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Musa - der Krieger

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Namu
Die CineGLobe Perle


Anmeldedatum: 21.09.2006
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BeitragVerfasst am: Do Dez 06, 2007 16:14    Titel: Musa - der Krieger

Musa
무사 / 武士
aka Musa – Der Krieger
aka Musa, The Warrior
aka The Warriors
Südkorea / China 2001





Regie: KIM Seong-su
Kamera: KIM Hyeong-gu
Drehbuch: KIM Seong-su
Musik: SAGISU Shiro
Action Choreographie: JEONG Du-hong
DarstellerInnen: JEONG Woo-seong, JU Jin-mo, ZHANG Ziyi, AHN Seong-gi, YU Rong Guang, PARK Jeon-hak, PARK Yong-woo, JEONG Seok-yong, HAN Yeong-mok, YU Hae-jin, LEE Du-il, SONG Jae-ho

Genre: Historienfilm, Schlachtenepos


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Wir schreiben das Jahr 1375 nach Christus. Ming China ist dabei die Mongolen der Yüan-Dynastie, die jahrzehntelang die Oberherrschaft über China innehatten, zu vertreiben. Das Königreich Goryeo schickt einige Diplomaten unter Schutz Generals Choi an den Hof des Ming Kaisers. Aufgrund politischer Unstimmigkeiten wird die Gesandschaft dort jedoch gefangengenommen und wegtransportiert.
Unterwegs geraten ihre chinesischen Wachen in einen Hinterhalt der Mongolen und werden getötet. Die Koreaner bemerken unter ihren „Befreiern“ eine gefangene Ming Prinzessin, in der General Choi seine einzige Chance sieht, seine Mission doch noch zu erfüllen. Er überredet seine erschöpften Soldaten umzukehren und die junge Frau zu befreien.
Einzig der Sklave Yeo-sol stellt sich ihm in den Weg. Die Situation spitzt sich zu als beide Gefühle für die Prinzessin entwickeln und die mongolischen Krieger, zahlenmäßig weit überlegen und besser ausgerüstet, sich der Gruppe erbittert an die Fersen heften...





Der Film „Musa“, wörtlich übersetzt "Krieger", ist in der Zwischenzeit wohl schon ein Klassiker unter den asiatischen Schlachtenepen und ich hatte daher sehr gehofft, daß sich jemand anderes erbarmen würde, darüber zu schreiben. Ich selbst bin nämlich weder ein begeisterter Anhänger des Genres, noch lag mir der Film und ich könnte ihm daher kaum gerecht werden. Normalerweise würde ich einen Film vor dem Schreiben einer Review auch noch einmal sehen, aber bei Musa schaffe ich das nicht. Der Film geht immerhin um die 2 ½ Stunden, in denen, meiner persönlichen Meinung nach, wenig passiert.
Deshalb dachte ich, ich mache das mal ein wenig anders und schildere hier nur ausführliche einige meiner Gedanken zu Musa, in der Hoffnung, daß diejenigen unter Euch, die den Film gesehen haben (Gambit? Nomak? Nitschewo?) das dann fleißig kommentiert und um Eure Meinungen erweitert!

Nun zu erst einmal meine positiven Eindrücke zu diesem zweifellos sehr ambitionierten Projekt:
Der Film wurde größtenteils in der chinesischen Wüste, also vor einer wunderschönen Naturkulisse gefilmt und setzt diese auch gekonnt in Szene.
Auch an Rüstungen, Kostümen und der ganzen weiteren Ausstattung wurden weder Kosten noch Mühe gescheut. Und im Gegensatz zu vielen anderen Filmen wurde sogar darauf geachtet, daß all diesen Sachen im Laufe des Films verschleißen.
Das Projekt sollte realistisch wirken und in obigen Punkten war dieser Versuch auch von Erfolg gekrönt.

