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Kittie CineMaster


Anmeldedatum: 20.09.2006 Beiträge: 932
Wohnort: Gegenerde
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Verfasst am: Do Aug 14, 2008 15:56 Titel: Penny Dreadful |
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Regie: Richard Brandes
Darsteller: Rachel Miner, Mimi Rogers, Chad Todhunter, Liz Davies, Tammy Filor
Story:
Als Penny noch ein kleines Kind war, kam es zu einem Autounfall an dem sie und ihre Eltern beteiligt waren. Bei dem Unfall kamen auch beide Elternteile ums Leben und Penny musste mit ansehen wie ihre Mutter vor ihren Augen stirbt.
Einige Jahre später hat Penny immer noch Angst vor Autos, aber sie ist in einer Behandlung deswegen. Die Psychologin/Therapeutin Orianna versucht Penny zu helfen. Die Beiden unternehmen einen Ausflug in die Berge mit dem Auto. Orianna meint, dass Penny schon gute Fortschritte gemacht hat und der Ausflug könnte positive Ergebnisse erzielen, aber gegen Abend stoßen die Beiden auf einen Anhalter, den sie auch mitnehmen.
Dieser Anhalter ist einer der gruseligen Sorte. Er trägt dunkle Kleidung, hat sie Kapuze weit ins Gesicht gezogen und ist sehr stillschweigend. So gesehen nichts Schlimmes, aber Penny und Orianna werden sich noch wünschen, dass sie den Anhalter lieber nicht mitgenommen hätten.
Kommentar:
Penny Dreadful ist einer der Filme, welcher 2006 bei dem ersten After Dark Horrorfest in den USA mit dabei war. Das "Horrorfest" ist ein jährlich stattfindendes Horrorfilmfest wo 8 Independenthorrorfilme gezeigt werden. 2006 waren auch noch die Filme Wicked Little Things, Reincarnation, Unrest, The Hamiltons, The Gravedancers, The Abandoned und Dark Ride mit dabei. Das Motto vom "Horrorfest" ist 8 Films To Die For, aber ich glaube darauf sollte ich mich nicht so versteifen wie bei den 6 films to keep you awake.
Der Film beginnt mit einem computeranimierten Intro, welches mir nicht wirklich gefällt, denn entweder hat man das Geld für wirklich gute computeranimierte Sachen oder nicht. Wenn man es nicht hat, dann sollte man es lieber weglassen. Dies hier kann ich aber nicht als Kritikpunkt ansehen, denn dies ist eher ein subjektives Empfinden.
Was der Film aber schon besser kann, ist der Aufbau von Spannung und Atmosphäre. Ziemlich schnell zu Anfang sind wir bei dem Umfall mit dabei und erleben wie Penny ihre Eltern verliert. Durch diese Ereignis wir Penny schnell zur Bezugsperson, denn man empfindet Mitleid mit ihr und kann so gut nachvollziehen, dass sie Angst vor Autos hat bzw. in einem Auto mitzufahren. Diese traurige Grundstimmung schlägt dann bald in Spannung, wenn der Anhalter ins Spiel kommt. Er für sich alle hat schon eine gruselige Ausstrahlung und wenn er dann noch seinen Fleischspieß auspackt, fragt man sich immer mehr was dies für ein Individuum sein mag. Oder dann später, wenn das Morden anfängt und das "Spielchen" mit Penny.
Dann kommt auch noch hinzu, dass der Film örtlich begrenzt ist. Die meiste Zeit spielt er sich im oder um das Auto ab. Penny geht auch mal "spazieren", aber landet dann doch schnell wieder beim Auto und ist so auch wieder mit Penny allein beim Auto. Man verlässt zwar kurz den Schauplatz um das Auto, aber auch nur um ein paar Nebenfiguren einzuführen, die schlussendlich nur als "Kanonenfutter" da sind.
Wenn es ums "Kanonenfutter" geht, sind wir auch gleich bei den SFX. Diese fallen eher gering aus und sind auch recht einfach gemacht. Wer hier also Splatter oder gar Gore erwartet, wird eher enttäuscht sein. Aber auch dies ist kein Kritikpunkt, denn es ist mal eine Abwechselung zu all dem Splatter/Gore, den man in heutigen Horrorfilmen sonst vorgesetzt bekommt. Es ist mal wieder schön hier einen Film zu haben, der ohne literweise Blut auskommt und es nicht nur auf Effekthascherei angelegt hat.
