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Kittie CineMaster


Anmeldedatum: 20.09.2006 Beiträge: 932
Wohnort: Gegenerde
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Verfasst am: Sa Nov 14, 2009 18:26 Titel: Slasher |
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Regie: Frank W. Montag
Darsteller: Christiane Imdahl, Christian Stock, Sebastian
Badenberg, Michael Eisenburger, Pia de Buhr
Story:
Eine Gruppe junger Erwachsener suchen etwas Abwechslung und wollen
übers Wochenende im Wald campen gehen. In diesem Wald treffen sie
dann auf einen Slasher, der einen nach dem anderen tötet.
Kommentar:
Mehr Handlung ist dort leider nicht. Und ich sage es auch lieber jetzt
gleich zum Anfang – der Film ist eine einzige Enttäuschung.
Wenig Handlung und viel zu wenig Spannung, aber dafür jede Menge
Ärsche, Titten, dumme Sprüche und Blut. Das mag dem ein oder anderen
gefallen, aber mir ist das eindeutig zu wenig. Ich bin ein großer Freund
vom Slashergenre – auch wenn sich die meisten Filme dieses Genres
ähneln, haben sie doch immer noch etwas was überzeugen kann, aber
genau dies sucht man bei Slasher vergebens.
Woran krankt denn nun der Film?
Hierbei fällt am deutlichsten die Abwesenheit von Spannung auf. Zum
Ende des Films hin, lässt sie sich zwar mal kurz blicken, aber vom Rest
vorher ist man schon so gelangweilt, dass selbst dieses kurze Auftreten
einem egal ist. Daran schließt sich auch die sehr vorhersehbare Handlung
an. Vieles war zu offensichtlich und der geneigte Fan kann schnell eins
und eins zusammenzählen.
Was hat sich der Drehbuchautor nur dabei gedacht? Und wo ich schon
beim Drehbuch bin. Man merkt, dass hier die Darsteller fleißig das
Drehbuch auswendig gelernt haben und diese gaben dann je nach
Vermögen ihr Bestes. Hinzu kommt dann auch noch, dass alle
Charaktere austauschbar sind. Sie taugen wie im Film eigentlich nur als
Opfer und selbst wenn sie in diese Rolle kommen sind sie dem Zuschauer
egal. Irgendwelche Gefühle wurden hier nicht rübergebracht – außer es
geht ums Ficken. Da blühten die Darsteller ein wenig auf.
Die Darsteller führen mich dann auch zum Slasher. Bei dem handelt es
sich leider nicht um einen der "Übernatürlichen", sondern um einen der
menschlichen Sorte. Er ist ein Brandopfer, dass sich eine weiße Maske
aufsetzt und gerne ein wenig rumschlitzt. Ich habe schon lange keinen so
uninspirierten Slasher gesehen – da hat sogar der bekloppte Clown vom
"Hella-Burger" mehr Charakter. Und die "Wendung" zum Ende hin war
auch keine wirkliche Überraschung mehr, denn so oder so ähnliches gibt
es auch in vielen anderen Filme. Wo sind nur die neuen Ideen geblieben?
Handwerklich ist der Film gut gemacht, aber mir fiel auf, dass das Bild ab
und an etwas zu unscharf ist. Ich dachte erst es liegt an meinen Geräten,
aber ich habe es auch an anderen getestet und da waren auch diese
"Effekte". Die Kameraarbeit hätte man also auch besser machen können.
Das Einzige am Film was gelungen ist, sind die SFX. Denn die gehören
nicht nur zu den handgemachten, sondern sie fallen auch recht blutig aus
und es gibt doch schon einiges an Gore zu sehen. Aber Splatter und Gore
alleine machen noch lange keinen guten Film aus. Außer man will einen
Film auf so was reduzieren, aber selbst bei den "älteren" Gorehounds
darf es dann doch mehr sein.
Wie schon gesagt… der Film ist eine Enttäuschung. Dabei sah vorher alles
nach einen guten deutschen Independentfilm aus und es hätte auch ein
interessanter Beitrag zum Genre werden können, aber mit all diesen
Mängeln fällt der Film durch.
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