damit verbundene Macht ausbeuterisch einzusetzen. Aber Karate ist nur ein möglicher Weg, den Bushido zu leben, bei dem ich spontan eigentlich ohnehin zuerst an die Samurai denken würde. Ich denke, ich habe schon unter die Oberfläche geschaut und mir hat auch das, was ich gesehen habe, gefallen. Ich habe es nur nicht als übermäßig originell empfunden, aber das muss es ja auch gar nicht sein. |
ich habe nicht gesagt "nur kennt und erkennt", ich habe geschrieben "vielleicht". das ist ein erheblicher Unterschied!
Es fällt Otto Normalverbraucher zu 90% schwer andere Sitten und Kulturen ernst zu nehmen. Und gerade die japanischen können öfters sehr strange sein. (Automaten mit Mädchenunterhosen )
Nicht umsonst kann man ja Sinologie und Japanologie *zwinker* studieren und das sind nicht gerade einfache Fächer. Das weißt du ja selbst am besten:-)
Der bushido ist zwar universell, bezieht sich meines Wissens auch mehr auf Samurai. Da habe ich vllt das falsche Wort benutzt und hätte eher "Budo" nehmen sollen, der die kampfkünste an sich umfasst.
Bushido und Budo sind in gewissermassen, sage ich jetzt, einfach zu verstehen aber schwer zu meistern. viele missverstehen die aussagen über stärke und ehre, schauen nicht über den tellerrand, was sie wirklich bedeuten. Ich habe selbst oft erlebt, wie jemand behauptet danach zu leben aber in Wahrheit vollkommen daneben lag. Ein Beispiel dazu zu nennen wäre extrem komplex, ausserdem OT.
Ich bezeichne Black Belt als eine wahrhaftig guten, weil echten kampfKUNSTfilm, der ohne das übliche HickHack auskommt und der zeigt was es heißt Karateka zu sein. Das sieht man ja auch daran, das die darsteller, bis auf einen, wirkliche Karatekas sind, mit Dan-Stufe übrigens.
(Über den schwarzen Gürtel hinaus, obwohl mein alter Meister wohl sagen würde, "der hält eh nur die Hose oben egal welche Farbe er hat") _________________ Rechtschreibfehler sind volle Absicht und da wo die herkommen, gibt´s noch mehr |
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Masako CineMaster


Anmeldedatum: 27.05.2008 Beiträge: 365
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Verfasst am: Sa Jan 03, 2009 17:54 Titel: |
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| Baraka hat Folgendes geschrieben: |
| ich habe nicht gesagt "nur kennt und erkennt", ich habe geschrieben "vielleicht". das ist ein erheblicher Unterschied! |
okee, ich hab da etwas empfindlich reagiert
| Baraka hat Folgendes geschrieben: |
| Nicht umsonst kann man ja Sinologie und Japanologie *zwinker* studieren und das sind nicht gerade einfache Fächer. |
Kann man doch gar nicht
--> http://www.cineglobe.de/forum/viewtopic,p,17723,highlight,willst+also+japanisch+lernen.html#17723
| Baraka hat Folgendes geschrieben: |
| Der bushido ist zwar universell, bezieht sich meines Wissens auch mehr auf Samurai. Da habe ich vllt das falsche Wort benutzt und hätte eher "Budo" nehmen sollen, der die kampfkünste an sich umfasst. |
Aber dank dir habe ich Budo gestern nachgeschlagen und weiß endlich, was das Wort bedeutet!
| Baraka hat Folgendes geschrieben: |
| Bushido und Budo sind in gewissermassen, sage ich jetzt, einfach zu verstehen aber schwer zu meistern. |
Amen dazu!!!
| Baraka hat Folgendes geschrieben: |
| Ich bezeichne Black Belt als eine wahrhaftig guten, weil echten kampfKUNSTfilm, der ohne das übliche HickHack auskommt und der zeigt was es heißt Karateka zu sein. |
Inzwischen habe ich Lust, den mal mit dir zu sehen.
| Baraka hat Folgendes geschrieben: |
| mein alter Meister wohl sagen würde, "der hält eh nur die Hose oben egal welche Farbe er hat") |
*kicher*
Das klingt ganz danach, dass er ein vernünftiger Mann ist. _________________ Normalerweise sind dem Krieger die Wege des Konfuzianismus, des Buddhismus, der Teezeremonie und des Nô gleichgültig. Wenn aber jemand wirklich einem Weg folgt, wird er Gemeinsamkeiten mit Menschen feststellen, die anderen Wegen folgen. Dabei ist wichtig, dass jeder sich ernsthaft und sorgfältig auf dem Weg seiner Wahl übt.
Miyamoto Musashi (Das Buch der fünf Ringe, Erde) |
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Baraka CineMaster


Anmeldedatum: 22.11.2008 Beiträge: 313
Wohnort: Bad Pyrmont
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Verfasst am: So Jan 04, 2009 05:00 Titel: |
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EDIT: entfernt, da OT _________________ Rechtschreibfehler sind volle Absicht und da wo die herkommen, gibt´s noch mehr |
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