Penny ist nun Richard Brandes 3. Film. Seine beiden ersten Filme Out for Blood und Sexy U.S.A. kenne ich nun nicht, kann daher auch kein genaues Urteil über seine bisherige Arbeit abgeben. Aber die Arbeit, die er hier abgeliefert hat, ist handwerklich recht gut gemacht. Die Geschichte um einen mordenden Anhalter ist nun nicht gerade neu, ließ sie hier aber gut von den Darstellern umsetzen.
Bei den Darstellern sei besonders Rachel Miner, die die Penny spielt hervorgehoben. Sie liefert hier gute darstellerische Leistungen ab und verkörpert die psychisch angeknackste Penny sehr gut indem sie mit ihrer Mimik und Körpersprache arbeitet. Sie blieb den Horrorgenre dann auch erst mal treu, denn nach Penny spielte sie auch in den Horrorfilmen Cult und Tooth and Nail ("Horrorfest '07") mit. Die anderen Nebendarsteller sind auch gut. Sie hatten zwar nun nicht viel zu tun, aber dass sie schlecht spielen, kann man nicht sagen.
Jetzt zum Ende hin bleibt mir nur noch ein Urteil über diesen Film zu fällen. Ich würde Penny als guten Horrorfilm für zwischendurch bezeichnen. Er ist nichts Großes oder Herausragendes, bewegt sich aber im guten Mittelfeld und kann für den Moment gut unterhalten. An den Darstellern, der Atmosphäre oder der Geschichte habe ich nichts auszusetzen. Aber man hätte vielleicht bei der Geschichte etwas mehr rausholen können oder sie in eine andere Richtung führen können. Denn man bekommt lange das Gesicht des Anhalters nicht zu sehen und Penny nimmt Tabletten und der Stress der Autofahrt von der Autofahrt – man hätte es ruhig mehr ins Übernatürlich abgleiten lassen können.
Vielleicht ein anderes Mal. So wie der Film ist, ist er gut. Da kann ich nichts anderes sagen.
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Kat CineMOD


Anmeldedatum: 18.06.2008 Beiträge: 1087
Wohnort: No Man's Land
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Verfasst am: Sa Jun 27, 2009 17:49 Titel: |
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Ich mag Rachel Miner (The Butterfly Effect 3 - Revelations, Fear Itself - The Sacrifice) inzwischen sehr gerne, ich habe allerdings immer das Bedürfnis, ihr ein Taschentuch für ihre Nase reichen zu müssen. Hierbei ist der Crew auch ein toller Fehler unterlaufen bzw. die Schnitte waren nicht gut gesetzt. Einmal kann Penny vor lauter Tränen nichts mehr sehen, im nächsten Moment ist das gesamte Gesicht wieder Staub trocken, während sie ein paar Sekunden später wieder in einem Meer von Tränen badet. Die Angst, die Penny empfunden hat, wurde von Rachel Miner hervorragend umgesetzt. Es gibt hier also nicht mehr zu kritisieren.
Auch Mimi Rogers, die mehr Zeit als Leiche verbracht hat, war überzeugend in ihrer Rolle.
Der Rest der Darsteller hingegen entspricht dem üblichen Klischee und war nur da um etwas Blut in die Sache zu bringen.
Das Ende war nichts halbes und nichts ganzes. Entweder, oder, aber nicht so! Der Täter war praktisch an den Haaren herbeigezogen. Man hätte hier wirklich mehr aus dieser Idee machen können. Hinzukommt, dass mir ein paar Szenen im Auto mit Penny einfach zu sehr in die Länge gezogen waren.
Die Botschaft: Stell dich deinen Ängsten. Und weiter? Wo war der Sinn, das Mädchen 90 Minuten lang dermassen grausam zu tyrannisieren?
Summa summarum ist Penny Dreadful normale Thrillerkost. Hin-und wieder habe ich den Ton zwar leiser gemacht, weil es doch unheimlich war, aber als Gesamtpaket kann der Film nicht wirklich überzeugen.
Nette Idee, monotone Umsetzung und viel zu lang.
- Im Gegensatz zu Kittie hat mir das Intro übrigens sehr gut gefallen. Schön gruselig. _________________ Lips red as blood, hair black as night. Bring me your heart, my dear, dear Snow White |
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