Das gleiche muß man auch zu den Kampfszenen sagen, auf die ich aber noch etwas näher eingehen möchte. Kampfszenen sind nämlich immer so eine Sache. Manche Leute schauen diese besonders gerne, wenn sie realistisch sind. Diese Leute kommen, wie geagt, bei Musa auf ihre Kosten. Der Realismus bei Kampfszenen hat allerdings auch seine Kosten: die Dinge laufen schnell ab, werden auch schnell geschnitten, bei Massenkämpfen fliegen Staub und Steine und es herrschen im Grunde genommen chaotische Zustände. Man kann also als Zuschauer nicht viel sehen und das könnte für diejenigen Zuschauer nachteilig sein, die ihre Freude an Choreographie, Bewegungsabläufen und dem sportlich-akrobatischen Aspekt solcher Szenen haben.
Aber, wie bereits gesagt, der Film möchte eine realistische Geschichte erzählen, die Kampfszenen auf diese Art zu inszenieren macht hier vollkommen Sinn.

Was bei den positiven Sachen auch auf keinen Fall vergessen werden sollte, ist der großartige Soundtrack, absolut passende Soundtrack von Sagisu Shiro, der mir persönlich die meiste Freude an Musa bereitet hat. (Ich würde eigentlich lieber den Soundtrack als den Film besitzen).

So, jetzt kommen wir zu dem Teil, an dem es vielleicht ein bisschen hapert und der ja eigentlich wichtig ist: nämlich die Story.
In der deutschen DVD von Musa ist vorne ein ziemlich ausführliches Booklet, in dem der Verfasser bemerkt, daß sich viele Leute darüber beschweren, daß Musa doch nur aus aneinandergereihten Kampszenen bestehen würde. Wie der Autor des Booklets bin ich der Meinung, daß das nicht ganz stimmt.
Der Film hat eine Handlung bzw. einen roten Faden und eine Entwicklung und zwar in der Veränderung der Hauptcharaktere. Um das zu beleuchten, möchte ich diese Figuren im Folgenden kurz vorstellen.

Zuerst einmal General Choi:
General Choi kommt aus Goryeo, einem Land mit einer starren Gesellschaftsordnung. Sein Rang sagt uns, daß er von vornherein einer höheren Schicht angehört, wahrscheinlich aus einer militärischen Familie. Er ist mit den Moral- und Ehrvorstellungen seiner Zeit und seines Umfeldes großgeworden und dieselbigen nehmen einen großen Teil seines Denkens ein und bestimmen sein Handel.
Im Laufe der Geschichte wird der General mit ihm fremden Verhaltensvorstellungen konfrontiert (Pragmatismus der Veteranen, Yeo-sols Verhalten, der an seiner Ehre festhält, auch wenn er nur ein Sklave ist...), die den seinen auch zu widersprechen scheinen.
Ein Umdenkungsprozess setzt beim General ein, dem er sich aber heftig zu widersetzen sucht.


Ju Jin-mo als General Choi Jeong


Die Mingprinzessin:
Die Mingprinzessin wurde wohl sehr verwöhnt. Sie ist es gewohnt, daß jeder sich um sie kümmert, ihre Befehle befolgt werden und ihr jeder Wunsch von den Augen abgelesen wird. Dies ist jedoch in ihrer neuen Situation nicht möglich und sie muß lernen, ihre eigene Person nicht so wichtig zu nehmen.
Ein ebenfalls schmerzlicher Prozeß.


Zhang Ziyi als Ming Prinzessin


Der Sklave Yeo-sol:
Die Figur des Yeo-sol ist in der Geschichte so angelegt, daß sie einerseits die Verachtung Generals Chois erfährt, für den alle Taten eines Sklaven nichtig sind, andererseits die Hochachtung des mongolischen Kommandanten, der den Mann nach seiner Kampfkunst beurteilt. Zumal war den Sklaven in Goryeo durchaus die soziale Ungerechtigkeit bewusst, in der sie lebten, was zahlreiche Aufstände belegen. Und Yeo-sol kann darüber in keinster Weise in Unwissenheit gewesen sein, denn auch sein Herr scheint, wie man aus einer kurzen Sequenz herauslesen kann, durchaus der Idee nicht abgeneigt gewesen zu sein, daß es nicht die Geburt ist, was einen Menschen definiert.
Es ist in diesem Fall also ein Loyalitätskonflikt, den der junge Mann bewältigen muß.


