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Namu Die CineGLobe Perle

Anmeldedatum: 21.09.2006 Beiträge: 4980
Wohnort: Oferdingen
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Verfasst am: Fr Jul 18, 2008 13:32 Titel: |
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| GAMBIT hat Folgendes geschrieben: |
| Masako hat Folgendes geschrieben: |
Woher kann ein Fischer so gut kämpfen?
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Diese Frage stellte sich mir auch ständig – Vielleicht begründen die das einfach aus den Grund das er das Dorf angeführt hat – Es gab ja auch in China sehr lange Zeit Wehrbauern die dazu fähig waren an den Grenzen das Land gegen Feinde zu beschützen, somit mag das für den chinesischen Zuschauer durchaus plausibel sein. |
Sorry, hatte Deinen Kommentar zuerst übersehen.
Ich glaube, den Chinesen ist ein Fischer als Martial Artist von vornherein plausibel. Unter den Mandschus gab es immer wieder Bestrebungen, bestimmte chinesische Martial Arts Künste zu verbieten. Nach der Zerstörung des Shaolin Tempels führten auch die dort Überlebenden ein Vagabundenleben (waren ja verfolgt). Das heißt, die reisenden Martial Artisten nahmen immer zwischendurch Mal Schüler irgendwo in die Lehre - ohne Rücksischt auf Beruf, Herkunft und Stand. Denk Mal an NG Mui und YIM Wing-chun...
Oder auch Leung Yee-tai und Wong Wah-bo. Leung Yee-tai war zwar ein Opernsänger und man macht daher Wong Wah-bo auch gerne zu einem, aber es existiert genauso die Vorstellung, er sei nur ein Diener auf dem Schiff der Truppe gewesen.
Auch die Triaden brachten natürlich ihre Kampfkünste unters einfache Volk. (Obwohl ich es für sehr unwahrscheinlich halte, daß Fei jetzt ein Triadenmitglied war )
Chinesen dürften kein Problem damit haben, Fischer als Martial Artisten zu sehen.
Und bei Wuxia-Filmen - wie gesagt - allein schon durch "Rebellen vom..." nicht.
Allerdings habe ich auch keine Ahnung, wann "Moon Warriors" überhaupt spielen soll und ob die Geschichte überhaut einen historischen Bezug hat.
@Yun: Wir wiedersprechen uns ja auch nicht. Hatte mich nur über mich selbst geärgert, weil ich so auf den Wuxia-Teil fixiert war, daß ich vergessen habe, daß da auch ein historisches Interesse hinter der Frage hätte stehen können. Aber da bist Du und Gambit auch ja zum Glück noch darauf eingegangen.
Hihi, wenn Masako nachher unsere vielen Beiträge liest, dann hat sie schon genug für einen Tag gelernt und kann heute Nacht bestimmt mit sich zufrieden gut schlafen! 
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GAMBIT CineMaster


Anmeldedatum: 24.10.2007 Beiträge: 744
Wohnort: München
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Verfasst am: Fr Jul 18, 2008 13:50 Titel: |
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Zur Zeit der Mandschurenherrschaft hat es bestimmt nicht gespielt, darauf deuten die Frisuren hin, und danach auch nicht dazu ist der Film zu sehr auf Altertum ausgerichtet.
Zur Zeit der Ming-Dynastie auch nicht, weil da war man auch schon fortschrittlicher.
Das heißt es liegt vielleicht irgendwo in den gigantischen Zeitraum, „Zwischen den streitenden Reichen“ bis vor der Mongoleninvasion … aber ich denke das genau zu defnieren ist hier vielleicht auch gar nicht möglich – wobei König Lanling erwähnt wird – das heißt das war zur Zeit der nördlichen Qi-Dynastie also irgendwann so um 560. Das würde auch passen – aber wie gesagt es ist ja auch alles andere als ein historisch korrekter Film, _________________ Meine Rechtschreibfehler sind nicht urheberrechtlich geschützt und dürfen übernommen werden.
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yun CineMaster


Anmeldedatum: 28.03.2008 Beiträge: 2262
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Verfasst am: Fr Jul 18, 2008 13:58 Titel: |
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| Namu hat Folgendes geschrieben: |
| @Yun: Wir wiedersprechen uns ja auch nicht. Hatte mich nur über mich selbst geärgert, weil ich so auf den Wuxia-Teil fixiert war, daß ich vergessen habe, daß da auch ein historisches Interesse hinter der Frage hätte stehen können. |
ich hatte auch nicht das gefühl, wir würden uns widersprechen  |
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Namu Die CineGLobe Perle

