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My Sassy Girl

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GAMBIT
CineMaster
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Anmeldedatum: 24.10.2007
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BeitragVerfasst am: Do Jul 10, 2008 08:25    Titel:

Die Frage ist wie die deutsche DVD ist?
Das Cover ist auf jeden Fall unsäglich. Die DVD wurde wahrscheinlich auch nur schnell veröffentlicht bevor jetzt bald das amerikanische Remake dazu durchstartet.

Ich würde wie gesagt zur billigeren koreanischen oder HK oder was auch immer DVD empfehlen, da die UTs hier auch sehr sehr simpel sind und der Film durch seinen O-Ton auch lebt.

_________________
Meine Rechtschreibfehler sind nicht urheberrechtlich geschützt und dürfen übernommen werden.



Zuletzt bearbeitet von GAMBIT am Do Jul 10, 2008 09:16, insgesamt einmal bearbeitet
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Namu
Die CineGLobe Perle


Anmeldedatum: 21.09.2006
Beiträge: 4900
Wohnort: Taipeh

BeitragVerfasst am: Do Jul 10, 2008 08:58    Titel:

Yun meinte mal, die deutsche DVD wäre o.k. und hätte neben dem deutschen auch den O-Ton.

@Nomak: Das mit dem "Schock" ist Dir aber gelungen! Wink Mr. Green


18 Euro für die DVD ist aber wirklich etwas viel. Die Ausstattung ist ja doch etwas mager... Wie wollen die die denn für den Preis loswerden? Ist ja nicht so, daß ein durchschnittlicher Deutscher in den Laden rennt und sich asiatische Liebeskomödien kauft. Und die Leute, die von vornherein asiatische Filme schauen und denen der Film bekannt ist, haben den Film eh überwiegend schon im Schrank stehen...
Und das US-Remake lief hier ja nie, also ist es auch kein Anreiz.

Hm, das Cover find ich bis auf den rosa-himmelblauen Hintergrund eigentlich ganz ok. Ein bißchen arg einfach vielleicht, aber das gewählte Bild ist immerhin recht aussagekräftig.
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yun
CineMaster
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Anmeldedatum: 28.03.2008
Beiträge: 2262


BeitragVerfasst am: Do Jul 10, 2008 10:56    Titel:

bild und ton der deutschen dvd sind von guter qualität und auch die synchronisation ist mit angenehmen stimmen besetzt ... allerdings besitzt die koreanische tonspur keine deutschen oder sonstige untertitel Neutral
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musashi
CineExpert
CineExpert


Anmeldedatum: 13.06.2007
Beiträge: 112
Wohnort: Duisburg

BeitragVerfasst am: Di Sep 16, 2008 08:05    Titel:

Ich wollte damit nur verdeutlichen, daß mir bewußt ist, welchen "Impact" (wie heißt denn dazu das passende deutsche Wort?) dieser Film in Ostasien hatte.



Impact.Kann man wohl mit "Einfluss" oder "Effekt" in diesem Fall übersetzen.
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Yin Chi
CineMaster
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Anmeldedatum: 05.08.2009
Beiträge: 1715


BeitragVerfasst am: Di Sep 01, 2009 22:50    Titel:

Ich hatte ja schon angekündigt, dass ich mich auch noch über My Sassy Girl äußern würde, et voila! Very Happy

Nachdem ich mich jetzt durch die fünf letzten Seiten gelesen habe, kann ich am besten Namus Reaktion auf diesen Film nachvollziehen und teilen.

Angefangen mit den Rückwärts-Ess-Szenen am Anfang des Filmes. Ich fand diese Szenen keineswegs lustig und als das Malheur dann passiert war, hatte ich nur Mitleid mit dem armen Toupetträger, der alles abbekommen hat. Das führte ein weiteres Mal dazu, dass mir die Hauptdarstellerin am Anfang völlig unsympathisch war, nichts Neues, ich weiß.

