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Namu Die CineGLobe Perle

Anmeldedatum: 21.09.2006 Beiträge: 4981
Wohnort: Oferdingen
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Verfasst am: Mo Jul 23, 2007 14:06 Titel: Postman Blues |
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Postman Blues
Japan 1997
Regie: „Sabu“ (Tanaka Hiroyuki)
Kamera: Kuriyama Shuji
Drehbuch: “Sabu” (Tanaka Hiroyuki)
Musik: Okamoto Daisuke
DarstellerInnen: Tsutsumi Shin’ichi, Osugi Ren, Horibe Keisuke, Takizawa Ryoko, Toyama Kyôko
“Sag mal, macht es Spaß, ein Postbote zu sein?”
Daß er seinem alten Schulkameraden Noguchi einen Brief persönlich zustellt, wird dem mit seinem Job hadernden Postboten Sawaki zum Verhängnis: Noguchi ist in der Zwischenzeit ein Yakuza und wird von der Polizei überwacht. Diese nimmt an, bei Sawaki würde es sich nun ebenfalls um einen Verbrecher handeln und heftet sich dem ahnungslosen, jungen Mann an die Fersen. Das Schicksal nimmt seinen Lauf, als Sawaki sich in die krebskranke Sayoko verliebt und bei einem Besuch im Krankenhaus auch noch den Auftragskiller Joe kennenlernt.
Sabus zweiter Full Feature Film ist ein glungener, kleiner Genremix aus Komödie, schwarzer Komödie, Kriminal- und Liebesfilm und veranschaulicht recht eindrucksvoll, was passiert, wenn eine Hypothese Grundlage für weitere Hypothesen wird. (Vielleicht sollten man den Film als Pflichtfilm für Erstsemester in den Geisteswissenschaften einführen! )
Es ist sehr lustig zu verfolgen, wie die Polizei versucht, alle Taten Sawakis mit dem Bild des Krimnellen in Einklang zu bringen.
Diese Geschichte bildet den großen Rahmen zu „Postman Blues“. Darin eingebettet und miteinander verwoben finden sich noch die süß-tragische Liebesgeschichte zwischen Sawaki und Sayoko, die melancholische Geschichte des Auftragskiller Joes, komplett mit Referenzen zu „Léon, der Profi“ und „Chungking Express“, sowie die Geschichte von Noguchi und den Yakuza, die den größten Anteil am schwarzen Humor hat. Alle diesie Geschichten sind voller einzigartiger, skurriler Einfälle und Ideen.
Sabu nimmt sich viel Zeit für die Einführung der Charaktere. Der Film ist daher etwas ruhig, zum Ausgleich wachsen die Personen einem in den knapp zwei Stunden Laufzeit aber auch sehr ans Herz, so daß man bei dem etwas ungewöhnlichem Ende in ein ziemliches Gefühlschaos geworfen wird.
Die Hauptrolle wird von Tsutsumi Shin’ichi gespielt, der diese Ehre auch in den fünf ersten Sabufilmen hatte. Er spielt in all diesen Filmen (bzw. in vier davon. Sabus ersten Film habe ich leider noch nicht gesehen) sehr gut, aber in „Postman Blues“ und „Drive“ war er am Überzeugendsten. Die Rolle des Killer Joes ging an Osugi Ren (Exte: Hair Extensions, The Twilight Samurai, Kantoku – Banzai!, Takeshis’), ebenfalls ein bekanntes Gesicht in Sabufilmen und Tsutsumi Shin’ichi bei seiner Darbietung in nichts nachstehend. „Kleinyakuza“ Noguchi wird von Horibe Keisuke (Dangan Runner, Shark Skin Man And Peach Hip Girl, When the Last Sword Is Drawn, Honey & Clover) gespielt. Er war o.k., aber weniger überzeugend als die anderen beiden. Er wirkte etwas zu steif.
Sabu selbst spielt auch eine kleine Rolle in diesem Film. Er ist einer der Yakuza.
Musik wird in Postman Blues nur sporadisch eingesetzt. Themen, die wiederkehren, sind das von Sawaki und Sayoko aus Streichmusik bestehend und eines in Richtung Jazz/Blues für Joes Geschichte. Ersteres hebt natürlich die Romantik hervor, letzteres gehört einfach zu Auftragskillern dazu!
In der Zwischenzeit habe ich fünf Sabufilme gesehen: Postman Blues, Blessing Bell, Monday, Unlucky Monkey und Drive. Von diesen hat mir Postman Blues am Besten gefallen. Ich denke, das liegt daran, daß Postman Blues einfach die liebenswertesten Figuren hat und man sehr stark mit ihnen fühlt. Ich hatte die ganze Laufzeit über sowohl mit Kicheranfällen, als auch mit Tränenausbrüchen zu kämpfen.
Jedem, der einen Sinn für warmherzige Skurrilität hat, sei dieser Film empfohlen!
DVD
afn
Keep Case
Laufzeit laut Cover: ca. 110 min
Bild: 1,78:1
Ton: Japanisch DD 2.0; Deutsch DD 5.1
Untertitel: deutsch
Extras: keine (laut afn-Homepage sollte ein Trailer darauf sein. Habe ich aber nicht gefunden)
Dis Bildqulität der DVD ist leider nicht besonders überzeugend.
Weitere Filme von Sabu bei cineglobe:
Blessing Bell
Drive

