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Schräger als Fiktion

 
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plam
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BeitragVerfasst am: Fr Jan 26, 2007 12:11    Titel: Schräger als Fiktion



"Schräger als Fiktion" (Stranger than Fiction)

Regie: Marc Foster

Darsteller: Will Ferrell, Emma Thompson, Maggie Gyllenhaal, Dustin Hoffmann

Laufzeit: 113 Min.

Kinostart: 8. Februar 2007


Zum Inhalt:


Harold Crick, seines Zeichens Steuerberater, lebt ein Leben streng nach Plan. Er hat alles bestens im Griff, minutiös ist alles genau bestimmt: Er zählt beim Zähneputzen die Bewegungen der Zahnbürste mit (38 mal vor und zurück, 38 mal auf und ab), er kennt die Anzahl der Schritte bis zum Bus; da bleibt kein Platz für Abweichungen oder Überraschungen.

Doch die Überraschung lässt nicht mehr lang auf sich warten, als er plötzlich eine weibliche Stimme hört, die ihm stets genau das erzählt, was er gerade erlebt. Was er in diesem Moment noch nicht zu glauben wagt: Sein Leben ist eine Geschichte, die durch die Autorin Karen Eifel erzählt wird. Die Autorin wiederrum hat keine Ahnung, dass ihr Romanheld Harold tatsächlich existiert und ihre Gedanken und Ideen für das neue Buch hört und augenblicklich durchlebt...


Kritik:


Liest man den Inhalt zu Marc Fosters neuem Film, werden einige Erinnerungen an andere Filme wach: Allen voran sind es die grandios-skurilen Meisterwerke des Drehbuchautors Charlie Kaufmann (Beeing John Malkovich, Adaption, Vergiss mein Nicht!), die eine unverkennbar ähnliche Richtung einschlagen, wie "Schräger als Fiktion".

Tatsächlich braucht sich, da ist sich die Kritik offenbar einig, Fosters neues Werk nicht vor den genannten Kultfilmen zu verstecken. Die Story lässt einen frischen, innovativen Film erwarten, der damit bereits ganz offensichtlich aus der eher langweiligen Welle von Fortsetzungen und Neuverfilmungen aus Hollywood herausbricht.

Über das Schauspielensemble lassen sich derzeit ebenso durchweg positive Töne hören. Und letzten Endes spricht vor allem der in Ulm geborene Regisseur Marc Foster für die zu erwartende Qualität des Filmes, da er sich mehr und mehr als einer der interessantesten und experimentierfreudigsten Regisseure unserer Zeit etabliert: Nach "Monster´s Ball" und "Wenn Träume fliegen lernen" konnte er zuletzt vor allem durch sein düster-genialen Psychothriller "Stay" überzeugen. Die zweifelsfrei noch sehr kurze Liste seiner Filme macht dabei bereits deutlich, dass sich der Regisseur wohl bislang nicht auf ein Genre festlegen will.

Am 8. Februar darf man Foster dann also im Kino als Regisseur einer äußerst interessanten Komödie bewundern.

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BeitragVerfasst am: Mo Jan 29, 2007 18:24    Titel:

Das klingt nach einer Mischung aus "Besser gehts nicht" und "Tricks".

Aber eben mit dem Unterschied, dass jemand nur eine Marionette von einer Schriftstellerin ist.
Scheint ein guter Stoff zu sein.

Danke Plam. Den werde ich mir ganz sicher ansehen!
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Nomak
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BeitragVerfasst am: Mo Jan 29, 2007 19:58    Titel:

hört sich schon interessant an muss ich zugeben und Monsters Ball und besonders Stay hinterliessen bei mir einen sehr positiven Eindruck von Marc Foster. Bin auch schon auf sein neues Werk gespannt!
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BeitragVerfasst am: Mo Jan 29, 2007 20:00    Titel:

Monsters Ball? Da kenne ich nur eine gewisse Szene von einem Celeb Board Engel

Huiiiiii Rolling Eyes
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plam
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BeitragVerfasst am: Di Jan 30, 2007 20:58    Titel:

Und HIER gibts schonmal den Trailer zum Anfüttern...macht durchaus Lust auf Mehr.