Jeong Woo-seong als Sklave Yeo-sol


Musa hat also einen Inhalt über die Personenentwicklung. Problematischerweise ist aber in der gekürzten Fassung, sehr viel an Dialogen gekürzt worden, so daß dieser dramatische Teil stark in den Hintergrund zurücktrat. Das mag sich paradox anhören, aber ich denke tatsächlich, daß der Film deshalb in der längeren Fassung fast kürzer wirken könnte, als in der gekürzten Fassung. Bestätigen kann ich es aber leider nicht, da ich ja nur die Kurzfassung gesehen habe.
Ein weiteres Problem sehe ich auch darin, wie die Charaktere besetzt wurden.
Zhang Ziyi (Heimweg, 2046, The Banquet) spielt ihre Rollen sehr gut. Sie ist so zickig, daß es richtig unangenehm ist. Eventuell spielt sie das sogar zu gut. Ihre Wandlung ist zwar auch glaubhaft, aber bis dahin hat man schon eine Abneigung gegen ihre Figur entwickelt, daß es schwierig ist, wieder Sympathien für diese aufzubringen... Wink
Eine weitere Person, die auch noch keine Fehlbesetzung war, ist Ahn Seong-gi (Radio Star, Battle of Kingdoms, Duelist, Nowhere to Hide) als Veteran und Bogenschütze, dessen Rang dem eine Sergeanten zu entsprechen scheint und für alle drei Hauptfiguren eine Art Beraterrolle einnimmt. Ahn Seong-gi erweckt nicht nur seine Figur zum Leben, sondern bringt auch Leben in den Film. Meiner Meinung nach stielt er den anderen auch die Show. Musa war eine seiner großen Leistungen! Interessanterweise ist er dann bei den Interviews derjenige, der am meisten mit sich und seiner Rolle zufrieden war.



Ahn Seong-gi als Jin-lip


Ju Jin-mo (Real Fiction, Wanee & Junah) und JEONG Woo-seong waren das nämlich weniger. Und das zeigt sich auch. Ersterer war mit einer Rolle, die den Film hätte tragen müssen ein bisschen überfordert. Optisch entspricht er schon der Vorstellung eines Militärs aus gutem Hause, aber es gelingt ihm nicht so gut, seine Konflikte darzustellen, wie das wohl bei einem erfahrenerem Kollegen der Fall gewesen wäre.
Im Gegensatz dazu, würde ich meinen, daß Jeong Woo-seong dafür unterfordert gewesen war. Ich habe zwar vorhin erwähnt, daß seine Rolle auch ihre Probleme zu bewältigen hat, aber die sind dann eigentlich gar nicht mehr so wichtig. Der Schwerpunkt lag eher darauf, Yeo-sol als erstklassigen Speerkämpfer zu portraitieren. Ich denke, daß auch hier die Wahl, eher auf das athletische Äußeres des Darstellers zurückzuführen ist.
Ich will übrigens damit nicht sagen, daß Jeong Woo-seong hier schlecht spielt. Das ist nicht der Fall. Aber er spielt vielleicht allzu routiniert und diese Figur wirkt, im Vergleich zu anderen Charakteren, die Jeong Woo-seong gespielt hat, etwas leblos.

Ich konnte den Eindruck nie ganz loswerden, daß es vielleicht besser gewesen wäre, man hätte die Rollen der beiden Hauptdarsteller vertauscht?

So abschließend möchte ich noch einmal betonen, daß ich Musa nicht für einen schlechten Film in diesem Genre halten.
Wie gesagt, ich kann mit solchen Filmen wenig anfangen und ich hatte eben den Eindruck, man hätte noch mehr aus der Story rausholen können. Ich denke, wenn ich versuchen würde, eine möglichst objektive Punktewertung zu geben, dann würde ich wohl um die 7,0 oder 7,5 Punkte geben.





