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mannen CineMaster


Anmeldedatum: 18.12.2006 Beiträge: 342
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Verfasst am: Do Apr 10, 2008 16:50 Titel: Royal Tramp 1 und 2 |
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Royal Tramp 1 & 2
Originaltitel: Lu ding ji
Hong Kong 1992
Regie: Wong Jing und Ching Sui-Tung
Drehbuch: Wong Jing
DarstellerInnen: Stephen Chow, Ng Man Tat, Wan Siu-Lun, Yau Chingmy, Cheung Man, Brigitte Lin, Vivian Chan, Fennie Yuen, Damian Lau, Michelle Reis
Genre: Wuxia-Komödie
Wilson Bond (Stephen Chow) ist ein Nichtsnutz und ein Geschichtenerzähler. Als er gerade dabei ist, eines seiner „Erlebnisse“ in einem Bordel zum Besten zu geben, wird der Leiter einer Rebellengruppe, Master Chan, von Soldaten des Kaisers angegriffen. Wilson rettet Master Chan und wird sein Schüler. Er bekommt auch sofort eine Aufgabe: er soll den Kaiserlichen Palast infiltrieren, um das 42 Chapter Book zu stehlen und so hinter die Geheimnisse des Qing-Regimes zu kommen. Leider ist Wilson nicht besonders an Politik interessiert und so versichert Chan ihm, dass er viel Geld und Frauen bekommt, sobald der jetzige Kaiser und das Qing-Regime gestürzt sind, und das Ming-Regime wieder eingesetzt worden ist.
Leider klappt alles nicht nach Plan. Statt als Hausmeister eingestellt zu werden, bekommt er eine Stelle als Königlicher Eunuch (natürlich ohne Eunuch zu sein). Per Zufall schafft er es, Vertrauter des Kaisers zu werden und bald bekommt er Loyalitätsprobleme: Wie weit darf er Master Chan helfen ohne das Vertrauen der Kaiser zu verletzen?
Die Geschichten von Royal Tramp 1 und 2 gehören zusammen. Im ersten Teil gerät Wilson noch nicht so stark in Gewissenskonflikte, weil er gegen den gemeinsamen Feind des Kaisers und Master Chans kämpfen muss. Im zweiten Teil wird es jedoch immer schwieriger für ihn. Es kommen auch immer mehr Fraktionen im Spiel, alle mit ihren eigenen Interessen, und Wilson bändelt mit Frauen von allen Gruppierungen an. Er hat es nicht so einfach, der Wilson...
Royal Tramp I+II sind Adaptionen von Jin Yongs Buch „The Duke of Mount Deer“. Ich habe das Buch nicht gelesen, aber die Filme sollen nur sehr lose darauf basieren. Sie sind vorerst Wuxia-Komödien, mit sehr viel Situationskomik, wilden Kämpfen, Wortwitz (der leider durch die Übersetzung verloren geht...) und „blöden“ Sprüchen. Man kann die Filme nicht ganz so ernst nehmen, so dass ich annehme, dass die Regisseure sich einige Freiheiten genommen haben. Der Film hat sogar eine Message ganz am Ende des zweiten Teils. Er ist also nicht ganz so sinnlos, nur fast.
Als Komödie funktionieren Royal Tramp I+II wunderbar. Obwohl die Gags sehr Slapstick-mässig sind (ich bin kein Fan von Slapstick), habe ich mehrmals laut gelacht. Ein Teil der „Schuld“ daran haben die Schauspieler. Stephen Chow ist einfach passend für die Rolle als Wilson Bond. Er ist ein sehr charmanter Anti-Held, und man hat ihn sofort gern, egal ob er vor Feinden wie ein Feigling flieht, Frauen „jagt“, oder Geld hinterzieht. Natürlich liegt es nicht nur an Stephen Chow, auch der Rest des Casts passt sehr gut in die jeweiligen Rollen. Wie sie zusammen interagieren, kommt glaubwürdig rüber. Das ist eigentlich erstaunlich für diese relativ unglaubwürdige Geschichte! In manchen Filmen wird zu viel des Guten getan und man schüttelt den Kopf vor Verzeiflung, aber die Regisseure Wong Jing und Ching Sui-Tung schaffen es, alles in ihren Grenzen zu halten.
Als Wuxia-Komödien sind die Filme sehr unterhaltsame. Es gibt auch ein paar lustige Kampfszenen, ab und zu fliegen ein paar Körperteile durch die Gegend, aber das ist nicht die eigene Stärke der Filme, denn das hat man schon alles gesehen, und alles schon besser. Royal Tramp I+II sind eben, wie gesagt hauptsächlich Komödien und man soll sich besser einen anderen Film suchen, wenn man einen „richtigen“ Schwertkampffilm sehen will.
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Namu Die CineGLobe Perle

Anmeldedatum: 21.09.2006 Beiträge: 4900
Wohnort: Taipeh
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Verfasst am: Mi Apr 16, 2008 00:10 Titel: |
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"The Deer & the Cauldron" so der englische Titel des Jin Yong Romans auf dem der Film basiert, ist ein sehr interessantes Buch.
Jin Yong hat insgesamt 15 Wuxia-Geschichten geschrieben, mit denen er sich als die Number 1 der "neueren" Wuxia-Autoren etablierte.
"The Deer & the Cauldron" ist sein letztes großes Werk gewesen (die englische Übersetzung ist in drei Bänden geschrieben) und eigentlich eine Satire auf seine eigenen Romane.
Er nimmt darin eine Dekonstruktion des Bildes des edlen Helden vor, das seine anderen Bücher auszeichnet.
Lustigerweise kann man die Figur des Wei Xiaobao aber kaum anders als sympathisch empfinden. Mit seinen vielen Fehlern ist er eben allzu menschlich...
Die Filme sind nicht mal soooo arg weit weg von den Büchern. Die Geschichte wurde aber sehr stark gestrafft - dadurch werden einfach auch einige Änderungen nötig - und natürlich sind die Filme um einiges alberner, aber ein Teil der Satire blitzt ab und zu doch noch durch. |
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