Anmeldedatum: 21.09.2006 Beiträge: 4980
Wohnort: Oferdingen
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Verfasst am: Fr Jul 18, 2008 14:03 Titel: |
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@Gambit: Ich wollte den Film jetzt auch nicht unbedingt unter den Mandschus spielen lassen. Kommt mir selbst zu archaisch dafür vor, mal ganz abgesehen von den von Dir schon angesprochenen Frisuren.
Mir ging es jetzt in erster Linie um den Punkt, daß ich nicht glaube, daß ein Martial Arts ausübender Fischer für Chinesen so eine außergewöhnliche Gestalt ist.
Ich hab nur die Mandschuzeit aufgegriffen, weil die ein besonders gutes Beispiel dafür ist, wie sich Martial Arts - neben den von Euch bereits genannten Gründen - auch unter der Hand verbreiten kann (mal abgesehen davon, daß ich mich mehr mit den Martial Artisten aus der Zeit auskenne. ).
Deine Einschätzung finde ich aber trotzdem sehr interessant. Muß ehrlich zugeben, daß ich mir nie die Mühe gemacht habe, den Film historisch einzuordnen. War für mich immer mehr wie "Empress and the Warriors". Also was, was wie China aussieht, im Grunde genommen aber wirklich nur ein fiktives Reich ist. |
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Masako CineMaster


Anmeldedatum: 27.05.2008 Beiträge: 365
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Verfasst am: Fr Jul 18, 2008 18:23 Titel: |
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| Namu hat Folgendes geschrieben: |
Hihi, wenn Masako nachher unsere vielen Beiträge liest, dann hat sie schon genug für einen Tag gelernt und kann heute Nacht bestimmt mit sich zufrieden gut schlafen!  |
Wahr, wahr - da geht man mal harmlos zur Arbeit und was findet man dann im Forum vor
Ihr seid toll - muss das Ganze (befürchte ich mehrmals) lesen!
Auf jeden Fall, macht es jetzt wesentlich mehr Sinn für mich, dass Fei so gut kämpfen kann. Ich könnte mir gut vorstellen, dass ein bisschen von allem drin ist. Angefangen hat es wohl mit den "Wehrbauern" oder den (ich nenne es jetzt einfach mal so) "Capoeira-Bauern". Ich glaube, dass alles, was literarisch und mythologisch verbraten wird, auch einen Anstoß in der Realität hat. Und da wären wir dann bei Namus "Wuxia-Kampf-Fischern".
| Namu hat Folgendes geschrieben: |
| Dachte, sie wollte wissen, warum Fei kämpfen kann und der Rest seines Dorfes nicht. |
So weitreichend sind meine Gedanken gar nicht Es war eigentlich: "Hä? Der ist doch Fischer!?! Wieso kann der so gut kämpfen?" Das Dorf hatte ich weder bewusst ein- noch ausgeklammert.
Was mir jetzt dank
| Namu hat Folgendes geschrieben: |
3. Hat es einen sozialkritischen Aspekt. Die kleinen Menschen sind die leidtragenden der Techtelmechtel der Mächtigen. Fei's Einmischung gilt dadurch auch den Menschen, nicht dem Ideal des Königreiches.
4. Grundlose Nidermetzelungen von Dörfern sind tatsächlich in China wohl auch vorgekommen. Ist jedenfalls ein widerkehrendes Thema in den Drei Reichen |
noch sympathischer ist, ist die Botschaft des Films. Ich denke es geht schon auch darum, dass die Mächtigen in ihre selbstsüchtigen, ungerechtfertigten Kämpfe die Armen/Ohnmächtigen rücksichtslos involvieren und dass es für diese Aufteilung der Menschen keinen "wirklichen" Grund gibt (vgl. Liebesgeschichte Fei/Yuet und wie die beiden damit umgehen). Ich finde es erstaunlich, so etwas (und wie ich finde gar nicht so unsubtil) in einen eigentlich auf den ersten Blick gar nicht so tiefschürfenden Film zu packen.
_________________ Normalerweise sind dem Krieger die Wege des Konfuzianismus, des Buddhismus, der Teezeremonie und des Nô gleichgültig. Wenn aber jemand wirklich einem Weg folgt, wird er Gemeinsamkeiten mit Menschen feststellen, die anderen Wegen folgen. Dabei ist wichtig, dass jeder sich ernsthaft und sorgfältig auf dem Weg seiner Wahl übt.
Miyamoto Musashi (Das Buch der fünf Ringe, Erde) |
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Namu Die CineGLobe Perle

Anmeldedatum: 21.09.2006 Beiträge: 4980
Wohnort: Oferdingen
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Verfasst am: Sa Jul 19, 2008 09:41 Titel: |
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| Masako hat Folgendes geschrieben: |
| Ich glaube, dass alles, was literarisch und mythologisch verbraten wird, auch einen Anstoß in der Realität hat. |
Ja, das denke ich auch.
Bei den von mir genannten "Rebellen vom..." ist das sowieso der Fall, denn dabei handelt es sich um eine sehr ausgeschmückte Erzählung nach historischen Begebenheiten, die sich in China um 1100 n.Chr. herum ereigneten.
| Masako hat Folgendes geschrieben: |
| (vgl. Liebesgeschichte Fei/Yuet und wie die beiden damit umgehen). |
Fandest Du ihre Dialoge auch so herrlich? Neben der Aussage, habe ich mich überhaupt darüber köstlich amüsiert.  |
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