Erklärungen

Goryeo: Koreanische Dynastie von 918-1392 nach Christus. Die westliche Landesbezeichnung „Korea“ wurde von dem Namen dieser Dynastie abgeleitet.

Yüan bzw. Yuan: Mongolische Dynastie von 1271-1368, die nachdem sie weite Teile Chinas und Korea unterworfen hatte, die chinesische Song-Dynastie ablöste. Aufstände und politische Unruhen führten später dazu, daß die Mongolen um 1350 herum aus Korea und 1368 aus China vertrieben werden konnten und sich die Ming in China als neue Dynastie etablieren konnten.

Ming: Chinesische Dynastie 1368 bis 1644. Die politische Führung lag zu dieser Zeit hauptsächlich in den Händen von Han-Chinesen. Die Ming-Dynastie wurde später aus der von Manchu/Jurchen gegründeten Qing-Dynastie abgelöst.



DVD 2-Disc Special Edition
e-m-s
Keep Case in Pappschuber
Laufzeit laut Cover: 155 min
Bild: 2,48:1 anamorphic widescreen
Ton: Deutsch DD 5.1; Koreanisch DD 5.1
Untertitel: deutsch
Extras: Making Of, Behind the Scenes, viele Interviews, die Musik, Bildergallerie, Trailer, ausführliches Booklet

Ich habe die deutsche DVD selbst nicht angesehen, aber die Qualität soll sehr gut sein!
Es gibt den Film auch als Single Disc Edition von e-m-s, ohne die Extras.

Die deutschen DVD-Ausgaben enthalten die Langfassung des Filmes, die der koreanischen Fassung entspricht und nicht die kürzere internationale Fassung!


Zuletzt bearbeitet von Namu am Mi Mai 19, 2010 13:53, insgesamt 2-mal bearbeitet
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GAMBIT
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Beiträge: 744
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: Fr Dez 07, 2007 09:43    Titel:

Ich kenne auch viele die den film sehr langweilig finden, was ich ehrlich gesagt voll und ganz verstehe. Für mich war der Film was anderes. Ich begann mich für Asien damals erst zu interessieren durch mein Interesse über die Hunnen und später die Mongolen. Als ich dann später in Korea 2003 war, war Musa neben My Sassy Girl einer der ersten Filme die ich aus Korea mitschleppte. Als ich dann Musa sah war das gelinde gesagt für mich eine Offenbarung, besonders für jemanden der sich ständig mit dieser dargestellten Zeit im Film beschäftigt hat. Es gibt schlicht und ergreifend bis jetzt keinen Film der die Mongolen zur Zeit ihrer Blüte so gut und authentisch darstellt wie Musa. Hier gibt es höchstens bis jetzt „Nomad“ von Sergei Bodrov, welcher auch sehr gut ist aber niemals an Musa ran kommt. Bis jetzt ist also Musa hier schlicht und ergreifend das Non Plus Ultra und der japanische Blockbuster „GENGHIS KHAN: To the Ends of the Earth and Sea“ aus diesem Jahr war da wohl auch nichts. Man kann hoffen das „Mongol“ von Sergei Bodrov aus dem Jahre 2007, welcher bei uns auch erscheint endlich eine Alternative zu Musa bietet, der Trailer sieht vielversprechend aus:
http://img.ctb.ru/films/film00025/video/mongol_tr2_b.avi

Was auch in Musa unglaublich gut gelungen ist, das die Leute dort wirklich so aussehen ob sie sich durch den krieg und die Wüste gekämpft haben. Auch finde ich das Zhang Ziyi in Musa mit einer ihrer besten Rollen abgibt, sie macht hier echt was her, in späteren Filmen nimmt ihre schauspielerische Qualität leider ab.

Auch fand ich die Geschichte sehr gut weil es hier auch keine Schwarz/Weiß Malerei gibt und alle Motive und Gedankengänge beleuchtet werden. Schauspielerisch find ich den Film astrein und besonders die Making Of zeigen wie gut das Team zusammengearbeitet hat und was für einen Spass sie dabei hatten. Für mich ist Regisseur Kim Sung-Soo so oder so einer meiner Lieblinge in Korea ^^


Hab auch mal vor langer Zeit einer meiner ersten reviews zu den Film geschrieben:
http://pride-of-korea.de/filme/uebersicht/Musa.html
(heute wäre ich mit so ein Review total unzufrieden aber man lernt ja ^^)

P.S.

