Namu Die CineGLobe Perle

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Verfasst am: Di Aug 14, 2007 07:36 Titel: Paradise Murdered |
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Geukrakdo sarin sageon
극락도 살인 사건
aka Paradise Murdered
aka Paradise 1986
Südkorea 2007
Regie: Kim Han-min
Kamera: Kim Yong-heung
Drehbuch: Kim Han-min
Musik: Bang Jun-suk
DarstellerInnen: Park Hae-il, Park Sol-mi, Seong Ji-ru, Park Weon-sang, Choi Ju-bong, Kim In-mun, Ahn Nae-sang, Yu Hye-jeong, Park Gil-su, Kim Byeong-chun, Lee Dae-yeon
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Eine kleine Insel vor der koreanischen Küste mit dem schönen Namen Paradise Islands ist das Heim von 17 friedlichen Bewohnern. Chaos bricht aus, als eines Tages zwei der Einheimischen brutal ermordet aufgefunden werden. Denn eines ist schnell klar: Der Mörder kann nur einer von den restlichen fünfzehn gewesen sein.
Wer sich mit dem koreanischen Kino befaßt, wird früher oder später über die Begriffe Genrebending und Genreshifting stolpern. Der Genrewechsel ist auf der Halbinsel beliebt wie nirgends sonst auf der Welt und es scheint, als meinten die Regisseure, ohne solch einen Wechsel wäre ein Film nicht komplett. Paradise Murder ist Mysterythriller und Komödie und außerdem ein Beispiel, wie man einen solchen Wechsel nicht anpacken sollte.
Die Komödie findet man vor allem im ersten Teil des Films, der mit seinen Anspielungen auf andere Mysterythriller, wie zum Beispiel „Blood Rain“ schon ein klein wenig den Charakter einer Persiflage annimmt. Der Humor ist dabei eher dem Slapstickbereich zuzuordnen und dementsprechend überzeichnet sind die Charaktere der Inselbewohner.
Je näher wir uns im zweiten Teil der Aufklärung nähern, desto ernster wird es, bis der Film sich schließlich gegen Ende fast in ein sozialkritisches Drama wandelt. Hat das Ende doch einen momentan hochbrisanten Inhalt. Das hat leider zur Folge, das einem das anfängliche Lachen im Nachhinein im Hals stecken bleibt, mal ganz abgesehen davon, daß die überspitzten Charaktere im ernsten Teil auf einmal völlig deplaziert wirken.
Das ist sehr schade, denn man hätte sowohl aus dem anfänglichen Persiflageteil, als auch aus dem ernsteren Teil am Ende durchaus gute Filme machen können, hätte man sie getrennt und nicht gemischt. Manche Witze im ersten Teil sind durchaus getroffen und das Ende hätte durchaus bewegend sein können, wenn es nicht durch den vorherigen Slapstick einen irrealen Touch hätte. Im Grunde genommen heben beide Teile wechselseitig ihre Wirkung auf.
Was auch noch sehr schade war, war, daß es schon relativ früh eindeutige Hinweise gab, die es einem erlaubten sich zusammenzureimen, was hinter der ganzen Sache steckt. So etwas ist bei einem Thriller natürlich etwas frustrierend, vor allem, da es nicht schwer gewesen wäre, die Hinweise etwas mehr zu verstecken.
Ansonsten ist der Film aber ordentlich. Er ist sauber gespielt, wenn auch nicht überragend und er ist ordentlich aufgenommen, allerdings ohne große Besonderheiten.
Die Musik ist ganz gut gelungen und trägt viel zum Spannungsaufbau bei.
Ich fand den Film ziemlich überflüßig, aber in Korea hat er sich ganz gut gemacht. Das läßt natürlich auch einige Rückschlüsse auf den momentanen Stand des koreanischen Kinos zu...
Sollte der Film in Deutschland auf DVD erscheinen, würde ich dazu raten, einen Bogen darum zu machen und stattdessen seine Zeit etwas anderem zu widmen.
Korea 2-Disc Edition
KD Media
R3 / NTSC
Keep Case in Pappschuber
Laufzeit laut Cover: 112 min
Bild: 2,35:1 anamorphic widescreen
Ton: Koreanisch DD 5.1
Untertitel: Koreanisch, Englisch
Extras: Audiokommentare, Making Of, Trailer, Fotogallerie, Deleted Scenes, Proof, Suspect, Presentation, Modeling, Postkarte, Kärtchen
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