Das setzte sich dann fort im Verhalten, mit dem sie ihren armen Freund malträtiert hat. Die Schläge ins Gesicht usw. Auch wenn sie ihren letzten Freund verloren hat, ist das m. E. keine Rechtfertigung dafür Leute so mies zu behandeln. Das zeugt von wenig Respekt für den anderen. Und als ich erfuhr, dass sie den Verstorbenen offenbar genauso behandelt hat. Dann hatte sich auch dieser Versuch Verständnis für ihr brutales Verhalten ihm gegenüber zu haben in Rauch aufgelöst. Interessant fand ich auch, dass sie ihn offenbar brutal ins Gesicht schlagen konnte, aber für ihn andere Regeln galten, da sie ein Mädchen ist und darauf bestand wie ein Mädchen behandelt zu werden...

Meine auch, genauso wie Namu, dass das Mädel nicht emanzipiert ist, sondern nur das Verhalten imitiert, das den Männern sonst vorbehalten war. Es ist eigentlich gesellschaftlich gesehen nur eine Retourkutsche an den Männern. Wenn das die Art und Weise ist, wie Männer mit Frauen verfahren sollten und Frauen mit Männern, so fände ich das sehr bedauerlich. Aus diesem Grund kann ich auch in keiner Weise nachvollziehen, warum offenbar für viele Koreaner das Mädel das Idealbild darstellt. Vielleicht sehe ich das alles zu eng, mag sein...

Aber mal abgesehen von den bisher erwähnten negativen Aspekten, fand ich die Story wesentlich besser, insbesondere auch durch die Mühe, die man sich bei der Charakterisierung der beiden Hauptdarsteller gegeben hat. So lernte man hier auch die familiären Hintergründe von beiden kennen und konnte dadurch einige Schlüsse auf ihr Verhalten ziehen.

Außerdem äußerte der Junge immer wieder ganz explizit, warum er die Beziehung zu ihr nicht aufgeben möchte, was seine Intention ist. Das wurde bei Windstruck nicht so gut herausgestellt. Möglicherweise auch deswegen, weil die meisten schon My Sassy Girl gesehen hatten und dadurch die betreffenden Parallelen ziehen konnten. Das gleiche gilt auch für das Mädel. Ich erinnere an die Szene auf dem Berg.

Mal abgesehen von der Geschichte mit den desertierten Soldaten fand ich auch die Story an sich sehr schön logisch aufgebaut. Ein bissl hat mich schon gewundert, dass sie so ziemlich am Ende die Rolle des älteren Herren eingeführt haben. Diese Szene hätte man eigentlich weglassen können.

Auch das Ende hat mir sehr gut gefallen und hier gehe ich mal nicht mit Namu konform, lol! Für mich hat sich in dieser letzten Szene der Kreis geschlossen. So erinnere ich an die erste Szene, in der der Junge von seiner Mutter den Anruf bekommen hatte, er möge doch seine Tante besuchen.

Fazit: Die Story an sich fand ich gut - inklusive Ende. Allerdings hätte mir der Film deutlich besser gefallen, wenn das Verhalten des Mädchens weniger in Richtung Brutalität und Demütigung sondern eher in Richtung verrücktes, abenteuerlustiges Verhalten gegangen wäre. So haben doch einige Szenen meine Stimmung beim Sehen gedrückt.
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Kat
CineMOD
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BeitragVerfasst am: Di Sep 01, 2009 23:27    Titel:

Vom logischen Standpunkt gebe ich dir absolut recht. Das sassy Girl ist gemein und brutal, aber wenn wir uns auf dieser Schiene befinden, dann ist Gyeon-woo ein Macho, der es auf jeden Rock abgesehen hat. Er reduziert die Frauen auf ihr Aussehen und bekommt dafür die Retourkutsche von ihr.

Das schöne an manchen Filmen ist, dass sie nicht wirklich die Realität widerspiegeln,- sonst wäre es bei manchen echt tragisch, das stimmt. Ich finde die Art von ihr trotzdem gut, gerade weil sie sich nichts sagen lässt und für sich und andere einsteht. Zugegeben, das lässt sie nicht wirklich sympathisch wirken und ich unterschreibe auch nicht all ihre Taten, dennoch hat mir der Charakter an sich gut gefallen. Da wären wir wieder bei dem Toupetträger: Wenn sie nicht für ihn den Platz besorgt hätte, dann wäre dieses Unglück einem ganz anderen zugestoßen. Zudem sollte man sich nicht unter Betrunkene sassy Girls setzen,... bringt nur Ärger. Wink

Aber um wirklich mitreden zu können, muss ich mir den ganzen Film noch einmal ansehen....
_________________
Lips red as blood, hair black as night. Bring me your heart, my dear, dear Snow White
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Yin Chi
CineMaster
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Beiträge: 1715


BeitragVerfasst am: Mi Sep 02, 2009 17:54    Titel:

Sorry, Kat, aber Gyeon-woo ist in meinen Augen eher ein 08/15 - Weichei und beileibe kein Macho. Er behandelt weder seine Mutter, von der er sich immerhin auch noch als Erwachsener verhauen läßt, noch das Mädel von oben herab.