Ich kenn nur die Langfassung
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Namu
Die CineGLobe Perle


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BeitragVerfasst am: Mo Dez 10, 2007 09:44    Titel:

GAMBIT hat Folgendes geschrieben:
und der japanische Blockbuster „GENGHIS KHAN: To the Ends of the Earth and Sea“ aus diesem Jahr war da wohl auch nichts. Man kann hoffen das „Mongol“ von Sergei Bodrov aus dem Jahre 2007, welcher bei uns auch erscheint endlich eine Alternative zu Musa bietet,


Also da hast Du wirklich recht. Der Japanische Film (ich kenne den übrigens als "The Blue Wolf: To the Ends of the Earth and Sea“ Question) ist mit Musa in keinster Weise zu vergleichen. Ich meine nicht nur, daß er ein anderes Genre ist, soll ja eher eher ein Biopic sein, aber Musa, der "nur" ein Schlachtenepos sein soll, ist ca. eine Millionen mal realistischer als Blue Wolf, sowohl in Historizität, als auch in Charakterdarstellung!
Blue Wolf unterhält trotz aller seiner Fehler, aber manchmal muß man schon sehr den Kopf schütteln.

Von "Mongol" gibts übrigens irgendwo einen Thread unter Filmstarts.
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Nitschewo
CineMaster
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Beiträge: 280
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BeitragVerfasst am: Sa Dez 15, 2007 12:44    Titel:

Epische Schlachtenfilme sind auch nicht gerade mein bevorzugtes Genre, trotzdem bin ich auf Musa neugierig geworden. Das lag zum einen an den sehr guten Kritiken, auf die ich überall gestossen bin und zum anderen, weil ich Jeong Woo-seong mag. Schließlich habe ich mir dann die Langfassung der deutschen DVD angesehen.

Irgendwie muß ich beiden Vorrednern, Namu und Gambit, recht geben. Einerseits hat Musa gut gemachte Kampfszenen, die schnell und blutig dargestellt werden, es gibt schöne Bilder und Kostüme, meines Erachtens sind die Darsteller gut besetzt und können alle in ihren Rollen überzeugen, andererseits hat der Film auch so seine Längen und an der Story hapert es etwas. Etwas mehr Spannung könnte so einem langen Werk gut tun.
Alles in allem, meine ich, können aber Fans des Genres getrost einen Blick darauf werfen.
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Yin Chi
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Beiträge: 1797


BeitragVerfasst am: Di Aug 11, 2009 18:40    Titel:

Musa - Der Krieger war mein erster koreanischer Film, bin eher durch Zufall drauf gestoßen, da er gerade im Angebot war. LOL, da ich die koreanische Sprache nicht beherrsche, habe ich eine Zeitlang gebraucht, bis ich Musa nicht als Namen des Hauptdarstellers identifizieren konnte sondern schlicht und ergreifend als das koreanische Äquivalent für Krieger. Tja, für diejenigen unter uns, bei denen der Groschen etwas später gefallen ist, bot dann das Film-Special die Aufklärung.... Wink

Zur Story, hat mir sehr gut gefallen, die Landschaftsaufnahmen, die Besetzung der Hauptcharaktere, wobei mir Jeong Woo-seong in diesem Film ganz besonders aufgefallen ist. Ich fand seine Darstellung als Sklave überhaupt nicht routiniert und langweilig. Enttäuscht hat mich eher sein Auftritt in The Restless. Aber das lag wohl eher am Drehbuch als an ihm selbst. Den zweiten Darsteller, den ich ebenfalls lobend erwähnen möchte, ist Ahn Seong-gi. Er scheint in seiner Rolle als einfacher aber sehr erfahrener Krieger regelrecht aufgegangen zu sein. Wohingegen Zhang Ziyi in meinen Augen jetzt nicht unbedingt die Prinzessin hätte spielen müssen. Die Darstellerin hier ist austauschbar.