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Nomak
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BeitragVerfasst am: Di Jan 30, 2007 21:09    Titel:

der trailer is ja mal witzig! da kann man sich gleich viel mehr drunter vorstellen.
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plam
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BeitragVerfasst am: Sa Feb 24, 2007 12:27    Titel:

Ich habe den Film inzwischen angesehen und will nunmehr nochmal meinen persönlichen Eindruck hier abliefern:

Ich finde den Film wirklich sehr gelungen. Dennoch fällt er ein wenig aus dem filmischen Gesamtwerk des Regisseurs Marc Foster heraus. Zweifelsfrei erinnert natürlich die teilweise skurrile Story sowie die frische, innovative Umsetzung an Forster. Doch gerade was das Tempo des Films angeht, so begibt sich Forster hier aus seiner (filmischen) Sicht auf Neuland.

So nimmt sich "Schräger als Fiktion" mit unter sehr viel Zeit, die sich anbahnende Liebe der beiden Protagonisten aufzubauen. Diese Ruhe wirkt dabei jedoch keineswegs störend, sondern verleiht dem Film, der ja ohnehin schon surreal genug ist, eine sehr authentische Atmosphäre.

Neben diesen ruhigen Momenten wird es aber dennoch nie wirklich langweilig, da Forster es versteht, die Skurrilität der Geschichte wieder zum Mittelpunkt des Films zu machen, ohne dabei ins Lächerliche abzugleiten. Es ist schon witzig anzusehen, dass die Bilder des Films offensichtlich nur die Worte eines Buchs sind. Forster treibt diese Intermedialität jedoch noch weiter. So könnte man sich schließlich genauso fragen, ob die Autorin, die vermeintliche Schöpferin der Geschichte, nicht selbst nur Teil eines Films, und somit fiktiv ist.

Wirklich interessant wird es jedoch in denen Momenten, als sich der Film selbst nicht mehr als Geschichte versteht, sondern eben nur noch als das Medium Film. So kommt der Protagonist auf die Idee, wenn er nicht mehr handelt, könne die Autorin auch nichts mehr schreiben und er würde fortan auch ihre Stimme nicht mehr hören. Und tatsächlich erlebt man dann etwas, was man nur selten in einem Film zu sehen bekommt: die Handlung setzt völlig aus und es passiert zunächst rein gar nichts mehr. Spätestens in diesem Momenten bemerkt man, dass man in einem Marc Forster Film sitzt, denn er versteht es nur allzu gut, auf das Wesen des Mediums Film selbst zu verweisen.

Was der Zuschauer dabei zu sehen bekommt, ist ein durchaus erwachsender Film, der jede Menge komischer Momente hat, doch weit davon entfernt ist, einfach nur eine Komödie zu sein. Forsters Mischung, Romantik, Surrealismus, Herz und Komödie zu vereinen geht, meiner Meinung nach voll und ganz auf.
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BeitragVerfasst am: Mi Feb 28, 2007 00:07    Titel:

Mal meine Meinung zu diesem Film (aus einem anderen forum):


Da war es letzten Mittwoch dann also: das erste Sneak-Highlight 2007.
Dabei war ich am Anfang mehr als skeptisch, denn zunächst sieht man Harold nur bei seinen alltäglichen Tätigkeiten zu und hört eine Frauenstimme aus dem Off, die kommentiert und erklärt.
Doch als sich dann herausstellte, dass Harold diese Stimme auch hören kann, wurde es ausgesprochen interessant und wirklich sehr lustig.
Und als Harold erfährt, dass in den Romanen Eiffels noch nie eine Hauptperson überlebt hat, da kommt auch noch eine gute Portion Spannung hinzu (wobei der -schwarze- Humor aber nie zu kurz kommt).
Eine wirklich interessante Geschichte, nie vorhersehbar und mit einem sehr gelungenen Ende, das nicht im Kitsch vesinkt.
Die Schauspieler hätte man kaum besser wählen können, sie passen perfekt zu ihren Rollen.
Endlich mal wieder ein Film der beweist, dass Spannung auch anders erzeugt werden kann als mit sinnlosem Rumgeballere und Blaulichtgeheule...
Dafür gibt es von mir die erste

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