Er reduziert auch nicht das Mädel nur aufs Aussehen, sondern möchte sie kennenlernen, erfahren, warum sie so ist, wie er ist. Dass er stolz darauf ist, dass sie wunderschön aussieht, kann man verstehen. Außerdem scheint sie seinem sonst eher stinknormalen Leben für den notwendigen Kick zu sorgen.

Das Ungewisse, Ungewöhnliche reizt ihn. Ein Macho würde sich mit Sicherheit nicht auf diese Weise schlagen oder allgemein demütigen lassen. Die schlagen eher selbst. Machos sind mit Sicherheit keine Masochisten wie er.

Nunja, ich sehe sie eher so, dass sie, wenn wir mal vom Äußeren ausgehen, auch auf dasselbige abzielt. Ihr Aussehen und ihr quasi-selbstsicheren Auftreten sorgen für den Erfolg.

Was den Realitätsgehalt des Filmes anbelangt, so sind meine Eindrücke natürlich subjektiv, wie bei jedem anderen auch. Aber, wenn wir mal davon ausgehen, dass der Film offenbar eine reale Vorgeschichte hat. Namu erzählte in ihrem Review von einem Blogger, der sich über das Verhalten seiner schwierigen Freundin äußerte, dann ist das schon etwas Anderes als eine rein fiktive Story.

Des weiteren hat der Film offenbar so viele Parallelen zur Realität, als dass offenbar viele koreanischen Männer in dem Mädchen ihr Idealbild sehen. Dies alles läßt Rückschlüsse auf die koreanische Gesellschaft an sich ziehen, denn Filme entstehen nicht im luftleeren Raum.

In diesem d.h. gesellschaftlichen Sinne ist das Mädel eigentlich ein Hybrid. Einerseits nimmt sie es sich heraus Männer zu demütigen und zu verprügeln, zu saufen, was früher, so würde ich es mal vermuten, allein den Männern vorbehalten war, ist selbstbewußt (?), gebildet. Andererseits zielt sie auf das Mädchensein ab, indem sie in bestimmten Situation doch wie ein Mädchen behandelt werden möchte und dann Sonderkonditionen einfordert.

Ein weiteres Indiz dafür ist auch ihr Ausbruch auf dem Berg, als man zum ersten Mal sieht, dass sie nicht die selbstbewußte, kühle Frau ist, die sie immer vorgibt zu sein. Einerseits fordert sie von anderen gesellschaftliche Regeln einzuhalten, andererseits stellt sie ihre eigenen Regeln auf, die für andere dann auch zu gelten haben.

Für mich hat sie schon etwas von einer Pippi Langstrumpf. So heißt es in der ersten Strophe von Pippis Lied:


Zitat:
Pippi Langstrumpf

2 x 3 macht 4
Widdewiddewitt und Drei macht Neune !!
Ich mach' mir die Welt
Widdewidde wie sie mir gefällt ....

Hey - Pippi Langstrumpf
trallari trallahey tralla hoppsasa
Hey - Pippi Langstrumpf,
die macht, was ihr gefällt.

Hey - Pippi Langstrumpf
trallari trallahey tralla hoppsasa
Hey - Pippi Langstrumpf,
die macht, was ihr gefällt.


Aber im Gegensatz zu diesem Kindermärchen ist My Sassy Girl mehr Realität als Fiktion.

Falls dieser Film allerdings eine Persiflage auf moderne Männer und Frauen in Korea sein sollte, so ist dem Regisseur dies meisterlich gelungen. In diesem Fall hält er Männern wie Frauen einen Zerrspiegel vor die Nase mit der Intention wachzurütteln!
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Kat
CineMOD
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Wohnort: No Man's Land

BeitragVerfasst am: Mi Sep 02, 2009 18:05    Titel:

Ha ha, genial, das möchte ich auch so stehen lassen. Der Punkt geht eindeutig an dich.