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Zuletzt bearbeitet von Namu am Mi Okt 31, 2007 12:44, insgesamt einmal bearbeitet |
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mannen CineMaster


Anmeldedatum: 18.12.2006 Beiträge: 342
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Verfasst am: Mo Jul 23, 2007 15:23 Titel: |
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"Postman Blues" ist einfach klasse! Der Film hat vielleicht das eindruckvollste Ende, das ich jemals gesehen habe
Ein von meinen Lieblingsfilmen  _________________ 阿弥陀佛 |
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Nomak CineMaster


Anmeldedatum: 20.09.2006 Beiträge: 1436
Wohnort: Ziersdorf
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Verfasst am: Mo Jul 23, 2007 17:20 Titel: |
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eindruckvollste Ende ....
schonmal "die üblichen verdächtigen" gesehen?
naja egal mal sehen ob ich mir den wo leihen kann. _________________ Homecinema:
AV-Receiver: Denon AVR-1911, DVD-Blu-Ray-Player: Playstation 3 (250GB), Projektor: Sanyo PLV-Z4000, Boxen: Elac Linie 120 5.1 Set, Sat-Receiver: Kathrein UFS 910, Leinwand: WS-Spalluto Elastic Frame |
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mannen CineMaster


Anmeldedatum: 18.12.2006 Beiträge: 342
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Verfasst am: Mo Jul 23, 2007 17:29 Titel: |
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| Nomak hat Folgendes geschrieben: |
eindruckvollste Ende ....
schonmal "die üblichen verdächtigen" gesehen? |
Natürlich , aber die Enden der beiden Filmen sind so unterschiedlich daß man sie nicht richtig vergleichen kann.  |
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Nomak CineMaster


Anmeldedatum: 20.09.2006 Beiträge: 1436
Wohnort: Ziersdorf
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Verfasst am: Mo Jul 23, 2007 17:40 Titel: |
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das wort eindrucksvoll dürfte aber passen oder 
_________________ Homecinema:
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Namu Die CineGLobe Perle

Anmeldedatum: 21.09.2006 Beiträge: 4981
Wohnort: Oferdingen
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Verfasst am: Mo Jul 23, 2007 17:49 Titel: |
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Tsts, immer diese Kommentare von Leuten, die die Filme nicht gesehen haben...
(war nur ein kleiner Scherz! )
Das Ende von "Die üblichen Verdächtigen" ist überraschend, daher eindrucksvoll.
Postman Blues ist ein total gradliniger Film, das Ende insofern relativ absehbar. Trotzdem ist es irgendwie... hm, schwer zu beschreiben. Es bleibt einem eben in Erinnerung!
Daher paßt ebenfalls eindrucksvoll als Beschreibung, aber hat trotzdem nichts mit dem anderen Ende gemeinsam.
Also, wenn Du erwartest, daß der Film wie "Die üblichen Verdächtigen" ist, dann solltest Du ihn nicht angucken. Er hat keine großen Twists, sondern viele warmherzige Skurrilitäten und viele falsche Schlußfolgerungen (allerdings nicht von Seiten der Zuschauer).
Und er verzichtet zudem vollkommen auf Action und Special Effects und so, auch wenn da Yakuzas und Auftragskiller vorkommen.
Irgendwie kann ich mir einfach nicht vorstellen, daß Dir der Film gefallen würde, aber vielleicht irre ich mich auch ganz einfach. Hatte immer das Gefühl, du magst "große" Filme und so kleine, ruhige Filmchen eher weniger?
Übrigens habe ich den Film extra einmal auf Deutsch angeguckt. Die Synchro ist solala. Die von Sawaki und Joe ist in Ordnung. Die von einigen Polisten und Noguchi ist hingegen etwas überzogen. |
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Joy CineMOD


Anmeldedatum: 20.02.2007 Beiträge: 405
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Verfasst am: Mo Jul 23, 2007 18:14 Titel: |
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ich glaube, solche filme würden mir gefallen ^^°
es muss ja nicht immer laut sein, wenn es um yakuza und killer geht. _________________
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UjaBuja CineManiac


Anmeldedatum: 28.12.2008 Beiträge: 155
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Verfasst am: Mo Jul 06, 2009 23:19 Titel: |
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Eine geniale Liebesgeschichte wie ich sie so noch nicht gesehen hab, aber die mich sowas von gefreut hat. Das haben die Japaner ja mal richtig gut hinbekommen, wer allerdings auf Action steht muß ich davon abraten, denn hier wird nur Fahrrad gefahren.
Sawaki ist ja sowas von zum Knuddeln...Und wohl auch ziemlich einsam in seinem Leben, auch wenn es nicht gut ist anderer Leute Post zu lesen, sonst hätte er Keiko ja nie gefunden und durch einen blöden Zufall wird er zum Drogendealer und Mörder ernannt, das schlimme der arme ahnt gar nichts davon bis zum bitteren Ende, man war ich sauer auf die blöden Bullen, die waren ja wirklich voll hohl! Bis auf den einen, aber das wars ja schon zu spät. Bitteres Ende jedoch mit süßem Geister Happy End, damit rechnet man nicht, umso schöner war der Effekt! |
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Seppel CineMaster


Anmeldedatum: 10.09.2007 Beiträge: 466
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Verfasst am: Di Jul 07, 2009 09:10 Titel: |
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| Der kam die Tage irgendwo spätabends auf WDR. War ich schwer überrascht und begeistert. |
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