Alle Hauptcharaktere müssen sich, aufgrund ihrer jeweiligen Herausforderungen im Laufe des Filmes, entwickeln. Ich finde, Namu hat das schon in ihrer Rezension prima herausgearbeitet. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Die Kritik, dass es sich nur um eine Aneinanderreihung von Kampfszenen handelt, kann ich übrigens nicht teilen. Der Film zeigt sehr plastisch, oft auf sehr brutale Art und Weise, den Überlebenskampf einer Gruppe und die Darstellung bleibt bis zum Schluß überaus realistisch und spannend. Was wiederum bedeutet, dass ich bei diesem 2 1/2 stündigen Filmepos keine Längen feststellen konnte.

Fazit, aufgrund meines sehr positiven Gesamturteiles bei meinem ersten Koreaner entwickelte sich bei mir eine Vorliebe fürs koreanische Kino! Very Happy
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Jigu
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BeitragVerfasst am: Di Apr 13, 2010 23:17    Titel:

Auch bei mir war Musa einer der ersten koreanischen Filme, die ich sah (zuvor gab es noch Oldboy und sowas...). Dieser Film, obwohl ich mich bis Dato mit dem Genre nicht besonders auseinander gesetzt hatte, hat mich von der koreanischen Film- und Schauspielkunst mehr als nur überzeugt (und von Jeong Woo-seong).
Ich habe Musa einiges zu verdanken und sowohl die koreanische, als auch die deutsche Fassung haben einen besonderen Platz in meinem definitiv überfüllten Video-Regal.

Etwas unglücklich finde ich allerdings die deutsche Synchronisation, da dort keine Rücksicht auf die Sprachdifferenzen zwischen Koreanisch und Chinesisch (Yeosol - Prinzessin) genommen wurde. Oder ist euch nicht aufgefallen, dass bei der deutschen Fassung die Prinzessin ein bisschen dämlich rüberkommt, wenn Yeosol sagt, dass man ihr doch den Kopf abhacken und den Feinden schicken soll und sie dabei nur irgendwas anderes fragt?

Wer also auf sowas Wert legt, sollte den Film definitiv in OmU sehen!

Zum Soundtrack kann ich nur sagen: 1+
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Jigu
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BeitragVerfasst am: Do Mai 06, 2010 00:16    Titel:

Kleiner Tribut an einen meiner Lieblingsfilme

Hatte mir schon lange vorgenommen, mal ein Bild zu Musa zu zeichnen und die Szene, als Yeo-sol in die letzte Schlacht galoppiert, hat mich dann schließlich dazu inspiriert. Heute war es dann soweit. Hab ca. 4 Stunden für die Kohlezeichnung gebraucht =D




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Namu
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BeitragVerfasst am: Do Mai 06, 2010 16:26    Titel:

Das Bild ist ja wirklich klasse geworden!
Sieht tatsächlich aus wie im Film!
Ist schon bewunderswert, wenn jemand sich Zeit und Mühe macht, sich künstlerisch zu betätigen (und dabei dann sogar auch noch etwas herauskommt)!
Wenn Du mal wieder etwas von Filmen oder Serien zeichnest, bitte auch wieder posten!
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Jigu
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BeitragVerfasst am: Do Mai 06, 2010 19:00    Titel:

naja, ich hab noch zwei Bilder von Jeong Woo-Seong porträtiert, die sind aber nicht so gelungen. kann sie ja später in seinem Thread posten.

Aber ich hab vor, ein Bild zu Chuno zu machen.
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kareki
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BeitragVerfasst am: Mo Nov 15, 2010 14:35    Titel:

"Zwischen den Zeilen zu lesen", ist eine Fähigkeit, die unabdingbar für solch einen Film ist.
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「"自分の意志"を持った人間は必ず苦労する。でも後悔はしない。 」 京

"Menschen, die an 'ihrem eigenen Willen' festhalten, werden ohne Zweifel leiden, aber keine Reue empfinden." Kyō
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