Klar ist er zum größten Teil ein Weichei ohne Rückgrat, vielmehr sogar ein Angeber. Macho war wohl eher das falsche Wort, dass gebe ich zu. Ich hatte dieses Wort jetzt aber nicht gezielt auf das Girl verwendet. Aber er protzte ja schon zu Anfang, dass er einer Frau, die toll aussieht nachstellen muss. Einfach, weil er nicht anders kann. Und als er mit seinen Kumpels beim Essen saß, Alkohol in sich reinschüttete und dann eine Frau vorbeigehen sah, die vollkommen seinem Typ entsprach, machte er sich sofort auf ihre Fährte. Blöd nur, dass es gerade "Sassy" war.

Soweit zu meinem Empfinden. Dennoch unterschreibe ich vorallen deinen letzten Post.

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Namu
Die CineGLobe Perle


Anmeldedatum: 21.09.2006
Beiträge: 4900
Wohnort: Taipeh

BeitragVerfasst am: Mi Sep 02, 2009 22:05    Titel:

Yin Chi hat Folgendes geschrieben:

Des weiteren hat der Film offenbar so viele Parallelen zur Realität, als dass offenbar viele koreanischen Männer in dem Mädchen ihr Idealbild sehen. Dies alles läßt Rückschlüsse auf die koreanische Gesellschaft an sich ziehen, denn Filme entstehen nicht im luftleeren Raum.


Hm, ich bin mir nicht sicher, ob das mit dem Idealbild auf die Figur des Mädchens im Film abzielt. Ich glaube eher für viele koreanische Männer ist die Schauspielerin Jun Ji-hyun das Idealbild...


Yin Chi hat Folgendes geschrieben:

zu saufen, was früher, so würde ich es mal vermuten, allein den Männern vorbehalten war,


Ist interessanterweise in Korea gar nicht der Fall. Zwar wird Rauchen, wenn es Frauen tun, nicht immer gerne gesehen und Frauen, die rauchen, wirken auf ältere Koreaner oft vulgär, aber Trinken ist eine der Sachen, bei denen Männern und Frauen ausnahmsweise mal gleich gestellt sind. Frauen, die viel trinken können, sind und waren in Korea sehr beliebt.

Habe mich daher immer ein wenig darüber gewundert, warum das Mädchen in Film nicht viel Trinken konnte und konnte mir das nur auf zwei Arten erklären: A) das Mädchen aus der Vorlage hat einfach tatsächlich nichts vertragen; oder B) es sollte dadurch vielleicht die Verletzlichkeit des Mädchens noch einmal betont werden.


Kat hat Folgendes geschrieben:
Aber er protzte ja schon zu Anfang, dass er einer Frau, die toll aussieht nachstellen muss. Einfach, weil er nicht anders kann. Und als er mit seinen Kumpels beim Essen saß, Alkohol in sich reinschüttete und dann eine Frau vorbeigehen sah, die vollkommen seinem Typ entsprach, machte er sich sofort auf ihre Fährte. Blöd nur, dass es gerade "Sassy" war.


Auch hier möchte ich noch eine Anmerkung machen (bin gerade eh so neunmalklug! Wink):
In Korea ist die Schulzeit sehr, sehr, sehr hart. Die Jugendlichen haben kaum Zeit für etwas Anderes als Lernen und sind oft auch in der Entwicklung europäischen Jugendlichen hintendran. Viele koreanische Jugendliche haben ihre erste, frei Zeit, wenn sie Student werden und sie holen da vieles nach, was unsere jungen Menschen schon in der Schulzeit abgehandelt haben. Die Jungs in dem Film haben daher einfach noch etwas im Grunde genommen leicht Pubertäres an sich.
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Yin Chi
CineMaster
CineMaster


Anmeldedatum: 05.08.2009
Beiträge: 1715


BeitragVerfasst am: Mi Sep 02, 2009 22:55    Titel:

Namu hat Folgendes geschrieben:

Hm, ich bin mir nicht sicher, ob das mit dem Idealbild auf die Figur des Mädchens im Film abzielt. Ich glaube eher für viele koreanische Männer ist die Schauspielerin Jun Ji-hyun das Idealbild...


