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Nacho Cerdá's Génesis

 
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Kittie
CineMaster
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Anmeldedatum: 20.09.2006
Beiträge: 932
Wohnort: Gegenerde

BeitragVerfasst am: Mo Jun 09, 2008 18:20    Titel: Nacho Cerdá's Génesis

Regie: Nacho Cerdá

Darsteller: Trae Houlihan, Pep Tosar

Story:

Es geht um einen Bildhauer, der bei einem schrecklichen
Autounfall seine Frau verloren hat. Und ich denke mir um das
Ganze verarbeiten zu können, stellt er eine Statue her, die
das Abbild seiner Frau ist.

Als die Statue vollendet ist, bemerkt der Bildhauer, dass
sie blutet und dort wo der Stein abgefallen ist, kommt Haut
zum Vorschein, aber nicht nur die Statue ist dabei sich zu
verändern, sondern der Bildhauer durchlebt auch eine
Veränderung.

Meinung:

Klingt nicht sonderlich spannend oder? Aber dieser 30
minütige Kurzfilm hier ist ein kleines Meisterwerk von Nacho
Cerda, der uns schon „The Awakening“ und „Aftermath“
beschert hat. Und da dies hier mein erstes Review 2008 ist
und der Wunsch nach etwas Besonderen gefordert wurde, dachte
ich mir, dass ich mal etwas zu „Génesis“ schreiben werde.
Mir scheint es auch, dass dieser Film noch recht unbekannt
ist. Was recht schade ist, denn dieser Film hat es verdient
mehr beachtet zu werden.

Ich glaube auch dieser Film machte bisher mehr die Runde
unter den Gorehounds im Zusammenhang mit „Aftermath“, aber
dabei ist er meiner Meinung nach weniger ein Horrorfilm. Er
ist viel mehr ein Drama und hier gibt es auch kein Splatter
oder Gore. Es fließt zwar Blut, aber nicht literweise; der
Blutpegel ist sehr gering.

Es geht hier zwar um den Tod und Schmerzen, aber das mehr
auf der emotionalen Ebene und natürlich behandelt „Génesis“
die Liebe, aber es wird nie warmherzig oder schmalzig –
gegen Ende wird es zwar sehr dramatisch, aber auf eine
angenehme Weise – denn im Film herrscht eine sehr kalte und
traurige Atmosphäre, welche sehr gut durch das Gezeigte
unterstützt wird. Diese dunkle staubige Werkstatt wo überall
Skulpturen oder Skulpturenteile rum stehen, hat etwas
Unheimliches und Beklemmendes.

Dort hinzu kommt noch die melancholische Musik untermalt mit
ruhigen Bildern – ausser wenn das Autowrack gezeigt wird,
geht es hektischer und verstörend zu. Aber damit ist es noch
nicht genug, denn den ganzen Film über wird kein Wort
gesprochen. Man ist allein mit dem Bildhauer und der Statue
– nur umgeben von dieser kalten traurigen Atmosphäre und
den Leiden und der Verzweiflung des Bildhauers.

Da nicht gesprochen wird, hängt viel von der Mimik und der
Körpersprache ab und hier bekommt man sehr gute
darstellerische Leistungen zu sehen. Man sieht und spürt die
Verzweiflung/Verwirrung des Bildhauers, man sieht wie er
sehr leidet und man sieht die Traurigkeit in seinen Augen.
Auch voller Traurigkeit beobachtet man seinen
(misslingenden) Selbstmordversuch. Menschen, die leicht oder
schnell depressiv werden, sollten glaube ich einen Bogen um
den Film machen.

Das Wort „Génesis“ steht für „Geburt“, „Entstehung“,
„Schöpfung“ oder „Werden“ und hat man den Film bis zum Ende
gesehen, machen all diese Worte Sinn und bieten reichlich
Platz für Interpretationen, aber da dies hier nur eine
Vorstellung des Films ist und ehrlich gesagt hab ich mir
meine Eigene noch nicht ganz zurecht gelegt, werde ich es
einfach erst mal dabei belassen und dies bietet mir dann
auch den Grund den Film öfter zu sehen.

Und das Gute an der Sache ist, dass der Film auch nach
mehrmaligen Sehen nichts von seiner Faszination und
Schönheit – man denke hier an die Bilder als die Statue
gewaschen wird – verliert.
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yun
CineMaster
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Anmeldedatum: 28.03.2008
Beiträge: 2262


BeitragVerfasst am: Mo Jun 09, 2008 18:29    Titel:

hört sich sehr interessant an ... werde ich mir auf jeden fall einmal näher anschauen Smile
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