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Namu Die CineGLobe Perle

Anmeldedatum: 21.09.2006 Beiträge: 4981
Wohnort: Oferdingen
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Verfasst am: Mi Nov 04, 2009 22:41 Titel: Parking |
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Ting Che
停車
aka Parking
Taiwan 2008
Regie: CHUNG Mong-Hong
Drehbuch: CHUNG Mong-Hong
Kamera: CHUNG Mong-Hong
Musik: AN Dong; Smog
DarstellererInnen: CHANG Chen, Leon Dai, Chapman To, Jack Kao, KWAI Lun-Mei, Peggy Tseng, LIN Kai-Jung
Genre: alle möglichen von schwarzer Komödie über Gangster bis hin zu surrealistischem Psychodrama
Trailer:
Story:
Chen Mo begibt sich am Muttertag auf den Weg zu seiner Frau, zu der er gerade ein gespannteres Verhältnis hat. Unterwegs kauft er einen Kuchen, was sich als fatal erweist, denn sein Auto wird in zweiter Linie zugeparkt. Auf der Suche nach dem Besitzer des anderen Wagens trifft er auf eigentümliche Personen und Situationen und wird in das Leben verschiedener Bewohner eines heruntergekommen Taipeier Häuserblocks verstrickt.
Persönlicher Kommentar:
Ich muß zugeben, daß es mir anfangs etwas schwer fiel, mich in ”Parking” hineinzufinden. Die Geschichte bzw. Geschichtchen ziehen sich zu Beginn etwas (auch nach Zweitsichtung) und aufgrund der Erzählweise werden einem ihre Zusammenhänge untereinander natürlich auch erst im späteren Verlauf des Films klar. Trotzdem – bzw. auch gerade deshalb - halte ich ”Parking” für einen der besten taiwanesischen Filme, die ich in letzter Zeit sehen durfte. Oder zumindest habe ich über keinen anderen Film so lange und intensiv nachdenken können wie über ”Parking”.
Parking erinnerte mich beim ersten Eindruck sehr an sabus Blessing Bell. Beide Hauptcharakter erhalten eine unfreiwillige Auszeit, treiben herum - der eine etwas weniger ziellos als der andere -, und treffen auf mehr oder weniger kommentarlose Art auf andere Menschen und Schicksale, die vielleicht von ihnen selbst unbemerkt einen Eindruck bei ihnen hinterlassen.
Zwischen "Parking" und "Blessing Bell" gibt es jedoch eine gravierenden Unterschied: "Blessing Bell" besticht durch seine Einfachkeit, "Parking" tut dies durch seine Komplexität. Es ist mehr wie eine Zwiebel mit weiteren Schalen unter den Schalen. Es werden verschiedene Themen sehr intensiv angesprochen, in dem sie durch ganz unterschiedliche Elemente beschrieben werden: durch Geschichten mit übertragbarem Charakter, durch Sinnbilder, durch die Bildsprache selbst, durch die Musik etc.. Und die Themen selbst lassen sich wiederum einzeln herauslösen oder aber wieder zurück zu der Geschichte der Hauptfigur zurückführen.
Es ist ein Film der nicht nur amüsant ist, sondern auch zum Nachdenken anregt, zum analysieren einlädt und über den es auch wirklich Spaß macht, nachzudenken.
Daher werde ich jetzt auch gar nicht auf die Inhalte eingehen. Schießlich möchte ich ja anderen noch die Gelegenheit geben, sich auch selbst ihre Gedanken dazu zu machen.
Uninhaltlich wäre noch zu erwähnen, daß Parking eine interessante "Dekoration" (weiß immer noch nicht wie die dt. Fachausdrücke für alles, was dem Art Department zuzurechnen ist, heißen) aufweist, ordentlich gefilmt ist und mit einer Reihe A-Liga-Schauspieler besetzt ist (das Projekt muß sich für diese interessant angehört haben, wenn man bedenkt, daß es der erste Spielfilm des Regisseurs ist...).
Es ist auf jeden Fall ein sehenswerter Film (jedenfalls solange man nicht in der ersten Hälfte einschläft), den ich wärmsten weiterempfehlen möchte!

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