Nunja, selbst wenn, dann wird dadurch nicht die Aktualität des Arguments entkräftet, da der Realitätsbezug schon durch die autobiographischen Elemente gewährleistet ist, Namu. Außerdem war der Film, so wie es es verstanden habe, ein großer Erfolg in Korea. Das wäre nicht geschehen, ebenfalls hätte es kein Sassy Girl dieses Bloggers gegeben, wenn die Gesellschaft nicht auf dem Stand wäre, der dieses Verhalten auf irgendeine Art und Weise schon noch tolerabel macht. Will sagen, wenn My Sassy Girl so ein Querschläger gewesen wäre, hätte man, mal überspitzt ausgedrückt, den Film schlimmstenfalls gleich verboten...oder zumindest wäre man extrem empört gewesen, ob des ungebührlichen Verhaltens des Mädchens und auch des Jungens. Smile

Namu hat Folgendes geschrieben:

Ist interessanterweise in Korea gar nicht der Fall. Zwar wird Rauchen, wenn es Frauen tun, nicht immer gerne gesehen und Frauen, die rauchen, wirken auf ältere Koreaner oft vulgär, aber Trinken ist eine der Sachen, bei denen Männern und Frauen ausnahmsweise mal gleich gestellt sind. Frauen, die viel trinken können, sind und waren in Korea sehr beliebt.


Danke für die zusätzliche Information, verstehe, dann ist demnach viel trinken kein Aspekt nur der männlichen Kultur, war aber jetzt in meiner Aufzählung nur ein kleiner Teil um den Kontrast zu typisch weiblichem Verhalten darzustellen.

Namu hat Folgendes geschrieben:

Habe mich daher immer ein wenig darüber gewundert, warum das Mädchen in Film nicht viel Trinken konnte und konnte mir das nur auf zwei Arten erklären: A) das Mädchen aus der Vorlage hat einfach tatsächlich nichts vertragen; oder B) es sollte dadurch vielleicht die Verletzlichkeit des Mädchens noch einmal betont werden.


Kann beides sein, oder vielleicht auch rein von der Psyche aus betrachtet, weil sie das Verhalten ihres Vaters instinktiv und unbewußt ablehnte. Der Vater ist ja bekanntlich irgendwann einmal so voll, dass mit voller Wucht mit dem Kopf auf die Tischplatte knallt - nicht unbedingt nachahmenswert. Er repräsentiert ja auch die traditionelle Gesellschaft.


Namu hat Folgendes geschrieben:
Kat hat Folgendes geschrieben:
Aber er protzte ja schon zu Anfang, dass er einer Frau, die toll aussieht nachstellen muss. Einfach, weil er nicht anders kann. Und als er mit seinen Kumpels beim Essen saß, Alkohol in sich reinschüttete und dann eine Frau vorbeigehen sah, die vollkommen seinem Typ entsprach, machte er sich sofort auf ihre Fährte. Blöd nur, dass es gerade "Sassy" war.



Auch hier möchte ich noch eine Anmerkung machen (bin gerade eh so neunmalklug! Wink):
In Korea ist die Schulzeit sehr, sehr, sehr hart. Die Jugendlichen haben kaum Zeit für etwas Anderes als Lernen und sind oft auch in der Entwicklung europäischen Jugendlichen hintendran. Viele koreanische Jugendliche haben ihre erste, frei Zeit, wenn sie Student werden und sie holen da vieles nach, was unsere jungen Menschen schon in der Schulzeit abgehandelt haben. Die Jungs in dem Film haben daher einfach noch etwas im Grunde genommen leicht Pubertäres an sich.


Muß gestehen, dass mich das angeberische Verhalten des Jungen auch eher an einen Pubertierenden erinnert hat. Das würde ja mit Deinem Hintergrundwissen über die koreanische Schulzeit konform gehen, Namu.

Kat hat Folgendes geschrieben:
Ha ha, genial, das möchte ich auch so stehen lassen. Der Punkt geht eindeutig an dich.

....

Soweit zu meinem Empfinden. Dennoch unterschreibe ich vorallen deinen letzten Post.



Oh, danke, Kat! Embarassed War mir nicht sicher, wie Du meinen Beitrag aufnehmen würdest. Jetzt bin ich doch sehr erleichtert. Smile
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