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Road Rip

 
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Kittie
CineMaster
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Anmeldedatum: 20.09.2006
Beiträge: 932
Wohnort: Gegenerde

BeitragVerfasst am: Mo Jan 14, 2008 17:09    Titel: Road Rip



Regie: Marcel Walz

Darsteller: Rabea Wyrwich, Sabrina Brencher, Stefanie
Bischof, Vanessa Rodriguez

Review:

Sandra, die vor hat in ein paar Wochen zu heiraten, wird
immer noch von den Gedanken an ihren Vater und das was er
früher tat, gequält. Sie ist deswegen auch in Therapie, aber
mir scheint es als würde das nicht viel bringen - auch wenn
die Therapeutin von Erfolgen spricht.

Als sie dann abends nach Hause kommt, entdeckt sie eine DVD
in der Post und diese DVD sieht sie sich auch gleich an. Sie
bekommt zu sehen wie ihr zukünftiger Mann geknebelt und
gefesselt da sitzt, aber alles ist in Ordnung, denn er wurde
von Sandras Freundinnen "entführt" und als 2. Überraschung
haben die Freundinnen eine Reise nach Spanien (Mallorca)
geplant - Sandras alter Heimat...

Dort angekommen erfährt Sandra, dass kein Hotel gebucht
wurde, sondern eine kleine Finca. Diese liegt aber sehr weit
weg und um dort hinzukommen dauert es ein paar Tage, also
steht erst mal ein Road (T)rip an.

Eines nachts sehen die 4 Frauen einen Wagen im Graben liegen
und wollen helfen, aber plötzlich finden sie sich in einem
Alptraum wieder, der mit Sandras Vergangenheit im
Zusammenhang zu stehen scheint.


Ich glaube ich kann mich kurz fassen, denn ich hab an dieser
deutschen Amateurproduktion nichts auszusetzen, aber auch
nicht wirklich was, das ich in den Himmel loben könnte.

An der Regie- und Kamaraarbeit von Marcel Walz hab ich
nichts zu meckern, ist sehr gelungen, denn es gibt keine
verwackelten Bilder und auch keine Spielchen mit der
Kamara. Die Darsteller machen ihren Job auch sehr gut und
ich geh mal davon aus, dass es alles Freunde von Marcel Walz
sind und ich kann mir auch vorstellen, dass er sie hier und
da einfach hat machen lassen, denn es wirkt sehr natürlich.
Kein albernes Rumgehampel und auch keine platten Dialoge.

Aber bei der Handlung dauert es eine Weile "bis mal was
passiert". Ähnlich wie bei "Wolf Creek" nimmt sich der Film
viel Zeit mit seinen Charakteren und beschäftigt sich
besonders mit Sandra - so sehr sogar, dass man eine Art
Sympathie zu ihr entwickelt und man wissen will was früher
vor gefallen ist. Dies erzählt sie später auch was ihr Vater
früher tat und deswegen ihre Mutter mit ihr zurück nach
Deutschland kamen.

Kommen wir zur Spannung - diese kommt erst im letzten
Drittel des Films auf, was zwar schade ist, aber noch
ertragbar ist, da der Film über seine Gesamtlänge
unterhalten kann. Gegen Ende des Films wird es dann auch
blutiger und ich meine, dass es auch eine kleine Hommage an
"Scream" im Film gibt. Also diese eine kurze Verfolgung vorm
Haus erinnert stark an eine Szene vom Anfang von "Scream".

Ich bin jetzt auch noch am überlegen ob man "Road Rip" mit
zu den Slasherfilmen packen kann. Wir haben hier zwar einen
maskierten Killer (Totenschädelmaske und Hut), aber das Ende
erinnert dann doch wieder mehr an einen Folterfilm, obwohl
das auch nicht die richte Bezeichnung wäre. Die
Genrezuordnung fällt mir hier schwer, aber als Terrorfilm
kann ich ihn auch nicht durchgehen lassen, denn dazu ist er
zu "harmlos".

Aber komm ich zu den SFX. Was als erstes auffällt und
erfreut ist, dass sie handgemacht sind. Zwar sehr einfache
und vielleicht auch billige, aber sie erfüllen ihren Zweck.
Allerdings sollte man nicht die übelsten
Splatter/Goreorgien erwarten. Glaube auch das hätte dem Film
nicht so gut getan.

Letztendlich bleibt mir noch zu sagen: wer die Meinung
vertritt "Ich seh mir Amateurproduktionen nur wegen den
blutigen Effekten an, weil was Anderes haben die eh nicht
zu bieten"
, der sollte einen großen Bogen um "Road Rip"
machen. Hier steht mehr die Erzählung einer Geschichte (die
von Sandra) im Vordergrund und keine Metzeleien.
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