Namu Die CineGLobe Perle

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Verfasst am: Do Jul 02, 2009 22:21 Titel: Rough Cut - Film ist Film |
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Yeonghwaneun Yeonghwada
영화는 영화다
aka Rough Cut
Südkorea 2008
Regie: JANG Hun 장훈
Drehbuch: KIM Ki-duk 김기덕
Kamera: KIM Gi-tae 김기태
Musik: NOH Hyeong-u 노형우
Art: LEE Hyeon-ju 이현주
Actionchoreographie: JEON Mun-sik 전문식
Genre: Independent Actiondrama
Cast:
SO Ji-seop 소지섭 als LEE Gang-pae/Kang-pae
KANG Ji-hwan 강지환 als JANG Su-ta/Soo-ta
GO Chang-seok 고창석 als Regisseur Bong
HONG Su-hyeon 홍수현 als Mi-na
JANG Hee-jin 장희진 Cameoauftritt als Eun-seon/Eun-sun
Ich habe bei den Charakteren wieder mehrere Umschriftweisen angegeben, da ich nicht weiß, wie die Namen umgeschrieben werden, wenn der Film in Deutschland erscheinen sollte.
Trailer:
Story:
Su-ta ist ein Filmstar mit Allüren und einem aufbrausenden Temperament. Als er beim Dreh zu einem Actionfilm seinen Co-Star ins Krankenhaus befördert und sich niemand findet, der willens ist, mit dem schwierigen Darsteller zusammenzuspielen, versucht er kurzerhand eine Zufallsbekanntschaft, den Gangster Gang-pae, für die Rolle zu engagieren.
Gang-pae willigt ein, aber nur unter der Bedingung, daß seine Szenen, vor allem die Actionszenen, echt sein müssen.
Su-ta, der darüber anfangs noch lacht, muß bald erkennen, daß diese Bedingung nicht nur mit ein paar Schrammen und Beulen einhergeht, sondern auch sein ganzer Stolz und das Ende des Films auf dem Spiel stehen…
Kommentar:
Bevor ich wirklich etwas zum Film schreibe, möchte ich noch etwas zu den Namen der Hauptcharaktere anmerken: Gang-pae ist eine Anspielung auf das koreanische Wort für Gangster: Ggangpae. Dies wird im Film auch erwähnt, aber hinzuzufügen ist noch, daß sich natürlich auch Su-ta auf Seuta, wie man das Wort “Star” auf koreanisch schreibt, bezieht.
Der Film “Rough Cut” - oder eher “Film ist Film”, richtet man sich nach der wörtlichen Übersetzung des Originaltitels - ist wahrscheinlich einer der sehenswertesten koreanischen Filme des vergangenen Jahres.
Basierend auf einem Drehbuch von KIM Ki-duk (Bin Jip, Frühling Sommer Herbst Winter und Frühling…) erzählt das Erstlingswerk von Regisseur JANG Hun, KIM Ki-duks früherem Regieassistenten, die Geschichte zweier Männer, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, die sich aber im Laufe der Handlung als zwei Seiten einer Medaille entpuppen und sich eine Art mentales und körperliches Duell miteinander liefern und stellt nebenher noch Fragen zur Wahrnehmung von Realität und filmischer Realität.
Das Werk kam damals als Independentfilm daher, wobei diese Beschreibung eventuell falsche Vorstellungen hervorrufen könnte: Der Film ist durchaus nicht nur einem kleinen Publikum zuzutrauen, sondern würde auch als reine Unterhaltung funktionieren, vor allem da der Film mit seinem augenzwinckerndem Humor recht amüsant daherkommt.
In Ostasien hat der Film dann auch die Aufmerksamkeit der größeren Massen erregt. Nicht nur, als er im Kino lief, sondern auch noch einmal hinterher, da einer der Hauptdarsteller, SO Ji-seop, auf diversen ostasiatischen und internationalen Filmfestivals für seine Rolle in “Rough Cut” ausgezeichnet wurde. In Südkorea selbst wurde bei den Blue Dragon Awards der Preis für den Besten Newcomer – beide Schauspieler haben mehr oder weniger mit diesem Film erfolgreich vom Fersehen zum Kino umgesattelt - zwischen beiden Hauptdarstellern aufgeteilt. Persönlich fand ich das auch fair. Nicht, daß ich nicht auch von SO Ji-seops Rolle beeindruckt war und mir nicht aufgefallen wäre, daß KANG Ji-hwan an manchen Stellen etwas unsicher wirkte, aber SO Ji-seops Rolle ist die des sympathischen Außenseiters und ist durch Aufnahmen, Drehbuch usw. gestützt. KANG Ji-hwans Rolle als die eher unsympathische Figur, dazu auch verhältnismäßig normal und nicht mal ein Antiheld, kam mir persönlich viel schwerer zu spielen vor. Er konnte aufgrund seiner Rolle viel weniger in Szene gesetzt werden.
Aus den Preisen braucht man übrigens nicht wirklich etwas über das Schauspiel schließen (obwohl ich schon auch die Ansicht vertrete, daß es von allen Beteiligten gut war), aber man kann daran sehen, daß die Personen in diesem Film stark im Vordergrund stehen. Eine angenehme Abwechslung, verloren sich doch viele der koreanischen Filme der letzten Jahre in technischen Spielereien und einem zu hohen Budget…
Neben interessanter Story, unterhaltender Erzählweise und zurfriedenstellendem Schauspiel überzeugt der Film außerdem durch seine ordentliche Machart. Wie gesagt: JANG Hun hat immerhin von KIM Ki-duk gelernt! Ich denke allerdings an seinen Leher kommt er nicht heran. Ich mag mich hier allerdings täuschen, denn ich bin auf diesem Gebiet nicht so wahnsinnig bewandert.
Alles in allem würd ich Rough Cut zwar nicht als Jahrhundertfilm bezeichnen, aber er ist eigen genug, unterhaltsam genug und interessant genug, daß ich sagen würde, daß man eigentlich selbst schuld ist, wenn man ihn sich entgehen läßt…
Ich persönlich habe den Film übrigens geliebt! (Auch wenn mir ein paar Dinge etwas fragwürdig erschienen...)
Leider ist mir bisher allerdings noch nichts von einem deutschen DVD-Release zu Ohren gekommen, was mich ein wenig wundert… Ich nehme mal an, daß sich da aber noch etwas tun wird. Wenn “Rough Cut” bei uns nicht erscheinen würde, käme mir das ziemlich seltsam vor…
Weitere Filme von JANG Hun bei cineglobe:
Secret Reunion
Gojijeon
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